achtung buch: die unglaubliche entdeckung des mr. penumbra von robin sloan

Diese Rezension wird etwas besonderes, anderes, tiefer gehendes. Wieso? Sie ist nur der erste Teil eines Gesamtwerkes!  Lange habe ich überlegt, wo ich anfangen soll und mich letztendlich dazu entschlossen, Euch zunächst den lieben Mr. Penumbra ein wenig näher zu bringen. Wer ist Penumbra und wie kommt er zu seiner Buchhandlung und vor allem: wieso ist diese so sonderbar? All dies erfahren wir in der Kurzgeschichte Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra, die ich Euch vorstellen möchte, bevor ich mit der nächsten Rezension tief in Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra eintauchen werde.

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Alles begann im Jahre 1969 in San Francisco mit einem jungen Mann, der enttäuscht und im festen Glauben, den ihn erteilten Auftrag nicht erfolgreich beenden zu können, auf eine kleine und unscheinbare Buchhandlung stößt. Darin trifft er auf einige langhaarige Vertreter, die sich um die Verkaufstische scharen oder aber in tiefsinnige Gespräche vertieft sind. Doch das ist nicht alles: Im hinteren Teil des Geschäfts gibt es Regale, so hoch, dass sie im Dunkeln verschwinden. Trotz eines mulmigen Gefühls bleibt der junge Mann im Laden – es ist schließlich ein Buchgeschäft. Also überwindet er seine Scheu und fragt nach dem gesuchten Buch TECHNE TYCHEON – Die Kunst der Wahrsagerei. Mit diesem Gesuch beginnt eine abenteuerliche Reise, zunächst in die Vergangenheit, denn der junge Mann ist kein geringerer als

AJAX PENUMBRA

persönlich.

Am College trifft er auf seinen Zimmergenossen Claude Novak, seines Zeichens bekennender Computerfreak und beginnt sein Studium im Hauptfach Englisch. Dabei bleibt es aber nicht, denn schon nach kurzer Zeit entdeckt er, dass es auch noch  Kurse für Studenten mit besonderen Interessen im Bereich Okkulte Literatur bei Langston Armitage gibt. Dort kommt Penumbra auch erstmals mit besonderen Büchern aus Silber und Knochen in Berührung. Kurz vor seinem Abschluss wird Penumbra zu Armitage gerufen, und bekommt das Angebot, Mitglied in seinem Bibliotheksstab zu werden. In diesem Zuge erhielt er auch den ersten großen Auftrag, nämlich das TECHNE TYCHEON zu finden.

Eine heiße Spur, ein gewisser William Gray, führt Penumbra dann nach San Francisco, wo er in der kleinen Buchhandlung landete, die ich Euch zu Beginn vorstellte und in der er seine Geschichte gerade dem Verkäufer, einem gewissen Mr. Corvina erzählte, der wiederum seinem Chef Mohammed Al-Asmari von der Suche nach dem TECHNE berichtete. Beide wollen ihn bei der Suche unterstützen, aber unter einer Bedingung: Penumbra müsse nun auf den Laden aufpassen, während Corvina auf der Suche ist. Höchstes Gebot dabei: Finger weg von den Büchern auf den hohen Regalen, denn diese sind nur für Mitglieder! Eine abenteuerliche Suche beginnt, die in eine unglaubliche Entdeckung mündet. Mehr soll dazu an dieser Stelle nicht verraten werden, lasst Euch schon von dieser Kurzgeschichte in eine besondere Welt entführen.

~

Die unglaubliche Entdeckung des Mr. Penumbra ist eine wundervolle Kurzgeschichte aus der Feder von Robin Sloan und für Leser des eigentlichen Hauptwerkes ein absolutes Muss. Ob man es vor oder nach der Lektüre der Buchhandlung liest, sei dabei jedem selbst überlassen. Der Leser bekommt Einblicke in die Kindheit und vor allem in die Schulzeit Penumbras. Wir erfahren, wie er mit den Büchern in Berührung kam – nicht nur mit Büchern im Allgemeinen, sondern viel mehr mit besonderen Büchern – und wie er zuletzt doch in der Buchhandlung von Corvina blieb, die später einmal seine werden soll! Dazu kommt auch schon die erste Berührung zwischen – ich nenne es einmal so – Tradition und Innovation im Sinne von Buch trifft auf Computer oder Bibliophiler trifft auf Computerfreak. Eine Konstellation, die sich im Hauptwerk noch als mehr als wichtig erweisen soll. Wundervolles Zusatzmaterial also, das man jedem Penumbrianer nur ans Herz legen kann!

 

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