Archiv | Dezember 2015

achtung buch: ada von goth und das vollmondfest von chris riddell

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Endlich! Ada von Goth ist zurück! Und natürlich wieder mit einem ganz tollen Abenteuer im Gepäck. Ganz Gormengraus ist in Aufruhr, denn das große Vollmondfest wirft seine Schatten voraus. Aus dem ganzen Land kommen skurrile Starköche aufs Schloss, probieren und kochen, testen und kreieren, um letztendlich beim großen Backwettbewerb gegeneinander anzutreten.

Doch das ist nicht alles: Ada hat Geburtstag, was sicher jeder vergessen wird, da ihr großer Tag ja direkt vor dem Vollmondfest stattfindet. Und was ist mit ihrer Zofe Marleybone, die sich immer im Kleiderschrank versteckt. Warum ist sie auf einmal so traurig? Um alles muss unsere kleine Ada sich kümmern, denn eins steht fest: Der zwielichtige Butler Maltravers benimmt sich schon wieder arg verdächtig, was bekanntlich nichts Gutes verheißt.

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Erstrahlte Band 1 in Lila mit Silberapplikationen dominieren diesmal meine Farben im Cover: Rot in perfekter Kombination mit Silber und Schwarz. Auf Anhieb war ich wieder verliebt, und nachdem mich Band 1 schon so verzaubert hat, musste natürlich dieses Schmuckstück auch unbedingt zu mir. Enttäuscht wurde ich keinesfalls, denn auch das Innenleben überzeugte mit der schon bekannten Liebe zum Detail.

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Neben der spannenden, skurrilen und wundervollen Geschichte wussten die Hunderte von Illustrationen zu verzaubern und begeistern und entlockten mir nicht nur einmal ein Schmunzeln. Erneut liegt vor mir ein Kunstwerk aus der Feder Chris Riddells. Die Namen, die Figuren, die filigranen Details, die versteckten Anspielungen und der gesamte Stil machen das Buch zu einem Gesamtkunstwerk der Erzähl- und Illustrationskunst.

Auch gibt es wieder ein kleines Gimmick. Wurde in Band 1 die Geschichte der Maus Ismael als Minibooklet beigelegt, konnte man sich nun die Geschichte der Bärin Marleybone herunterladen, die auch einfach nur herzig ist. Schade, dass sie nicht wie im ersten Buch direkt mit verarbeitet wurde, aber definitiv eine gute Lösung von Seiten des Verlags.

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Die Charaktere sind einfach wieder bezaubernd skurril, wie aus einem Tim Burton Film gesprungen, oder eben aus der Feder Riddells, der die Kunst der Illustration wahrlich meisterlich beherrscht.

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Waren es im ersten Teil die Fußnoten, die den Leser durch das Buch begleiteten, sind es diesmal die „Fußnoten einer weitgereisten Moschusente“, natürlich passend ausgestattet mit einer kleinen Entenfußzeichnung. Wirklich ein Potpourri aus Fantasie, Zeichenkunst und der Magie, das es vermag, den Leser – sowie groß als auch klein – in seinem Bann zu halten. Einfach nur zauberhaft! Freue mich jetzt schon sehr auf Band 3!

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Aus dem Englischen von Thomas Merk

So this is Christmas – eine persönliche Bilanz

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Wieder einmal neigt sich das Jahr dem Ende zu. Wir sind wieder ein Jahr älter geworden. Es ist Dezember, der letzte Monat in diesem Jahr. Eine Zeit, in der man über das Vergangene nachdenkt… Sind wir reifer geworden oder haben wir uns wieder einmal nur im Kreise gedreht? Haben wir Liebe gefunden? Haben wir jemanden gefunden, der uns endlich versteht? Wir lassen Revue passieren, gehen in uns… Wer ist dieses Jahr zu uns gekommen? Wer hat uns verlassen? Wir alle tragen unsere Geschichte mit uns und sie wird uns immer anhaften, sie gehört zu uns. Sind wir unseren Vorsätzen treu geblieben? Haben wir uns um jene, welche uns lieben, immer gekümmert, so wie wir es von uns selbst erwarten oder waren wir zuviel mit uns selbst beschäftigt, um anderen die Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken, die sie verdienen?

Es gibt keine Probleme, es gibt nur Aufgaben. Wir werden immer Aufgaben bewältigen müssen auch im nächsten Jahr, dass gehört im Leben dazu. Lasst uns erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist – ihr wisst, alles ist vergänglich… Familie, Partner, Freunde, dass sind die wirklich wichtigen Dinge, auf die wir uns im nächsten Jahr konzentrieren müssen. Ein guter Vater zu sein, eine gute Mutter, ein Freund zu sein, auf den immer Verlass ist, der immer ein offenes Ohr hat. Seine Eltern Sonntags zu besuchen, seine Großeltern… Mit den Kindern auf den Spielplatz gehen, ihnen ein Leuchten in ihre Augen zu zaubern, wenn sie ihre Geschenke öffnen. Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Seid stolz auf das, was ihr in diesem Jahr erreicht habt aber ruht euch nicht darauf aus.

Wir alle können noch so viel mehr. Wir alle können uns im nächsten Jahr noch um so vieles verbessern. Immer Schritt für Schritt… Keiner hat gesagt, dass es immer leicht sein würde. Wir tragen die Narben der Zeit mit uns aber wir sind stärker geworden und ich glaube daran, dass eines Tages alles gut wird. Ich wünsche euch von Herzen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Menschen, die euch wichtig sind. Auf das in diesen Tagen Zeit für jene Dinge bleibt, die im Alltag so oft vergessen oder aufgeschoben werden denn diese Zeit ist viel mehr Wert als alles Materielle! Mögen es stressfreie und harmonische Tage sein, die euch noch lange in guter Erinnerung bleiben!

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Für mich persönlich war das Jahr 2015 ein Jahr des wahren Wechselbads der Gefühle. Begann’s ziemlich turbulent mit knapp drei Monaten der Zwangsruhe mit diverse kaputten Knochen, war dies doch eine besondere und intensive Zeit. Denn schon da kristallisierten sich wichtige Ereignisse heraus, die das weitere Jahr dominieren sollten. Hanas Koffer machte sich quasi vom Krankenbett aus auf den Weg, um Teil einer wichtigen Ausstellung zu werden, während ich mich irgendwie zurück in die Beweglichkeit zu kämpfen begann. Gar nicht so einfach, wenn man zu trottelig und schwach zum Krücken laufen ist…

Unterdessen bekam das Studium sein würdiges Ende, was aber auch nichts leichter machte. Einen schönen Job in der Wunschbranche zu finden ist nun mal leider nicht so leicht und gute Phasen wechseln sich mit mutlosen Phasen ab, in denen man wirklich ziemlich ins Zweifeln an den eigenen Fähigkeiten kommt. Kann ich überhaupt was? Werd ich irgendwann ans Ziel kommen, auch wenn ich nicht BWL, IT oder Medizin studiert habe? Und nein, trotz aller Selbstzweifel bereue ich es nicht, meinen Weg gegangen zu sein. Ich finde es nur mehr und mehr traurig, in einem Land zu leben, in dem Kultur immer kleiner geschrieben wird und das wahre, innerste Gut der Menschen auf ein Minimum zwangsgekürzt wird.

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Ein Beispiel, das mich immer wieder zum Grübeln anregt: Das Vogtlandtheater in Plauen wurde im 2. Weltkrieg komplett zerbombt. In einer Zeit, wo es den Menschen am Notwendigsten zum Überleben fehlte und man nicht mal genug zu Essen, geschweige denn vernünftige Kleidung hatte., machte sich das Stadtbauamt Gedanken, ob man das Haus binnen drei Monaten wieder aufbauen könne. Schaden: innerlich 80-90%, äußerlich etwa 40. Unmöglich? Nicht in Plauen. Der sowjetische Stadtkommandant Oberstleutnant Komarow setzte jedoch den 15. Oktober als Fertigstellungstermin fest. Es wurden freiwillige Einsätze organisiert, führende Firmen eingesetzt, die mit ihren Belegschaften über die üblichen Arbeitzeiten hinaus während ihrer Freizeit an Sonnabenden und Sonntagen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Das Theater wurde am 15. Oktober 1945 wiedereröffnet. In den Jahren nach dem Krieg wurde das Theater in der von Ruinen beherrschten Stadt zu einem geistigen Zentrum. Die Menschen brauchten ihr Theater nach der Zeit der Entbehrungen sowohl zur Unterhaltung, als auch zur Neuorientierung.

So gingen die Jahre ins Land – 1998 feierten wir das 100jährige Jubiläum und 2000 wurde aus finanziellen Gründen fusioniert. Ja, da begann der Abbau der Kultur. Heute standen wir zeitweise auf der roten Liste der bedrohten Kulturstätten. Wie kann das sein, dass in Kriegstagen, wo Nichts da war, die Kultur zum Leben erweckt wurde, um den Menschen Hoffnung und Unterhaltung zu geben, und sie heute in der Zeit des Wohlstands kaputtgewirtschaftet wird? 1945 stand eine Schließung nicht einen Moment zur Debatte. 2015 sind die kulturellen Bereiche die ersten, die totgespart werden. Ich verstehe es nicht. Aber ich bin froh, zu wissen, dass wir Kulturschaffenden dennoch unser Bestes geben, um mit dem Po an die Wand zu kommen, und ich bin sicher, dass wir alle irgendwo unser Plätzchen finden werden.

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Ein weiterer Herzenspunkt des Jahres waren Freundschaften. Einige verliefen im Sand, 2 sehr intensive gingen leider kaputt, viele intensivierten sich, blieben bestehen und entstanden neu. Gerade wenn eine langjährige Freundschaft kaputtintrigiert wird, ist dies schwer und schießt tief ins Herz, aber in solchen Momenten hatte ich das riesige Glück, Menschen an meiner Seite gehabt zu haben, die mir die Augen geöffnet haben und mir zeigten, dass Freundschaft investieren von beiden Seiten bedeutet und nicht nur ein lieb sein, solange man funktioniert, ist. Das sind Momente, an denen man wirklich lang knabber, da man genau dies lange Zeit einfach nicht verstehen mag. Aber schließt sich eine Tür, öffnet sich bekanntlich eine neue, und so war es auch! Meine Plauener Herzensmädels Madi, Manu und Marie muss ich hier glaub nicht explizit erwähnen, da sie das wahrscheinlich sowieso nicht lesen *lach*. Aber euch, meinen Freunden aus aller Welt soll an dieser Stelle ein großer Dank gebühren.

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Ihr seid der Wahnsinn, und als ich anfing zu schreiben, hätte ich nie gedacht, was sich hier heraus für Herzensfreundschaften ergeben werden. Meine ersten Freundschaften mit Literatwo dann irve liest – erste Bloggerfreundschaften, die bis heute tief bestehen blieben. Ich freu mich schon sehr auf neue gemeinsame Leseprojekte oder anderen Schabernack! Scattys Bücherblog, die mich liebevoll und hilfreich bei der Hand nahm und stets mit Rat und Tat an meiner Seite war, als ich kleines Newbie in die Bloggerwelt geflogen war. Herzensmensch Verena, die mir die Messe nach Hause brachte im ganz großen Format – meine Liebe, du hast so einen großen Platz in meinem Herzen, geb dich nimmer her! Sandra, Thomas, Villy, Nanshe, Larry und das Team um unsere verrückte Kittybande – ich hab euch einfach nur saulieb und freu mich, weiter mit euch durch Höhen und Tiefen zu purzeln ❤

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Und ein ganz besonderer Dank und ein riesen Pling gehört der Franktion MUC-FFM. Arndt & Brigitte… Ich denke, über diese 2 wundervollen Tage brauch und darf hier nix  explizit gesagt  werden, außer dass ich euch danke, von tiefstem Herzen danke, für all die Kraft, die ihr mir in der kurzen Zeit zurückgegeben habt, für manchen kleinen Tritt in den Po, für die Herzensgespräche, für den besten Lesestoff, für Klee und Kandinsky, die uns stets begleiten werden, für die Geschichten im Lenbachhaus – das war wirklich gelebte Kunst (und nein, Arndt, auch das nächste Mal gibst mich nicht an der Garderobe ab *lach*), fürs beste griechische Essen ever, für tiefstes Vertrauen,  für… Ich könnt hier gerade ewig weitermachen, aber eigentlich… There’s nothing left to say, it’s deep in my heart forever…! München leuchtet! Dank euch! Und bestimmt nicht zum letzten Mal!

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Yvonnchen  – Dank Brigitte hab ich dich wieder und nein, das wird sich nie mehr ändern. Auch wenn ich bisher Animal Crossing doch sehr vermisse. Hihi! Eigentlich muss hier auch nicht mehr gesagt werden, nachdem mich dein letzter Brief so mitten ins Herz getroffen hat (kommt mir direkt wieder das Wasser in die Augen, bin aber dieses Jahr auch e Sensibelchen *weia*). Sweety, ich hab dich lieb wie Sau und des ist gut so!!!! Und knutsch die kleene Samtpfote!

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Ein weiterer Dank an euch, meine lieben Leser und Mitblogger 🙂 Der Austausch mit euch ist mir eine riesengroße Freude und ich hoffe, dass wir auch 2016 wundervolle Zeiten miteinander verbringen werden. Ebendieser Dank gebührt genauso den netten Verlagsmitarbeitern, die ich kennenlernen durfte, und die mich auf so manchen literarischen Schatz gestupst haben, ebenso wie die Herzensbuchhändler Thomas Calliebe, Silvia Hengmith und Jan Lässig! Macht weiter so! ❤

So, nun aber gut – sollte ich jemanden vergessen haben, seht es mir nach! Ich sende euch allen einen warmen Weihnachtsgruß von tiefstem Herzen und hoffe, ihr werdet die folgenden Tage im Kreise eurer Liebsten in Ruhe und Geborgenheit verbringen!

Frohe Weihnachten!

So this is Christmas…. Samtpfotig-zimtige Weihnachten, nur für euch!

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Nanu, was ist denn da bei Pauline und Yvonnchen los? Die lesende Samtpfote ist grummelig! Kein Wunder, wenn Arndts Ren-Eule Moon ihr das Leben schwer macht! Hört mal genau hin:

„Fröhöliche Weihnacht unterm Bett,
nascht sich unsere Pauli dick und… kuschelig.“

Der kleine Flattermann treibt es ganz schön bunt und macht das Kätzchen ziemlich traurig. Hat es sich doch so etwas tolles für euch überlegt. Drum springt Paulinchen auch direkt rüber zu mir aufs Sofa, wo es so himmlich nach Pralinen, Zimt und Weihnachten duftet. Denn schließlich müssen die letzten Kleinigkeiten für unser Geschenk für euch beschlossen werden!

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Wir backen, packen, schreiben und basteln und genießen einfach die Adventzeit. Und wir genießen gemeinsame Plaudereien. Endlich haben wir uns wieder und verbringen lauschig-heimelige Adventstage. Freundschaften pflegen und Geschenke machen, macht auch einen selber glücklich. Und dieses Glück möchten wir mit euch teilen.

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Wir haben ja schon angekündigt, dass wir unsere wiedererweckte Freundschaft groß feiern wollen. Und deswegen haben wir uns überlegt auch euch zu beschenken. Das ist doch ein echter Knüller, oder?

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Ich und die Lesende Samtpfote verschicken Weihnachtspäckchen. Jeder verschickt zwei – also insgesamt 4. Was drin ist? Na das ist doch ein Geheimnis! Wir sagen nur so viel: Es sind Leckereien dabei, aber auch Buchiges und was für die Ohren. Es wird blumig, zimtig, katzisch, ach einfach herrlich.

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Was ihr tun müsst, um eines unserer tollen Weihnachtspakete zu gewinnen? Schreibt uns bis nächsten Samstag (19.12) 23.59 Uhr euer liebstes Weihnachtsgedicht auf. Kommentiert mit dem Gedicht entweder unter unseren Beiträgen auf den Blogs, oder auf unseren Facebook-Seiten. Mit etwas Glück werdet ihr von Paulinchen ausgelost und gewinnt ein tolles literarisches Weihnachtspaket. Am Sonntag geben wir dann die Gewinner bekannt und Montag gehen die Päckchen – hoffentlich noch rechtzeitig zu Weihnachten raus.

Wir drücken euch die Daumen.

Einen schönen 3. Advent noch

Eure Julia,  Pauli und Frauchen Yvonne

5 habe mitgemacht und 5 sollen etwas bekommen. In der Weihnachtszeit soll keiner leer ausgehen! Den Hauptpreis bekommen 

Bina und Antje 

Und das Futter für die Ohren

Jenny, Karin und Tanja! 

Bitte sendet eure Postadressen an: 

julie.gross85@gmail.com 

Frohe Weihnachten!!! Wir bemühen uns, alles noch rechtzeitig an den Mann zu bringen 😉 

happy birthday ol‘ blue eye: frank sinatra und seine zeit von johannes kurz

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Genau heute, auf den Tag genau vor 100 Jahren wurde Francis Albert Sinatra – allen besser bekannt als der einzigartige Frank Sinatra – in Hoboken, New Jersey geboren. Als Sohn zweier italienischer Einwanderer (die Mutter stammte aus Genua, der Vater aus dem sizilianischen Catania) wuchs er wohlbehütet und gefördert, aber von Mutter Dolly auch stark dominiert auf. Sie blieb auch immer die zentrale Figur in seinem Leben, an der er bis zu ihrem tragischen Tod 1977 festhielt. Über Dolly sagte Sinatra:

„Meine Mutter war nicht hart und gewalttätig. Die Umgebung, in der sie lebte, die war es. Sie war einfach eine starke Persönlichkeit, die mir Sicherheit geben und einen Gentleman aus mir machen wollte. Sie hätte mir sogar Samthosen angezogen, aber in dieser Gegend wäre das tödlich gewesen.“
(S. 30)

Über Vater Marty sagte er:

„Vater war ein liebenswerter, zurückhaltender Mann. Wenn ich etwas ausgefressen hatte, hat er nie die Hand gegen mich erhoben. Und das will für einen Profiboxer etwas heißen. Meine Mutter allerdings hat sich fit und jung erhalten, indem sie mir nachlief und mich versohlte. Aber sobald ich einen bestimmten Ausdruck in Vaters Augen sag, wusste ich, was die Stunde geschlagen hatte. Ich glaube, er konnte gerade seinen Namen schreiben, und im lesen war er auch keine Größe. Das wussten wir und brachten ihn deshalb nie in Verlegenheit.“
(S. 30)

Schon bald entdeckte der junge Sinatra sein Gesangstalent, und begann seine Karriere in der Swing-Ära als Sänger in den Orchestern von Harry James und Tommy Dorsey. Ausschlag dafür gaben seine frühe Liebe und sein Idol Bing Crosby, dem er nacheifern wollte. Er verließ die Schule ohne Abschluss und widmete sich ganz seiner musikalischen Karriere. 1939 heiratete Sinatra seine Jugendliebe Nancy Barbato, mit der er seine gemeinsame Tochter Nancy Sinatra bekam. Es folgten Frank Junior und Tina Sinatra.

Kurz nach der Hochzeit konnte Frank als Leadsänger bei Harry James arbeiten, woraus unter anderem der berühmte Titel „All or Nothing“ entstand. Später wechselte er in das Orchester von Tommy Dorsey, wo ihm mit „I’ll never smile again“ der erste Nummer-1-Hit gelang. Rasch wurde er landesweit bekannt und beschloss, nun endgültig als Solosänger weiterzumachen.

Schnell wurde er zum musikalischen Idol der Generation. Die jungen Mädchen lagen ihm zu Füßen, und er konnte leider nicht immer widerstehen. Um 1945 begann er seine Filmkarriere als Schauspieler, und bekam im Folgejahr einen Oscar für den Kurzfilm „The House I Live In“. Mit dem Beginn der 50er Jahre bekam Franks Leben eine rapide Wendung: Zahlreiche Affären mit teils prominenten Frauen, sowie Kontakte zum organisierten Verbrechen zerstörten seinen guten Ruf. Es folgte die Scheidung, weitere Ehen, die auch nicht von Dauer waren, und der Verlust des Plattenvertrags mit Columbia.

Im Jahr 1952 folgte ein neuer Vertrag beim Film, und im Folgejahr ein neuer Plattenvertrag. Ein Comeback war ihm gelungen, das so schnell keiner nachahmen konnte. Mit Liedern wie „Come Fly with Me“ gelang ihm schnell der große Durchbruch – „The Voice“ war zurück. Und das auch noch beim Film, wo er sich mehr und mehr etablierte, bis er ab den 60er Jahren als der Entertainer schlechthin bezeichnet werden konnte.

1971 sollte dann Schluss sein mit Liveauftritten. Er hielt es jedoch nicht ohne die Bühne aus, und stand schon 1973 wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Bis in die 90er Jahre war er nun präsent, nahm neue Titel auf und bereiste alle fünf Kontinente. 1993 war er das letzte Mal in Europa auf Tournee, bevor er 1995 seinen letzten Auftritt in Palm Springs absolvierte.

1998 endete das Leben eines der größten Sänger und weltbesten Entertainer nach einem zweiten Herzinfarkt, dem er nach wenigen Stunden erlag.

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Sinatra, ein Name, der bis heute für eines steht: Für „The Voice“, „Ol‘ Blue Eye“, für unvergessene Titel, für einen Menschen mit mehreren Gesichtern. Einerseits geprägt von einem großen sozialen und politischen Engagement, werden ihm andererseits bis heute die Kontakte zum organisierten Verbrechen – also der Mafia – nachgesagt. Ein Schwerenöter, ein Frauenheld, aber immer auch Sinatra, der Sohn italienischer Einwanderer, der seinen Weg ging, der niemanden imitieren wollte, der ehrgeizig an sich arbeitete, bis er da angekommen ist, wo er hinwollte.

Ein Mann, der von seinen Idolen geprägt war, sich von seinen Träumen leiten ließ, und der hart an deren Erfüllung arbeitete. Ein Mann, der uns noch heute unbeschreibliche Momente beschert, wenn seine Titel im Radio erklingen. Es gibt niemanden, der die alten Songs nicht mitsingen oder zumindest mitsummen kann.

100 Jahre wäre Frank Sinatra heute geworden – und auch heute noch ist er unvergessen. Musikgrößen interpretieren ihn neu, Cover-Alben tauchen auf, Künstler wie Roger Cicero singen seine Lieder, sogar klassische Größen wie Thomas Quasthoff.

Sinatra – eine Legende. Eine Legende, der der österreichische Journalist, Autor und Jazz-Experte Johannes Kunz auf besondere Weise Tribut zollt. Er veröffentlichte im LangenMüller-Verlag eine ganz besondere Biografie des Ausnahmekünstlers, der noch heute die Herzen höher schlagen lässt. Und diese Biografie ist wirklich etwas ganz Besonderes: Kunz nähert sich Sinatra über seine Zeit. Was das bedeutet? Er begibt sich auf die Spuren der Ära des Swing und Jazz,  beschreibt die Entwicklung der Musikgeschichte der USA und verknüpft diese mit der Lebensgeschichte Sinatras. Man hat folglich nicht nur die Biografie des Ausnahmetalents, sondern bekommt gleichzeitig einen Überblick über die Gesamtentwicklungen in Amerika und in der Welt. Für mich war dieses Buch eine absolute Bereicherung. Während ich las, klangen die Titel tief in mir nach, die Musik begleitete mich auf jeder Seite und ich fühlte mich Sinatra noch nie näher, als beim Lesen dieses Buches. Eine liebe Freundin von mir sagte einmal, als ich meinte, dass ich gern einmal in dieser Ära gelebt hätte:

„Menschen vergehen, die Erinnerungen, die Kunst und die Musik bleiben auf ewig!“

In diesem Sinne: Danke für alles, Ol‘ Blue Eye! You did it your way!

Ein kleiner, besonderer Gruß zum Advent von ganzem Herzen 

Riecht ihr das? Eine Mischung aus Rosen, Schokolade und Zimt. Und ein paar Katzenhaare fliegen auch herum. Was soll das bedeuten? Also Katzenhaare und Zimt kann nur eins bedeuten! Die Lesende Samtpfote und Ruby’s Cinnamon Dreams machen mal wieder gemeinsame Sache!

 
Wir haben ein Gewinnspiel für euch!Aber wohin führen uns der Rosen- und der Schokoladenduft? Richtig! Nach DRESDEN in die Rosenvilla.

Dresden hat ja eine ganz besondere Geschichte für uns drei! An der Uni haben wir gemeinsam studiert, gelacht, geweint, gegessen, geraucht (ja wir waren jung und wild), gefeiert und gebastelt. Und dann war es vorbei, Yvonne zog nach Thüringen, und im Alltag haben wir uns aus den Augen verloren. Aber dieses Jahr war es soweit, und wir feiern das Wiederaufleben unserer Freundschaft. Und weil Dresden bei uns und in der Rosenvilla so eine große Rolle spielt, dachten wir, wir versenden ein paar besondere Weihnachtsgrüße an euch!

 Ach Dresden! Ist das nicht eine wundervolle Stadt? Ihr seht das auch so?

Na dann beendet doch diesen Satz: DRESDEN IST EINE WUNDERVOLLE STADT, WEIL…

Kommentiert unter diesen Post, oder auf unseren Facebookseiten. Einsendeschluss ist Sonntag, der 06. Dezember um 23.59 Uhr.

 
Mit ein bisschen Glück bekommt ihr dann ganz spezielle Post aus Dresden. Es lohnt sich. Und wenn ihr unbedingt auch einmal „die Frauen der Rosenvilla“ lesen wollt, dann bleibt dran. Ich habe so das Gefühl in diesem Advent kommt noch eine Überraschung. 😉