achtung interview: im gespräch mit sir larry und sandra öhl

Ihr Lieben, 

pünktlich zum 15. Geburtstag von unserer Kitty Kathstone habe ich hier ein exklusives Interview mit den Schöpfern – Sir Larry und Sandra Öhl – persönlich! Ich wünsche euch viel Freude und muss sagen, dass es mir riesig Spaß gemacht hat, mit den beiden zusammenzuarbeiten *lach*

Los gehts…

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Lieber Sir Larry, Liebe Sandra,

Ich freue mich sehr, dass ihr euch die Zeit genommen habt und mir und meinen Lesern so ausführlich Rede und Antwort gestanden habt! Bevor ich dich gleich löchere, wäre es lieb, wenn ihr ein paar Worte zu euch und eurem Leben sagen könntet!

Liebe Julia – wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit bekommen – vielen Dank!!!!

Rasch zu uns, momentan leben wir in Ried in der Riedmark in Oberösterreich und sind trustful friends and companions in each others life, wobei Villard nicht vergessen werden darf!

Thomas und Mr. Bumblebee sollen an dieser Stelle auch erwähnt sein, sind sie doch jene, die sich eifrig darum kümmern, dass Kitty Gehör und Leserschaft findet, schließlich gibt es Kitty doch schon seit 2013 und sie hat eine lange Reise hinter sich. Also herzlichen Dank!

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Erinnerst ihr euch an das erste Buch, das ihr gelesen habt, oder gibt es ein Buch aus der Kindheit, das euch sehr geprägt hat?

Es war im Konkreten nicht ein Buch, sondern ein Koffer voller Kassetten und einem tragbaren Radio mit einer sehr gefährlichen orangen Taste, die die Macht besaß, meine geliebten Geschichten zu löschen – bis ich entdeckte, dass die Kassetten Sicherungen besaßen. Allerdings war danach die Taste nicht weniger furchteinflößend, ihre Macht war einfach zu schrecklich.

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Welches ist euer momentanes Lieblingsbuch?

Uff, eigentlich viele – so ein absolutes Lieblingsbuch habe ich nicht – ich liebe Edgar Allen Poe, Terry Pratchett für seinen humorvollen, spitzfindigen Geist und seine kluge Bemerkung, dass Autoren ein Spiegel ihrer Gesellschaft sind. C.S.Lewis dafür, dass er Aslan Leben eingehaucht hat, Joseph Campbell bin ich auf ewig dankbar für „Ein Heros in tausend Gestalten“. J.K. Rowling – ich hätte gewünscht, dass es ihre Harry Potter Bücher schon in meiner Jugend gegeben hätte – wo waren sie bloß! Die Kinder des Dschinn – funniest Butler ever und Nimrod – did I mention I do love gentleman?! Thedosia Throckmorton – coolestes Naseweis ever 🙂 …die Liste wäre noch lang, aber ich setzt mal hier ein Ende…die Schönheit liegt in der Vielfalt, ich kann mich selten nur für einen Sache entscheiden.

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Und euer liebster Klassiker?

Don Quijote, Romeo und Julia auf dem Dorfe und Shakespeare (forever), sowie Edgar Allen Poe´s Werke – entschuldige, wir schweifen wieder ab…hatten wir erwähnt, dass es einfach zu viele sind?

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Wer ist euer absoluter Buchliebling und warum?

Momentan – Fräulein Susan, die Enkelin von TOD (Wir finden es bedarf hier keiner weiteren Worte oder kennt Ihr jemand cooleren als die Enkelin von TOD?)

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Wer ist euer absoluter Lieblingsbösewicht?

Wir lieben Brain – von Pinky and the Brain (…ähm du hast uns ja auch nicht nach einem Buchbösewicht gefragt)

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Welcher literarischen Figur würdet ihr am liebsten mal so richtig die Meinung sagen?

Umbridge, du seltendämliche Kuh!!!

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Wann fingst du/ihr selber an zu schreiben?

Also irgendwann als ich (Sandra) noch ein mikroskopisch kleiner Knirps war, bin ich am stillen Örtchen gesessen, da konnte ich noch nicht mal schreiben….und habe drüber nachgedacht, warum ich ich bin, woher ich weiß, dass ich mir das nicht nur alles einbilde und nach ein paar weiteren verschrobenen Gedanken hatte ich zumindest in dieser Stunde, an diesem Ort beschlossen Geschichtenerzähler zu werden…allerdings kam schneller als mir lieb war die Zeit, wo ich meine Rechungen bezahlen mußte. Also entschied ich mich für das Geschichtenerzählen via Bilder und Ton…das Schreiben habe ich dann auf Eis gelegt. Irgendwie habe ich über all die Jahre meinen inneren Kern vergessen, er ist eingeschlafen…eigenartiger Weise, wenn man erwachsen wird, verlernt man manchmal auf seine innere Stimme zu hören und man kann dann nur froh sein, dass es im Leben Momente gibt, die einen dazu bringen wieder dort hinzuhorchen, sonst würde man am eigenen Leben vorbeigehen…was nicht heißt, dass ich meinen Beruf nicht heiß und innig liebe! Ich würde nur allzu gerne, auch dort die Freiheit besitzen ungebremst zu erzählen.

Larry wurde praktisch als Geschichtenerzähler und Gentleman geboren, mehr gibt’s da nicht zu sagen.

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Wo schreibst du/ihr am liebsten?

Da verhält es sich wie mit unseren Katzen im Haus – wir haben keinen fixen Plätze, streifen durchs Haus, drehen uns einige Male im Kreis und wenn es paßt, dann lassen wir uns nieder.

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Wie könnt ihr am besten entspannen?

Im Moment gar nicht – das ist eine Sache die Sandra noch üben muß. Sir Larry hingegen beherrscht dies perfekt – ich (Sandra) habe noch nie in meinem ganzen Leben, einen derartig entspannten Charakter kennengelernt. Ich denke der Name Larry kommt nicht von ungefähr.

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Ihr habt ja zwei wundervolle Salukis. Wie kamt ihr zu dieser Hunderasse und was macht sie so besonders für euch? Hach, ich könnte mir die beiden Kerle ja stundenlang anschauen und bin ihnen maßlos verfallen!

Die Jungs lieben Damen sag ich da nur 🙂 , also sie freuen sich sicher, dich kennenzulernen! Die Geschichte ist lang, also machen wirs zu Abwechslung kurz – man sagt ja, dass Salukis Katzen sehr ähnlich sind – eines kam irgendwie zum anderen und es war ohnehin Liebe auf den ersten Blick als Larry und ich uns begegnet sind – aber so ist das nun mal mit Englischen Gentlemen, man muß sich einfach in sie verlieben.

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Nun noch ein paar Fragen im Zusammenhang mit Kitty:

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Wie kam euch die Idee zu Kitty Kathstone?

Im Bett an einem verregneten Abend begann mir Larry seine Geschichte zu erzählen – und nein ich (Sandra) habe keinen an der Klatsche. Sir Larry kann in der Tat Geschichten erzählen und Bücher schreiben. Ob ich an die Zahnfee glaube? Also echt jetzt, ich bin doch kein kleines Kind mehr und mir ist Gott sei Dank ist mir seit langem kein Zahn mehr ausgefallen – also hat sich die Sache zwischen der Zahnfee und mir längst erledigt!

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Wie würdet ihr das Buch kurz und knapp selbst in Worte fassen?

Puh – das ist so schwer, vor allem das knapp. Es war schon einen Tortur den Klappentext zu verfassen – aber humorvoll, bunt gemischt, fantastisch trifft es ganz gute denke ich und letztendlich sollte auch das Leben so sein, dann wird’s erst richtig schön.

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Kitty weiß ja nichts von ihren besonderen Fähigkeiten und kommt dann auf die „Nerd-Schule“, nachdem sie über ihre besondere Berufung aufgeklärt wurde. Denkt ihr, dass ihr mit diesem Auftakt zu sehr in das Schema Harry Potter, Magisterium etc. geschoben werden könntet?

Ach auf die Frage habe wir schon gewartet 🙂 ….hatte es bis dato Vergleiche zu Bartimäus, Flavia De Luce, Walter Moers, Adams Douglas, Kerstin Gier, Percy Jackson und Harry Potter gegeben, so können wir nur Folgendes anmerken: Danke, das freut uns mit diesen großartigen Bücher und Autoren verglichen zu werden! Und Kitty läßt sich eben nicht in einen Schublade stecken – ich denke man tut gut daran, das Buch so zu nehmen wie es ist – die Geschichte rund um Kitty einfach zu genießen und seinen Spaß zu haben, man versucht ja auch nicht beim hundertsten Superheldenfilm Spiderman zu Batman zu machen, oder umgekehrt. Die Schemata in einer Geschichte sind sich mitunter sehr ähnlich, ist man doch gezwungen, den Helden aus seiner gewohnten Umgebung zu reißen und ihn für seine Heldenreise in eine ihm fremde Welt zu stecken, um ihn dort mit Prüfungen zu konfrontieren – wenn wir in die Potter Ecke geschoben werden, sehen wir das maximal als großes Kompliment. Kitty hätte auch auf ein Camp gehen könne, oder nach der Schule einen geheimen Unterricht besuchen und man hätte das Thema Differenzen/Intoleranz zwischen Goofers und „normalen“ Menschen ausarbeiten können – uns hat aber mehr der Gedanke des Gleichgewichts interessiert und so hat sich eben die C.O.G. entwickelt – mit dem Thema, das sich durch ein Buch zieht, erscheinen auch die Rahmenbedingungen für unsere Helden. Es wird sicher auch Kritiker hinsichtlich dessen geben, aber das ist nun mal so, haben wir doch schon beim Schreiben des Buches festgestellt, dass es auf keinen Fall gut wäre, wenn keine Polarität vorhanden wäre – für uns steht das Vergnügen beim Lesen einer Geschichte im Vordergrund und wir hoffen, dass dies für die meisten Leser der Fall ist und ich denke, wäre Kitty nicht an die C.O.G. gekommen, hätte sie Glade nie getroffen und das wäre ewig schade, duftet er doch so herrlich nach sonnengetrocknetem Herbstlaub.

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Mythologie ist ja ein ganz großes Thema in eurem Buch. Was hat euch dazu gebracht, die alten Mythen und Figuren so brillant aufs Neue zum Leben zu erwecken?

Wir lieben Mythen! Faszinierend ist daran, dass zwar in jedem Kulturkreis andere Ausformungen vorhanden sind, aber die gewonnene Quintessenz letztendlich sehr ähnlich ist bezüglich ihrer Bedeutung und ihrer Notwendigkeit für den Mensch in den einzelnen Kulturkreisen – faszinierend. Nicht wahr? Und nein, wir haben kein Problem damit, Kulturkreise bunt durcheinander zu würfeln und äußerst unwissenschaftlich vorzugehen, indem wir uns die Rahmenbedingungen so zurecht biegen, wie es die Geschichte verlangt – wir geben offen zu: Wir verfälschen historische Fakten – in Ordnung?

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Gibt es eine Figur im Buch, die euch besonders ans Herz gewachsen ist und warum?

Alle so wie sie sind, sind uns ans Herz gewachsen, so wie sie sind – Kitty, Glade, Nora, Armand, Victoria, Glacies, sogar Laverna und Ira…ich freue mich jedes Mal aufs Neue , wenn ich sie treffe, deshalb nur ein paar Beispiele.

Glacies liebe wir besonders – wir würden gerne die Ruhe, Gelassenheit, sein Mitgefühl und seine Weißheit besitzen, manchmal bin ich (Sandra) leider so wie Kitty 🙂 – ein wenig mehr Geduld und noch ein paar Jährchen auf den Buckel, dann könnte es vielleicht klappen – Larry ist schon gut auf der Zielgeraden.

Mit Nora können wir lachen und sie bringt mich (Sandra) dazu über mich selbst zu lachen — außerdem wäre Kitty so was von am Ar*** ohne sie! Was Kitty und Nora verbindet, so unterschiedlich sie auch sind, ist ihr großes Herz.

Hildegard – och die finden wir einfach schlagkräftig in jeder Hinsicht.

Glade – ich liebe einfach seinen Duft.

Nora, Norma und Honora sind eine Klasse für sich – ist immer lustig eine Runde Bridge mit den Mädels zu spielen.

Victoria fährt einfach echt einen klasse Wagen –  dafür muß man sie einfach lieben, auch wenn sie keine Engländer mag.

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Wenn ihr eine Figur aus der Mythologie verkörpern würdet, welche wäre das oder welcher Gattung würdet ihr angehören wollen?

Moiren, Parzen, Nornen … hat’s jetzt klick gemacht?

Und wenn ich dort nicht genommen werde – Nora, Norma und Hornora sind da ein wenig eigen – dann werde ich eben eine Werkatze, aber ein größeres Exemplar…Larry steigt übrigens bei der Frage aus, sein Dasein als Saluki reicht ihm.

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Schwarz und Weiß, dunkel und hell, gut und böse, alles muss im Gleichgewicht sein und kann nur miteinander funktionieren. Dies ist ein wichtiger Grundgedanke, den ich mir aus dem Buch mitgenommen habe. Warum ist euch gerade dieses Gleichgewicht so wichtig?

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei“ – Paracelsus

Das Thema beschäftigt uns schon, seit dem wir es zum ersten Mal zu Ohren bekommen haben und es liegt nicht nur eine naturwissenschaftliche Wahrheit darin, sondern eine ganz allgemein gültige – wir leben in einer Welt mit vielen Einflüssen, Ansichten und Haltungen. Um nicht in die falsche Richtung zu laufen, muss man sich der Dinge immer gewahr sein und deren Ausgewogenheit bedenken.

~

Welche literarischen Zukunftspläne habt ihr im Moment?

Naja, es stehen Band 2 und Band 3 an, es liegen einige Ideen herum (man kann sich bloß nicht entscheiden, denn die Recherche muß ja dann auch noch erledigt werden, dann hängt da noch einiges von Kitty ab) und dann ist Sandra ja auch noch Regisseur…wir sehen mal was die Zukunft bringt.

~

Gibt es etwas, das ihr euren Lesern gern mit auf den Weg geben möchtet?

Hört auf euer Herz, liebt mit jeder Faser dessen, bleibt euch dabei treu und segelt mit euren Träumen in die Welt hinaus, um sie zu entdecken (Die Welt oder die Träume fragt Ihr, nun das werdet Ihr wohl nur herausfinden, wenn Ihr Euch auf Reisen begebt).

Egal ob auf eurer Homepage, auf Pinterest oder auf Facebook, überall spürt man die Liebe zu eurem Buchbaby und ich kann mich dieser nur anschließen. Nachdem ich Kitty gelesen und gehört habe, möchte ich am liebsten sofort weiter tief in Teil 2 eintauchen, aber bis dahin muss ich wohl noch eine Weile warten! Bis dahin wünsche ich euch aber erstmal einen wundervollen Start mit Band 1 dieser einzigartigen Geschichte, die mich total in ihren Bann gezogen hat!

Ich danke euch für das tolle Interview und freue mich auf viele gemeinsame Kathstone-Abenteuer mit euch!

UND wir freuen uns, dass wir dies mit dir teilen dürfen Julia!!!!

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3 Kommentare zu “achtung interview: im gespräch mit sir larry und sandra öhl

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