achtung hörbuch: lindbergh – die abenteuerliche geschichte einer fliegenden maus

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Ihr denkt, dass Charles Lindbergh der erste große Pionier der Lüfte war? Der erste, dem es gelang, mit einem gewagten Flug allein über den Atlantik Fluggeschichte zu schreiben? Der dies mit seinem Flugzeug, der „Spirit of St. Louis“ ohne Zwischenlandung in ca. 33 Stunden schaffte? Dass Ihr Euch da mal nicht irrt. Was wäre denn, wenn sein Erfolg auf den Erlebnissen einer kleinen und mutigen Maus basiert, die ihn zu seinen großen Taten inspirierte? So ein Quatsch denkt ihr, steht doch überall wissenschaftlich belegt nachzulesen, dass sowohl Otto Lilienthal als auch die Gebrüder Wright und einige andere großartige Persönlichkeiten der Luftfahrtgeschichte dafür sorgten, dass nach den geflügelten Tierfreunden der Mensch den Luftraum eroberte.

Doch dann kam Torben Kuhlmann und mit ihm sein toll illustriertes Kinderbuch „Lindbergh – Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus“.  Auf einmal wird alles bisher Bekannte auf eine wundervolle Weise infrage gestellt und selbst die Erwachsenen, die es ja eigentlich besser wissen, lassen sich nur zu gern auf die Erlebnisse der kleinen Maus ein und pochen einmal nicht auf den Wahrheitsgehalt des Dargestellten. Aber wie kam es denn dazu, dass die Maus den festen Boden unter ihren Füßen verlassen wollte?

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Schuld daran hatte natürlich der Mensch. Die kleine Maus las sehr gern und viel in den Büchern der Menschen und verkroch sich dazu in die Bibliotheken der Menschen. Eines Tages, als sie zu Familie und Freunden zurückkehren wollte, waren diese jedoch alle verschwunden und die Maus fand sich allein zwischen merkwürdigen und unheimlich wirkenden Apparaten wieder, die die Menschen neu erfunden hatten und die MAUSEFALLEN hießen. Unser Mäuserich begann sich Gedanken zu machen. Es musste an dieser Erfindung liegen, dass alle verschwunden sind. Doch wo sind sie hin? Die Lösung scheint klar: das Land der unbegrenzten Möglichkeiten! Amerika! Doch wie sollte die kleine Maus den weiten Weg bewältigen? Schiff fahren scheint schier unmöglich, da dort die Katzen das Zepter in der Hand haben. Erst eine unfreiwillige Begegnung mit den fliegenden Verwandten, richtig – den Fledermäusen, bringt den Mäuserich auf die zündende Idee. Ein Flugapparat muss her! Unser Mäuserich stürzt sich in die Arbeit und die Mission „Suche nach Freunden und Familie“ kommt ins Rollen. Doch nicht alles läuft glatt, denn die wahren Herren der Lüfte, die Eulen, wollen ihr Revier nicht wirklich gern mit unserem kleinen Helden teilen. Wird er es dennoch schaffen, das Flugzeug zu bauen und letztendlich seine Familie und Freunde wiederzusehen? Kommt mit auf diese einzigartige Reise und lasst Euch überraschen!

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Torben Kuhlmann ist mit „Lindbergh“ ein wundervolles Kinderbuch gelungen, welches auch die Erwachsenen in seinen Bann zu ziehen weiß. Eine wundervolle großformatige Aufmachung, ein erstes Aufblättern und man kann nicht mehr loslassen. Die Geschichte ist so liebevoll erzählt, mit wenig Text und großformatigen zauberhaften Illustrationen. Da braucht es nicht mehr Text, denn Bilder sprechen mehr als tausend Worte! Bilder, die eine wahnsinnige Tiefe vermitteln, die eine eigene Traumwelt erschaffen, in die man als Leser tief eintaucht. Bilder, die den Figuren Leben einhauchen.

 Man ist mitten drin in der Geschichte, sucht nach der Familie der kleinen Maus, schaut ihr bei den Versuchen, eine Flugmaschine zu konstruieren, genau über die Schulter und sitzt letztendlich hinter ihr im Cockpit während der Flugversuche. Man bangt vor Katzen und Eulen und wird einfach nur mitgerissen. Ein Buch, das eine ganze Traumwelt eröffnet, wenn man sich darauf einlässt, was wahrlich nicht schwer fällt. Groß und Klein werden dieses Buch wirklich zu lieben wissen. Die großen, die im Herzen Fantasie und Kindlichkeit bewahrt haben, werden es mit strahlenden Augen an die Kleinen weitergeben, die es ebenso lieben werden und manchmal kommt es vor, dass die Kleinsten am Ende die Größten sein werden!

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So weit der Stand im letzten Jahr. Und Torben Kuhlmann setzt noch einen drauf, indem er sich Bastian Pastewka und den hessischen Rundfunk ins Boot holt. Voller Lebendigkeit und Liebe, erzählt Pastewka die Geschichte des kleinen Mäuserichs, sodass man gar nicht anders kann, als gebannt zu lauschen. Ganz anders und besonders ist dabei die gewählte Erzählperspektive: Auf einer Seite wird unser kleiner Mäuserich zum Leben erweckt und andererseits taucht der Zeichner höchstpersönlich auf. Ein Eingreifen, das auch nötig ist, denn schließlich erlebt Charlie seine Abenteuer so schnell, dass unser Zeichner gar nicht so schnell hinterher kommt, diese zu Papier zu bringen.

Ein wahrlich tolles Hörerlebnis, das noch unterlegt wird von einer lebendigen Geräuschkulisse. Da trippeln die Mäuse, dort schwingen sich die Eulen majestätisch in die Lüfte, man ist direkt drin im Geschehen und genießt mit allen Sinnen. Ein wahrlich bezauberndes Hörerlebnis, das der Buchvorlage mehr als gerecht wird – aber nach 45 min leider schon vorbei ist.

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5 Kommentare zu “achtung hörbuch: lindbergh – die abenteuerliche geschichte einer fliegenden maus

  1. Liebe Julie,
    Pastewka ist die Idealbesetzung, nicht wahr?? Ich liebe dieses kleine, aber feine Hörbüchlein und meine festrgezurrten Worte finden in der nächsten Woche den Weg auf den Blog.
    LG Heike

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