Archiv | Mai 2014

achtung buch: dear robin – auf irrwegen ins herz von daniela felbermayr

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Robin, eigentlich top ausgebildete Psychologin, arbeitet seit 11 Jahren als Briefkastentante für das Magazin „She“, wo sie Leuten dabei zu helfen versucht, ihr Leben in den verschiedensten Lebenslagen in den Griff zu bekommen. Eine stetig wachsende Fangemeinde, viele Briefe und Danksagungen scheinen ihren Erfolg zu bestätigen und so führt sie ein relativ unbeschwertes Leben. Es gibt nur einen Makel: Der richtige Mann an der Seite fehlt ihr noch immer. Doch Moment: Für Robin ist dies keinesfalls ein Makel, vielmehr eine Lebensphilosophie. Nachdem sie von ihrem langjährigen Freund hintergangen und von hier auf jetzt sitzen gelassen wurde, hat sie sich geschworen, keinem Mann mehr den Platz in ihrem Herzen freizuräumen.

Doch zurück zur Geschichte: Gerade als Robin dabei ist, ihre Fanpost zu durchstöbern, kommt ein äußerst attraktiver Mann in die Redaktion gestürmt und verlangt Robin zu sehen. Nicht etwa aus Freude, nein, Robin hat sein Leben zerstört, indem sie seiner langjährigen Verlobten geraten hat, die Bildung zu lösen, wenn sie nicht wirklich sicher ist, diesen Mann heiraten zu wollen. Scheinbar hat diese das auch getan, denn er, Ryan, steht nun vor Robin und lässt seinem Ärger freien Lauf.

Doch damit nicht genug. Als Robin nach dem langen Arbeitstag nach Hause kam, saß genau dieser Mann auf ihrer Veranda. Von Wut und Zorn der Begegnung am Vormittag war jedoch nicht mehr so viel übrig – vielmehr saß da nun ein Häufchen Elend, das sie bat, ihm bei der Rückeroberung der geliebten Linda zu helfen. Ein Spiel mit dem Feuer, auf dass sich Robin letztendlich einlässt, beginnt und schnell wird deutlich, dass auch in ihr tiefe Gefühle schlummern, die sie eine lange Zeit nicht gekannt hat. Werden Ryan und Linda wieder glücklich werden und wird Robin der Liebe wirklich auf immer entsagen können? Lasst Euch überraschen!

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Mit „Dear Robin – Auf Irrwegen ins Herz“ ist Daniela Felbermayr ein wundervoller, kurzweiliger und romantischer Roman gelungen, der mir viel Stunden schöner Lesezeit beschert hat. Ehrlich gesagt konnte ich ihn nicht mehr weglegen, als ich einmal angefangen hatte, und habe ihn an einem Abend verschlungen.

Die Protagonisten sind allesamt sehr liebevoll und detailliert gezeichnet und könnten wirklich aus dem Leben gegriffen sein. Genau wie die Story an sich. Da haben wir den verzweifelten Verlobten, der seine Geliebte verloren hat, weil diese auf den Rat einer „Briefkastentante“ aus einem Klatschmagazin gehört hat und der diese unbedingt zurückhaben will. Die Geliebte ist jedoch keineswegs so traumhaft, wie es auf dem ersten Blick scheint, aber Liebe, und wenn sie auch nur eingebildet ist, macht ja auch bekanntlich blind. Und wir haben Robin, die den Männern bisher erfolgreich entsagen konnte und nun in ein bizarres Spiel hineingezogen wird, um Linda und Ryan wieder zusammenzubringen.

Eine „Dreiecksgeschichte“ beginnt, die voller kleiner unerwarteter Wendungen steckt, die mich immer wieder aufs Neue zu überraschen wussten. Große Gefühle treffen aufeinander, Trauer, Wut und die Liebe reichen sich die Hand. Bis fast zuletzt blieb der Ausgang der Geschichte unklar. Aber auch der Spaß bleibt nicht auf der Strecke. Das Buch ist mit so vielen lustigen Szenen gespickt, dass man als Leser gar nicht anders kann, als oft zu schmunzeln oder mit dem Kopf zu schütteln.

Ein locker-leichter Schreibstil, eine tolle Story und absolut sympathische Charaktere (ja, sogar Zicke Linda musste man fast etwas mögen, denn genau auf diese Art „futterneidischer“ Frauen trifft man ja auch im wahren Leben oft 🙂 ), machen dieses Buch für mich zu einem Lesegenuss. Ich denke, dass jeder, der auf lockere und romantische Storys steht, mit „Dear Robin“ wunderbar bedient sein wird, gerade jetzt, wo die lauen Sommernächte, die Zeit im Garten oder der Strand (hoffentlich) nicht mehr zu lange auf sich warten lassen. Eine glatte Empfehlung von mir für dieses Buch und ein großer Dank an die Liebe Daniela Felbermayr dafür, dass ich das Buch vorab lesen durfte!

achtung buch: feuer und glas (2) – die verschwörung von brigitte riebe

Manchmal ist es gut, wenn man erst später auf ein wundervolles Buch aufmerksam gemacht wird. Nämlich genau dann, wenn der zweite Band gerade erschienen ist und man sich unbändig ins Lesevergnügen stürzen kann. So ging es mir mit der „Feuer und Glas“ Reihe von Brigitte Riebe. Erst im April habe ich Band 1“Der Pakt“ geradezu verschlungen und konnte nun direkt in Band 2 „Die Verschwörung“ einsteigen.

Endlich wieder die perfekte Mischung aus Fantasy und History, endlich wieder Feuerschopf Milla und Wasserjunge Luca und endlich wieder der kleine samtpfötige Charmeur Puntino!

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Ohne auch nur einen Moment Zeit zu verschwenden, stürzen sich unsere Protagonisten nach der abenteuerlichen Zeit in Venedig gleich in ihr nächstes Abenteuer. Eine Spur führt Milla nach Konstantinopel, wo sie ihren verschwundenen Vater nach all den Jahren endlich wiederzufinden hofft. Mit alten und neuen Freunden, ihrer Mutter und ihrer großen Liebe Luca macht sie sich nun auf die Reise zu der wunderschönen aber auch gefährlichen Stadt am Bosporus, um dieses große Geheimnis endlich zu lüften.

Kurz nach der Ankunft und wider allen Warnungen siegt in Milla die Sehnsucht nach dem Vater und sie schleicht sich direkt in den Palast, wo sie ihn zu finden erhofft. Und wirklich: Schon nach kurzer Zeit trifft sie auf Leandro. Die Freude ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn Milla muss feststellen, dass nicht nur Leandros Haar weiß geworden ist, sondern dass er sich auch in keinster Weise mehr an seine Vergangenheit erinnern kann. Milla wäre aber nicht Milla, wenn sie sich kampflos geschlagen geben würde. Vielmehr setzt sie alles daran, um in Leandro die Erinnerung wiederzuerwecken – egal welche Gefahren dies auch birgt.

Gefahr droht jedoch auch von anderer Seite: Starke Erdbeben erschüttern die Stadt und auch auf politischer Ebene bahnen sich harte Zeiten an. Erneut kann nur der Bund von Feuer und Wasser die Stadt retten. Doch wird die Liebe zwischen Feuermädchen und Wasserjungen auch diesmal allen schweren Zeiten trotzen können? Kommt mit an Bord des Schiffs nach Konstantinopel und begleitet Milla und Luca bei diesem neuen Abenteuer!

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Erneut hat Brigitte Riebe mein Leserherz im Sturm erobert. Die perfekte Mischung aus Fantasy und Geschichte, diesmal im wundervollen Konstantinopel im Jahre 1509, entführt den Leser in eine schillernde und geschichtsträchtige Welt am Bosporus. Zwischen politischen Intrigen, bedrohlichen Naturgewalten, alten und neuen Freunden sowie Feinden tummeln sich Feuer- und Wassermagie in ihrer aus Band 1 wohlbekannten wunderbaren Weise.

Neben alten Bekannten und Freunden konnten sich auch neue Charaktere, allen voran die kleine Enya, einen tiefen Platz in meinem Herzen sichern. Freundschaft und Liebe werden erneut auf harte Proben gestellt, denen sich unsere Protagonisten aber mutig stellen.

Der kleine Puntino darf natürlich nicht fehlen, hat sich in einem stillen Moment heimlich an Bord des Schiffes geschmuggelt und ist auch in diesem Band nicht nur einmal Helfer in brenzligen Situationen. Und so schnell, wie er die Herzen der Leser erobert, konnte es doch auch nicht lange dauern, bis er sich die erste fesche Katzendame angelt *zwinker*

Zur Geschichte braucht nicht mehr gesagt zu werden als WOW. Einmal angefangen, konnte ich auch dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen und war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, habe mit Milla um den Vater gebangt, bin mit Ganesh durch Tunnel gekrochen, habe mit Marco gelitten und den Bruder des Sultans verflucht.

Ihr Lieben, egal ob jung oder alt, ob Fantasy-Freund oder Historiker, greift zu diesen wundervollen Büchern und lasst Euch in fremde, wundervolle Welten entführen. Begleitet unsere Protagonisten und schaut den Glasbläsern bei ihrer wundervollen Arbeit über die Schulter. Ihr werdet es nicht bereuen, ihr werdet es lieben!

Am Ende findet doch immer zusammen, was zusammen gehört! Das zeigt uns schon das wundervolle Cover beider Bände, denn nun können sich Luca und Milla endlich immer in die Augen schauen!

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Nun kann ich nur noch hoffen, dass es nicht das letzte Buch aus der „Feuer und Glas“-Reihe ist und der lieben Brigitte Riebe einen besonderen Dank für dieses tolle Buch aussprechen!

achtung hörbuch: die unglaubliche reise des fakirs, der in einem ikea-schrank feststeckte

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Ein Fakir zu Besuch in Frankreich ist nichts Ungewöhnliches denkt ihr? Ein Fakir, dessen erstes und einziges Ziel im fremden Land eine Ikea-Filiale ist, schon. Denn genau dort will Ayarajmushee Dikku Pradash direkt nach der Landung hin. Also schnell in ein Taxi gesprungen und dem verdutzten Taxifahrer  Palourde das lang ersehnte Ziel genannt. Warum gerade Ikea, fragt Ihr Euch? Nur dort kann er sich den Traum eines jeden Fakirs erfüllen: das Nagelbett »Likstupikstå« aus schwedischem Kiefernholz in Puma-rot und nur echt aus 15.000 Nägeln für den unschlagbaren Preis von 99€. Bewaffnet mit nur einem (gefälschten) 100€  Schein, mit dem er zuvor schon seinen Taxifahrer geprellt hat, macht sich unser charmanter Hochstapler auf die Suche, um kurz darauf zu erfahren, dass das Nagelbett nicht verfügbar ist und nur gegen einen Aufpreis bis zum nächsten Tag bestellt werden kann. Nun ist guter Rat teuer, denn mehr Geld muss her und ein Schlafplatz will auch gefunden werden. Ayarajmushee wäre kein echter Fakir, wenn er sich nicht zu helfen wüsste und so stößt er nicht ganz ungewollt mit der jungen und hübschen Französin Marie zusammen, die ihn prompt zum Essen einlädt – eine Begegnung, die Gefühle in ihm weckt, die er noch nie gekannt hat. Die Frage nach dem Schlafplatz klärt sich auch sehr schnell, denn warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ikea hat doch schließlich eine eigene Bettenabteilung. Klingt alles gut, wäre da nicht das Personal, was just in dieser Nacht Möbel aus der Ausstellung nehmen will, um diese weiterzusenden. Unser Fakir sieht nun keinen anderen Ausweg mehr, als sich in einem großen Schrank zu verstecken… der natürlich zum großen Pech Ayarajmushees mit auf die Reise geht. Eine irrwitzige Fahrt über England, Barcelona, Rom und Tripolis bis zurück nach Paris beginnt, bei dem ihm nicht nur die Ikea-Mitarbeiter auf den Fersen sind.

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„Die unglaubliche Reise des Fakirs, der in einem Ikea-Schrank feststeckte“ – was für ein Titel für ein Buch! Romain Puértolas hat damit genau den Zeitgeist getroffen. Ein langer, kurioser Titel, ein Cover, das mit typischen Ikea-Farben wirbt, ein Klappentext mit viel Interpretationsraum. Dank des Argon-Verlags konnte ich mit Ayarajmushee auf die Hörreise durch das Buch gehen und es hat mich während einer längeren Zugfahrt gut unterhalten.

Zunächst konnte ich mir wirklich nicht vorstellen, wo die Handlung außerhalb der Ikea-Filiale hinführen würde und wurde in mehrerlei Richtung überrascht. Die Story um Ayarajmushee ist gut durchdacht und unterhaltsam geschrieben. Gerade die zwischenmenschlichen und persönlichen Entwicklungen des Fakirs haben mir gut gefallen, der als Hochstapler – wenn auch als charmanter – nach Paris kommt und dann, während der Reise durch die Welt, Werte und Gefühle  kennenlernt, die er bisher nicht kannte und die ihn dazu bringen, sein Leben grundliegend zu ändern. Er, der nur sein Dorf kannte und dort die eigenen armen Mitmenschen belogen hat, um sich diese Reise und sein neues Nagelbett zu finanzieren, wird nun selbst Zeuge von ungerechten und elenden Zuständen und beginnt nachzudenken. Auch seine Liebe zu Marie ist schön geschrieben: Die zarten Gefühle, die er für die junge Frau hegt und die immer tiefer werden. Schließlich ist sie ja schon irgendwie ein rettender Anker in der so unbekannten Welt. Rettende Anker: Davon gab es ja so einige im Buch, die ich hier jetzt nicht näher ausführen möchte, die aber maßgeblich zur Entwicklung unseres Fakirs beitragen. Denn sie ermöglichen es, dass er ganz ungeahnte, ehrliche Talente erkennt, die in ihm schlummern.

Schmunzeln konnte ich während des gesamten Hörbuchs an etlichen Stellen, wobei der Humor an manchen Punkten doch etwas flach war (Bsp.: Wieso ist denn das Nagelbett mit 15.000 Nägeln billiger als das mit 1000? – Na überlegen sie mal, wie lange sie brauchen die 15.000 Nägel in das Brett zu klopfen (frei übertragen).

Der einzige wahre Wermutstropfen war für mich das Spiel mit typischen Stereotypen, wie beispielsweise dem Roma-Taxifahrer Palourde, denn das hat sich, meiner Meinung nach, absolut mit der Intention des Buches geschnitten. (Spoiler) Neben der Hauptstory versucht der Autor an vielen Stellen die elenden Umstände der Menschen in den Entwicklungsländern anzudeuten und verweist nicht nur einmal auf die Risiken, die diese Menschen aufzunehmen bereit sind, um illegal in andere Länder einzureisen. Dagegen stellt er die Karikatur Palourdes, der mit seiner Familie in einem Wohnwagen haust, die typischen Holzkullern auf den Autositzen hat und seine Tochter am besten möglichst gewinnbringend unter die Haube bringen will. (Spoiler Ende).

Absolut Klasse und von der ersten bis zur letzten Minute zu genießen war die Stimme des Sprechers Matthias Koeberlin. Wer mich kennt, weiß, dass ich männliche Sprecher bevorzuge und dieser hat mich komplett gefesselt.

Insgesamt hat mir das Hörbuch trotz des kleinen Makels sehr gut gefallen und ich kann es auch guten Gewissens jedem weiter empfehlen, der leichte Unterhaltung mag. Dem Argon Verlag möchte ich an dieser Stelle herzlich für das Hörbuch danken! Wer mehr über Buch und Sprecher erfahren möchte, kann gern auf der Seite des Verlags vorbeischauen:

Seite des Argon-Verlags zum Buch

achtung buch: kuss der wölfin trilogie von katja piel

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Anna Stubbe scheint auf den ersten Blick eine ganz normale junge Frau zu sein: Mitte zwanzig, eine hübsche blonde Studentin mit Freunden und dem ganz normalen Alltag. Doch der Schein trügt: In Wirklichkeit ist sie über 400 Jahre alt und trägt ein Geheimnis in sich. Sie ist eine Gestaltwandlerin, was bedeutet, dass sie sich in eine Wölfin verwandeln kann. Werwolf also denkt ihr? Falsch, ganz falsch, denn Werwölfe sind böse: Sie ernähren sich von Menschenfleisch und verwandeln die Menschen durch ihren Biss zu Bestien. Ihr Leben: wild, zügellos, nahezu anarchisch und in wilden Rudeln. Die Gestaltwandler haben diesem Leben entsagt: Sie ernähren sich nicht von Menschenfleisch, es ist ihnen strikt verboten, Menschen zu jagen und ihr Leben ist von festen Regeln bestimmt. Die Wandler können ein ganz normales Leben neben und mit den Menschen und im Einklang mit der Natur führen, müssen nur aufpassen, dass sie ihre Tarnung wahren.

Nun aber zurück zu Anna und ihrer Geschichte, die im Jahr 2012 beginnt, als sie Sam kennenlernt, einen sehr attraktiven jungen Mann, der versucht bei ihrer Nachbarin und Freundin Alexa einzubrechen. Ein Irrtum, den Sam ist der Freund von Alexa, der nur versucht, ihre Tür zu öffnen, da sie ihren Schlüssel in der Wohnung liegen gelassen hatte. Schon bei dieser ersten Begegnung beginnt es zwischen Anna und Sam zu knistern und eine leidenschaftliche Affäre entbrennt. Eine Affäre aus der, auch gern mehr werden dürfte. Gefühle, die Anna gar nicht von sich kennt und die sie restlos verwirren, denn Dinge wie Zuneigung, Liebe und Freundschaft spielten in den letzten 422 Jahren ihres Lebens keine wirkliche Rolle, da sie ja nicht von Dauer sein konnten. Zu oft musste sie ihr Leben wechseln, damit nicht auffällt, dass sie nie altert, zu viele Bekanntschaften aufgeben, bevor sie ihr zu wichtig geworden wären. Doch diesmal ist alles anders: Anna fühlt sich in ihrem Leben so wohl, dass sie ihren wahren Nachnamen Stubbe wieder angenommen hat, sich in ihr Umfeld eingliedert, Freundschaften zulässt und sogar auf diversen Social Network Plattformen aktiv ist. Alles Tatsachen, die sich als furchtbar leichtsinnig entpuppen sollen, denn ein alter, sehr alter Bekannter ist ihr auf der Spur. Werwolf Marcus und sein Rudel haben die Jagd auf Anna eröffnet und nehmen dabei auch keine Rücksicht auf ihre Freunde …

Mehr soll an dieser Stelle gar nicht verraten werden, lasst Euch überraschen und mitreißen von dieser einzigartigen Geschichte.

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Dank einer Leserunde hatte ich das große Glück, gleich die gesamte Trilogie der „Kuss der Wölfin“ Reihe aus der Feder von Katja Piel lesen zu dürfen und ich muss sagen, ich bin absolut begeistert. Nachdem das Thema Werwölfe und Romance spätestens nach „Twilight“ ziemlich durchgekaut war, überrascht uns die Autorin hier mit etwas ganz Neuem. Werwölfe treffen auf Gestaltwandler. Wer denkt, dass das doch im Prinzip das Gleiche ist, wird bitterlich enttäuscht werden, denn beiden „Gattungen“ liegt eine komplett konträre Lebensführung und Geschichte zugrunde, die im Verlauf des Romans sehr gut erklärt wird und wozu ich jetzt nicht viele Worte verlieren möchte (Spoilergefahr 🙂 ).

Die Geschichte an sich gliedert sich zunächst in zwei Handlungsstränge: Einerseits erfahren wir, was Anna in der Gegenwart erlebt und auf der anderen Seite gibt uns die Autorin einen Einblick in Annas Vergangenheit ab dem frühen 16. Jahrhundert. Raue Sitten herrschten damals und genau das bringt Katja Piel auch zu Papier, was dem Ganzen viel Authentizität verliehen hat. Man versteht, wieso Marcus einen derartigen Hass auf Anna hegt, dass er ihr nach über 400 Jahren noch immer nachstellt, und bekommt detaillierte Einblicke ins Leben bei den Werwölfen und bei den Wandlern. Beide Handlungsstränge verschmelzen im weiteren Verlauf des Buches zu einer absolut runden und klaren Geschichte, die bis zuletzt nicht an Spannung und Vielseitigkeit verliert.

Vielseitigkeit – ein Wort, das den Roman definiert. Einerseits, wie schon beschrieben, in der Handlung und andererseits auch bei den Charakteren. Neben Anna, Sam, Alexa und Marcus als Hauptcharaktere erfahren wir auch viel aus dem Leben der anderen Figuren, denen wir im Laufe des Romans begegnen und die auch mehr oder weniger entscheidend zum Verlauf der Handlung beitragen, wie zum Beispiel der Werwolf Adam oder der Orden der Venatio. Allesamt wunderbar und detailliert gezeichnete Figuren, die den Roman mit viel Tiefe versehen. Man kann mit den Figuren fühlen und begleitet jeden Einzelnen gern innerhalb der Geschichte oder schaudert vor den Gräueltaten der Werwölfe.

Vielseitigkeit auch in der gesamten Geschichte: Katja Piel überrascht mit einer mehr als gelungenen Mischung aus Fantasy, Romance und Crime. Prickelnde und manchmal hemmungslose Erotik trifft auf blutdürstige Werwölfe, fantasievolle Gestalten und Magie treffen auf das normale Studentenleben einer Mittzwanzigerin … Eine Werwolf-Geschichte fernab des Mainstreams, die man jedem Fan von guten Fantasy Geschichten ohne Kitsch und Geschnörkel aber dennoch mit Liebe, Action und Spannung restlos ans Herz legen kann. Danke dafür, liebe Katja, ich freue mich auf viel mehr Wolfsliteratur aus Deiner Feder!

Anm.: Die „Kuss der Wölfin“ Trilogie umfasst die Einzelteile „Die Ankunft“ – „Die Suche“ – „Die Begegnung“.

achtung buch: ruby redfort – kälter als das meer von lauren child

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Kennt ihr schon Ruby Redfort? Nein? Dann wird es aber Zeit, dass ich sie euch vorstelle!

Ruby ist 13 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern, dem Husky Floh, der Haushälterin Mrs. Digby und dem Butler Hitch in einem schönen Haus, geht zur Schule und hat viele Freunde, allen voran ihren besten Freund Clancy. Dazu kommt noch eine Vorliebe für T-Shirts mit frechen Sprüchen und für Notizbücher, von denen sie schon weit über 600 Stück mit ihren Gedanken gefüllt hat und die wohl gehütet unter den Dielen in ihrem Zimmer liegen. Ein ganz normales Mädchen denkt ihr? Auf den ersten Blick ja, aber kommt mit hinter die Kulissen!

Dort zeigt sich Rubys wahres Ich: Sie ist eine begnadete Codeknackerin und Meisterin des Dechiffrierens, was ihr eine Stelle bei der berühmten Geheimorganisation Spektrum eingebracht hat. Als jüngste Agentin hat sie es natürlich nicht immer leicht und genau aus diesem Grund hat die Chefin LB ihr Hitch zur Seite gestellt, der kein Butler, sondern auch ein Spektrum Agent ist und der Ruby dabei helfen soll, ihr neues Doppelleben bestmöglich zu managen.

„Kälter als das Meer“ ist der zweite Roman der Reihe um Ruby Redfort. Gleich zu Beginn begegnen wir Ruby auf einer hawaiianischen Insel, wo sie mit anderen Spektrum-Agenten unter Leitung von Agentin Kekoa eine Spezialausbildung im Tauchen und im Unterwasserkampf bekommt. Eine Ausbildung, die sich im weiteren Verlauf des Buchs als goldrichtig und wichtig entpuppen soll, denn kaum wieder zuhause angekommen, geschehen sehr merkwürdige Dinge an der Küste Twinfords.

Erst fällt eine große Schar Möwen in den Garten der Redforts ein und auch in anderen Stadtvierteln spielen die Vögel verrückt. Dann taucht die Leiche eines Tauchers auf, die sich später als Leichnam eines Topagenten von Spektrum entpuppt. Delfine tauchen im Hafen von Twinford auf und wollen nicht weiter schwimmen, Notrufe vom Meer kommen nie bei der Küstenwache an, der Schiffverkehr und der Handel sind komplett durcheinandergeraten, und der Fischbestand im Meer scheint massiv zurückzugehen. Dazu kommen noch komische Geräusche aus dem Meer, ein unheimliches Flüstern, das jedoch nur von einigen Menschen wahrgenommen wurde, sowie massive Störungen der Sendefrequenz eines stadtbekannten Radiosenders.

Alles Dinge, von denen Rubys Eltern nichts mitbekommen, da sie gerade mit einigen anderen Leuten des Geschichtsvereins auf einer Kreuzfahrt sind, um der Legende der Siblingsinsel auf die Spur zu kommen.  Weniger abenteuerlich haben sie es deshalb jedoch nicht, denn plötzlich taucht ein Piratenschiff am Horizont auf…

Ruby lassen die Geschehnisse keine Ruhe und im Auftrag von Spektrum machen sie und Hitch sich daran, das Geheimnis zu lösen. Schließlich ist ja ein Agent ums Leben gekommen. Hilfreiche Unterstützung kommt dabei auch nicht nur einmal von Clancy, der zwar eine Heidenangst vor dem Ozean hat, aber mit einem immensen Wissen über die Welt unter Wasser brillieren kann.

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Wo liegt der Zusammenhang zwischen den Geschehnissen und um was geht es hierbei wirklich? Lebt ein Ungeheuer im Meer? Und wer ist der mysteriöse Fremde, der Ruby nicht von der Seite zu weichen scheint? Findet es heraus und heftet euch an Rubys Fersen, wenn sie sich in dieses neue Abenteuer stürzt!

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Ruby Redfort – eine junge Heldin, die sofort mein Herz erobert hat! Ein keckes Mädel mit viel Hirn und dem Herz an der richtigen Stelle, das schon in jungen Jahren Großes leisten muss und dabei nicht unbedingt immer den konventionellen Wegen folgt, aber das sei das Recht der unbescholtenen Jugend. Sie hat es ja auch nicht immer leicht, denn gerade Kollegen wie Groete (der mit dem stummen „e“), schaffen es immer wieder, Ruby das Leben bei Spektrum schwer zu machen, da sie eine so junge Agentin in den eigenen Reihen einfach nicht akzeptieren wollen. Bloß gut, dass es zum Ausgleich Kollegen wie Hitch und Kekoa gibt! Und natürlich Freunde wie Clancy, der nie von Rubys Seite weicht und mit großem Wissen vieles zur Lösung der Fälle beitragen kann – undercover natürlich, denn LB würde ihm und Ruby den Kopf abreißen, wenn sie wüsste, dass ein Außenstehender von Spektrum weiß. Ein paar richtig böse Gesellen gibt es natürlich auch, denen unsere Kleine sich mutig entgegen stellen muss und die der Geschichte nicht nur eine unerwartete Wendung verpassen.

Die Geschichte – wundervoll geschrieben, knapp 460 Seiten voller Spannung, einer vielseitigen Handlung, die den Leser im Bann hält und dazu noch zum Grübeln und Mitdenken anregt, denn wir wären ja nicht mit Ruby Redfort unterwegs, wenn nicht der eine oder andere Code darauf warten würde, geknackt zu werden.

Dieses Buch ist eine klare Empfehlung für junge oder jung gebliebene Detektive, die Bücher im Stil der Drei ???, Fünf Freunde o.ä. lieben. Für mich war es die erste Begegnung mit Ruby Redfort und es war Liebe auf den ersten Blick! Werde mir ganz schnell noch den ersten Fall der mutigen jungen Agentin besorgen und freue mich jetzt schon auf Band 3, der noch dieses Jahr erscheinen wird.

Vielen Dank für das tolle Buch, liebes Team vom Fischer Verlag!

achtung buch: feuer und glas – der pakt von brigitte riebe

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Willkommen im Venedig des 16. Jahrhunderts – in der neuen Heimat Millas und ihrer Familie. Direkt am Hafen begegnen wir dem temperamentvollen Feuerschopf, der auf der Brücke steht und nachdenklich auf das Wasser blickt. Plötzlich erweckt eine blaue Gondel mit einem jungen Mann und einer besonders hübschen Katze ihre Aufmerksamkeit.

Diese ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn Milla hat ein ganz anderes Ziel: die Piazza, wo zwei Mal im Jahr die Handelsflotte einläuft. Sie eilt zu den Schiffen, auf denen sie seit fünf Jahren immer wieder aufs Neue den verschwundenen Vater vermutet, der jedoch erneut nicht zurückzukehren scheint. Der Vater, der ihr großes Vorbild war, der Feuerschopf, der in der ganzen Stadt seit dem Tag seines Verschwindens als Verräter gilt – eine Tatsache, die die junge Frau nicht akzeptieren möchte und kann. Dort – auf einmal ein leuchtend roter Schopf!  Der Vater? Nein, nur ein junger Mann namens Marco Bellino.

Betrübt macht sich Milla auf den Heimweg zur Taverne, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter Savinia und ihrer Tante Ysa leitet, und trifft dort auf Salvatore – einen sehr unangenehmen Zeitgenossen, der um Savinia wirbt und dabei Erfolg zu haben scheint, denn diese beginnt ernsthaft zu überlegen, ihren Mann für tot erklären zu lassen. Millas Hass auf Salvatore ist unendlich und sie sucht Trost bei ihren Freunden, den Katzen.

Unter ihnen trifft sie auf einen Gast: Der wunderschöne Kater des jungen Gondoliere sitzt zwischen den anderen und scheint auf sie zu warten. Milla tauft ihn Puntino und er beginnt, ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Auf dem Markt angekommen, führt er sie dann jedoch direkt zum Wohnort des jungen Gondoliere, der von einem tiefen Blau umgeben zu sein scheint. Doch auch die Anziehungskraft zwischen den beiden jungen Leuten scheint etwas ganz Besonderes zu sein! Dies gefällt dem jungen Marco Bellino jedoch keinesfalls und er weicht Milla nicht mehr von der Seite.

Dass dahinter viel wichtigere Gründe stecken, erschließt sich im weiteren Verlauf des Romans. Milla wird zu einem Spielball der Feuer- und Wasserleute. Ein altes Geheimnis muss gelöst werden, wenn die Sicherheit Venedigs gewahrt werden soll, denn der Pakt zwischen beiden Gruppen droht zu zerbrechen. Ein schlimmer Krieg bahnt sich an, den nur Feuer und Wasser gemeinsam verhindern können. Doch wem kann Milla wirklich trauen?

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In „Feuer und Glas – Der Pakt“ Treffen Welten aufeinander: Brigitte Riebe, promovierte Historikerin und Schriftstellerin, erschafft mit ihrem Roman eine ganz besondere Welt der Fantasie, die auf fundiertem Wissen basiert und wunderbar recherchiert ist. Sie nimmt uns Leser mit auf eine Reise ins Venedig des 16. Jahrhunderts, wo die Feuer- und Wasserleute friedlich miteinander lebten, bis dieser Pakt zu zerbrechen droht.

Nun kommt die Magie ins Spiel: Feuermagie und Wassermagie treffen aufeinander, Spannung und Anziehungskraft entstehen, die den Leser bis zur letzten Seite in ihrem Bann halten und immer wieder aufs Neue zu überraschen wissen. Dazu noch ein sanfter Hauch der Romantik und fertig ist der perfekte All-Age Roman!

Mit Milla und Luca sind dabei zwei wundervolle Protagonisten entstanden, die man einfach von der ersten Begegnung an mögen muss! Und Kater Puntino ist das absolute Sahnehäubchen, keck und ein wenig frech bringt er die beiden stets zueinander und zeigt auch die eine oder andere Richtung auf, die in Richtung Ziel führen könnte.

   Insgesamt ein wundervoller Roman, den ich binnen weniger Tage verschlungen hatte und der mich fest in seinen Bann gezogen hat. Ein Buch, das Jung und Alt, sowie Freunde von historischen Romanen und von Fantasy begeistern wird, wobei, ich denke, es wird eigentlich jeden Leser begeistern können, so vielseitig, wie es geschrieben ist!

Welch ein Glück, dass ich so spät auf die Spur dieses tollen Buches kam, denn so kann ich direkt in Teil 2 einsteigen, der erst vor wenigen Tagen erschienen ist. Vielen Dank dafür, liebe Brigitte und lieber Filou! Ich kann es nicht erwarten „Die Verschwörung“ in den Händen zu halten und mit Luca und Puntino die abenteuerliche Reise nach Konstantinopel anzutreten!

achtung buch: river singers – aufbruch ins ungewisse von tom moorhouse

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Alles begann an einem Grauen Morgen, an dem das Wasser des großen Flusses besonders still war. Sylvan, einer der Jungen der Schermaus Daphne, erwachte als Erster und suchte den Weg nach draußen. Denn heute sollte es soweit sein: Die jungen Mäuse sollten das erste Mal den Bau verlassen und ihr Territorium kennenlernen. Nachdem auch seine Geschwister Fern, Orris und Avens endlich wach waren, konnte das Abenteuer beginnen. Im Hinterkopf waren dabei immer die Worte der Mutter:

„Wir sind Fluss-Sänger, ein Wasservolk, die Kinder von Sinethis. Wir leben, wie er es uns vorgibt. Er nimmt unsere Alten und schenkt uns Junge. Er stillt unseren Hunger und ernährt uns mit Gräsern. Er schützt uns in seinen Wassern und Bauen. Er zieht uns zu sich und stößt uns wieder von sich, wenn es ihm gefällt. Er singt mit uns ein Lied, so weich wie die Disteln, so hart wie die Wurzeln, so tief wie die Schatten und so alt wie die Steine. Wir singen mit ihm ein Lied, so schnell wie Gedanken, so süß wie Äpfel, so kurz wie der Tag. Wir sind Fluss-Sänger und wir gehören ihm.“ (S. 14-15)

Geführt und beschützt von der Mutter und mit dieser Lebensregel im Hinterkopf wagten die vier jungen Mäuse ihre ersten vorsichtigen Schritte in die Freiheit, lernten Nahrung zu finden und trafen auch auf erste Feinde, vor denen sie sich zukünftig besser in acht nehmen sollten, wie zum Beispiel vor Fischreihern. Die Mäuse lernten, den Fluss zu überqueren und in ihm zu schwimmen, sich tragen zu lassen. Besonders Sylvan war von der Welt außerhalb des Baus stark beeindruckt und war nur schwer wieder nach drinnen zu bewegen.

Die Idylle sollte jedoch nicht von Dauer sein, denn großes Unheil droht über die Sänger hereinzubrechen. Mäuse verschwinden spurlos, die erwachsenen Sänger sind besorgt und ratlos und guter Rat ist teuer. Man spricht von einer dunklen Gefahr, die in der Nacht hereinbricht und das Volk des Flusses bald ganz zum Verschwinden bringen wird, von einer Gefahr, die der Fluss noch nie gesehen hat. Das Ausmaß wird den jungen Mäusen erst dann bewusst, als sie nachts vom Grauen aufgesucht werden. Von einem Grauen mit Krallen, das in ihren Bau einzudringen versucht und den jungen Mäusen die Mutter nimmt.

Ein Ereignis, das die vier kleinen Schermäuse tief trifft und an der Sicherheit des Territoriums zweifeln lässt. Letztendlich fällt Sylvan den Entschluss, dass der Fluss an dieser Stelle keine Sicherheit mehr birgt und dass sich die Sänger auf die Suche nach einer neuen Heimat machen müssen. Eine lange und abenteuerliche Reise beginnt, die neben vielen Gefahren auch etliche Überraschungen bereithält.

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Tom Moorhouse ist mit seinem Roman „River Singers – Aufbruch ins Ungewisse“ ein wundervolles Werk gelungen. Eine Geschichte, die an die großen Bücher „Unten am Fluss“ und „Wind in den Weiden“ erinnert und diesen auch absolut das Wasser reichen kann.

Die Geschichte ist herzerwärmend und man begleitet die vier kleinen Mäuse von der ersten bis zur letzten Seite voller Hoffnung, Liebe, Bangen, Trauer und Freude bei ihren Abenteuern. Die Figuren sind so liebevoll und detailliert gezeichnet, dass es eine wahre Freude ist, ihre Entwicklung zu verfolgen. Zunächst Sylvan, der nicht schnell genug aus dem Bau heraus in die Freiheit kommen konnte und dann vor die Prüfung seines Lebens gestellt wird. An seiner Seite die kleine Fern, voller Power und Cleverness, die den stürmischen Sylvan nicht nur einmal vor einem lebensgefährlichen Fehler bewahrt. Dazu noch Avens und Orris voller Mut, Durchhaltevermögen und Kampfgeist und man hat eine Familie, die gemeinsam alles erreichen kann. Und genau diesen Wert vermittelt das Buch: Familie ist etwas, um das es sich zu kämpfen lohnt, egal wie aussichtslos die Situation zu sein scheint. Und die vier Mäuse halten zusammen! Doch auch gute Freunde braucht man, um ein solches Abenteuer überstehen zu können. Meist sind das die, von denen man es am Wenigsten erwartet, um nicht sogar zu sagen, die, welche man nie zu seinen Freunden zählen würde. Doch wenn man ihnen erst einmal zuhört und eine Chance gibt, entstehen möglicherweise Freundschaften, die wertvoller sind, als der schillerndste Diamant.

Insgesamt eine Geschichte, die jedem, egal ob groß oder klein, nur ans Herz zu legen ist. Voller Weisheit und auf eine besonders liebevolle Art wird eine Geschichte erzählt, die man auf das eigene Leben projizieren kann. Jeder wird einmal im Leben vor eine ausweglos scheinende Situation gestellt oder mit starken Verlusten konfrontiert werden, aus der er nur mithilfe der Familie und Freunde herausfinden kann. Doch man sieht: Der Kampf lohnt sich!

Lasst Euch vom Lied der River-Singers verzaubern und begleitet die Mäuse beim Abenteuer ihres Lebens! Ich hoffe, dass es weitere Bände aus der Reihe um den kleinen Sylvan und seine Familie geben wird, und danke dem Rowohlt-Verlag für diesen Lesegenuss der besonderen Art.