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Auslosung der Gewinner unserer Herzensblogtour zu den Oleanderfrauen

Es ist Zeit für „And the Winner is….“
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Uns hat die Blogtour zu diesem Herzensbuch sehr viel Freude gemacht und ich möchte mich an dieser Stelle für Eure interessanten Kommentare, aber vor allem beim Heyne Verlag und Teresa Simon für die Bereitstellung der Verlosungsexemplare bedanken. Außerdem ein großes Dankeschön an meine Mädels Yvonne, Ronja und Anja, die die Tour so bezaubernd mit Herzblut und Liebe gefüllt haben.
Wir haben dieses Mal sehr viele Gewinne auslosen dürfen und jeweils einen Bloggewinner gezogen.
Ein Exemplar des Buches „Die Oleanderfrauen“ hat auf „Ruby’s Cinnamon Dreams“

Maria Fritsche 

gewonnen.
Schaut auch gleich einmal auf allen anderen der teilnehmenden Blogs nach. Hier besteht für Euch noch drei Mal die Chance auf einen Buchgewinn.

Die Hauptgewinne wurden unter allen Teilnehmern der Blogtour ermittelt.

Das Los für je ein handsigniertes Exemplar von „Die Oleanderfrauen“ plus einer kleinen Spezialität eines privaten Kaffeerösters fiel auf:

Christiane Herrmann

Petra Pugliese

Elke H.

Herzlichen Glückwunsch!

Bittet sendet Eure Anschriften an julie.gross85@gmail.com, damit sich die Gewinne auf den Weg machen können.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit den Oleanderfrauen. Vielleicht gebt ihr ja uns bzw. Teresa Simon eine kurze Rückmeldung, wie Euch das Buch gefallen hat.
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Achtung Blogtour: Die Oleanderfrauen von Teresa Simon – Eine kleine Geschichte des Kaffees

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Morgens 5.30 Uhr, mein Wecker klingelt und der Tag beginnt. Natürlich mit einem überlebenswichtigen Ritual: Während ich die Zähne putze, läuft mein frisch gebrühter Kaffee durch die Maschine, der erstmal meine Lebensgeister erweckt.

Dabei gibt es bei mir aber nicht irgendwelchen Kaffee aus dem Supermarkt, sondern nur frisch gerösteten und fair gehandelten Kaffee vom Privatröster nebenan. Snob? Hipster? Keinesfalls. Nur bin ich mittlerweile, genau wie unsere Jule in den „Oleanderfrauen“ auf den Geschmack gekommen, dass Qualität im Fall von Kaffee auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. Und besser als mit einem tollen, wunderbar duftenden Schluck Kaffee kann man doch nicht in den Tag starten, oder was meint ihr?

Mein Lebenselixier stammt frisch aus der „Neuen Kaffeerösterei“ in Plauen, wo der Daniööl ganz fantastische Kaffees selbst röstet. Die Bohnen bezieht er dabei nur von kleinen Plantagen, wirklich fair gehandelt und aus besten Bedingungen. Null Industrie – wenn eine Sorte alle ist, gibt es den Kaffee eben nicht mehr und man muss sich auf neue spannende Sorten freuen. Das tut dem Genuss aber auf keiner Weise einen Abbruch, viel mehr steigert es den Genuss. Die Bohnen sind dabei ja nur das Eine. Der Röstprozess ist genauso wichtig. Daniel röstet seine Bohnen im Geschäft immer Montags zu guter Jazzmusik – langsam und schonend, sodass etwaige Schadstoffe gar keine Chance haben, irgendwo Bestand zu haben und uns den Genuss zu verderben.

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Auch fürs Rundumwohl sorgt er immer ganz toll, denn unsere Feinbäckerei Aust steuert täglich noch die passenden Kuchen und Törtchen bei. Ein Besuch bei Daniel lohnt sich also wirklich komplett – ganz wie ein Besuch des Strandperlchens im Roman. Daniel ist eindeutig das Äquivalent zu Maite da Silva! Und er experimentiert auch so gern. Mit einem kleinen regionalen Brauereiunternehmen entstand das erste Black Coffee Stout, ein brillantes dunkles Kaffeebier, das stilecht mit Livemusik – nee, keine Blasmusik, sondern feinster Jazz und Funk – gefeiert wird. Auch kleine Lesungen haben schon bei Daniel stattgefunden.

Eigentlich wollte ich ihn für euch zum Thema Kaffee interviewen, aber der Umzug der Rösterei in eine neue Location steht direkt bevor und da wäre das nichts Gescheites geworden. Deshalb gab es an dieser Stelle diesen kleinen Ausflug für euch in unsere heimische Rösterei!

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Doch wo kommt er eigentlich her, der Kaffee? Nachweislich stammten die ersten Kaffee-Pflanzen aus Äthiopien. Entdeckt haben soll sie der Hirte Kadi, dessen Ziegen, nachdem sie die rote Kaffeekirsche gegessen haben, absolut aufgedreht herumsprangen. Schon im Jahr 900 n. Chr. wurde Kaffee in der Region Kaffa namentlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurden die Blätter und getrockneten Kirschen noch nicht geröstet, sondern als Aufguss getrunken. Erst später, als der Kaffee seinen Weg ins Osmanische Reich und somit in die arabische Welt fand, wurden die getrockneten Samen erstmals geröstet, gemahlen und aufgekocht.

Beginn einer goldenen Ära? Ganz im Gegenteil. Erst im 16. Jahrhundert eröffneten in Istanbul Kaffeehäuser. Zu dieser Zeit war Kaffee aber noch nicht salongemäß. Vielmehr wurden die Kaffeetrinker unter der Herrschaft Murad IV sogar hart bestraft und die Kaffeehäuser wurden niedergerissen. Dies bedeutete jedoch keine Niederlage. Das edle Pulver wurde ein begehrtes Mitbringsel aus den Orienturlauben und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass im 17. Jahrhundert Kaffeehäuser in Venedig, London, Wien, Paris und Deutschland eröffnet wurden. (Coffee-Circle)

Von diesem Tag an war der Hype um die Bohnen kaum aufzuhalten, wenngleich sie von einigen Herrschern weiterhin mit großer Skepsis betrachtet wurde. So ließ auch der Preußenkönig Friedrich der Große das Kaffeetrinken im Jahre 1768 unter Strafe stellen – man vermutet, dass er die aufrührerische Wirkung des Getränks befürchtete. Aber Kaffee war zu dieser Zeit schon mehr als nur ein Trend oder Genuss: Ein begehrtes Handelsobjekt war geboren und damit auch ein lukratives Wirtschaftssystem. Anstatt den Kaffee zu verbieten, belegte man ihn mit Steuern und Zöllen und steigerte so direkt den Wohlstand des eigenen Landes.

Einhergehend damit stieg auch das Wohlbefinden der Menschen, denn die Kaffeehäuser wurden zu beliebten Treffpunkten für Menschen aller Schichten, die sich dort über Gott und die Welt austauschen konnten. Und genau das ist bis heute geblieben: Die Freude der Menschen, gemeinsam mit anderen bei einer Tasse Kaffee zu sitzen und ein wenig die Zeit zu vertreiben… (Kaffeegeschichte)

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Und damit wären wir auch schon bei meiner Frage des Tages:

Seid ihr Kaffee- oder Teetrinker? Gibt es für euch ein spezielles Ritual des Kaffeetrinkens? Und was verbindet ihr mit Kaffee?

 

Gewinnspielregeln

Pro Tag gibt es von Montag bis Donnerstag je ein Exemplar des Buches „Die Oleanderfrauen“ zu gewinnen. Beantwortet dazu die Frage, die jeden Tag auf dem jeweiligen Blog gestellt wird in den Kommentaren.

Am Ende der Blogtour gibt es noch eine weitere Verlosung, quasi einen Hauptgewinn:

Wir werfen noch drei, diesmal handsignierte, Exemplare in den Lostopf, die unter denjenigen verlost werden, diean allen Tagen aktiv waren und auf allen Blogs kommentiert haben. In jedem der Gewinnerpakete wird außerdem noch eine kleine Spezialität eines privaten Kaffeerösters zu finden sein, sodass ihr das perfekte Aroma zum Buch riechen und schmecken könnt, während ihr tief in den Seiten versinkt.

Natürlich gibt es noch ein paar kleine Regeln zu beachten:

Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 20.01.2018 und endet am 28.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Achtung Blogtour: Die Oleanderfrauen von Teresa Simon – Wie alles begann … Tag 2

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Hallo ihr Lieben,

heute startet bei mir der zweite Tag der Herzensblogtour zum neuen Roman der zauberhaften Teresa Simon. Die Oleanderfrauen nehmen uns diesmal mit auf eine wundervolle Reise nach Hamburg. Bittersüß und gewürzt mit dem Aroma frischen Kaffes und Kuchens reisen wir ganz nach bekannter Simon-Manier in die Vergangenheit und tauchen in ein Familiengeheimnis des ganz großen Stils ein. Doch dazu in den folgenden Tagen mehr.

Heute soll es zurück in die Vergangenheit gehen. Die Lesende Samtpfote hat gestern schon damit begonnen, indem sie an „Die Frauen der Rosenvilla“ erinnerte. Wie alles begann… In Dresden bezauberte uns Teresa Simon mit alten Villen, der großen Kunst der Pralinenherstellung sowie dem betörenden Duft blühender Rosen.

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Der Folgeroman führte uns direkt nach München. Zwischen 1918 und heute spielte sich ein weiteres großes Familiengeheimnis ab: Die junge Restauratorin Katharina Raith bekommt an einem Vormittag überraschend Besuch von dem charmanten jungen Engländer Alex Bluebird, der ihr die Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny überreicht. Beim Lesen taucht sie tief in die Geschichte ihrer eigenen Familie ein, die so manches gut gehütete Geheimnis verbirgt. Geheimnisse, die bis ins Hier und Jetzt reichen. Denn wieso sonst würde die eigene Mutter so abweisend auf Katharinas Fragen reagieren und wieso ist da auf einmal so eine große Aufregung von allen Seiten, als Isi, die Freundin und Kollegin von Katharina, eine alte Kücheneinrichtung aufspürt, die sie unbedingt wieder im alten Glanz erstrahlen lassen will…

Doch zunächst einmal tauchen wir mit Katharina tief ein in die Geschichte Münchens im Jahre 1918. Fanny lebte mit ihrer Zwillingsschwester Fritzi und dem Vater nach dem Tod der Mutter in einem kleinen bayerischen Ort, an dem sie sich sehr eingeengt fühlt. Die Luft zum Atmen fehlt ihr schier und sie beschließt, in einer Nacht und Nebelaktion nach München zu fliehen, um in der Großstadt ihr Glück zu machen. Schweren Herzens lässt sie ihre Schwester Fritzi und den Vater zurück und beginnt ihr neues Leben. Ein neues Leben, das nicht den besten Start nahm, wurde Fanny doch schon im Zug vom schlechten Gewissen und der Sehnsucht zu Fritzi geplagt. In diesem Moment tritt die junge Alina Rosengart in ihr Leben, eine Bekanntschaft, die Fannys Zukunft in München nachhaltig prägen soll. Die beiden Mädchen werden beste Freundinnen und Vertraute und Fanny bekommt durch die Rosengarts die Möglichkeit, sich aktiv an Politik, Kultur und Kunst zu beteiligen. Sie lernt die Familie von Paul Klee kennen und verbringt viel Zeit in diesen Kreisen.

Eines Tages jedoch steht Fritzi vor der Tür, die die Trennung von der Zwillingsschwester nicht mehr aushielt und nun auch in der Großstadt Fuß fassen will. Schnell macht auch sie sich einen Ruf, jedoch ganz anders, als man es sich gewünscht hätte. Im Gegensatz zu Fanny gerät sie schnell in judenfeindliche Kreise, während ein Mann namens Adolf Hitler mehr und mehr an Macht gewinnt…

Fragen über Fragen, die darauf warten, beim Lesen beantwortet zu werden. Wer es also noch nicht getan hat, sollte schleunigst zuerst mit Teresa Simon nach Dresden, danach nach München und zu guter Letzt nach Hamburg reisen.

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Was erwartet euch nun in den kommenden Tagen? Sehr viel Neues!
Ronja wird euch morgen das neue Buch „Die Oleanderfrauen“ genauer vorstellen. Am Dienstag wird Anja euch mit der Geschichte von Hero und Leander vertraut machen, die im Roman eine nicht unwesentliche Rolle spielt, mit der Lesenden Samtpfote Pauli samt Frauchen Yvonne geht es auf zu einer spannenden Stadtrundfahrt durch Hamburg, bevor alles mit einer Exkursion in die Geschichte des Kaffes hier bei mir enden wird. Für euch haben wir natürlich auch noch etwas im Gepäck:

Gewinnspiel

Pro Tag gibt es von Montag bis Donnerstag je ein Exemplar des Buches „Die Oleanderfrauen“ zu gewinnen. Beantwortet dazu die Frage, die jeden Tag auf dem jeweiligen Blog gestellt wird in den Kommentaren.

Am Ende der Blogtour gibt es noch eine weitere Verlosung, quasi einen Hauptgewinn:

Wir werfen noch drei, diesmal handsignierte, Exemplare in den Lostopf, die unter denjenigen verlost werden, die an allen Tagen aktiv waren und auf allen Blogs kommentiert haben. In jedem der Gewinnerpakete wird außerdem noch eine kleine Spezialität eines privaten Kaffeerösters zu finden sein, sodass ihr das perfekte Aroma zum Buch riechen und schmecken könnt, während ihr tief in den Seiten versinkt.

Natürlich gibt es noch ein paar kleine Regeln zu beachten:

Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 20.01.2018 und endet am 28.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Achtung Blogtour: Woman in Cabin 10 von Ruth Ware Tag 6: Verbrechen auf hoher See

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Einen wunderschönen Abend, meine lieben Leser,

willkommen auf meiner Nachtfahrt ins Ungewisse. Traut ihr euch auf mein Kreuzfahrtschiff zu kommen und eine Reise über die bekannten und unbekannten Gewässer dieser Welt anzutreten? Ja? Dann auf an Bord und los geht’s! Aber vorab eine Entschuldigung meinerseits für das späte Erscheinen des Artikels … wobei, Entschuldigung wäre das falsche Wort.  Ich kann euch beruhigen, ich bin gesund und munter und hier ist er nun, mein Artikel zur Tour und den Verbrechen auf hoher See. Aber so turbulent wie auf hoher See geht es auch manchmal im Leben zu und Beruf, Familie, Gesundheit und die alltäglichen Scharmützel wie zum Beispiel ein ausgefallenes Internet können da schon mal die eine oder andere Verzögerung hervorrufen. Zu guter Letzt sind wir alle nur Menschen, die mit Liebe zum Buch ihre Blogs führen, aber dennoch primär im Hier und Jetzt zuhause sind. Auch wenn wir unseren virtuellen Zweitwohnsitz fast genauso sehr lieben und mit euch teilen! Und glaubt mir – damit spreche ich auch meinen Mitstreiterinnen aus der Seele – wir tun unser Bestes, um euch interessante und vielseitige Einblicke in die Bücher und deren Entstehung, Umfeld,… zu geben und nichts liegt uns ferner als 0815-Zeilen zu tippen, nur um auf die Minute einen Artikel zu veröffentlichen. Und das braucht seine Zeit, wie sie ein guter Wein zum Reifen braucht…

Aus diesem Grund rufe ich euch erst jetzt auf zur Nachtfahrt auf meinem Luxusliner! Oh… habt ihr die junge Frau gesehen, die dort den Kopf aus der Kabine Nummer 10 gesteckt hat? Komisch, ich hätte gedacht, dass diese Kabine gar nicht belegt ist. Aber da habe ich wohl nicht richtig zugehört. Meine erste Nacht auf einem Luxusliner… ihr hättet den unglaublichen Sonnenuntergang sehen sollen! Ein feuerroter Himmel, der im strahlend blauen Wasser versank. Wasser, überall Wasser und diese Stille! Unglaublich. Doch halt… was war das für ein Geräusch? Fast wie ein lautes Platschen… Hmm… naja… die Crew wird sich schon kümmern. Über Bord wird schon niemand gegangen sein, wobei das ja gar keine so große Seltenheit ist. Einmal ist es der Ehemann, der nach einer durchfeierten Nacht nicht mehr in der Kabine neben seiner Frau aufwacht. Die Tochter einer Familie verschwindet vor dem geplanten Besuch des Bordcasinos… Was man fand? Nur eine Handtasche und ein paar Pailletten ihres Kleiden. Allein in den Jahren 2004-2007 sind über 30 Menschen in den USA spurlos auf Kreuzfahrten verschwunden. Wohin? Niemand weiß es, niemand fand eine Leiche oder andere Spuren (Quelle: Presseportal). Ebenso im Fall der verschwundenen Hamburgerin Sabine L. im Jahr 2006. Nie ist auch nur eine kleine Spur von ihr aufgetaucht. In den frühen Morgenstunden aufgewacht, verließ sie die Kabine samt ihres schlafenden Mannes. Was danach geschah bleibt im Nebel. Hat sie den Pool erreicht? Erlitt sie einen Unfall oder wurde sie Opfer eines kriminellen Übergriffs? Wir werden es nie erfahren. Auf der Internetseite „International Cruise Victims“ findet man eine Vielzahl von Berichten Angehöriger, die Freunde oder Familienmitglieder während Kreuzfahrten verloren. Nehmt euch einmal die Zeit und lest die eine oder andere Story. Es fühlt sich an, als würde man in ein schauriges Paralleluniversum versetzt werden. (Quelle: Stern.de)

Ungeklärt lautet das Ergebnis in fast allen Fällen. Wurden die Vermissten Opfer des perfekten Verbrechens? War es eine Portion tödlichen Leichtsinns oder gar Selbstmord? Meist spricht man von tragischen Unfällen, in hoher Prozentzahl dem Alkoholkonsum zu schulden. Dennoch kann man sagen, dass ein Kreuzfahrtschiff der perfekte Ort für ein Verbrechen ist. Viele wohlhabende Menschen auf einem Haufen, die einen entspannten Urlaub genießen wollen. Ring umher nur Wasser, in dem sich eine Leiche perfekt entsorgen lässt. Schnell ist ein Unfall inszeniert, bei dem das Opfer zufällig über die Reling gegangen ist – schließlich hat man ja gesehen, wie das eine oder andere Gläschen zum Dinner getrunken wurde. Und bei einem Bremsweg von fünf Kilometern ist das Auffinden des Opfers ja schier unmöglich. Nahezu vergleichbar mit einer kleinen Stadt auf dem Wasser schwebt das Schiff dahin, mit einem gravierenden Unterschied: Es gibt keine Polizei an Bord. Außerdem verlässt man mit Betreten des Schiffs in 99 Prozent der Fälle das Rechtsgebiet des eigenen Landes und ist unter der Herrschaft der Behörden unterwegs, bei denen das Schiff registriert ist, was eine Ermittlung kompliziert und langwierig gestalten würde. Wollen das die Reedereien? Natürlich nicht… Also ist in den meisten Fällen Suizid oder ein Unfall doch die angenehmste Theorie…

Oh… was ist denn da draußen auf dem Gang für ein Hin und Her??? Ein Geschrei!! Ah.. die betrunkene Journalistin vom Dinner. Was ruft sie dem Stewart zu? Ein Mord? In Kabine 10? Da war doch gerade eben noch die junge Frau? Und der Stewart behauptet, dass die Kabine unbewohnt gewesen sei? Irgendwie bekomme ich gerade eine Gänsehaut… Ich weiß doch auch, was ich gesehen habe. Oder etwa nicht?? Bleiben wir gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickeln wird und hoffen, dass wir alle unser Ziel heil erreichen werden!

… das perfekte Verbrechen gibt es sicher nicht, aber ein Verbrechen auf hoher See ist doch schon verdammt nahe dran…

***Gewinnspiel****

Ich hoffe, unser Schiffsrundgang hat euch neugierig gemacht. Natürlich sind wir auch nicht mit leeren Händen unterwegs und möchten drei Buchpakete auf Reisen schicken. Jedes Buchpaket besteht aus einem Thriller „Woman in Cabin 10“ mit Buchplakat und Schlüsselanhänger.

Hierzu solltet ihr aber alle Bedingungen zur Teilnahme an unserem Gewinnspiel befolgen.

1. Ich möchte von Euch gern wissen, wie ihr reagieren würdet, wenn eure Kabinengenossin oder euer Kabinengenosse an einem Tag einfach nicht mehr zum Frühstück erscheinen würde und euch jeder bei der Nachfrage versichert, dass da niemand in eurer Nachbarkabine gewohnt hat.

2. In jedem unserer Blogtourbeiträge findet ihr ein farbig hervorgehobenes Wort. Bringt alle Wörter in die richtige Reihenfolge und schickt den Lösungssatz an: irveliest@gmx.deDenkt daran, nur wer die Fragen unter jedem unserer Beiträge beantwortet und den Lösungssatz zuschickt, springt in den Lostopf.

Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 08.01.2018 und endet am 16.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

 

Achtung Blogtour: Die Bücherkatze von Eva Berberich

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Es ist Blogtourzeit bei den #siebenaufeinenstreich. Und es ist nicht irgendeine Blogtour, nein, es ist unsere Weihnachtsblogtour. Im Idealfall gibt es ja im Jahr keine besinnlichere und entspanntere Zeit als eben die Weihnachtszeit. Im Realfall sieht es jedoch meist genau anders aus: Der Alltag reicht der Suche nach dem perfekten Geschenk die Hand, während im Kopf die imaginären To-Do Listen der Vorweihnachtstage notiert werden. Von „Stiller Nacht“ bleibt da am Ende erstmal nicht viel, bis dann hoffentlich doch am Ende alle gemütlich beisammen sitzen und das Jahr in Ruhe im Kreis der Lieben ausklingen lassen können.

Ganz anders machen das doch die Hauptakteure in der wundervollen Geschichtensammlung, die wir euch in den nächsten Tagen näherbringen wollen. Alle zusammen von gar samtpfotiger Natur, nehmen sie uns mit durch ihre verschiedenen Lebensbereiche. Der ganzen Bande voran steht die Bücherkatze. Was eine Bücherkatze ist, fragt ihr euch jetzt sicher. Vielleicht ist es genau die Katze, die immer sanft an der Seite eines Autors schnurrte, bis dieser beschloss, ihr in einem Buch ein ewiges Zuhause zu schenken? Auf jeden Fall ist sie die Freundin der Sternenkatze. Auch eine gar besondere Erscheinung. Im Himmel lebt sie, für ein – so die Wissenschaftler – richtiges Sternbild zu unwichtig, inmitten großer und kleiner Bären, den Tierkreiszeichen und den anderen leuchtenden Gesellen. Ganz und gar nicht unsichtbar ist sie aber für die Katzenfreunde, die mit vollstem Herzen die sanften Geschöpfe als Begleiter in ihrem Leben sehen…

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Dies sind nur zwei der vielen Katzen, die uns durch das wunderbare Buch von Eva Berberich begleiten. Gemeinsam mit der Katze eines Wissenschaftlers erleben wir den großen Durchbruch, wir begleiten Adam und Eva durch eine besondere Neuauflage der Schöpfungsgeschichte, lernen viel Neues über die ägyptische Katzengottheit Bastet. Von Friedhofskatzen geht es weiter zu päpstlichen Katzen, bevor mit Pfoten und Schatten gespielt und eine Botschaft zum Schluss ganz laut und deutlich erklingt:

Das Glück ist eine Katze!

Ein Fazit, dass sich aus jeder einzelnen der 23 Kurzgeschichten ziehen lässt. Über knapp 300 Seiten hinterlässt die Katze ihre Spuren, die Katze als unbekanntes Wesen, das sich durch alle Zeiten schnurrt und scheinbar allwissend auf den Menschen herabblickt. Unbekannte und sagenumwobene Orte hat sie gesehen, alle Epochen der Geschichte durchlebt, nur um auf ewig eins zu bleiben: ein treuer Gefährte der Menschen, die sich ihrer als würdig erweisen.

Ihr seht, ich halte mich sehr bedeckt was den Inhalt des Buches angeht. Aber mehr als das Geschriebene sollt ihr an dieser Stelle auch nicht erfahren. Ihr müsst dieses Buch schon selbst in die Hand nehmen, die kätzische Magie spüren, die jede einzelne Geschichte versprüht. Ein Klang so leise und poetisch, dass er schon fast an das Schnurren einer Katze erinnert. Poesie trifft Philosophie. Kein Buch, das man in einem Rutsch verschlingen sollte. Vielmehr sollte man die Geschichten genießen, ausgewählt, jede ganz nach der persönlichen Stimmung. Denn jede Geschichte enthält ihre persönliche Botschaft und berührt den Leser auf eine besondere Art und Weise. Sie stimmt nachdenklich, beruhigt, entlockt ein Schmunzeln oder weckt den Leser auf. Genauso, wie es eine Katze tun würde, die auf sensible Art versteht, die Stimmung der Menschen zu erkennen und sich auf diese einzustellen.

„Und die Welt hebt an zu schnurren, triffst du nur das Zauberwort.“

Lasst uns gemeinsam in eine Woche rund um die Bücherkatze starten, lauscht auf das leise Schnurren, das uns besonders in der besinnlichen Zeit ganz laut und beruhigend erscheint, taucht ein in die Welt von Eva Berberich und schleicht euch auf Samtpfoten an die Geschichten an, um sie zu schnappen, festzuhalten und einfach an einem ruhigen Platz zu genießen. Mich hat die Bücherkatze verzaubert und ich bin sicher, dass sie das mit euch genauso tun wird.

Bei uns geht es in den nächsten Tagen so weiter:

12.12.17:        Scatty’s Bücherblog
Die Geschichte der Katze

13.12.17:        Zwiebelchens Plauderecke
Berühmte Katzen und ihre Herrchen/Frauchen

14.12.17:        Irve liest
Das Sternenbild Katze

15.12.17:        Das Niliversum
Das Glück ist eine Katze/Auf dem Regenbogen

16.12.17:        Bücherstöberecke
Covergestaltung

17.12.17:        Lesende Samtpfote
Interview mit der Autorin

19.12.17:        Auslosung und Gewinnspiel auf allen Blogs

20.12.17:        Individuelle Vorstellung der „Bücherkatze“ auf den Blogs

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GEWINNSPIEL
Wir verlosen unter allen Teilnehmern der Tour drei Exemplare von der „Bücherkatze“.
Es gibt allerdings ein paar Bedingungen, um am Ende wirklich im Lostopf zu landen:

Ihr müsst jeden Tourbeitrag kommentieren. Am Ende des Beitrages findet ihr eine Übersicht, in der alle Beiträge verlinkt werden.
Außerdem wird in jeden Beitrag je ein Wort eingebaut und farbig markiert. Wenn ihr alle Wörter gefunden habt, ergeben diese einen Lösungssatz. Diesen sendet ihr bitte per Mail an: Niliversum_Verlosung@web.de
Zeit um alle Beiträge zu besuchen und zu kommentieren, sowie den Satz zu schicken, habt ihr bis Dienstag den 19. Dezember 2017 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird dann auf den Blogs veröffentlicht.
Viel Glück!

Teilnahmebedingungen fürs Gewinnspiel:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 13.11.2017 und endet auch am 21.11.2017 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

 

Achtung Blogtour: Tausend Teufel von Frank Goldammer #Tag 3 – Die Schauplätze

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Straßenbahnen kreuzen sich in der Herbstsonne. Plappernde Studenten laufen lachend durch die Straßen. Ein junger Mann schaut auf seine Uhr, das Handy am Ohr, und rennt zur Bahnhaltestelle, um die 11 nach Zschertnitz zu erwischen. Eine junge Frau sitzt verträumt am großen Springbrunnen, während ein kleiner Junge fröhlich mit den Händen im Wasser planscht. Jugendliche essen bei Babos einen Döner und unterhalten sich angeregt über die neuesten Spiele für die PS4. Die Sonne strahlt durch die letzten goldenen Blätter der Bäume im Alaunpark. Ein älterer Mann mit Hund wirft ein paar Münzen in den Schoß einiger Punks – verschmitzt lächelnd – vielleicht denkt er gerade an die eigenen wilden Jahre zurück. Auf dem Fahrrad schießt ein Hipster mit großen Kopfhörern auf den Ohren vorbei. Sicher auf dem Weg zum Elbufer, an dem er den Abend mit Freunden verbringen wird.

Es ist Herbst in Dresden. Herbst in der Neustadt, dem wilden, bunten, vielseitigen Reich jenseits der mächtigen und imposanten Altstadt der Hauptstadt Sachsens. Vom Bahnhof aus vorbei an Synagoge und Carolaplatz bis hin zum Albertplatz führt der Weg in das kultige Stadtviertel. Konzerte im Katy’s gehören genauso zum Leben wie der Schaubudensommer oder die heisse Schokolade in der Kunsthofpassage.

Doch schauen wir mal ein paar Jahrzehnte zurück ins Jahr 1947 – Dresden ein Trümmermeer.

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs erlebte Dresden definitiv eine politisch und kulturell wichtige Zeit: Elfriede Trötschels ‚Madame Butterfly‘ wird zu einem Glanzpunkt der Dresdner Operngeschichte. Die Künstlergruppe ‚Das Ufer‘ wird gegründet und die Staatsoperette wird nach dem Umbau eines Gasthofes an ihrem früheren Standort in Leuben eröffnet. Der Dresdner Euthanasie-Prozess gegen Ärzte und Pflegekräfte, die in der NS-Zeit an den Tötungen kranker und behinderter Menschen beteiligt waren, findet am Landesgericht am Münchner Platz statt. (Stadtwikidd.de)

Mitten in diesem Geschehen, in einer Stadt, die im Krieg zu etwa 60% zerstört wurde, bewegt sich unser Kommissar Heller. Keine Spur vom schönen Elbflorenz. Kein grünes Terrassenufer. Beißende Kälte durchzieht die Straßen – damals ohne das zum Alltag gehörende ‚bunte Volk‘ der Neustädter. Hungersnot lässt die Menschen zu Dieben werden. Lange Schlangen von Menschen stehen, in der Hoffnung auf ein wenig Essbares und vor allem Genießbares, stundenlang an der Straße, in der sich heute ein Kiosk oder Bistro an das nächste reiht. Alles wirkt kalt und grau. Eine schattenerfüllte Schwarzweißkopie der heutigen Stadt, die alle Ängste und Schrecken in ihren Nebeln vereint. Kein Lachen und Gläserklirren aus den vielen Lokalen in der Alaun- oder Louisenstraße. Dunkelheit und Bedrohung ziehen durch die Straßen des Jahres 1947 auf denen Heller unterwegs ist und nach Spuren sucht.

Heller will Licht ins Dunkel bringen. In ein allgegenwärtiges Dunkel, das sogar vor den berühmten Elbwiesen keinen Halt macht. Heute ein beliebter Treffpunkt, Location für Kino und Konzerte oder Platz zum Skaten, Radfahren und die Seele baumeln lassen. Ein Blick, der schon Canaletto in seinen Bann zu ziehen verstand und dies jetzt jährlich mit Millionen von Touristen tut. Von der Neustadtseite aus kann man ein einmaliges Panorama von der Kuppel der Frauenkirche bis hin zur Semperoper tief in sich aufnehmen – mit Glück sogar begleitet vom Tuten der historischen Schaufelraddampfer, die im Vordergrund der Kulisse auf der Elbe ihre Bahnen ziehen.

Damals, in Hellers Fall, liegt all der Glanz noch unter einem dichten, grauen Schleier verborgen. Die Elbwiesen sind vielmehr zum Schauplatz eines grausamen Fundes und somit zu einem wichtigen Ausgangspunkt der Geschichte geworden.

Stundenlang könnte ich weiter über meine Herzensstadt Dresden schreiben, die auch für elf Jahre meine Heimat sein durfte und die ich schmerzlich vermisse. Aber ich will euch nicht länger davon abhalten, den „Tausend Teufeln“ zu begegnen. Eine Frage gab es allerdings, die mir auf der Seele brannte und die ich dem lieben Frank Goldammer stellen konnte:

Lieber Frank,

dein Roman spielt ja zu Teilen in der Dresdner Neustadt. Was ist deine Meinung zu diesem bunten Viertel der Stadt und wie siehst du dessen Entwicklung seit ein paar Jahren und in Zukunft?

Welche Lieblingsorte oder Geheimtipps hättest du für Besucher der Stadt in petto und von welchen Orten würdest du sie unbedingt fern halten?

Die Antwort darauf lautete:

Bin selber in der Neustadt aufgewachsen, genau da, mitten drin. Ich mag das Viertel sehr, würde aber nicht gern leben dort, zuviel Trubel, zuviel Hundehaufen, zuwenig Parkplätze. wenn man weiß wie heruntergekommen das Viertel war, freut man sich schon über dessen Entwicklung. Ich fürchte jedoch das Viertel wird bald so exklusiv, dass die Leute die jetzt noch dort wohnen, es sich bald nicht mehr leisten können und wegziehen, das wäre schon schade. Ich würde Besucher auf keinen Fall von irgendetwas fernhalten, alles gehört zur Stadt, man soll seine Augen nicht verschließen. wenn ich anderswo bin, lerne ich die neuen Städte meist auch vom Bahnhof aus kennen, meist nicht die beste Gegend, aber so bekommt man den besten Blick dafür. Geheimtipp? Immer wieder die Elbwiesen, sowas gibts nicht oft in unserem Land.

Das fand ich richtig kurios, deckt es sich doch komplett mit meinen Empfindungen beim letzten Neustadtbummel im Sommer. Der kultige „shabby chic“ weicht mehr und mehr hippen Trendläden. Liebevoll geführte Läden und Lokale verschwinden und werden durch innovative, tolle, aber auch preislich ganz schön intensive Restaurants und Boutiquen ersetzt. Die BRN wurde quasi zu Grabe getragen und Szeneläden der „Upper class“ sprießen aus dem Boden.

Adieu, alte Neustadt – ich bin auf die Zukunft gespannt und eins steht fest: Dresden, Schauplatz von den „Tausend Teufeln“, ist immer eine Reise wert. Und eins verspreche ich: Ihr könnt gar nicht anders, als diese Stadt in euer Herz zu schließen.

GEWINNSPIEL

Wie bereits angekündigt, verlosen wir unter allen Teilnehmern der Tour ein signiertes Exemplar von „Tausend Teufel“.

Es gibt allerdings ein paar Bedingungen, um am Ende wirklich im Lostopf zu landen:

Ihr müsst jeden Tourbeitrag kommentieren. Am Ende des Beitrages findet ihr eine Übersicht, in der alle Beiträge verlinkt werden.

In einigen wird euch eine Frage gestellt werden, auf die ihr bitte antwortet, oder andere Beiträge müsst ihr einfach nur so kommentieren. Wenn wir euren Kommentar werten sollen, dann schreibt aber bitte ein bisschen mehr als nur „nett“ 🙂

Zeit um alle Beiträge zu besuchen und zu kommentieren habt ihr bis Dienstag den 21. November 2017 um 23:59 Uhr.

Der Gewinner wird dann auf den Blogs veröffentlicht. Solltet ihr eine Mailadresse hinterlassen, werdet ihr direkt informiert.

Viel Glück!

Die Frage:< strong>Wart ihr schon einmal in Dresden? Was gefällt euch dort am besten? Bzw. was wäre DER Grund für euch, die Stadt zu besuchen? Teilnahmebedingungen fürs Gewinnspiel:<<<
r darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.

• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.

• Die Verlosung beginnt am 13.11.2017 und endet auch am 21.11.2017 um 23:59 Uhr.

• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.

• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.

• keine Barauszahlung möglich

• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Achtung Buch: Die Spur der Bücher von Kai Meyer

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Kennt ihr das besondere Gefühl der inneren Wärme, das einen erfüllt,, wenn man nach Hause kommt? Wenn man weiß, dass man an einen Ort zurückkehrt, der einem viel bedeutet und an dem man Freunde gefunden hat, die man nicht mehr missen möchte? Das Gefühl der Geborgenheit, das sich einfach nur richtig anfühlt? Genau dieses Gefühl löste „Die Spur der Bücher“ bei mir aus.

Alles begann damals mit den „Seiten der Welt“, die mich in ein London des beginnenden 19. Jahrhunderts entführten, genau in die viktorianische Zeit, die mir schon so manchen sehnsuchtsvollen Seufzer entlocken konnte. Dort lernte ich Furia samt Freunden und Familie kennen und begleitete sie auf ihren Abenteuern durch eine Welt voller Magie. Bibliomantik heißt das Zauberwort, dass uns die Türen zu den fantastischen Ereignissen öffnen sollte, die Kai Meyer auf eine einzigartige und wundervolle Weise für uns geschaffen hat. Und eins stand schon nach diesem Meisterwerk fest: Die bibliomantischen Abenteuer konnten definitiv noch kein Ende gefunden haben, dafür ist die erschaffene Welt doch viel zu komplex. Umso erfreuter war ich, als Kai schrieb, dass er schon an neuen Abenteuern arbeitet, die uns zurück nach London führen sollten.

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Und dann war es soweit: Ich hielt „Die Spur der Bücher“ in meinen Händen und war schon vom Cover ganz beseelt, dass sich so wunderbar in die Reihe der bibliomantischen Werke einfügte. Goldene Schrift auf einem matt-türkisen Hintergrund, optisch an der vorhergehenden Trilogie angelehnt. Es ging nicht anders… Sofort musste ich tief in die Seiten eintauchen und den Duft der Bücher inhalieren, bevor mir auch schon auf der ersten Seite die junge Mercy Amberdale begegnete, ein ganz besonderes Mädchen, dass sofort zu meiner Freundin wurde. Ganz wie damals Isis Nimmernis… Bevor ich mir jedoch zu viele Gedanken über Mercy machen konnte, war ich auch schon direkt im Geschehen gefangen. Denn die Ereignisse überschlugen sich Knall auf Fall:

Mercy und ihre drei jungen Freunde Grover, Philender und Tempest gehen einer etwas unseriösen Arbeit nach und „besorgen“ für reiche Klienten seltene und kostbare Bücher. Allerdings ist diese Aufgabe keineswegs so einfach wie sie scheint, was auch Mercy, die einzige richtige Bibliomantin unter den Freunden, schon bald sehr schmerzlich erfahren muss. Denn da gibt es Bibliomantik, die bei Weitem stärker ist, als es sich das Mädchen hätte vorstellen können. Bei einem ihrer Einsätze geraten sie in tödliche Gefahr und verlieren Grover. Ein Erlebnis mit schweren Folgen, denn die Freundschaft der drei zerbricht. Mercy spricht der Bibliomantik ab und setzt seit dem tragischen Unglück ihre Kräfte nicht mehr ein, wohingegen Tempest immer stärkere bibliomantische Fähigkeiten entwickelt.

In den folgenden zwei Jahren geht Mercy ihrer Beschäftigung nun im Alleingang nach. Sie, die in den Buchhandlungen der Stadt aufgewachsen ist, hatte es nicht nötig, sich auf die Magie zu verlassen und konnte ihre Aufträge auch so erfolgreich zum Abschluss bringen.

„Sie verstand sich auf den Umgang mit Dietrich und Brecheisen genauso gut wie auf das Studium vergilbter Bücherkataloge und halbvergessener Bibliothekskarteien. Und sie kannte die richtigen Leute.“

Nachts pirscht sie durch die geheimnisvollen Straßen und Bibliotheken der Stadt und besorgt die kostbarsten Titel – bis zu jenem besonderen Tag, der sie an den Schauplatz eines rätselhaften Mordes führt. Ein bekannter Buchhändler und Freund ihres Vaters ist inmitten seines Ladens verbrannt, ohne dass auch nur ein kleiner Fetzen Papier um ihn herum zu Schaden kam. Ein Abenteuer beginnt, das Mercy auf die Suche nach ihrer eigenen Identität und dunklen Familiengeheimnissen führen wird, das alte Freundschaften auf die Probe stellt und das Mädchen bis hin zur Wurzel der Bibliomantik führt. Mercy kann nicht länger verleugnen was sie ist – eine geborene Bibliomantin…

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Wieder einmal gelingt es Kai Meyer schon von der ersten Seite an, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Der einzigartige und bildhafte Schreibstil gepaart mit der Kulisse des wundervollen viktorianischen Londons lässt den Leser direkt in das Geschehen eintauchen und erfüllt dieses mit einer Lebendigkeit, die einen die Geschichte nahezu plastisch miterleben lässt. Wir begleiten unsere jungen Protagonisten durch ein Abenteuer voller Freundschaft, Tragik, einer verschworenen und etwas verschrobenen Gesellschaft von Buchliebhabern, alter Geheimnisse und viel Liebe zum geschriebenen Wort und dessen Macht, die nur wenige Menschen aus den Herzen der Seiten zum Leben  erwecken können.

Atemberaubend und spannend beschreibt er die Erlebnisse von Mercy. Durch dunkle Gassen führt ihr Weg hin zu bibliomantischen Kämpfen und magischem Kräftemessen. Temporeiche Spannung und ein Hauch Krimi halten den Leser dabei von der ersten bis zur letzten Seite gefangen. Neue und originelle Ideen in der Buchwelt baut Meyer in sein neuestes Abenteuer ein und macht es damit zu einem tollen Auftakt der Erlebnisse und Geschichten aus der bibliomantischen Welt. Dabei begegnen wir den großen Institutionen der Adamitischen Akademie, lernen die Renegaten kennen, die sich dem Kampf gegen die Gesetzlosen verschrieben haben und treffen auf Figuren und Freunde, die uns später in den „Seiten der Welt“ zu treuen Begleitern werden sollen, wie zum Beispiel Fornak, der Alexandrinischen Flamme und die eifrigen Origamis. Aber auch neue bibliomantische Freunde wie den Veterator lernen wir kennen. Was das ist? Lasst euch überraschen. Ich mag den kleinen Kerl, auch wenn ich nicht weiß, ob ich ihn auf Dauer um mich herum ertragen könnte *lach*.

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Eine einfach nur großartige Geschichte, die den Leser in geliebte, geheimnisvolle Welten eintauchen, ihn in der Magie zwischen den Seiten versinken lässt und eine Weile die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt. Wohldosierte Spannung aber keine übertriebene Action verlieht dem Roman den Charme eines spannenden Klassikers und man versinkt darin wohlig wie in einem guten alten schwarz-weiß Film. Nichts ist drüber, nichts hektisch oder atemlos. Die Story gleitet dahin und man genießt den angenehmen Spannungsbogen samt aller liebenswerter Details. Danke für diesen grandiosen Lesegenuss, lieber Kai!