Archiv | August 2015

achtung buch: noch so eine tatsache über die welt von brooke davis

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Jeder und alles, was man liebt, wird nicht ewig auf dieser Welt sein. Jeder und alles muss irgendwann sterben. Ob wir das wollen, ob wir damit klar kommen und wie wir damit umgehen, kann uns keiner sagen, bevor wir es nicht selbst erlebt haben. Und selbst dann wird es jedes Mal anders sein. Im Kindesalter bekommt man das meist noch gar nicht so direkt mit, man wird davor von den Erwachsenen geschützt, die auf Fragen zum Thema Tod nur ausweichend antworten. Es scheint eine Art Tabu darüber zu liegen.

Je älter man wird, desto gegenwärtiger wird das Thema jedoch. Verwandte sterben, Freunde, man wird direkt damit konfrontiert und fragt sich, wann das alles begonnen hat. Oder nimmt das Sterben mit dem zunehmenden Alter zu? Diese Fragen könnten von der kleinen Millie aus „Noch so eine Tatsache über die Welt“ stammen. Denn: Millie ist acht Jahre alt und führt ein Buch über tote Dinge. Erster Eintrag: ihr Hund Rambo. Es folgen: die Oma, verwelkte Blumen, Insekten und letztendlich ihr Papa.

„Sie spürt die Tränen in sich aufsteigen und kann nichts dagegen tun, denn Stella ist nett, und ihr Dad ist tot. und ihe Mum könnte es ebenso gut auch sein. Millie schaut zu Stella zurpck, bis sie nicht mehr zu sehen ist, und es tut weh, tief in ihr drin. Alle Erwachsenen, die sie kennt, reißen Stücke aus ihrem Herz heraus und nehmen sie mit und geben sie nie mehr zurück.“
(S. 172)

Ständig denkt sie über den Tod nach, fragt sich, warum es Bücher gibt, die erklären, wie ein neues Leben entsteht. Bücher mit transparenten Babybäuchen, aber eben keine Bücher, die das Ende des Lebens beschreiben. Warum werden die Körper so klein und verschwinden auf Friedhöfen. Wo ist die Seele des Menschen hin?

„Eines Abends, als ihre Mutter gerade auf allen vieren die Badezimmerfliesen wischte, sagte Millie, Was für eine Beerdigung wünschst du dir, Mum? Wenn du stirbst?
Ihre Mum richtete sich auf, als hätte sie jemand am Nacken hochgezogen. 
Millie machte einen Schritt rückwärts. Heute ist in der Schule ein Luftballon geplatzt, und George hat geweint, und Claire hat gelacht, aber alle waren total überrascht, und so eine Überraschung möchte ich bei meiner Beerdigung haben, eine, bei der alle ganz dolle Herzklopfen kriegen, damit sie sich daran erinnern, dass ihr Herz noch schlägt, […].
Geh in dein Zimmer, sagte ihre Mutter schließlich.“
(S. 115)

Für Millie war das natürlich keine befriedigende Antwort und so stürzt sie sich in ihre eigenen Gedanken und Ermittlungen, besonders als der Vater viel zu jung an Krebs gestorben ist und sie sich eines Abends allein zurückgelassen im Kaufhaus wiederfindet. Mama hat sie dort abgesetzt und kam einfach nicht zurück. So fragt sie sich, warum der Bindestrich zwischen den Lebensdaten auf dem Grabstein so klein und nichtssagend ist, wo er doch das ganze Leben beschreiben sollte, das zwischen Geburt und Tod liegt. All dies beschäftigt sie in der dunklen Einsamkeit der Kaufhausnacht.

„Und plötzlich ist sie sich sicher, dass sie das kleinste Ding ist, das je gemacht wurde, kleiner sogar als die Schotterstückchen unter ihrem Rücken oder die Ameisen, die um ihre Füße herumkrabbeln, denn die Welt ist so groß, so voller Bäume und Sterne und Sterben, dass sie denkt, ein Bindestrich ist wahrscheinlich genau das, was sie ist.“
(S.154)

In ihrer Einsamkeit verbündet sich Millie mit der Schaufensterpuppe Manny, die ihr unfreiwillig das Leben gerettet hat. Doch auch Manny kann ihr nicht helfen, die abhanden gekommene Mutter wiederzufinden. In diesem Moment schickt ihr das Schicksal zwei wundervolle Begleiter, die auf dem ersten Blick mehr schrullig als normal wirken. Blickt man aber hinter die Fassade, haben auch diese beiden Leute ein Leben voller Entbehrungen und Verluste hinter sich. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Millies Mutter.

Da haben wir Karl, der seine große Liebe Evie im Schreibmaschinekurs kennenlernte und ihren Tod bis heute nicht verschmerzen konnte. Überall tippt er auf die Tische nur einen Satz: „Ich bin hier, Evie“. Und dann haben wir Agatha, harte Schale, weicher Kern, die ihren Mann verlor, von dem sie sich nie eingestehen würde, dass er die Liebe ihres Lebens war.

Gemeinsam machen sich die drei auf zu einem besonderen Road-Trip, der sich immer um den Verlust und den Gewinn der Liebe dreht. Nur, weil man etwas verloren hat, bedeutet dies nicht, dass man nie wieder glücklich sein kann. Man muss nur manchmal über seinen Schatten springen, die Vergangenheit hinter sich lassen und offenen Auges nach vorn blicken. Dann geschehen vielleicht manchmal kleine und größere Wunder, die eine neue Liebe ermöglichen, gleich einer jung aufblühenden Knospe. Und schon ist sie wieder da, die fast vergessene Lebendigkeit des eigenen Körpers, der noch viele Abenteuer erleben möchte, bevor er sich in die Reihe der toten Dinge eingliedern wird. Aus dem früheren fast toten Ding wurde wieder eine lebendiges Ding und vor allen drei wundervollen Protagonisten liegt eine wundervolle, auch leicht verrückt-liebenswerte Zukunft.

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Davis gelang mit „Noch so eine Tatsache über die Welt“ ein wundervolles Buch über den Wert des Lebens und der Liebe, die oft dann auftaucht, wenn man sie schon gar nicht mehr vermutet und resigniert vor sich hin lebt. Wie geht man am besten mit der Trauer um, wie mit der Tatsache, dass ein geliebter Mensch aus dem Leben gerissen wurde? Verkriecht man sich und erträgt alles eben mehr schlecht als recht oder beschließt man, dem Leben noch eine Chance zu geben und etwas zu tun?

„Wie sagt man einem Kind, dem eigenen Kind, dass so das Leben ist? Dass man nur lebt, um zu sterben? Dass, solange man lebt, Menschen, die man kennt, Menschen, die man liebt, sterben werden? Dass es im Grunde am besten ist, gar nicht erst jemanden gern zu haben?“
(S. 240)

Richtig, man sollte die Pobacken zusammenkneifen und etwas tun. Es ist oftmals sehr schwer, sich aus der Klammer der Trauer zu befreien, die einen manchmal nahezu körperlich zu lähmen scheint, doch am Ende sollte man sich überwinden. Das Leben hält immer neue Überraschungen bereit, denen man sich offenen Auges stellen sollte – ganz gleich, ob es eine neue Liebe, eine kleine Geste oder eine komplette Veränderung des Lebensstils ist. Nur wer rastet, der rostet und eins steht fest: Man kann auch lebend zu einem toten Ding werden, nämlich dann, wenn die Lebensfreude erloschen ist. Millie gibt diese Lebensfreude an ihre Begleiter weiter und ermutigt sie zum entscheidenden Schritt zurück ins Leben.

Und ihr alle solltet das mutige kleine Mädchen dabei begleiten, wie sie. die in jungen Jahren schon so viel verloren hat, noch anderen den Lebensmut und die Freude zurückgibt. Eine wundervolle Geschichte, mit leisen Tönen erzählt, die man wirklich jedem Leser nur direkt ans Herz legen kann.

achtung buch: das lied des blauen mondes von natalie simon

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Bücher über die Liebe sind etwas Tolles, Bücher über die Liebe und Paris etwas viel Besseres und Bücher über die Liebe in Paris mit viel Charme und Nostalgie sind das Allerbeste. Genau so ein Schmuckstück ist „Das Lied des blauen Mondes“ von Natalie Simon.

Die junge Juliette hat gerade ihre Beziehung zu Xavier beendet und stürzt sich ganz und gar in ihre Arbeit als Restauratorin für antike Möbel in dem kleinen Atelier von Guy Rousseau. Doch auch dort ist sie nicht frei von Sorgen, denn die stetig steigenden Mieten im Viertel rund um die Bastille und den Faubourg Saint-Antoine schweben wie ein Henkersbeil über den Menschen. Zeit, um darüber nachzudenken bleibt der jungen Frau jedoch kaum, da sich ihre Tante Manon angekündigt hat, die nach Paris zurückkehrt, um ein Erbe anzutreten. Aus Angst davor, von der eigenen Vergangenheit eingeholt zu werden, bittet sie Juliette, mit ihr zum Notar zu kommen und zwischen beiden Frauen beginnt sich eine wunderbare Freundschaft zu entwickeln, die einerseits Manon hilft, ihre Vergangenheit voller Leidenschaft und auch Leid zu verarbeiten und die andererseits Juliette einzusehen hilft, dass es sich manchmal doch lohnt, für die wahre Liebe zu kämpfen.

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Ein Buch wie ein Chanson! Müsste man dieser Geschichte einem Lied zuordnen, wäre es wohl am ehesten eine Hymne à l’amour (Piaf) gemischt mit einem Hauch La vie en rose (Piaf), der Sehnsucht und dem süßen Schmerz von Je t’aime … moi non plus (Gainsbourg/Birkin), der Trostlosigkeit des ohne einander Seins aus Hier encore (Aznavour) und sehr viel Je ne regrette rien (Piaf).

Le ciel bleu sur nous peut s’effondrer,
Et la terre peut bien s’écrouler,
Peu m’importe si tu m’aimes,
Je me fous du monde entier.

Genau diese Melodien laufen gerade während ich versuche, dieses bezaubernde Buch in Worte zu fassen. Es ist eine Melodie, die den Leser mit auf die Reise nimmt. Auf die Reise in die Vergangenheit, als Manon eben diese Lieder nur von einem Pianisten begleitet in Lokalen und kleinen Häusern sang und damit zu großem Ruhm kam. Doch nicht nur zu Ruhm, sondern auch die Liebe fand sie und sie konnte sich ihr nicht entziehen. Jean-Claude war Pianist und wurde, wie durch das Schicksal bestimmt, zu Manons Begleiter. Eine stürmische leidenschaftliche Liebe entbrannte zwischen beiden, die sich auch in den Liedern niederschlug und das Publikum verzauberte. Die Liebeslieder wurden nicht gesungen, sie wurden gelebt. Von viel zu kurzer Dauer war diese traumhafte Beziehung zwischen den beiden Geliebten, denn Manons Vergangenheit holte sie viel zu früh ein. Um Schlimmeres zu verhindern, beschloss sie Jean-Claude zu verlassen, der sie wiederum bis zuletzt nicht vergessen konnte…

Tant qu‘ l’amour innondera mes matins,
Tant qu’mon corps frémira sous tes mains,
Peu m’importent les problèmes,
Mon amour, puisque tu m’aimes.

So kam es, dass sie nach seinem Tod nach Paris zurückkehrt und mit Juliette zur Eröffnung seines Testaments geht, bei der sie das Haus erbt, in dem sie einst so glückliche Zeiten verbrachten. Während sie beschließt, eine Weile zu bleiben, beginnt sich eine enge Bindung zwischen den beiden Frauen zu entwickeln. Manon gelingt es, sich mehr und mehr zu öffnen und mit Juliette gemeinsam ihre traurig-schöne Vergangenheit aufzuarbeiten. Juliette begegnet unterdessen dem jungen Antiquitätenhändler Gérard, der ihr langsam aber sicher den Kopf verdreht. Bis eines Tages ein verhängnisvoller Anruf alles zu zerstören droht. Doch Manon wäre nicht Manon, wenn sie der Nichte nicht mit der eigenen Lebensgeschichte nachhaltig und direkt klar machen würde, dass es sich lohnt, um manche Dinge zu kämpfen, so aussichtslos diese auch zunächst zu sein scheinen.

J’irais jusqu’au bout du monde,
Je me ferais teindre en blonde,
Si tu me le demandais.
J’irais décrocher la lune,
J’irais voler la fortune,
Si tu me le demandais.

Zwei starke Frauen, zwei wundervolle Handlungsstränge, sehr gut gezeichnete Nebencharaktere und viel Musik zeichnen ein Bild von Paris, das einfach nur einzigartig ist und das Flair der Stadt nahezu perfekt einzufangen versteht. Wir haben das frühere Paris mit seinen Bars, den Chansonabenden, der besonderen Kultur, das dem heutigen lauten und teuren Paris gegenübersteht. Auf beiden Ebenen kämpfen die Charaktere um ihre Existenz und ihr Glück. Allen voran die junge und starke Juliette, die enttäuscht von der Liebe ihren Weg gehen will und auf der anderen Seite Manon, noch immer Grande Dame, die auf das Wichtigste im Leben verzichtete, um dieses nicht zu zerstören. Zwei wundervolle Charaktere, die ich von Anfang an fest in mein Herz geschlossen habe, genau wie die Nebenfiguren. Guy, die Concierge, der Friedhofsgärtner… – alle spielen sie ihre kleinen kunstvollen Rollen, die aus dem Buch in der Gesamtheit ein wahres Schmuckstück machen.

Je renierais ma patrie,
Je renierais mes amis,
Si tu me le demandais.
On peut bien rire de moi,
Je ferais n’importe quoi,
Si tu me le demandais.

Untermalt wird dies alles mit reellen und fiktiven Textausschnitten aus Chansons, die die jeweilige Stimmung unterstreichen. Ein Traum für jeden Freund des Chansons und das Verständnis ist auch gesichert, denn alle Übersetzungen findet man am Ende des Buches. Und eins kann ich sagen: Ausgewählt wurde wirklich die Crème de la Crème des französischen Chanson. Etwas anderes wäre dem Buch und der Geschichte auch gar nicht gerecht geworden. Gerade die Figue des Jean-Claude lebt durch die Musik. Einerseits wird er durch sie am Leben erhalten und andererseits ist er als Komponist eigener Chansons auch ein Träger der Geschichte. Wie lässt sich die wahre Liebe besser festhalten als in einem Lied, das aus tiefstem Herzen kommt?

Si un jour, la vie t’arrache à moi,
Si tu meurs, que tu sois loin de moi,
Peu m’importe si tu m’aimes,
Car moi je mourrais aussi.

Ist Paris schon immer meine Stadt gewesen, fühle ich mich ihr nun noch verbundener durch diese wunderschöne Geschichte von Liebe, Sehnsucht, Trauer und Hoffnung. Denn so eine Geschichte kann nur Paris schreiben. Keiner anderen Stadt würde solch eine Erzählung auf dem Laib geschrieben werden können, ohne kitschig zu sein. Es stimmt einfach alles von der Handlung über die Personen bis hin zu den verschiedenen Orten – ganz egal ob man auf der Bank auf dem Friedhof Père Lachaise sitzt, in der Villa mit Manon in Erinnerungen schwelgt oder Juliette im Atelier über die Schulter schaut. Man ist in Paris und wird von der Stimmung des Buches durch die Seiten getragen.

Nous aurons pour nous l’éternité,
Dans le bleu de toute l’immensité,
Dans le ciel, plus de problème,
Mon amour, crois-tu qu’on s’aime?

Für mich ist „Das Lied des blauen Mondes“ ein persönliches Lesehighlight und ich kann es nur jedem Liebhaber der Stadt Paris, der Chansons und großer Liebesgeschichten wärmstens ans Herz legen. Lasst euch von der Melodie des blauen Mondes tragen und erlebt mit Manon und Juliette, was es bedeutet, von Herzen zu lieben.

Dieu réunit ceux qui s’aiment.

~

Die Textstellen stammen aus „L’hymne à l’amour von Edith Piaf und mehr Informationen zum Buch findet ihr auf der Homepage des Aufbau-Verlags oder in meiner Herzensbuchhandlung Goerke.

Dieses Buch ist Teil meines Projekts „Paris lesen und staunen“

achtung hörbuch: ein buchladen zum verlieben von katharina bivald

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Bücher über Bücher – ein Herzensthema für alle Leseratten, Zeilenspringer und Bücherwürmer. So ist es auch kein Wunder, dass vor Kurzem „Ein Buchladen zum Verlieben“ in aller Munde war. Da ich nicht nur gern lese, sondern höre, war ich sehr froh, dieses Schmuckstück als Hörbuch zu bekommen und somit ein paar wundervolle Hörabende vor mir hatte, die mich nicht enttäuschten. Doch worum geht es?

Die junge Sara aus Schweden pflegt schon seit einiger Zeit eine innige Brieffreundschaft zur 65jähringen Amy aus der amerikanischen Kleinstadt Broken Wheels. Kennengelernt haben sich beide durch ihre Liebe zu Büchern und als Amy Sara einlud, sie zu besuchen, musste die junge Frau nicht lange überlegen und bereitete die Reise vor, die sich zum Abenteuer ihres Lebens entwickeln soll. In Broken Wheels angekommen, wartet jedoch die erste unangenehme Überraschung: Amy ist gerade verstorben. Trotz dessen und nicht zuletzt durch das Beharren einiger Einwohner, beschließt Amy, ihren zweimonatigen Aufenthalt dennoch in der kleinen Stadt zu verbringen.

Da sie nirgends zahlen darf und auch mietfrei bei Amy wohnt, möchte sie jedoch irgendetwas zurückgeben und beschließt, eine Buchhandlung zu eröffnen, um Amys Nachlass all ihren Freunden zugänglich zu machen. Diese Idee stößt zunächst auf eine große Portion Skepsis, jedoch kann man sich Saras fröhlicher und liebenswerter Art und vor allem ihrer großen Liebe zu Büchern kaum entziehen, sodass der Kundenstamm immer größer wird und der Plan der jungen Frau aufzugehen scheint.

Die Bürger von Broken Wheel haben den Buchladen ins Herz geschlossen und mit ihm auch Sara. Viel zu schnell gehen die zwei Monate vorbei und die Aufenthaltserlaubnis droht auszulaufen. Ein Plan muss her, um die junge Frau zu behalten, ohne die man sich das Städtchen schon gar nicht mehr vorstellen mag. Aber wenn die Bewohner eins sind, dann ist es kreativ. Ein irrwitziger Plan wird geschmiedet, in dem die Liebe ihre eigene Rolle spielt. Doch ob die Liebe sich in irgendwelche Pläne verstricken lässt? Seht selbst..

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Eine zauberhafte und unterhaltsame  Geschichte wurde von Katharina Bivald geschrieben und von Eva Gosciejewicz auf 2 mp3 CDs mit über 800 Minuten Laufzeit wunderbar vertont. Kurzweilig und mit einer mehr als angenehmen Stunde erlebt man eine Hommage an die Liebe und an die Liebe zu Büchern, die in meist leisen Tönen erzählt wird. Flüssig und in einem angenehmen Stil begleiten wir die junge Sara, die im Sturm die Herzen der Kleinstädter erobert, die übrigens alle mit ihren Eigenheiten, Schrulligkeiten und wundervollen Ecken und Kanten ins rechte Licht gerückt werden. Man schließt jeden Einzelnen beim Hören fest ins Herz und wünscht sich einfach nur, dass alles ein gutes Ende nimmt – obwohl man sich das eigentlich von vorn herein denken kann.

Sehr erfrischend sind dabei auch Amys Briefe, aus denen Sara die einzelnen Leute schon sehr genau kennt – fast als wäre sie schon ewig in Broken Wheels. Wundervolle Szenen zum Schmunzeln und Fühlen reichen sich die Hand und haben das Hörbuch zu einem wirklichen Wohlfühlerlebnis für mich gemacht. Ich habe mich in jedes Detail verliebt, in Sara, in die Bewohner, in die Buchhandlung mit ihrer urigen Einrichtung – einfach in die gesamte Geschichte. Broken Wheel – der Name der Stadt – kann dabei auch als eine Art Metapher für die Einwohner betrachtet werden, die auf den ersten Blick ein bunter Haufen von schrägen, schrulligen Dörflern sind. Doch hinter der Fassade hat jeder seine Vergangenheit, seine Schicksale, die ihm das Leben schwer gemacht haben und fast scheint es so, als sei Sara da, um das zerbrochene Rad zu reparieren.

Ich mag Sara, ich mag Broken Wheels in all seiner Schrulligkeit, ich mag die Überspitztheit mit der die Charaktere teilweise gezeichnet sind und ich mag die Geschichte, wenngleich sie auch etwas vorhersehbar und leicht im Stil ist. Wohlfühlen verlangt nicht immer Tiefe, Wohlfühlen verlangt Herzenswärme. Und davon gibt es in diesem Hörbuch zum Glück sehr viel! Ein wenig Seelenbalsam, den ich zu gerne weiterempfehle.

achtung buch: afterworlds von scott westerfeld

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Stellt euch vor, ihr seid der einzige Überlebende eines grausamen Terroranschlags und das nur, weil ihr euch so überzeugend tot gestellt habt, dass die Schützen euch wirklich für tot gehalten und von euch gelassen haben. Doch nicht nur das: In der Schwebe zwischen Leben und Tod habt ihr ungewollt eine Grenze überschritten, die euch direkt in die Totenwelt bringt. Genau das ist der jungen Lizzy passiert, die gerade auf dem Heimweg vom Besuch bei ihrem Vater war und auf dem Heimatflughafen in die Schusslinie der Terroristen geriet. Mitten in der Totenwelt „Afterworlds“ trifft sie auf den jungen Seelenführer Yamaraj, der sie nach und nach in die Geheimnisse seiner Welt einführen will. Aber alles sehr langsam und mit so wenigen Details wie möglich, sodass Lizzy das Leben bei den Menschen nicht zu schnell „vergisst“ und in den Strudel der Dunkelheit gerät. Denn die endgültige Entscheidung wird irgendwann fällig sein: Wird Lizzy die Totenwelt hinter sich lassen und bei den Lebenden bleiben oder wird sie als Wandlerin zwischen den Welten existieren und gemeinsam mit Yama eine Existenz zwischen Licht und Dunkel führen, in der erbitterte Kämpfe um die Seelen ausgefochten werden.

Was für eine wahnsinnig gut durchdachte Story! Das dachte ich mir, als ich den Klappentext las. Und dabei ist es „nur“ die Story in der eigentlichen Story. Denn: Die Idee um die Totenwelt, Lizzy und Yama stammt aus der Feder der 17jährigen Darcy Patel, die binnen eines Monats damit ihren Debütroma schrieb. Mehr aus Spaß hat sie das Manuskript an den angesehensten Verlag in New York gesendet und bekommt prompt einen Buchvertrag inklusive Verpflichtung für einen Folgeroman und einem mehr als großzügigen Vorschuss. Darcy legt daraufhin ihre Collegepläne auf Eis und zieht nach New York, wo sie ohne große Vorbereitungen und mit einem guten Finanzkonzept ihrer Schwester beginnt, ihren großen Lebenstraum zu verwirklichen: eine richtige Schriftstellerin zu werden und sich das erste Mal richtig zu verlieben.

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702 Seiten erwarten den Leser in „Afterworlds“ – 702 Seiten, die ich binnen 4 Tagen durchgelesen habe, weil ich dieses Buch einfach nicht beiseite legen konnte. Die zwei eben angedeuteten Handlungsstränge wechseln sich von Kapitel und Kapitel ab, sodass man einerseits die Handlung von Darcys Buch erlebt und andererseits die Entstehungsphase dessen quasi von Vertrag bis zur Veröffentlichung hautnah verfolgen kann.

Das Prinzip der Intertextualität, also des Textes im Text (würde man an dieser Stelle einmal davon ausgehen, dass „Afterworlds“ ein reeller, schon existierender Text ist) wird dabei wirklich mehr als geschickt eingesetzt und es war für mich wirklich eine Premiere. Ein Buch, das in dieser Art aufgebaut ist, hatte ich bisher nicht in die Finger bekommen und es entwickelte sich von Seite zu Seite mehr zu einem Pageturner. Ich konnte mich nicht entscheiden, welche Geschichte ich fesselnder fand: Darcys Entwicklung und ihre Erlebnisse oder Lizzys Ausflüge in die Totenwelt. Ja, auch gerade beim Schreiben dieser Besprechung hüpfen die Gedanken hin und her und ich habe wirklich kleine Schwierigkeiten, diese schlüssig zu Papier zu bekommen *lach*

Also zunächst zu Darcy: Darcy ist eigentlich ein normales 17jähriges Mädchen, dass seinem Traum, eine große Schriftstellerin zu werden, ein großes Stück näher kommt, als ein großer New Yorker Verlag ihr Manuskript aufkauft und veröffentlichen möchte. Darcy bricht daraufhin aus ihrer gut behüteten Familie aus und zieht nach New York, wo sie sofort Anschluss an andere Schriftsteller findet, die sie auch unter ihre Fittiche nehmen und sie bei ihrem Weg unterstützen. Auch die Liebe kommt dabei nicht zu kurz. Dazu möchte ich aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn es ist ein wirklich wichtiges und auch rührendes Element in Darcys Entwicklung. Ich mag ihren Charakter sehr gern und habe ihre Entwicklung voller Begeisterung verfolgt. Man kann fast sagen: Das Entlein wird zum Schwan. Herausgewachsen aus ihrer wohlbehüteten Familienzeit, lernt Darcy schnell, sich unter den Autoren zu behaupten. Hilfreich ist dafür vor allem die Beziehung zu Kollegin und Freundin Imogen, die auch gerade an ihrem neuen Buch arbeitet. Gemeinsam gehen die beiden durch dick und dünn und der Leser erlebt hautnah große Gefühle, Selbstzweifel, aber auch die Wichtigkeit des Glaubens an sich selbst. Man spürt die Ängste, die Nervosität, die Rastlosigkeit in Schreibflauten – kurzum das gesamte Gefühlsspektrum einer Autorin, die ihr Buch auf den Weg zur Veröffentlichung bringen möchte.

Ihr Buch… Damit sind wir direkt im Handlungsstrang Nummer 2, in Lizzys Welt. Lizzy ist, genau wie Darcy, eine starke Persönlichkeit, die aus ihrem gewohnten Umfeld ausbricht, Nur erfolgt dies, im Gegensatz zur jungen Patel, nicht freiwillig, sondern durch einen Terroranschlag, der das Leben Lizzys von jetzt auf gleich umkrempelt. Auf einmal ist sie in der Lage zwischen Lebenden und Totenreich hin und her zu switchen. Sie sieht Geister und macht es sich zur Mission, einigen von ihnen zu helfen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Eine Aufgabe, die nicht ungefährlich ist und die auch Yama, der junge Totengott, nicht für gut befinden kann. Lizzys Fähigkeiten entwickeln sich viel zu schnell und sie will sich nicht stoppen lassen. Gravierende Fehler werden aus Unwissenheit und auch einer gewissen Sturheit heraus begangen, die zwar im Moment hilfreich erscheinen, andererseits aber auch andere Gefahren hervorrufen. Und dann sind da ja noch die großen Gefühle für Yama…. Auch dieser Strang wusste zu überzeugen, weist aber an einigen Stellen Schwächen auf. Denn: Lizzys Wandlung vollzog sich so schnell und teilweise auch nicht nachvollziehbar. Anstatt Yama ihr zur Seite steht, lässt er sie in der Ungewissheit, in einer Situation, mit der man so einfach nicht fertig wird. Klar, dass Lizzy dann auf eigene Weise versucht, eine Lösung für ihr Dilemma zu finden. Die gesamten Ereignisse sind nicht zu hundert Prozent ausgereift und bleiben teilweise etwas auf der Strecke, was sehr schade ist. Vielleicht zeigt es aber auch nur, dass Darcys Buch noch in der Überarbeitung steckt und die Lektorin noch drüber ist? Ich bin nicht sicher. Oder ist es wirklich als erster Teil zu betrachten und alles wird sich in einem weiteren Roman von Westerfeld klären? Leider habe ich dazu keine Informationen im Internet finden können. Oder aber dieser Strang ist etwas nebensächlich ,da Darcys Entwicklung als Schriftstellerin im Vordergrund stehen soll? Das wäre etwas schade, denn der Grundgedanke war wirklich mehr als gut. Nur wurde er nicht komplett ausgereift.

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Atemlos, sprachlos bin ich dennoch durch die Seiten geflogen, habe Darcy über die Schulter geschaut und mit Lizzy gebangt und gefiebert. Parallelen lassen sich bei beiden Mädels erkennen: Sie verließen ihr geregeltes Leben, um ein Neues zu beginnen. Große Herausforderungen erwarteten sie und auch manche Gefahr oder Unsicherheit. Wird „Afterworlds“ ein Erfolg werden? Wird Lizzy die richtigen Entscheidungen treffen? Wird die Liebe siegen? Große Fragen, die nur teilweise beantwortet wurden und große Hoffnungen auf einen zweiten Band machen. Die Geschichte war ein Fluss, der den Leser vom Licht in die Dunkelheit und umgekehrt führte. Ich war gefangen und wollte nicht mehr auftauchen, aber irgendwann war es soweit: „Afterworlds“ war bereit, veröffentlicht zu werden. Doch würde es ein Erfolg sein? Was passiert mit Yama und Lizzy? Wird sie ihre Fähigkeiten richtig ausschöpfen können? Und was geschieht mit Darcy? Bleibt sie in New York oder wird sie aufs College gehen? Was ist mit ihrer Mutter? Diese Fragen bleiben leider unbeantwortet. Da Darcy ja aber einen Vertrag für zwei Bücher hat und „Patil ohne Namen“ noch nicht geschrieben war, hoffe ich einfach stark, dass all diese Fragen in einem zweiten Band beantwortet werden, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lassen wird. Ich bin absolut im Bann der Totenwelt und im Bann des New York der jungen, talentierten und aufstrebenden Schriftstellerinnen. Bitte mehr davon! Ein wundervolles Buch mit kleinen Schwachstellen, das man jedem Freund von guter Fantasy und einem besonderen Stil unbedingt ans Herz legen kann.

Mehr Informationen zum Buch gibt es beim Fischerverlag

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Der englische Trailer zum Buch:

EIn paar Worte zum Buch von Scott Westerfeld himself

achtung buch: klar ist es liebe von sandy hall

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Kennt ihr das Gefühl: Ihr seht zwei Menschen und wisst auf den ersten Blick, dass diese beiden für immer und ewig zusammen gehören? Und nicht nur ihr denkt so, sondern alle anderen auch – bis auf die beiden, um die es eigentlich geht. Man hat die große Liebe direkt vor der Nase und trägt aber so dichte Scheuklappen, dass man für die Signale des anderen einfach unempfänglich ist oder sie in einer Tour falsch interpretiert. Und wenn dann noch ein Schicksalsschlag dazu kommt, ist das Chaos der Gefühle perfekt und ihr befindet euch mitten in „Klar ist es Liebe“ von Sandy Hall.

Gabe und Lea heißen die beiden zauberhaften Protagonisten, deren Wege einander auf der Highschool kreuzen, als sie beide den Kurs im kreativen Schreiben besuchen. Auf Anhieb ist da eine besondere Spannung zwischen ihnen, ein Knistern, das jeder um sie herum wahr nimmt. Allen voran natürlich Inga, die Kursleiterin, deren größte Freude es ist, in jedem Semester ein Pärchen zu bestimmen, dass sie innerhalb des Kurses zusammenbringen möchte.

„Die sind füreinander bestimmt, das sieht man doch.“ – typisch Inga, direkt, liebesbedürftig und bodenlos romantisch. Doch nicht nur sie ist es, die die Liebesgeschichte zwischen den beiden jungen Leuten vorantreiben will. Insgesamt sind es 14 Charaktere, die ihre Stimmen erheben und eifrig kommentieren, wie sie Gabe und Lea erleben, kennen lernen und versuchen, in die richtige Richtung zu stupsen.

Die ist eine der ganz großen Besonderheiten des Romans. Dass es ein Happy End geben wird, ist vom ersten Moment an klar und nichts besonders. Aber hier ist der Weg das Ziel und dieser wird besonders eindrucksvoll von den eben erwähnten vierzehn Charakteren, die verschiedener nicht sein könnten, beschrieben. So melden sich neben Inga die besten Freunde von Gabe und Lea zu Wort, ebenso wie das Eichhörnchen oder die alte Parkbank auf dem Schulgelände. Sogar der größte Stinkstiefel muss gezwungenermaßen am Glück der Turteltauben teilhaben und seinen Senf dazugeben. Schließlich helfen nicht immer gut gemeinte Ratschläge, sondern manchmal braucht es klare Ansagen.

Die Idee der Geschichte hat mich von Anfang an fasziniert und ich bin so froh, dass sie so perfekt umgesetzt wurde. Highschool-Liebesgeschichten gibt es ja wirklich wie Sand am Meer, doch durch die verschiedenen Erzähler und die Einblicke in ihre Gedanken wird daraus etwas ganz anderes gemacht. Man erfährt die Bemühungen der Mitschüler und anderer außenstehender Personen, die bis zuletzt mitfiebern und kleine Stolperfallen basteln, in die das Traumpaar doch irgendwann hineintappen muss. Die Gedanken von Gabe und Lea bleiben dabei weitestgehend außen vor, was der Geschichte aber keinen Abbruch tut. Herzerwärmend ist es, die Höhen und Tiefen der Annäherung der Protagonisten zu erfahren und man fiebert wirklich mit – genau wie das wundervolle Starbucks-Team.

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Schnell war dieses wundervolle Buch gelesen und was bleibt, ist ein warmes und wohliges Gefühl im Bauch. An vielen Stellen konnte man herzlich schmunzeln, wollte Gabe und Lea verfluchen oder ihnen einen Schubs aufeinander zu geben. Man hatte Spaß, war traurig, auch etwas wütend, da die beiden doch eigentlich nicht wirklich so blind sein konnten, oder doch? Ein Strudel der Gefühle, der einen mitreißt und tief in einer Fülle aus Herzenswärme und Glück zurücklässt und auch mit dem Gefühl, dass man seiner Umwelt manchmal doch nicht so egal ist, wie man denkt – beziehungsweise, dass diese einen genauer beobachtet, als man es in seinen kühnsten Träumen erwarten würde.

Für mich war dieses Schmankerl ein wirkliches Lesehighlight dieses Sommers und ich kann es jedem Freund romantischer und erfrischender Lektüre nur wärmstens ans Herz legen!

Mehr Infos zum Buch bekommt ihr beim Fischer Verlag oder in meiner Herzensbuchhandlung Goerke aus Meerane.

achtung buch: after forever von anna todd

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Schon war die Zeit wieder verflogen und der letzte Band der After Reihe steht in den Regalen. Ich habe ihn binnen 3 Tagen verschlungen und muss sagen, dass ich schon etwas traurig bin, dass die Geschichte um Tessa und Hardin nun vorbei ist. Hatte mich Band 3 nach einem schwachen zweiten Teil wieder richtig fesseln können, setzte sich diese Spannung nahtlos im vierten Teil fort, worüber ich sehr froh war. An dieser Stelle soll nur angemerkt werden, dass es sich um einen viertel Teil handelt, inhaltliche Spoiler aus den vergangenen Bänden also an manchen Stellen nicht vermieden werden können.

Der Teil gestaltet sich schon von Beginn an als der erwachsenste der vier Bücher. Es gibt nicht das altbekannte und sehr nervende Hin und Her und auch die Streitereien reduzieren sich merklich. Beide Charaktere haben sich merklich entwickelt und haben nun noch einige Schicksalsschläge zu meistern. Schon die Nachricht, dass Vance Hardins biologischer Vater ist, bringt am Ende des dritten Bandes einen großen Wirbel hervor. Hardin verfällt daraufhin in seine alten Muster, da er das nicht bewältigen kann. Selbst Tessa kann in diesem Moment nicht zu ihm vordringen, sie ist kraftlos und ausgelaugt und beschließt endgültig mit Landon nach New York zu ziehen, um dort einen kompletten Neuanfang zu wagen.

Wie schwer sich die Vergangenheit jedoch abschütteln lässt, zeigt sich, als Tessa ihre letzten Sachen aus der gemeinsamen Wohnung holen möchte und dort eine schreckliche Entdeckung machen muss, die ihr den Boden restlos unter den Füßen wegzieht. Daraufhin bricht sie komplett zusammen und kapselt sich komplett ab. Sie bittet Hardin nun um Zeit für sich, Zeit für einen Neuanfang, Zeit , um Klarheit zu finden und um ihr ganzes Leben zu sortieren. Ohne fremde Hilfe will sie einen Neuanfang wagen, da sie schmerzlich einsehen musste, dass nicht nur Hardin der zerstörerische Part der Beziehung war, sondern beide ihr gesamtes Umfeld in den Abgrund rissen. Wird es gelingen, dass beide ohne einander stabil bleiben können und ihren Weg gehen, bevor es zu einer wirklichen gemeinsamen Zukunft kommen kann oder sind die impulsiven Gefühle zu stark, um rationales Handeln zuzulassen? Taucht ein letztes Mal tief ein in den Strudel um Tessa und Hardin.

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After forever und After love – für mich die zwei besten Bände der Reihe, die es schafften, dem Werk einen grandiosen Abschluss zu geben. Spannung, Dramatik, Verzweiflung aber auch tiefe Gefühle, Emotionen und Liebe bilden ein Wechselbad der Gefühle während des Lesens. Man leidet, man lacht, man weint, man liebt mit den Charakteren, die sich sehr stark weiterentwickelt haben. Sie sind erwachsener geworden, konnten viel voneinander und aus alten Fehlern lernen.

Insbesondere Tessa hat sich endlich durchgesetzt und geht ihren eigenen Weg, wirklich ihren eigenen, ohne sich an andere Leute zu klammern – auch wenn dazu erst wirklich harte Worte einer gewissen Person nötig waren, die mich zunächst mindestens genauso geschockt haben, wie Tessa. Je mehr ich aber darüber nachdachte, trifft genau dies zu. Ich will hier nicht zuviel verraten, da dieser Punkt eine der wichtigsten Schlüsselstellen für mich war, die mit die Situation so vors Auge geführt hat, wie ich sie während des Lesens nicht wahrgenommen habe oder wahrnehmen wollte. Sie geht nach New York und erarbeitet sich dort ein Leben mit Freunden und steht auf eigenen Beinen, wenn die Pläne auch nicht ganz so liefen, wie sie es zunächst dachte.

Hardin unterdessen kämpft erbittert weiter gegen seine innere Wut und fährt damit gut. Denn endlich findet er seinen Platz im Leben, inmitten einer – seiner – Familie. Der Weg dahin ist steil, aber Anna Todd bringt es einfach wundervoll zu Papier. Endlich scheinen beide Charaktere angekommen zu sein, in ihrem jeweiligem Leben und das, ohne dass der Kontakt ganz brach. Über einen langen Zeitraum beginnen sie sich langsam anzunähern, von Freundschaft über normale Dates bis hin zu…? Ach lest selbst! Es sind so wundervolle Entwicklungen, die muss man während des Lesens spüren, inhalieren und festhalten.

Für mich bildet dieses Buch den perfekten Abschluss der Romanreihe, auch wenn mir die Zeitsprünge am Ende persönlich etwas zu schnell und zu herbeigezogen waren. Wichtig auf jeden Fall, aber man hätte dort etwas mehr Zeit und Inhalt investieren können, um den Lesern einen tieferen Einblick mit mehr Details in das „forever“ zu geben. Insgesamt aber erneut eine klare Empfehlung und mir werden Tessa und Hardin und ihre Familie sehr fehlen!

achtung hörbuch: after forever von anna todd

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Schon war die Zeit wieder verflogen und der letzte Band der After Reihe steht in den Regalen. Ich habe ihn binnen 3 Tagen gehört und muss sagen, dass ich schon etwas traurig bin, dass die Geschichte um Tessa und Hardin nun vorbei ist. Hatte mich Band 3 nach einem schwachen zweiten Teil wieder richtig fesseln können, setzte sich diese Spannung nahtlos im vierten Teil fort, worüber ich sehr froh war. An dieser Stelle soll nur angemerkt werden, dass es sich um einen viertel Teil handelt, inhaltliche Spoiler aus den vergangenen Bänden also an manchen Stellen nicht vermieden werden können.

Der Teil gestaltet sich schon von Beginn an als der erwachsenste der vier Bücher. Es gibt nicht das altbekannte und sehr nervende Hin und Her und auch die Streitereien reduzieren sich merklich. Beide Charaktere haben sich merklich entwickelt und haben nun noch einige Schicksalsschläge zu meistern. Schon die Nachricht, dass Vance Hardins biologischer Vater ist, bringt am Ende des dritten Bandes einen großen Wirbel hervor. Hardin verfällt daraufhin in seine alten Muster, da er das nicht bewältigen kann. Selbst Tessa kann in diesem Moment nicht zu ihm vordringen, sie ist kraftlos und ausgelaugt und beschließt endgültig mit Landon nach New York zu ziehen, um dort einen kompletten Neuanfang zu wagen.

Wie schwer sich die Vergangenheit jedoch abschütteln lässt, zeigt sich, als Tessa ihre letzten Sachen aus der gemeinsamen Wohnung holen möchte und dort eine schreckliche Entdeckung machen muss, die ihr den Boden restlos unter den Füßen wegzieht. Daraufhin bricht sie komplett zusammen und kapselt sich komplett ab. Sie bittet Hardin nun um Zeit für sich, Zeit für einen Neuanfang, Zeit , um Klarheit zu finden und um ihr ganzes Leben zu sortieren. Ohne fremde Hilfe will sie einen Neuanfang wagen, da sie schmerzlich einsehen musste, dass nicht nur Hardin der zerstörerische Part der Beziehung war, sondern beide ihr gesamtes Umfeld in den Abgrund rissen. Wird es gelingen, dass beide ohne einander stabil bleiben können und ihren Weg gehen, bevor es zu einer wirklichen gemeinsamen Zukunft kommen kann oder sind die impulsiven Gefühle zu stark, um rationales Handeln zuzulassen? Taucht ein letztes Mal tief ein in den Strudel um Tessa und Hardin.

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After forever und After love – für mich die zwei besten Bände der Reihe, die es schafften, dem Werk einen grandiosen Abschluss zu geben. Spannung, Dramatik, Verzweiflung aber auch tiefe Gefühle, Emotionen und Liebe bilden ein Wechselbad der Gefühle während des Lesens. Man leidet, man lacht, man weint, man liebt mit den Charakteren, die sich sehr stark weiterentwickelt haben. Sie sind erwachsener geworden, konnten viel voneinander und aus alten Fehlern lernen.

Insbesondere Tessa hat sich endlich durchgesetzt und geht ihren eigenen Weg, wirklich ihren eigenen, ohne sich an andere Leute zu klammern – auch wenn dazu erst wirklich harte Worte einer gewissen Person nötig waren, die mich zunächst mindestens genauso geschockt haben, wie Tessa. Je mehr ich aber darüber nachdachte, trifft genau dies zu. Ich will hier nicht zuviel verraten, da dieser Punkt eine der wichtigsten Schlüsselstellen für mich war, die mit die Situation so vors Auge geführt hat, wie ich sie während des Lesens nicht wahrgenommen habe oder wahrnehmen wollte. Sie geht nach New York und erarbeitet sich dort ein Leben mit Freunden und steht auf eigenen Beinen, wenn die Pläne auch nicht ganz so liefen, wie sie es zunächst dachte.

Hardin unterdessen kämpft erbittert weiter gegen seine innere Wut und fährt damit gut. Denn endlich findet er seinen Platz im Leben, inmitten einer – seiner – Familie. Der Weg dahin ist steil, aber Anna Todd bringt es einfach wundervoll zu Papier. Endlich scheinen beide Charaktere angekommen zu sein, in ihrem jeweiligem Leben und das, ohne dass der Kontakt ganz brach. Über einen langen Zeitraum beginnen sie sich langsam anzunähern, von Freundschaft über normale Dates bis hin zu…? Ach lest selbst! Es sind so wundervolle Entwicklungen, die muss man während des Lesens spüren, inhalieren und festhalten.

Für mich bildet dieses Buch den perfekten Abschluss der Romanreihe, auch wenn mir die Zeitsprünge am Ende persönlich etwas zu schnell und zu herbeigezogen waren. Wichtig auf jeden Fall, aber man hätte dort etwas mehr Zeit und Inhalt investieren können, um den Lesern einen tieferen Einblick mit mehr Details in das „forever“ zu geben. Insgesamt aber erneut eine klare Empfehlung und mir werden Tessa und Hardin und ihre Familie sehr fehlen!