Archiv | April 2015

achtung hörbuch: der zug der waisen von christina baker kline

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Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei Frauen, die auf den ersten Blick nicht gegensätzlicher sein könnten: Die 17jährige Halbwaise Molly hat schon ein turbulentes Leben in verschiedenen Pflegefamilien hinter sich und ist so auf die Gothik-Schiene geraten. Auch in ihrer neuen Pflegefamilie läuft es nicht gut. Eines Tages gerät sie in Schwierigkeiten und wird zu Sozialstunden verurteilt, die sie dank ihres Freundes bei der 91jährigen Vivian ableisten kann. Sie soll der alten Dame helfen, ihren Dachboden zu entrümpeln. Sind beide zunächst nicht sehr angetan von der Aufgabe, wird eines doch schnell klar: Entrümpelt werden soll gar nichts. Vielmehr scheint es so, als ob Vivian all ihr Habe noch einmal – ein letztes Mal? – genau sehen möchte. Beim Betrachten der „Schätze“ erinnert sich Vivian an die nicht immer leichten Stationen ihres Lebens: Langsam und vorsichtig wird aus dem Erinnern ein Erzählen und ein Austausch. Begegnen sich Molly und Vivian zunächst voller Vorsicht, entwickelt sich doch langsam aber sicher eine wundervolle Freundschaft zwischen ihnen, bei der sie sich einander öffnen können und zu vertrauen lernen. Denn eines ist klar: So verschieden, wie es auf den ersten Blick scheint, sind die beiden Frauen nicht. Eher viel ähnlicher, als man je zu vermuten gewagt hätte.

Denn beide Frauen teilen eine Gemeinsamkeit: Eine sehr harte Vergangenheit, die sie nachhaltig prägen sollte. Molly verlor den Vater und die Mutter war nicht mehr in der Lage, sie zu versorgen. Auch Vivian wurde nach einem verheerenden Brand zur Waisen. Gemeinsam mit vielen anderen Kindern wurde sie 1929 in einen so genannten „Orphan Train“ verfrachtet und in den Mittleren Westen geschickt, wo sie auf einer Farm ein neues Zuhause finden sollten. Ein liebevolles Heim erwartete dabei aber nur die wenigsten und auch Vivian hatte schwere Bewährungsproben zu erdulden, bevor ihr Leben in geordneten Bahnen verlaufen sollte.

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Christina Baker Kline greift mit dieser Thematik ein bisher kaum bekanntes Kapitel der amerikanischen Geschichte auf und vermischt es mit der Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft. Sehr gut recherchiert, bringt sie die Fakten über die „Orphan Trains“, die zwischen 1854 und 1929 über 200.000 Waisen in den mittleren Westen brachten, in ihr Buch ein und überzeugt dabei  mit einer sehr angenehmen Sprache und einem gefühlvollen Stil. Präzise Beschreibungen, die größtenteils auf Zeitzeugenberichten und viel Recherche basieren, geben der ernsten Thematik die nötige Tiefe.

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Insgesamt ist „Der Zug der Waisen“ eine tiefgründige Erzählung, die ein fast vergessenes Thema der Geschichte aufgreift und dieses in eine wundervolle Geschichte verpackt, gespickt mit einer Prise Humor, viel Gefühl und großem schriftstellerischem Talent zu vermitteln versteht. Für mich zählt es zu den besten Büchern, die ich in diesem Jahr lesen durfte und kommt direkt in die Kategorie Herzensbuch! Und wie das mit Herzensbüchern bei mir so ist, dürfen – nein müssen sie auch noch in der Audiofassung bei mir einziehen, um mich abends im Bett, bei der Hausarbeit oder auf Reisen gleich noch mehr zu begeistern.

Gelesen wird das Hörbuch von Beate Himmelstoß und Susanne Schroeder, die dafür wie gemacht zu sein scheinen. Mit wundervoll einfühlsamen und vielseitigen Stimmen erwecken sie die Protagonisten zum Leben und geben jedem Charakter eigene Facetten. Es ist eine wahre Freude, den Damen zu lauschen. Die Geschichte bekommt dadurch direkt eine neue Ebene, die man so beim selbst lesen nicht erlebt. Ein Genuss, der viel zu schnell vorbei geht. denn die über zehn Stunden Hörzeit fliegen wie ein Frühlingswindhauch an einem vorbei. Eine absolute Empfehlung meinerseits für dieses literarische Schmuckstück!

Mehr Informationen zu Buch und Hörbuch findet ihr HIER

achtung buch: after truth (2) von anna todd

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Nachdem „After Passion“ mit einem mehr als großen Knall endete, war klar, dass es mit der Beziehung von Tessa und Hardin erst einmal vorbei sein würde. Doch die beiden können nur schwer voneinander lassen, obwohl sie wie Feuer und Wasser sind. Tessa versucht zwar, in ihr altes Leben zurückzukehren, was sich als nicht so einfach gestaltet, da ihre Mutter auch nicht gerade die Reaktion zeigt, die man in dieser Situation erwartet. Und dann sind da noch die Gedanken an die Leidenschaft und die Liebe, an die Berührungen und an ihr gemeinsames Leben, die die Demütigung und den Verrat mehr und mehr in den Hintergrund drängen.

Sie will ihn zurück und er sie. Doch das funktioniert nur, wenn beide ehrlich zueinander sind. Und ehrlich sind sie. Es folgt eine Aussprache, bei der wirklich alle Ereignisse auf den Tisch kommen, bei der mit der Vergangenheit abgeschlossen und insgesamt reiner Tisch gemacht wird. Die Basis für die Zukunft schein geschaffen zu sein, doch können beide es wirklich schaffen, eine gute Beziehung zu führen und über ihren eigenen Schatten zu springen?

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Konnte mich „After passion“ noch restlos überzeugen, stehe ich dem zweiten Band doch etwas skeptischer gegenüber. Von Band 1 war man das Auf und Ab der Gefühle auf knapp 800 Seiten ja bestens gewohnt und ich habe gehofft, dass sich die Handlung nun etwas weiterentwickeln würde. Teilweise war das auch der Fall. Aber eben nur teilweise. Beginnen wir bei den Charakteren: Hardin zeigt in meinen Augen eine große Entwicklung, die auch in seinem Umfeld positiv wahrgenommen wird. Er macht komplett reinen Tisch und versucht, der Mann für Tessa zu sein, den sie verdient. Er ist aufmerksamer, (Spoiler), söhnt sich mit seinem Halbbruder und sogar mit seiner Familie aus (Spoiler Ende) und bemüht sich wirklich, ein besserer Mensch zu werden. Allerdings werden diese Versuche auch oft zunichte gemacht und der alte Hardin kommt zum Vorschein, der um sich schlägt, verletzend ist und sogar handgreiflich gegenüber Freunden und Familie wird. Schuld daran ist – wie soll es anders sein – Tessas Verhalten, was ich aber in diesem Band absolut nachvollziehen kann.

War Tessa noch das Mauerblümchen in Band 1, das alles totreden und klären wollte, geht ihr diese Eigenschaft nun langsam verloren und sie wandelt sich zum Badgirl. Ohne die Dinge zu hinterfragen stürzt sie sich in ihre Paranoia (die denen von Hardin in einiger Weise ähneln) und beginnt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Das fiel mir nach einer gewissen Zeit wirklich etwas auf den Wecker. Denn (Achtung Spoiler): Tessa kann doch nicht wirklich erwarten, dass Hardin ein schlechtes Gewissen hat, mit ihr geschlafen zu haben, nachdem sie ihn mit allen Mitteln der Kunst verführt hat. Oder: Ohne eine Situation zu hinterfragen, schmeißt sie sich Zed an den Hals und wundert sich über Hardins Reaktion. Sicher war sie verletzt, aber da macht man doch als Reaktion nicht gleich mit dem Nächsten – und dazu noch dem Erzfeind – rum, oder? (Spoiler Ende). Nein, Tessas einerseits spießige und andererseits absolut abgedrehte Art fiel mich wirklich teilweise sehr auf den Wecker, da das die Handlung nur in eine bizarre Reihenfolge des altbekannten Trennen-Versöhnen-Trennen-Versöhnen-Spiels brachte.

Da fiel es mir wirklich leichter, mit Hardin warm zu werden, der sich wirklich redlich bemühte in diesem Buch. Er ist immer etwas wie ein verwundetes Tier, dessen Wunde die Gefühle sind. Sobald diese zu tief werden und er nicht mehr damit klarzukommen scheint, baut er Mist, richtigen Mist. Dumm, aber so ist es nun mal. Und Tessa weiß das. Statt aber zu gehen oder zu reden, baut sie nun denselben Mist, schürt seine Wunden und erwartet dann Mitleid. Nein, von mir bekommt sie es nicht, denn sie ist phasenweise keinen Deut besser und sogar noch um einiges provokanter. Mir schien es manchmal so, als wäre da eine Mächteverschiebung passiert: Hardin, der sich seiner Familie annähert und die Vergangenheit langsam mit kleinen Schritten zu bewältigen versucht und Tessa, die vor einem zerrüttelten Elternhaus steht, wo es keinen wirklichen Halt gibt. Irgendwo bemühen sie sich aber beide um eine gemeinsame Zukunft und versuchen, die Situation in den Griff zu bekommen, was ihnen hoffentlich bald gelingen wird.

Trotz allem konnte mich das herzzerreißende Auf und Ab der Gefühle mitreißen. Das liegt nicht zuletzt auch an der gewohnt tollen und lockeren Schreibe der Autorin. Man fliegt durch die Seiten und wundert sich, dass die erneut knapp 800 Seiten so schnell ausgelesen sind. Neue Nebencharaktere kommen hinzu, von denen mir besonders Hardins Mutter ans Herz gewachsen ist. Sie ist eigentlich ein Paradebeispiel dafür, dass man sein Leben auch nach einer verkorksten Vergangenheit in den Griff bekommen kann und ich drücke Tessa und Hardin so sehr die Daumen, dass sie es gemeinsam packen.

Über manche Dinge konnte ich auch mehr als herzlich lachen – freut euch bitte auf eine ganz besondere Yoga-Stunde – und andere haben mich auch sehr gerührt. Ich hoffe, dass es davon zukünftig mehr geben wird und dass die Handlung um das Katz und Maus Spiel herum in den folgenden Büchern etwas mehr an Tiefe gewinnen wird. Viele Fragen bleiben offen. Wird Tessa nach Seattle gehen, oder mit Hardin nach England, was wird mit ihrer und seiner Familie passieren? Ein fieser Cliffhanger am Ende lässt viel Raum zur Spekulation! Lange müssen wir ja nicht warten, denn im Juni kommt ja schon Band 3 auf den Markt.

Und für diesen dritten Teil wünsche ich mir bitte bitte bitte Handlung und Tiefe.Hinter uns liegen jetzt knapp 1600 Seiten voller Auf und Ab und Hin und Her, ohne dass wirklich viel passiert ist. Noch ist das im Rahmen und konnte unterhalten aber wenn jetzt nix passiert, wird die Reihe leider zu einem ungewollt zähem Kaugummi am Schuh. Band 3 soll ja noch umfangreicher sein als dieser und wenn es da wieder nur Streit und Versöhnung, wieder Streit und Versöhnung gibt weiß ich nicht, ob es dann nicht einfach besser gewesen wäre, auf drei Bände zu kürzen. Man dreht sich im Kreis und ist in gewisser Weise gelangweilt und übersättigt vom immer wieder gleichen Inhalt und Geschehen. Nichtsdestotrotz war das Buch unterhaltsam, kommt aber insgesamt leider nicht an das Prickeln und die Spannung von Band 1 heran.

achtung hörbuch: after truth (2) von anna todd

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Nachdem “After Passion” mit einem mehr als großen Knall endete, war klar, dass es mit der Beziehung von Tessa und Hardin erst einmal vorbei sein würde. Doch die beiden können nur schwer voneinander lassen, obwohl sie wie Feuer und Wasser sind. Tessa versucht zwar, in ihr altes Leben zurückzukehren, was sich als nicht so einfach gestaltet, da ihre Mutter auch nicht gerade die Reaktion zeigt, die man in dieser Situation erwartet. Und dann sind da noch die Gedanken an die Leidenschaft und die Liebe, an die Berührungen und an ihr gemeinsames Leben, die die Demütigung und den Verrat mehr und mehr in den Hintergrund drängen.

Sie will ihn zurück und er sie. Doch das funktioniert nur, wenn beide ehrlich zueinander sind. Und ehrlich sind sie. Es folgt eine Aussprache, bei der wirklich alle Ereignisse auf den Tisch kommen, bei der mit der Vergangenheit abgeschlossen und insgesamt reiner Tisch gemacht wird. Die Basis für die Zukunft schein geschaffen zu sein, doch können beide es wirklich schaffen, eine gute Beziehung zu führen und über ihren eigenen Schatten zu springen?

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Konnte mich “After passion” noch restlos überzeugen, stehe ich dem zweiten Band doch etwas skeptischer gegenüber. Von Band 1 war man das Auf und Ab der Gefühle auf knapp 800 Seiten ja bestens gewohnt und ich habe gehofft, dass sich die Handlung nun etwas weiterentwickeln würde. Teilweise war das auch der Fall. Aber eben nur teilweise. Beginnen wir bei den Charakteren: Hardin zeigt in meinen Augen eine große Entwicklung, die auch in seinem Umfeld positiv wahrgenommen wird. Er macht komplett reinen Tisch und versucht, der Mann für Tessa zu sein, den sie verdient. Er ist aufmerksamer, (Spoiler), söhnt sich mit seinem Halbbruder und sogar mit seiner Familie aus (Spoiler Ende) und bemüht sich wirklich, ein besserer Mensch zu werden. Allerdings werden diese Versuche auch oft zunichte gemacht und der alte Hardin kommt zum Vorschein, der um sich schlägt, verletzend ist und sogar handgreiflich gegenüber Freunden und Familie wird. Schuld daran ist – wie soll es anders sein – Tessas Verhalten, was ich aber in diesem Band absolut nachvollziehen kann.

War Tessa noch das Mauerblümchen in Band 1, das alles totreden und klären wollte, geht ihr diese Eigenschaft nun langsam verloren und sie wandelt sich zum Badgirl. Ohne die Dinge zu hinterfragen stürzt sie sich in ihre Paranoia (die denen von Hardin in einiger Weise ähneln) und beginnt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Das fiel mir nach einer gewissen Zeit wirklich etwas auf den Wecker. Denn (Achtung Spoiler): Tessa kann doch nicht wirklich erwarten, dass Hardin ein schlechtes Gewissen hat, mit ihr geschlafen zu haben, nachdem sie ihn mit allen Mitteln der Kunst verführt hat. Oder: Ohne eine Situation zu hinterfragen, schmeißt sie sich Zed an den Hals und wundert sich über Hardins Reaktion. Sicher war sie verletzt, aber da macht man doch als Reaktion nicht gleich mit dem Nächsten – und dazu noch dem Erzfeind – rum, oder? (Spoiler Ende). Nein, Tessas einerseits spießige und andererseits absolut abgedrehte Art fiel mich wirklich teilweise sehr auf den Wecker, da das die Handlung nur in eine bizarre Reihenfolge des altbekannten Trennen-Versöhnen-Trennen-Versöhnen-Spiels brachte.

Da fiel es mir wirklich leichter, mit Hardin warm zu werden, der sich wirklich redlich bemühte. Er ist immer etwas wie ein verwundetes Tier, dessen Wunde die Gefühle sind. Sobald diese zu tief werden und er nicht mehr damit klarzukommen scheint, baut er Mist, richtigen Mist. Dumm, aber so ist es nun mal. Und Tessa weiß das. Statt aber zu gehen oder zu reden, baut sie nun denselben Mist, schürt seine Wunden und erwartet dann Mitleid. Nein, von mir bekommt sie es nicht, denn sie ist phasenweise keinen Deut besser und sogar noch um einiges provokanter. Mir schien es manchmal so, als wäre da eine Mächteverschiebung passiert: Hardin, der sich seiner Familie annähert und die Vergangenheit langsam mit kleinen Schritten zu bewältigen versucht und Tessa, die vor einem zerrüttelten Elternhaus steht, wo es keinen wirklichen Halt gibt. Irgendwo bemühen sie sich aber beide um eine gemeinsame Zukunft und versuchen, die Situation in den Griff zu bekommen, was ihnen hoffentlich bald gelingen wird.

Trotz allem konnte mich das herzzerreißende Auf und Ab der Gefühle mitreißen. Neue Nebencharaktere kommen hinzu, von denen mir besonders Hardins Mutter ans Herz gewachsen ist. Sie ist eigentlich ein Paradebeispiel dafür, dass man sein Leben auch nach einer verkorksten Vergangenheit in den Griff bekommen kann und ich drücke Tessa und Hardin so sehr die Daumen, dass sie es gemeinsam packen.

Über manche Dinge konnte ich auch mehr als herzlich lachen – freut euch bitte auf eine ganz besondere Yoga-Stunde – und andere haben mich auch sehr gerührt. Ich hoffe, dass es davon zukünftig mehr geben wird und dass die Handlung um das Katz und Maus Spiel herum in den folgenden Büchern etwas mehr an Tiefe gewinnen wird. Viele Fragen bleiben offen. Wird Tessa nach Seattle gehen, oder mit Hardin nach England, was wird mit ihrer und seiner Familie passieren? Ein fieser Cliffhanger am Ende lässt viel Raum zur Spekulation! Lange müssen wir ja nicht warten, denn im Juni kommt ja schon Band 3 auf den Markt.

Und für diesen dritten Teil wünsche ich mir bitte bitte bitte Handlung und Tiefe. Noch ist das im Rahmen und konnte unterhalten aber wenn jetzt nix passiert, wird die Reihe leider zu einem ungewollt zähem Kaugummi am Schuh. Man dreht sich im Kreis und ist in gewisser Weise gelangweilt und übersättigt vom immer wieder gleichen Inhalt und Geschehen. Nichtsdestotrotz war das Buch unterhaltsam, kommt aber insgesamt leider nicht an das Prickeln und die Spannung von Band 1 heran.

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Da ich After passion schon als Hörbuch genossen habe, wollte ich, nachdem ich After truth gelesen habe, doch auch die Hörversion davon haben und ich muss sagen, dass sie mir bei Weitem besser gefallen hat als das Buch. Gsprochen wurde sie von Martin Bross (Hardin) und Nicole Engeln (Tessa). Beiden Sprechern gelang es auf eine wundervoll vielseitige Art und Weise, den Charakteren Leben einzuhauchen. Was im Buch teilweise langweilig wurde und unnötige Längen bekam, wird durch die Sprecher zu gelebtem Gefühl, das man nahezu körperlich spüren kann. Facettenreich und gefühlvoll gelesen flossen die Stunden dahin und machten das Hören doch zu einem richtigen Vergnügen. Für mich gibt es also eine Empfehlung für die Hörbuchversion des zweiten Bandes aus der After-Reihe und ich freue mich, bald schon Band 3 lauschen zu können.

achtung: welttag des buches 2015

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Liebe Lesefreunde,

heute ist es also wieder soweit! Der Welttag des Buches steht vor der Tür und ich habe etwas für euch! Eine Buchvorstellung? Nö! Was? Keine Buchvorstellung zum Welttag des Buches? Doppel-Nö. Vielmehr möchte ich euch zwei Dinge vorstellen, die mir am Herzen liegen und am Ende wartet auch ein kleines Gewinnspiel auf euch 🙂

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Und schon sind wir bei Nummer 1: Die Herzensbuchhandlung

Ich finde ja, jeder sollte eine Herzensbuchhandlung haben. So einen Laden, wo man hin geht, stöbert, plaudert, in Bücherwelten versinkt, sich informiert und sich einfach zu Hause fühlt. Mit viel Gruseln lese ich immer auf vielen Seiten und unter etlichen Rezensionen: „Mit einem Klick landet ihr direkt beim Bestelllink zu A…..“. Warum denn das große A und nicht die Buchhandlung von nebenan? Viele Buchläden haben mittlerweile Homepages über die man genauso gut bestellen kann. Und man unterstützt dabei den lokalen Buchhandel und tut somit etwas Gutes.

Doch nun zu meiner Herzensbuchhandlung: Die Buchhandlung Goerke in Meerane

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Wie ich dazu kam? Das ist eine längere Geschichte. Vor einiger Zeit rief Arndt von Astro Librium gemeinsam mit dem Buchhändler Thomas Calliebe die Aktion „Mein Schaufenster ist der Spiegel deines Lesens“ in die Welt. Im Rahmen dieser Aktion stellt Thomas ein Schaufenster seiner Buchhandlung zur Verfügung und stellt dort im Wechsel von einigen Wochen Blogs und ihre Literaturvorschläge vor. Dies war ein erster großer Schritt zur bewussten Zusammenarbeit von Blogger und Buchhandlung – ein Schritt aus dem Netz ins Leben.

Kurz darauf folgte die Gründung der Facebookgruppe „Blogger und Buchhandel“ die sich schon bald eines regen Austauschs erfreute. Blogger und Buchhändler und andere liebe Menschen aus der Buchbranche stehen dort in einem sehr freundschaftlichen und direkten Austausch, der schon einige Früchte getragen hat. Dort lernte ich auch die liebe Silvia Hengmith kennen, die die Inhaberin der Buchhandlung Goerke ist. Auf Anhieb haben wir uns super verstanden und schon einige Zukunftspläne geschmiedet. Ein Schaufenster wird sehr bald kommen mit meinen Buchvorschlägen und besuchen fahren muss ich die liebe Silvia ganz bald. Aber das Wichtigste: Auf meinem Blog werdet ihr keinerlei Verlinkungen zu A. oder anderen Großvertreibern finden. Wenn ich einen Hinweis für euch habe, wird der euch immer auf die Homepage der Buchhandlung Goerke führen. Und ich kann euch versprechen: Ihr werdet eure Sachen mindestens genauso schnell und mit sehr viel Liebe von dort gesendet bekommen 🙂 (Hinweis: Die Verlinkungen unter den Rezensionen sind keine Affiliate-Links, d.h. ich erhalte bei einem Kauf keinerlei Provision o.ä.! Ich will einfach versuchen, den lokalen Händlern zu helfen, die auch immer für uns da sind!)

Aber jetzt schaut sie euch doch einfach mal selbst an und bekommt einen Eindruck dieses tollen Geschäfts mit seiner super lieben Inhaberin:

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2. Lesebändchen und Gewinnspiel

Eine weitere tolle Bereicherung meines persönlichen Leselebens sind die Lesebändchen vom Lesebändchenshop. Was das ist, fragt ihr euch? Ganz einfach: Wie oft ist man unterwegs und hat kein Lesezeichen, es rutscht raus, oder man ist gezwungen Ecken umzuknicken, da man nix anderes hat. Damit ist jetzt Schluss, denn es gibt die tollen Lesebändchen in verschiedenen Sets und Farben.

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Jedes Set besteht aus fünf Bändchen, die nachträglich ins Buch eingeklebt werden können. An einem Ende sind sie dazu mit doppelseitigem Kleber befestigt, was ein absolut schnelles und problemloses Anbringen ermöglicht. Aus der Schweiz kommen die hochwertigen Satinbändchen, die in einer wunderhübschen wiederverwertbaren Verpackung zu euch kommen. Und das beste daran ist, dass ihr noch richtig was Gutes tut. Denn Verpackt und Versandt werden die Bändchen von der Mosaik-WfB gGmbH aus Berlin, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Beim Kauf des Produkts tragt ihr also direkt dazu bei, dass den Mitarbeitern vielseitige Arbeiten ermöglicht werden.

Und da ja heute der Welttag des Buches ist, habe ich beschlossen, ein Etui dieser tollen Lesebändchen an euch zu verlosen. Meine Frage dazu ist:

Welches ist euer Lieblingszitat aus einen Buch, das ihr mit einem Lesebändchen kennzeichnen würdet oder welches Buch würdet ihr mit einem Lesebändchen kennzeichnen?

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In den Lostopf wandern alle Kommentare, die bis zum Sonntag, 26.4.15 um 23.59 eingehen. Ich freu mich auf euch und eure Kommentare!

Update: And the Winner is Ce Line 😀
Bitte sende mir deine Adresse per Mail!

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achtung interview: im gespräch mit olga a. krouk

Ihr Lieben,

wie ihr wisst, finde ich es ja besonders toll, direkt mit den Autoren unserer wundervollen buchigen Schätze in Kontakt zu kommen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich die liebe Olga A. Krouk – Autorin des einmaligen und wundervoll unterhaltsamen und etwas anderen Märchens „Ewiglich… Dornröschen? Kiss my ass!“ – bereit erklärt hat, mir Rede und Antwort zu stehen (da sie mir auch einige kleine Fragen gestellt hat und ich mir manchen Kommentar nicht verkneifen konnte, steht bei meinen Kommentaren J:). Nun will ich euch auch gar nicht länger auf die Folter spannen! Genießt es!

Olga A. Krouk

                     Olga A. Krouk

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Liebe Olga,

danke, dass Du Dir die Zeit für das Interview mit mir nimmst.

O: Kein Thema! Ich freue mich sehr, dass ich auf deinem Blog zu Gast sein darf.

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Ende letzten Jahres ist Dein Roman “Ewiglich… Dornröschen. Kiss my ass” erschienen. Dafür meine Glückwünsche! Es ist so ein herrlich lustiges und einmaliges Buch, das man kaum in Worte fassen kann und das jeder einfach nur lesen muss! Märchen mal ganz anders *lach*

O: Danke – es freut mich wirklich sehr, dass mein Kurzroman dir so gut gefallen hat. Dafür, dass du kaum Worte finden kannst, ist deine Rezension sehr schön und wortreich ausgefallen 😀

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Aber nun zu Dir:

O: Oh je. Ich bin doch nicht einmal halb so lustig und einmalig wie unsere Fettnäpfchen-Ly *lach* Bist du dir sicher, dass nicht lieber sie das Interview lieber beantworten sollte? 😉

J: Haha das wäre sicher auch grandios geworden! Vielleicht hat sie dem Ganzen ja noch etwas hinzuzufügen??

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Bevor ich dich gleich löchere, wäre es lieb, wenn du ein paar Worte zu Dir und Deinem Leben sagen könntest!

O: Chaoskind

Однозначно не из этого мира (J: ich habs übersetzt *gg* – ich auch nicht 😀 )

Because I’m happy … (with my husband and kids)

Caramba!

[…] -> (wortlos)

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Erinnerst Du Dich an das erste Buch, das Du gelesen hast, oder gibt es ein Buch aus Deiner Kindheit, das Dich sehr geprägt hat?

O: Ich glaube, das erste Buch, das ich gelesen habe, handelte über einen Grashüpfer und war todlangweilig. Ich habe es tief unter dem Bett meiner Oma gefunden, und nach dem Lesen ist es dort gleich wieder verschwunden. Zum Glück war die Geschichte recht kurz und hat bei mir keinen Schaden angerichtet, ich bin trotz des unglücklichen Einstiegs in mein Lese-Leben zu einer Leseratte geworden. 🙂

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Welches ist Dein momentanes Lieblingsbuch?

O: Schwer zu sagen, weil es so viele schöne Bücher gibt, die man kaum miteinander vergleichen kann. Wenn ich eins spontan wählen müsste, wäre es „Seide“ von Alessandro Baricco. Es ist ein Buch, das mich sehr überrascht hat: ein knapper Stil, der unter die Haut geht.

Das letzte Buch, das ich gelesen habe und das ich gut fand, war „Das Mädchen“ von Angelika Klüssendorf. Der Stil, die Struktur – daraus kann man sehr viel lernen, finde ich.

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Wann fingst Du selber an zu schreiben?

O: Wie vermutlich die meisten: in der ersten Klasse. Da lernt man schreiben. *lach*

Aber meine erste eigene Geschichte habe ich in der dritten Klasse geschrieben – es war ein Märchen über eine Hexe, die in einem Haus mit Zementrädern lebt. Wie du siehst, haben Märchen schon früh meine schriftstellerische Karriere bestimmt 🙂

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Wo schreibst Du am liebsten?

O: Wo ich kann 🙂 Mit zwei Kindern ist es schwer, eine große Auswahl an Lieblingsplätzen zu haben. Wenn die beiden unten toben, weiche ich auch mal auf unser Schlafzimmer aus, wo ich es mir mit dem Laptop im Bett gemütlich machen kann.

Ich schreibe aber nicht in Cafés oder in einem Zug, weil ich mich da nicht konzentrieren kann. Außerdem habe ich dann immer das Gefühl, jemand guckt mir stets über die Schulter – und die allerersten rohen Sätze, die auf das virtuelle Blatt Papier kommen, müssen geheim bleiben.

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Wie kannst Du am besten entspannen?

O: Seit August 2014: Bei Spaziergängen mit meinem Hund. Manchmal ist es gut, den Kopf etwas durchzulüften, dann kann man wieder klar denken. Aber auch ein gutes Buch wirkt sehr entspannend. Oder ein Fernseher-Abend mit meinem Mann.

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Nun noch ein paar Fragen im Zusammenhang mit “Ewiglich… Dornröschen”:

Was hat Dich zu dieser Geschichte inspiriert?

O: Der Anfang war recht prosaisch: Der Verlag kam auf mich zu und fragte, ob mir etwas zum Thema Dornröschen für einen Kurzroman einfallen würde. Ich fand das Thema interessant und wollte ausprobieren, ob ich in der Lage bin, eine so kurze Geschichte zu schreiben. Ich habe bis dahin nichts Vergleichbares gemacht – es war eine schöne Herausforderung.

Zuerst dachte ich an eine Dystopie (wegen des hundertjährigen Schlafes), aber dann kam mir die Idee zur Parallelwelt. Ich wollte unbedingt eine Komödie schreiben, und so wurde meine Ly geboren: Ein Metal-Girl in einer rosaroten Prinzessinnen-Welt.

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Welches ist Dein absolutes Lieblingsmärchen?

O: Es ist ein aserbaidschanisches Märchen über ein goldenes Pferd, das von einem Dienstjungen aus den Klauen eines bösen Zauberers befreit wird. Ich mag aber auch Aschenputtel sehr gern. Oder das Märchen über Warwara die Schöne. Es fällt mir schwer, mich da zu entscheiden, genauso schwer wie bei der Frage nach meinem Lieblingsbuch.

J: Ja, das kann ich verstehen! Geht mir ähnlich, habe aber einen besonderen Schatz! Ein Märchenbuch aus der Kindheit meiner Mama (Das Märchen vom Hähnchen Goldkämmchen). Das mag ich sooooo gern. Und auch die russischen Märchen. Sie sind so viel bunter und auch fantastischer als die der Gebr. Grimm (wobei ich die auch sehr mag).

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Findest Du, dass Märchen auch in unserer heutigen Zeit noch einen wichtigen Stellenwert haben?

O: Ich glaube, Märchen werden nie ihren Stellenwert verlieren, weil sie uns lehren zu träumen.

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Ich lag ja beim Lesen regelmäßig flach vor Lachen! Konntest Du Dich überhaupt aufs Schreiben konzentrieren oder musstest Du nicht auch einfach nur über Deine eigenen Ideen grinsen? Ich sage nur: Gertrud-Jolene-Carmen, …

O: Ich habe bis jetzt noch nie so viel Spaß beim Schreiben wie bei meinem Dornröschen gehabt, weil ich mir alles einfallen lassen konnte, was ich wollte. Ich hatte absolut freie Hand bei der Gestaltung gehabt und konnte meine arme  Ly in die verrücktesten Situationen stoßen. Ich fand es herrlich, sie bei ihren Abenteuern begleiten zu können.

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Prinzessin oder Metal-Girlie? Was wäre Deine Rolle?

O: Natürlich beides. Ich will eine Prinzessin sein! *mit dem Fuß aufstampf* … und Heavy-Metal hören.

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Welches wäre das Märchen, in dem Du am liebsten erwachen würdest, wenn es Dich in so ein “Paralleluniversum” verschlagen würde?

O: Ich bin ein großer Fan von russischen Märchen, weil sie voller Magie sind. Also würde ich gern Baba Jaga kennenlernen oder mit Koschtschej einen Plausch halten. Aber auch  Smej Gorynytsch besuchen und mich mit dem Grauen Wolf unterhalten. Oh ja, den Grauen Wolf würde ich unglaublich gern sehen – eine der klügsten und interessantesten Gestalten der Märchenwelt meiner Meinung nach.

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Du vermischst in deinem Buch Märchen und heutige Zeit. So kommt auch “Der Bachelor” nicht wirklich gut weg, sondern wird zu einem amüsanten Schachzug in der Handlung. Hand aufs Herz: Schaust du “Der Bachelor” oder andere derartige Formate?

O: Völlig freiwillig habe ich mir tatsächlich die Liveshows einer DSDS-Staffel reingezogen (In einer schönen Gesellschaft ging das ganz gut). Bei Recherchen für Bachelor habe ich mir im Internet ein paar Ausschnitte davon angeschaut, wie die hoffungsvollen Mädchen beim Bachelor ankommen. Insgesamt vermutlich eine halbe Stunde Material, mehr auch nicht.  Für meinen Roman „Im Visier des Todes“ habe ich mir eine Staffel „Germanys Next Top Model“ angetan. Das war’s, was meine Kompetenz für solche Formate angeht.

Ansonsten bin ich eher ein Serien-Junkie: NCIS/NCIS-Los Angeles, Flash, Person of Interest, Agents of S.H.I.E.L.D, Perception …

Bin neugierig: Was ist mit dir? Schaust du solche Formate?

J: Ertappt 😀 ich schaue Bauer sucht Frau *lach* Das ist jährliche Tradition bei meiner besten Freundin und mir. Aber sonst kann ich diesen Formaten – gerade dem Bachelor und den Topmodels –  gaaaaaaaar nichts abgewinnen. Bäx – furchtbar, nee. Echt gruselig. Da eher noch Shopping Queen mit dem zauberhaften Guido M. Kretschmer ❤
Sonst bin ich auch eher der Serien-Junkie: Absoluter Favorit Once Upon A Time, aber auch GoT, SatC, …

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Gibt es einen Charakter, der Dir besonders ans Herz gewachsen ist?

O: Ich mochte sie alle. Und der Prinz … hach. Ist der nicht toll? Aber ich möchte trotzdem Nelli wählen, weil sie für mich die größte Entwicklung durchmacht: von einer knicksenden Magd zu einer wahren Heldin, die Ly zeigt, wo … der richtige Sattel hängt 😉

J: Oh ja, der Prinz ❤ so ein knuffiger Kerl 😀 Aber du hast recht! Nelli ist einfach super *knicks* 😀

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Die Figuren machen innerhalb des Romans eine immense Entwicklung durch und müssen sich durch ungewohnte Situationen beißen. Ly tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Welches ist deine Lieblingspanne?

Eine schwere Frage. Das pupsende Pferd ist klasse. Aber das ist ausnahmsweise nicht Lys Panne 😉 Dann sage ich mal … die Stelle, als der Prinz eine Bowle-Dusche bekommt und Ly nach ihrer inneren Prinzessin sucht. *kicher*

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Wird es weitere Bücher in dieser Richtung von Dir geben oder was sind Deine literarischen Zukunftspläne?

O: Ich wäre keineswegs abgeneigt, mehr über Ly zu schreiben. Tatsächlich spiele ich mit einem Gedanken, für Lys Fans eine Bonus-Geschichte zu verfassen. Aber noch ist nichts spruchreif – mehr dazu bald auf meiner FB-Seite.

Meine nächsten Romane fallen deutlich ernster aus, aber dem Genre Jugendbuch bleibe ich treu.

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Was möchtest Du Deinen Lesern mit auf den Weg geben?

O: Wie wär‘s mit einem Buch von mir? *hihi*

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Liebe Olga, ich danke Dir nochmals herzlich für dieses Interview und wünsche Dir alles Liebe für Deinen weiteren literarischen Weg!

O: Danke sehr für die schönen Fragen, es hat Spaß gemacht!

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achtung hörbuch: das kleine erdmännchen gustav – nachts auf dem sambesi von ingo siegner

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Heute möchte ich euch das Hörbuch „Das kleine Erdmännchen Gustav – Nachts auf dem Sambesi“ vorstellen.

Gustav lebt gemeinsam mit seinen Freunden Pauline und Rocky im Zoo, wo es eigentlich immer sehr viel zu erleben gibt. Doch heute ist den dreien sehr, sehr langweilig. Also beschließen sie, die Elefantenjungen mit auf eine Bootsfahrt auf dem Sambesi zu nehmen. Das wird sicher ein riesen Spaß! So eine Gelegenheit muss man schließlich beim Schopf packen, wenn man schon so einen tollen Fluss hat, der mitten durch den Zoo fließt.

Gesagt, getan: Durch den Maulwurfsbau geht es direkt zum Elefantengehege, wo die Jungen auch schnell begeistert sind und sich mit den Erdmännchen auf den Weg zu den Booten machen. Unterwegs treffen sie viele Freunde und haben viel Spaß. Doch plötzlich taucht eine Eule auf. Blitzschnell schnappt sie sich Rocky und verschwindet im Bau, um sich ein leckeres Erdmännchen-Abendessen zuzubereiten. Das geht gaaaaaaaaar nicht! Eilig machen sich die Freunde auf, um den jungen Erdmann aus seiner misslichen Lage zu befreien. Ob es klappt? Hört selbst!

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„Das kleine Erdmännchen Gustav – Nachts auf dem Sambesi“ ist eine niedliche Geschichte für die Kleinen. Eine knappe halbe Stunde begleitet man die tierischen Freunde bei ihrer Bootsfahrt, fiebern mit, als der Uhu Rocky gefangen nimmt und staunen über die Freunde, die sich mutig aufmachen, um Rocky zu befreien.

Untermalt wird das ganze Hörbuch von Dschungelgeräuschen und tollen Liedern zum Mitsingen, die das Ganze zu einem wahren Hörerlebnis mit ganz großem Spaßfaktor machen. Am Ende gibt es sogar alle Lieder noch einmal als Bonus in Form einer Karaokevariante, wo Eltern und Kinder zeigen können, was sie drauf haben. Die Texte sind leicht zu merken und sehr, sehr witzig. Vielleicht wäre es dennoch besser gewesen, diese nochmal zum nachlesen ins Booklet zu drucken.

Insgesamt ist die Geschichte aber absolut niedlich, entlockt ein großes Schmunzeln beim Hören und dürfte jedes Kind sehr glücklich machen. Kein Wunder, die Geschichte stammt ja auch aus der Feder von Ingo Siegner, der uns allen schon wundervolle Stunden mit dem kleinen Drachen Kokosnuss beschert hat. Gelesen wird die Geschichte von Philipp Schepmann, der die Tiere mit seiner angenehmen und vielseitigen Stimme auf eine wunderbare Weise zum Leben erweckt. Ein großer Spaßfaktor für die ganze Familie, den ich bedingungslos weiterempfehlen kann.

achtung buch: no-carb smoothies von dr. med. ulrich strunz

Heute hab ich wieder einen tollen Ratgeber aus dem Bereich Küche und low carb für euch!

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Als ich das Buch „no-carb smoothies“ zum ersten Mal gesehen habe, wollte ich es unbedingt haben. Denn ich liebe Smoothies und bin immer auf der Suche nach tollen und neuen Rezepten für die fruchtigen Fitmacher.

Doch was dann kam, war eine große Überraschung. Denn im Buch war nicht nur eine Sammlung toller Rezepte sondern vielmehr ein ganzer Ratgeber voller wertvoller Hinweise über die Ketogene Ernährung. Man erfährt, was die ketogene Ernährung ist, welche Lebensmittel dazugehören, nach welchem Prinzip sie funktioniert und welche Ziele sie verfolgt. Die Steigerung des körperlichen Wohlbefindens und der Gesundheit stehen dabei klar im Vordergrund. Die soll durch ein dreistufiges Diätprogramm auf Basis der Smoothies und einer kohlenhydratarmen Ernährung auf den Weg gebracht werden.

Dieses dreistufige Programm wird im Buch ausführlich erklärt und von vielen Rezepten und Informationen über einzelne „gute“ oder „schlechte“ Nahrungsmittel ergänzt. So geht der Autor bspw. auf das Thema ‘Braucht das Gehirn Zucker?’ ein und setzt sich ausführlich mit dieser Problematik auseinander.

In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann um die Smoothies selbst. Nach einer kurzen Einleitung zur Herstellung eines Smoothies folgen viele leckere Rezepte, die sich auch einfach herstellen lassen. Dabei wird zu jedem Smoothie noch explizit erklärt, wie er wirkt und was ihn so gesund macht.

Alles in allem ist dieses Buch ein wertvoller kleiner Ratgeber mit einem tollen Diätprogramm, das für mich in dieser Form zwar nicht durchführbar ist, aber die Smoothies werden sicher oft und gern ergänzend getrunken werden und auch die Gesundheitshinweise sind sehr interessant und wissenswert.