achtung interview: im gespräch mit olga a. krouk

Ihr Lieben,

wie ihr wisst, finde ich es ja besonders toll, direkt mit den Autoren unserer wundervollen buchigen Schätze in Kontakt zu kommen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich die liebe Olga A. Krouk – Autorin des einmaligen und wundervoll unterhaltsamen und etwas anderen Märchens „Ewiglich… Dornröschen? Kiss my ass!“ – bereit erklärt hat, mir Rede und Antwort zu stehen (da sie mir auch einige kleine Fragen gestellt hat und ich mir manchen Kommentar nicht verkneifen konnte, steht bei meinen Kommentaren J:). Nun will ich euch auch gar nicht länger auf die Folter spannen! Genießt es!

Olga A. Krouk

                     Olga A. Krouk

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Liebe Olga,

danke, dass Du Dir die Zeit für das Interview mit mir nimmst.

O: Kein Thema! Ich freue mich sehr, dass ich auf deinem Blog zu Gast sein darf.

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Ende letzten Jahres ist Dein Roman “Ewiglich… Dornröschen. Kiss my ass” erschienen. Dafür meine Glückwünsche! Es ist so ein herrlich lustiges und einmaliges Buch, das man kaum in Worte fassen kann und das jeder einfach nur lesen muss! Märchen mal ganz anders *lach*

O: Danke – es freut mich wirklich sehr, dass mein Kurzroman dir so gut gefallen hat. Dafür, dass du kaum Worte finden kannst, ist deine Rezension sehr schön und wortreich ausgefallen 😀

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Aber nun zu Dir:

O: Oh je. Ich bin doch nicht einmal halb so lustig und einmalig wie unsere Fettnäpfchen-Ly *lach* Bist du dir sicher, dass nicht lieber sie das Interview lieber beantworten sollte? 😉

J: Haha das wäre sicher auch grandios geworden! Vielleicht hat sie dem Ganzen ja noch etwas hinzuzufügen??

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Bevor ich dich gleich löchere, wäre es lieb, wenn du ein paar Worte zu Dir und Deinem Leben sagen könntest!

O: Chaoskind

Однозначно не из этого мира (J: ich habs übersetzt *gg* – ich auch nicht 😀 )

Because I’m happy … (with my husband and kids)

Caramba!

[…] -> (wortlos)

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Erinnerst Du Dich an das erste Buch, das Du gelesen hast, oder gibt es ein Buch aus Deiner Kindheit, das Dich sehr geprägt hat?

O: Ich glaube, das erste Buch, das ich gelesen habe, handelte über einen Grashüpfer und war todlangweilig. Ich habe es tief unter dem Bett meiner Oma gefunden, und nach dem Lesen ist es dort gleich wieder verschwunden. Zum Glück war die Geschichte recht kurz und hat bei mir keinen Schaden angerichtet, ich bin trotz des unglücklichen Einstiegs in mein Lese-Leben zu einer Leseratte geworden. 🙂

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Welches ist Dein momentanes Lieblingsbuch?

O: Schwer zu sagen, weil es so viele schöne Bücher gibt, die man kaum miteinander vergleichen kann. Wenn ich eins spontan wählen müsste, wäre es „Seide“ von Alessandro Baricco. Es ist ein Buch, das mich sehr überrascht hat: ein knapper Stil, der unter die Haut geht.

Das letzte Buch, das ich gelesen habe und das ich gut fand, war „Das Mädchen“ von Angelika Klüssendorf. Der Stil, die Struktur – daraus kann man sehr viel lernen, finde ich.

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Wann fingst Du selber an zu schreiben?

O: Wie vermutlich die meisten: in der ersten Klasse. Da lernt man schreiben. *lach*

Aber meine erste eigene Geschichte habe ich in der dritten Klasse geschrieben – es war ein Märchen über eine Hexe, die in einem Haus mit Zementrädern lebt. Wie du siehst, haben Märchen schon früh meine schriftstellerische Karriere bestimmt 🙂

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Wo schreibst Du am liebsten?

O: Wo ich kann 🙂 Mit zwei Kindern ist es schwer, eine große Auswahl an Lieblingsplätzen zu haben. Wenn die beiden unten toben, weiche ich auch mal auf unser Schlafzimmer aus, wo ich es mir mit dem Laptop im Bett gemütlich machen kann.

Ich schreibe aber nicht in Cafés oder in einem Zug, weil ich mich da nicht konzentrieren kann. Außerdem habe ich dann immer das Gefühl, jemand guckt mir stets über die Schulter – und die allerersten rohen Sätze, die auf das virtuelle Blatt Papier kommen, müssen geheim bleiben.

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Wie kannst Du am besten entspannen?

O: Seit August 2014: Bei Spaziergängen mit meinem Hund. Manchmal ist es gut, den Kopf etwas durchzulüften, dann kann man wieder klar denken. Aber auch ein gutes Buch wirkt sehr entspannend. Oder ein Fernseher-Abend mit meinem Mann.

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Nun noch ein paar Fragen im Zusammenhang mit “Ewiglich… Dornröschen”:

Was hat Dich zu dieser Geschichte inspiriert?

O: Der Anfang war recht prosaisch: Der Verlag kam auf mich zu und fragte, ob mir etwas zum Thema Dornröschen für einen Kurzroman einfallen würde. Ich fand das Thema interessant und wollte ausprobieren, ob ich in der Lage bin, eine so kurze Geschichte zu schreiben. Ich habe bis dahin nichts Vergleichbares gemacht – es war eine schöne Herausforderung.

Zuerst dachte ich an eine Dystopie (wegen des hundertjährigen Schlafes), aber dann kam mir die Idee zur Parallelwelt. Ich wollte unbedingt eine Komödie schreiben, und so wurde meine Ly geboren: Ein Metal-Girl in einer rosaroten Prinzessinnen-Welt.

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Welches ist Dein absolutes Lieblingsmärchen?

O: Es ist ein aserbaidschanisches Märchen über ein goldenes Pferd, das von einem Dienstjungen aus den Klauen eines bösen Zauberers befreit wird. Ich mag aber auch Aschenputtel sehr gern. Oder das Märchen über Warwara die Schöne. Es fällt mir schwer, mich da zu entscheiden, genauso schwer wie bei der Frage nach meinem Lieblingsbuch.

J: Ja, das kann ich verstehen! Geht mir ähnlich, habe aber einen besonderen Schatz! Ein Märchenbuch aus der Kindheit meiner Mama (Das Märchen vom Hähnchen Goldkämmchen). Das mag ich sooooo gern. Und auch die russischen Märchen. Sie sind so viel bunter und auch fantastischer als die der Gebr. Grimm (wobei ich die auch sehr mag).

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Findest Du, dass Märchen auch in unserer heutigen Zeit noch einen wichtigen Stellenwert haben?

O: Ich glaube, Märchen werden nie ihren Stellenwert verlieren, weil sie uns lehren zu träumen.

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Ich lag ja beim Lesen regelmäßig flach vor Lachen! Konntest Du Dich überhaupt aufs Schreiben konzentrieren oder musstest Du nicht auch einfach nur über Deine eigenen Ideen grinsen? Ich sage nur: Gertrud-Jolene-Carmen, …

O: Ich habe bis jetzt noch nie so viel Spaß beim Schreiben wie bei meinem Dornröschen gehabt, weil ich mir alles einfallen lassen konnte, was ich wollte. Ich hatte absolut freie Hand bei der Gestaltung gehabt und konnte meine arme  Ly in die verrücktesten Situationen stoßen. Ich fand es herrlich, sie bei ihren Abenteuern begleiten zu können.

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Prinzessin oder Metal-Girlie? Was wäre Deine Rolle?

O: Natürlich beides. Ich will eine Prinzessin sein! *mit dem Fuß aufstampf* … und Heavy-Metal hören.

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Welches wäre das Märchen, in dem Du am liebsten erwachen würdest, wenn es Dich in so ein “Paralleluniversum” verschlagen würde?

O: Ich bin ein großer Fan von russischen Märchen, weil sie voller Magie sind. Also würde ich gern Baba Jaga kennenlernen oder mit Koschtschej einen Plausch halten. Aber auch  Smej Gorynytsch besuchen und mich mit dem Grauen Wolf unterhalten. Oh ja, den Grauen Wolf würde ich unglaublich gern sehen – eine der klügsten und interessantesten Gestalten der Märchenwelt meiner Meinung nach.

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Du vermischst in deinem Buch Märchen und heutige Zeit. So kommt auch “Der Bachelor” nicht wirklich gut weg, sondern wird zu einem amüsanten Schachzug in der Handlung. Hand aufs Herz: Schaust du “Der Bachelor” oder andere derartige Formate?

O: Völlig freiwillig habe ich mir tatsächlich die Liveshows einer DSDS-Staffel reingezogen (In einer schönen Gesellschaft ging das ganz gut). Bei Recherchen für Bachelor habe ich mir im Internet ein paar Ausschnitte davon angeschaut, wie die hoffungsvollen Mädchen beim Bachelor ankommen. Insgesamt vermutlich eine halbe Stunde Material, mehr auch nicht.  Für meinen Roman „Im Visier des Todes“ habe ich mir eine Staffel „Germanys Next Top Model“ angetan. Das war’s, was meine Kompetenz für solche Formate angeht.

Ansonsten bin ich eher ein Serien-Junkie: NCIS/NCIS-Los Angeles, Flash, Person of Interest, Agents of S.H.I.E.L.D, Perception …

Bin neugierig: Was ist mit dir? Schaust du solche Formate?

J: Ertappt 😀 ich schaue Bauer sucht Frau *lach* Das ist jährliche Tradition bei meiner besten Freundin und mir. Aber sonst kann ich diesen Formaten – gerade dem Bachelor und den Topmodels –  gaaaaaaaar nichts abgewinnen. Bäx – furchtbar, nee. Echt gruselig. Da eher noch Shopping Queen mit dem zauberhaften Guido M. Kretschmer ❤
Sonst bin ich auch eher der Serien-Junkie: Absoluter Favorit Once Upon A Time, aber auch GoT, SatC, …

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Gibt es einen Charakter, der Dir besonders ans Herz gewachsen ist?

O: Ich mochte sie alle. Und der Prinz … hach. Ist der nicht toll? Aber ich möchte trotzdem Nelli wählen, weil sie für mich die größte Entwicklung durchmacht: von einer knicksenden Magd zu einer wahren Heldin, die Ly zeigt, wo … der richtige Sattel hängt 😉

J: Oh ja, der Prinz ❤ so ein knuffiger Kerl 😀 Aber du hast recht! Nelli ist einfach super *knicks* 😀

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Die Figuren machen innerhalb des Romans eine immense Entwicklung durch und müssen sich durch ungewohnte Situationen beißen. Ly tritt dabei von einem Fettnäpfchen ins nächste. Welches ist deine Lieblingspanne?

Eine schwere Frage. Das pupsende Pferd ist klasse. Aber das ist ausnahmsweise nicht Lys Panne 😉 Dann sage ich mal … die Stelle, als der Prinz eine Bowle-Dusche bekommt und Ly nach ihrer inneren Prinzessin sucht. *kicher*

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Wird es weitere Bücher in dieser Richtung von Dir geben oder was sind Deine literarischen Zukunftspläne?

O: Ich wäre keineswegs abgeneigt, mehr über Ly zu schreiben. Tatsächlich spiele ich mit einem Gedanken, für Lys Fans eine Bonus-Geschichte zu verfassen. Aber noch ist nichts spruchreif – mehr dazu bald auf meiner FB-Seite.

Meine nächsten Romane fallen deutlich ernster aus, aber dem Genre Jugendbuch bleibe ich treu.

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Was möchtest Du Deinen Lesern mit auf den Weg geben?

O: Wie wär‘s mit einem Buch von mir? *hihi*

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Liebe Olga, ich danke Dir nochmals herzlich für dieses Interview und wünsche Dir alles Liebe für Deinen weiteren literarischen Weg!

O: Danke sehr für die schönen Fragen, es hat Spaß gemacht!

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Mit einem Klick aufs Bild kommt ihr direkt zur Rezension von

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5 Kommentare zu “achtung interview: im gespräch mit olga a. krouk

  1. Tolles Interview!!! ❤
    War das denn nun eigentlich das Buch, was ich unbedingt, unbedingt lesen sollte?!? *grins*

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