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Achtung Blogtour: Die Bücherkatze von Eva Berberich

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Es ist Blogtourzeit bei den #siebenaufeinenstreich. Und es ist nicht irgendeine Blogtour, nein, es ist unsere Weihnachtsblogtour. Im Idealfall gibt es ja im Jahr keine besinnlichere und entspanntere Zeit als eben die Weihnachtszeit. Im Realfall sieht es jedoch meist genau anders aus: Der Alltag reicht der Suche nach dem perfekten Geschenk die Hand, während im Kopf die imaginären To-Do Listen der Vorweihnachtstage notiert werden. Von „Stiller Nacht“ bleibt da am Ende erstmal nicht viel, bis dann hoffentlich doch am Ende alle gemütlich beisammen sitzen und das Jahr in Ruhe im Kreis der Lieben ausklingen lassen können.

Ganz anders machen das doch die Hauptakteure in der wundervollen Geschichtensammlung, die wir euch in den nächsten Tagen näherbringen wollen. Alle zusammen von gar samtpfotiger Natur, nehmen sie uns mit durch ihre verschiedenen Lebensbereiche. Der ganzen Bande voran steht die Bücherkatze. Was eine Bücherkatze ist, fragt ihr euch jetzt sicher. Vielleicht ist es genau die Katze, die immer sanft an der Seite eines Autors schnurrte, bis dieser beschloss, ihr in einem Buch ein ewiges Zuhause zu schenken? Auf jeden Fall ist sie die Freundin der Sternenkatze. Auch eine gar besondere Erscheinung. Im Himmel lebt sie, für ein – so die Wissenschaftler – richtiges Sternbild zu unwichtig, inmitten großer und kleiner Bären, den Tierkreiszeichen und den anderen leuchtenden Gesellen. Ganz und gar nicht unsichtbar ist sie aber für die Katzenfreunde, die mit vollstem Herzen die sanften Geschöpfe als Begleiter in ihrem Leben sehen…

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Dies sind nur zwei der vielen Katzen, die uns durch das wunderbare Buch von Eva Berberich begleiten. Gemeinsam mit der Katze eines Wissenschaftlers erleben wir den großen Durchbruch, wir begleiten Adam und Eva durch eine besondere Neuauflage der Schöpfungsgeschichte, lernen viel Neues über die ägyptische Katzengottheit Bastet. Von Friedhofskatzen geht es weiter zu päpstlichen Katzen, bevor mit Pfoten und Schatten gespielt und eine Botschaft zum Schluss ganz laut und deutlich erklingt:

Das Glück ist eine Katze!

Ein Fazit, dass sich aus jeder einzelnen der 23 Kurzgeschichten ziehen lässt. Über knapp 300 Seiten hinterlässt die Katze ihre Spuren, die Katze als unbekanntes Wesen, das sich durch alle Zeiten schnurrt und scheinbar allwissend auf den Menschen herabblickt. Unbekannte und sagenumwobene Orte hat sie gesehen, alle Epochen der Geschichte durchlebt, nur um auf ewig eins zu bleiben: ein treuer Gefährte der Menschen, die sich ihrer als würdig erweisen.

Ihr seht, ich halte mich sehr bedeckt was den Inhalt des Buches angeht. Aber mehr als das Geschriebene sollt ihr an dieser Stelle auch nicht erfahren. Ihr müsst dieses Buch schon selbst in die Hand nehmen, die kätzische Magie spüren, die jede einzelne Geschichte versprüht. Ein Klang so leise und poetisch, dass er schon fast an das Schnurren einer Katze erinnert. Poesie trifft Philosophie. Kein Buch, das man in einem Rutsch verschlingen sollte. Vielmehr sollte man die Geschichten genießen, ausgewählt, jede ganz nach der persönlichen Stimmung. Denn jede Geschichte enthält ihre persönliche Botschaft und berührt den Leser auf eine besondere Art und Weise. Sie stimmt nachdenklich, beruhigt, entlockt ein Schmunzeln oder weckt den Leser auf. Genauso, wie es eine Katze tun würde, die auf sensible Art versteht, die Stimmung der Menschen zu erkennen und sich auf diese einzustellen.

„Und die Welt hebt an zu schnurren, triffst du nur das Zauberwort.“

Lasst uns gemeinsam in eine Woche rund um die Bücherkatze starten, lauscht auf das leise Schnurren, das uns besonders in der besinnlichen Zeit ganz laut und beruhigend erscheint, taucht ein in die Welt von Eva Berberich und schleicht euch auf Samtpfoten an die Geschichten an, um sie zu schnappen, festzuhalten und einfach an einem ruhigen Platz zu genießen. Mich hat die Bücherkatze verzaubert und ich bin sicher, dass sie das mit euch genauso tun wird.

Bei uns geht es in den nächsten Tagen so weiter:

12.12.17:        Scatty’s Bücherblog
Die Geschichte der Katze

13.12.17:        Zwiebelchens Plauderecke
Berühmte Katzen und ihre Herrchen/Frauchen

14.12.17:        Irve liest
Das Sternenbild Katze

15.12.17:        Das Niliversum
Das Glück ist eine Katze/Auf dem Regenbogen

16.12.17:        Bücherstöberecke
Covergestaltung

17.12.17:        Lesende Samtpfote
Interview mit der Autorin

19.12.17:        Auslosung und Gewinnspiel auf allen Blogs

20.12.17:        Individuelle Vorstellung der „Bücherkatze“ auf den Blogs

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GEWINNSPIEL
Wir verlosen unter allen Teilnehmern der Tour drei Exemplare von der „Bücherkatze“.
Es gibt allerdings ein paar Bedingungen, um am Ende wirklich im Lostopf zu landen:

Ihr müsst jeden Tourbeitrag kommentieren. Am Ende des Beitrages findet ihr eine Übersicht, in der alle Beiträge verlinkt werden.
Außerdem wird in jeden Beitrag je ein Wort eingebaut und farbig markiert. Wenn ihr alle Wörter gefunden habt, ergeben diese einen Lösungssatz. Diesen sendet ihr bitte per Mail an: Niliversum_Verlosung@web.de
Zeit um alle Beiträge zu besuchen und zu kommentieren, sowie den Satz zu schicken, habt ihr bis Dienstag den 19. Dezember 2017 um 23:59 Uhr.
Der Gewinner wird dann auf den Blogs veröffentlicht.
Viel Glück!

Teilnahmebedingungen fürs Gewinnspiel:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 13.11.2017 und endet auch am 21.11.2017 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

 

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So this is Christmas – eine persönliche Bilanz

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Wieder einmal neigt sich das Jahr dem Ende zu. Wir sind wieder ein Jahr älter geworden. Es ist Dezember, der letzte Monat in diesem Jahr. Eine Zeit, in der man über das Vergangene nachdenkt… Sind wir reifer geworden oder haben wir uns wieder einmal nur im Kreise gedreht? Haben wir Liebe gefunden? Haben wir jemanden gefunden, der uns endlich versteht? Wir lassen Revue passieren, gehen in uns… Wer ist dieses Jahr zu uns gekommen? Wer hat uns verlassen? Wir alle tragen unsere Geschichte mit uns und sie wird uns immer anhaften, sie gehört zu uns. Sind wir unseren Vorsätzen treu geblieben? Haben wir uns um jene, welche uns lieben, immer gekümmert, so wie wir es von uns selbst erwarten oder waren wir zuviel mit uns selbst beschäftigt, um anderen die Aufmerksamkeit und Liebe zu schenken, die sie verdienen?

Es gibt keine Probleme, es gibt nur Aufgaben. Wir werden immer Aufgaben bewältigen müssen auch im nächsten Jahr, dass gehört im Leben dazu. Lasst uns erkennen, was im Leben wirklich wichtig ist – ihr wisst, alles ist vergänglich… Familie, Partner, Freunde, dass sind die wirklich wichtigen Dinge, auf die wir uns im nächsten Jahr konzentrieren müssen. Ein guter Vater zu sein, eine gute Mutter, ein Freund zu sein, auf den immer Verlass ist, der immer ein offenes Ohr hat. Seine Eltern Sonntags zu besuchen, seine Großeltern… Mit den Kindern auf den Spielplatz gehen, ihnen ein Leuchten in ihre Augen zu zaubern, wenn sie ihre Geschenke öffnen. Das sind die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Seid stolz auf das, was ihr in diesem Jahr erreicht habt aber ruht euch nicht darauf aus.

Wir alle können noch so viel mehr. Wir alle können uns im nächsten Jahr noch um so vieles verbessern. Immer Schritt für Schritt… Keiner hat gesagt, dass es immer leicht sein würde. Wir tragen die Narben der Zeit mit uns aber wir sind stärker geworden und ich glaube daran, dass eines Tages alles gut wird. Ich wünsche euch von Herzen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise der Menschen, die euch wichtig sind. Auf das in diesen Tagen Zeit für jene Dinge bleibt, die im Alltag so oft vergessen oder aufgeschoben werden denn diese Zeit ist viel mehr Wert als alles Materielle! Mögen es stressfreie und harmonische Tage sein, die euch noch lange in guter Erinnerung bleiben!

~

Für mich persönlich war das Jahr 2015 ein Jahr des wahren Wechselbads der Gefühle. Begann’s ziemlich turbulent mit knapp drei Monaten der Zwangsruhe mit diverse kaputten Knochen, war dies doch eine besondere und intensive Zeit. Denn schon da kristallisierten sich wichtige Ereignisse heraus, die das weitere Jahr dominieren sollten. Hanas Koffer machte sich quasi vom Krankenbett aus auf den Weg, um Teil einer wichtigen Ausstellung zu werden, während ich mich irgendwie zurück in die Beweglichkeit zu kämpfen begann. Gar nicht so einfach, wenn man zu trottelig und schwach zum Krücken laufen ist…

Unterdessen bekam das Studium sein würdiges Ende, was aber auch nichts leichter machte. Einen schönen Job in der Wunschbranche zu finden ist nun mal leider nicht so leicht und gute Phasen wechseln sich mit mutlosen Phasen ab, in denen man wirklich ziemlich ins Zweifeln an den eigenen Fähigkeiten kommt. Kann ich überhaupt was? Werd ich irgendwann ans Ziel kommen, auch wenn ich nicht BWL, IT oder Medizin studiert habe? Und nein, trotz aller Selbstzweifel bereue ich es nicht, meinen Weg gegangen zu sein. Ich finde es nur mehr und mehr traurig, in einem Land zu leben, in dem Kultur immer kleiner geschrieben wird und das wahre, innerste Gut der Menschen auf ein Minimum zwangsgekürzt wird.

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Ein Beispiel, das mich immer wieder zum Grübeln anregt: Das Vogtlandtheater in Plauen wurde im 2. Weltkrieg komplett zerbombt. In einer Zeit, wo es den Menschen am Notwendigsten zum Überleben fehlte und man nicht mal genug zu Essen, geschweige denn vernünftige Kleidung hatte., machte sich das Stadtbauamt Gedanken, ob man das Haus binnen drei Monaten wieder aufbauen könne. Schaden: innerlich 80-90%, äußerlich etwa 40. Unmöglich? Nicht in Plauen. Der sowjetische Stadtkommandant Oberstleutnant Komarow setzte jedoch den 15. Oktober als Fertigstellungstermin fest. Es wurden freiwillige Einsätze organisiert, führende Firmen eingesetzt, die mit ihren Belegschaften über die üblichen Arbeitzeiten hinaus während ihrer Freizeit an Sonnabenden und Sonntagen ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellten. Das Theater wurde am 15. Oktober 1945 wiedereröffnet. In den Jahren nach dem Krieg wurde das Theater in der von Ruinen beherrschten Stadt zu einem geistigen Zentrum. Die Menschen brauchten ihr Theater nach der Zeit der Entbehrungen sowohl zur Unterhaltung, als auch zur Neuorientierung.

So gingen die Jahre ins Land – 1998 feierten wir das 100jährige Jubiläum und 2000 wurde aus finanziellen Gründen fusioniert. Ja, da begann der Abbau der Kultur. Heute standen wir zeitweise auf der roten Liste der bedrohten Kulturstätten. Wie kann das sein, dass in Kriegstagen, wo Nichts da war, die Kultur zum Leben erweckt wurde, um den Menschen Hoffnung und Unterhaltung zu geben, und sie heute in der Zeit des Wohlstands kaputtgewirtschaftet wird? 1945 stand eine Schließung nicht einen Moment zur Debatte. 2015 sind die kulturellen Bereiche die ersten, die totgespart werden. Ich verstehe es nicht. Aber ich bin froh, zu wissen, dass wir Kulturschaffenden dennoch unser Bestes geben, um mit dem Po an die Wand zu kommen, und ich bin sicher, dass wir alle irgendwo unser Plätzchen finden werden.

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Ein weiterer Herzenspunkt des Jahres waren Freundschaften. Einige verliefen im Sand, 2 sehr intensive gingen leider kaputt, viele intensivierten sich, blieben bestehen und entstanden neu. Gerade wenn eine langjährige Freundschaft kaputtintrigiert wird, ist dies schwer und schießt tief ins Herz, aber in solchen Momenten hatte ich das riesige Glück, Menschen an meiner Seite gehabt zu haben, die mir die Augen geöffnet haben und mir zeigten, dass Freundschaft investieren von beiden Seiten bedeutet und nicht nur ein lieb sein, solange man funktioniert, ist. Das sind Momente, an denen man wirklich lang knabber, da man genau dies lange Zeit einfach nicht verstehen mag. Aber schließt sich eine Tür, öffnet sich bekanntlich eine neue, und so war es auch! Meine Plauener Herzensmädels Madi, Manu und Marie muss ich hier glaub nicht explizit erwähnen, da sie das wahrscheinlich sowieso nicht lesen *lach*. Aber euch, meinen Freunden aus aller Welt soll an dieser Stelle ein großer Dank gebühren.

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Ihr seid der Wahnsinn, und als ich anfing zu schreiben, hätte ich nie gedacht, was sich hier heraus für Herzensfreundschaften ergeben werden. Meine ersten Freundschaften mit Literatwo dann irve liest – erste Bloggerfreundschaften, die bis heute tief bestehen blieben. Ich freu mich schon sehr auf neue gemeinsame Leseprojekte oder anderen Schabernack! Scattys Bücherblog, die mich liebevoll und hilfreich bei der Hand nahm und stets mit Rat und Tat an meiner Seite war, als ich kleines Newbie in die Bloggerwelt geflogen war. Herzensmensch Verena, die mir die Messe nach Hause brachte im ganz großen Format – meine Liebe, du hast so einen großen Platz in meinem Herzen, geb dich nimmer her! Sandra, Thomas, Villy, Nanshe, Larry und das Team um unsere verrückte Kittybande – ich hab euch einfach nur saulieb und freu mich, weiter mit euch durch Höhen und Tiefen zu purzeln ❤

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Und ein ganz besonderer Dank und ein riesen Pling gehört der Franktion MUC-FFM. Arndt & Brigitte… Ich denke, über diese 2 wundervollen Tage brauch und darf hier nix  explizit gesagt  werden, außer dass ich euch danke, von tiefstem Herzen danke, für all die Kraft, die ihr mir in der kurzen Zeit zurückgegeben habt, für manchen kleinen Tritt in den Po, für die Herzensgespräche, für den besten Lesestoff, für Klee und Kandinsky, die uns stets begleiten werden, für die Geschichten im Lenbachhaus – das war wirklich gelebte Kunst (und nein, Arndt, auch das nächste Mal gibst mich nicht an der Garderobe ab *lach*), fürs beste griechische Essen ever, für tiefstes Vertrauen,  für… Ich könnt hier gerade ewig weitermachen, aber eigentlich… There’s nothing left to say, it’s deep in my heart forever…! München leuchtet! Dank euch! Und bestimmt nicht zum letzten Mal!

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Yvonnchen  – Dank Brigitte hab ich dich wieder und nein, das wird sich nie mehr ändern. Auch wenn ich bisher Animal Crossing doch sehr vermisse. Hihi! Eigentlich muss hier auch nicht mehr gesagt werden, nachdem mich dein letzter Brief so mitten ins Herz getroffen hat (kommt mir direkt wieder das Wasser in die Augen, bin aber dieses Jahr auch e Sensibelchen *weia*). Sweety, ich hab dich lieb wie Sau und des ist gut so!!!! Und knutsch die kleene Samtpfote!

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Ein weiterer Dank an euch, meine lieben Leser und Mitblogger 🙂 Der Austausch mit euch ist mir eine riesengroße Freude und ich hoffe, dass wir auch 2016 wundervolle Zeiten miteinander verbringen werden. Ebendieser Dank gebührt genauso den netten Verlagsmitarbeitern, die ich kennenlernen durfte, und die mich auf so manchen literarischen Schatz gestupst haben, ebenso wie die Herzensbuchhändler Thomas Calliebe, Silvia Hengmith und Jan Lässig! Macht weiter so! ❤

So, nun aber gut – sollte ich jemanden vergessen haben, seht es mir nach! Ich sende euch allen einen warmen Weihnachtsgruß von tiefstem Herzen und hoffe, ihr werdet die folgenden Tage im Kreise eurer Liebsten in Ruhe und Geborgenheit verbringen!

Frohe Weihnachten!

Mit Karla Paul durch Paris – ein halbliterarischer Reisebericht

Letzte Woche war es wieder soweit: Karla Paul – in Insiderkreisen liebevoll „die Literaturpäpstin“ genannt – hat im ARD neue Buchtipps vorgestellt.

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Doch diesmal war etwas anders: Vorab bekamen Blogger die Möglichkeit, über die Werke zu schreiben oder sie vorzustellen. Tolle Sache, dachte ich, da bist du gern dabei. Aber wie es so ist, kommt im Leben alles anders als man denkt, denn ich war in Paris!

Paris, die schöne Zauberstadt,
die dem Jüngling so hold-selig lächelt,
den Mann so gewaltig begeistert,
und den Greis so sanft tröstet.
Heinrich Heine

Gut, man kann nicht alles haben und wer mich kennt, weiß, dass Paris zu mir gehört wie Schnee zum Winter, die Sterne zur Nacht, die Sonne zum Sommer und der Zimt zum Kaffee *lach*. Aber dann kam die Nachricht von Karla mit den Buchtipps und das Schicksal meinte es wirklich gut mit mir, denn ihr Thema war – tadaaaaa – FRANKREICH!!!

Also haben wir kurzerhand vereinbart, dass ich mir die Vorschläge in meinen Koffer packe und mal schaue, was mir in Paris so davon begegnen wird. Ich kann jetzt schon sagen: kein einziges Buch *lach*, da ich als Betreuerin einer Jugendreise unterwegs war und mit 4 anderen Betreuern 67 Kids durch die Stadt der Liebe geführt und dort betreut habe. Das heißt aber nicht, dass die Reise unliterarisch war, denn so manches Erlebnis lässt sich sehr gut mit dem einen oder anderen Buch in Verbindung bringen. Freut euch also hier an dieser Stelle auf einen Reisebericht der anderen Art, der an mancher Stelle mit einem kleinen Augenzwinkern genossen werden sollte.

~

Nachdem wir am Montag nach etwa 14 Stunden Busfahrt unser Hotel erreicht hatten, war natürlich nicht mehr viel Zeit zum genießen der Stadt der Liebe. Die Kids musste auf ihre Zimmer und auch wir Betreuer waren froh, dass alles gut über die Bühne gebracht wurde. Allerdings warf ein großes Ereignis seine Schatten voraus, denn der Dienstag war der 14. Juli, also der Nationalfeiertag der Franzosen. Zum einen erinnert dieser Tag an den Sturm der Bastille, der am 14. Juli 1789 erfolgte und zum anderen an die Fête de la Féderation, bei der die Abgeordneten aller Departements und Abertausende Franzosen zusammenkamen, um sich feierlich zu versöhnen. So konnten wir von so ziemlich allen Fenstern aus schon große Feuerwerke in allen Ecken der Stadt bewundern, bevor wir letztendlich todmüde gegen 2.30 Uhr ins Bett fielen (ohne auch nur noch eine Seite gelesen zu haben).

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7.55 Uhr hieß es dann Frühstück und los in die Stadt, denn für unsere Truppe stand eine Stadtrundfahrt auf dem Programm. Leute, doofe Idee zum Nationalfeiertag, ganz doofe Idee. Denn morgens findet zwischen 10 und 12 Uhr eine große Militärparade statt, bei der der Präsident empfangen wird und die Fliegerstaffeln zeigen was sie können. Wir waren zunächst noch guter Hoffnung und sammelten unseren netten Reiseführer ein (dessen Name mir leider entfallen ist). Er war wahnsinnig toll, Schauspieler, der vor einigen Jahrzehnten von Deutschland nach Paris ging und dort mit Größen wie Lotte Lenya noch auf der Bühne stehen durfte und so schön über Woody Allen sprach – Ich habe mein Herz an ihn verloren *lach*. Allerdings hatte er trotz seines Charmes keine Chance, die schwer bewaffneten Sicherheitskräfte dazu zu bewegen, uns doch zu den Sehenswürdigkeiten zu lassen. Eiffelturm gesperrt, Louvre gesperrt, Arc de Triomphe gesperrt, Place de la Concorde gesperrt…. nun ja, so viel zur Stadtrundfahrt. Macht aber nix, das für die Kids interessante Montmartre-Viertel, speziell die Straßen rund ums Moulin Rouge *grins* standen uns ja frei. Und dort hin verschlug es uns dann auch, um die Freizeit des Tages zu genießen…

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Aber an dieser Stelle, passend zu dem geschichtsträchtigen Datum soll zunächst der erste Buchtipp Karlas einfließen:

Anthony Doerr: Alles Licht, das wir nicht sehen

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Saint-Malo 1944: Marie-Laure, ein junges, blindes Mädchen, ist mit ihrem Vater, der am „Muséum National d’Histoire Naturelle“ arbeitet, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer geflohen. Einst hatte er ihr ein Modell der Pariser Nachbarschaft gebastelt, damit sie sich besser zurechtfinden kann. Nun ist in einem Modell Saint-Malos, der vielleicht kostbarste Schatz aus dem Museum versteckt, den auch die Nazis jagen.

Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert, auf eine Napola geschickt und dann in eine Wehrmachtseinheit gesteckt, die mit Peilgeräten Feindsender aufspürt, über die sich der Widerstand organisiert. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, über den Etienne, Marie-Laures Onkel, die Résistance mit Daten versorgt & Kunstvoll und spannend, mit einer wunderschönen Sprache und einem detaillierten Wissen um die Kriegsereignisse, den Einsatz des Radios, Widerstandscodes, Jules Verne und vieles andere erzählt Anthony Doerr mit einer Reihe unvergesslicher Figuren eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, und vor allem die Geschichte von Marie-Laure und Werner, zwei Jugendlichen, deren Lebenswege sich für einen folgenreichen Augenblick kreuzen.

Nachdem wir also kurz zu Fuß den Glöckner von Notre Dame besucht und den Wasserspeiern gewunken haben, ging es nach einem Mittagessen, das günstig aber eher hmm naja war,  in rasantem Tempo mit der Metro nach Montmartre und zu Fuß ganz hoch zur Sacre Coeur, da der zweite Erlebnispunkt Eiffelturm auch ins Wasser gefallen ist.

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Warum? Richtig… Vollsperrung wegen des Nationalfeiertags. Aber Montmartre konnten die Kids auch wirklich ausgiebig genießen, während wir Betreuer kurz zum verschnaufen kamen. Und den schöneren Ausblick über die Stadt gibt es ja sowieso nur von der Sacre Coeur aus *lach*. Abends haben wir uns alle etwas besonderes gegönnt – nach dem *hüstel* Mittagessen und waren klassisch französisch in einem Restaurant unterwegs mit Schnecken, Froschschenkeln und Muscheln. Also meines Erachtens nach sind Froschschenkel ja total überbewertet, aber chaqu’un à son goût.

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Beim Thema Essen wären wir auch schon beim zweiten Buchtipp der lieben Karla:

Martin Walker: Brunos Kochbuch

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Endlich: Essen wie Bruno im Périgord! Das Kochbuch zu den kulinarischen Krimis von Martin Walker. Statt nur delikater Kriminalfälle für Bruno gibt es endlich auch die delikaten Rezepte mit marktfrischen Zutaten von >Bruno, Chef de police<, zusammengestellt von Martin Walker und optisch stimmungsvoll in Szene gesetzt durch den Foodfotografen Klaus-Maria Einwanger! Trüffeln, Pâté, Käse, guter Wein und schöne, geschichtsträchtige Landschaft: Der Hobbykoch aus dem Périgord spricht alle Sinne an. Ein Gaumenschmaus und kulinarischer Reiseführer! Und eine große Liebeserklärung an das Périgord!

Hätten wir uns nur an Bruno gehalten, dann wären wir mittags sicher nicht so eingestiegen *lach*. Macht aber nix, satt geworden sind wir trotzdem und bei einer Reise mit so vielen Kiddies müssen die eigenen Bedürfnisse und Wünsche eben manchmal zurückstecken.

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Das zeigte sich auch am nächsten Tag, als ich wieder bei meiner eigenen Bustruppe war und die Stadtrundfahrt noch einmal erleben durfte. Davor ging es allerdings erst noch in die wundervollen Gärten nach Versailles. Dort könnte man wirklich Tage verbringen, einfach mit schauen und schlendern!

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Im Anschluss gab es dann die Stadtrundfahrt diesmal mit Hannelore (für mich war sie eher eine Claire, also genau das, was man sich unter der ultimativen „Klischeefranzösin“ vorstellt). Was ich damit meine?? Hmm am besten lest ihr das Buch (nein, der Tipp ist nicht von Karla, sondern von mir *grins*)…

Anne Berest (u.a.):How to be Parisian wherever you are

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Millionen Frauen überall auf der Welt wollen so sein wie sie: die Pariserin. Denn nur sie schafft es, mit Stil, Charme und beneidenswerter Lässigkeit durchs Leben zu gehen. Sie sieht immer gut aus – obwohl sie sich keine Gedanken darüber macht, was sie morgens aus dem Kleiderschrank zieht. Sie ist eine liebevolle Mutter – und fährt trotzdem auch ohne Anhang an die Côte d‘Azur. Sie stellt toujours strikte Regeln auf – nur um jede einzelne von ihnen mit Genuss zu brechen …

In How to be Parisian enthüllen vier Pariser Lifestyle-Ikonen mit viel Selbstironie und Witz den Mythos der Pariser Frau: ihre Allüren, ihre Nonchalance, ihren Style, wie sie liebt und wie sie ihre Tage und Nächte verbringt. Ihre wichtigste Lektion: Um eine echte Pariserin zu sein, kommt es nicht auf die Herkunft an – sondern allein auf die Einstellung!

… und ihr werdet verstehen, was ich meine. Mondän trat sie auf und führte uns durch die Stadt, in die sie vor etlichen Jahren gezogen ist. Sie punktete wirklich mit wahnsinnig viel interessantem Wissen über die Stadt und ihre Geschichte, die sie auch mit ausreichend Anekdoten und Geschichten ausschmückte, die den Kids jedoch nicht wirklich Jubelschreie entrissen. Denn mit 14 interessiert man sich noch nicht im großen Rahmen dafür, in welchem Haus die großen Modedesigner arbeiten, wo man sich die Miete sowieso nicht leisten kann, was dieses Jahr die Trends sind, die die Laufstege dominieren etc. Knapp 3 Stunden dauerte die Fahrt – man muss Hannelore trotzdem ein großes Lob aussprechen, sie hat ihre Sache toll gemacht und es ist, denke ich, auch nicht einfach, den Kindern die Geschichte einer Stadt über so einen langen Zeitraum hinweg nahezubringen. Kurz vor einem meiner Wunschziele, der tollen Buchhandlung „Shakespeare and Company“ verließ ich die Stadtrundfahrt, um Tickets für den Louvre zu besorgen und es blieb leider keine Zeit, um die Nase kurz ins Schaufenster zu stecken. Also wird das Buch einziehen dürfen, das übrigens der nächste Tipp von Karla ist:

Sylvia Beach: Shakespeare and Company

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Sylvia Beachs amerikanische Buchhandlung in Paris war für ein Vierteljahrhundert literarischer Mittelpunkt der Stadt. Gertrude Stein gehörte ebenso zu ihren Besucherinnen wie Ezra Pound, Ernest Hemingway und James Joyce. In ihren Erinnerungen entfaltet die inspirierte und inspirierende Buchhändlerin eine anschauliche Kulturgeschichte zwischen den beiden Weltkriegen.

Nachdem ich endlich – und ich habe mich wirklich gefühlt, wie in „Asterix erobert Rom“ in der Szene im Irrenhaus auf der Suche nach Formular A38 – unsere Gruppentickets hatte, habe ich ausgiebig die Sonne in den Tuilerien genossen, bevor der Rest meiner Gruppe wieder ankam und wir der Mona Lisa einen Besuch abstatten wollten.

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War aber leider nichts, denn im Louvre war’s zu warm, was einen unvermeidlichen Einlassstopp mit sich zog. Schade, sehr schade, da wirklich die Hälfte unseres Busses ein Foto mit der lieben Mona Lisa haben wollte. Hätte ich die Möglichkeit nur genutzt, mir das Ganze schon einmal anzuschauen, als die anderen noch bei der Staru waren 🙂 naja… die nächste Chance kommt bestimmt *lach*.  Damit endete auch der letzte Abend in der Stadt der Liebe, bevor es am nächsten Tag vor der Heimreise als krönender Abschluss noch ins Disneyland gehen sollte.

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Knappe 40 Grad und dennoch viel Freude läuteten den Abschiedstag ein. Zimmer wurden abgenommen, Gepäck in den Bus gebracht und los ging es. In Disneyland selbst durften die Kids ihre Freizeit genießen und ohne uns Betreuer los. Umgekehrt waren wir auch froh über etwas Ruhe und schlenderten entspannt herum oder saßen am Treffpunkt bei Eis und kühlen Getränken. In diesem Zusammenhang soll auch Karlas letzter Buchtipp stehen, zu dem mir im Zusammenhang mit meiner Reise leider keine andere Assoziation einfällt als Eis *lach*

Alain Monnier: Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe

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Es sind ja immer die simplen Dinge im Leben, die Großes verändern. Da bestellt eine entzückende, etwas unterkühlte Französin in Toulouse einen neuen Kühlschrank – und der ist defekt. So weit, so normal. Aber dann: Marie – das ist die Schöne – ruft die Hotline der Firma an, die ihr das Haushaltsgerät verkauft hat, und was passiert? Nach und nach treffen 17 Kühlschränke in Maries Wohnung ein, während in Indonesien ein neues Thermostat auf seinen Transport ins ferne Frankreich wartet. Halb Europa ist unterwegs, um ihr zu helfen, und das bleibt natürlich nicht unbeobachtet: Das Fernsehen kommt, sogar die BILD aus Deutschland berichtet. Wie gut, dass Marie einen verlässlichen Freund an ihrer Seite hat. Er ist Schriftsteller und erzählt diese Geschichte so herzerwärmend komisch, dass mangels Kühlung nicht nur in Toulouse die Temperaturen steigen.

Und auch im Disneyland stiegen die Temperaturen stetig, aber die Kids haben es zum Großteil gut überstanden und genug getrunken und gegessen, sodass wir gegen 19.00 Uhr langsam zu den Bussen starten konnten und mit ein wenig Wehmut den Heimweg antraten.

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Nach einer angenehmen Nachtfahrt mit wenig Schlaf erreichten wir die Heimat Freitag morgens gegen 7.30 Uhr und konnten die Kids alle gesund an ihre Eltern übergeben. 

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Für mich war es die erste Reise als Betreuerin für TweenyTOURS und ich bin so begeistert. Toll organisiert, super Reiseleiter und größtenteils echt liebe Kids. Freue mich schon tierisch auf die nächste Reise und sage an dieser Stelle richtig dolle DANKE an alle, die dabei waren (auch wenn ich bezweifle, dass es einer von ihnen lesen wird). Und der zweite Dank gehört Karla für die tollen Buchtipps 🙂 hoffentlich gibt es bald mehr 😀

Mehr von Karla findet ihr auf Facebook, Twitter oder auf: Buchkolumne 

achtung leseerlebnis der besonderen art: das schmökersofa in plauen

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Liebe Freunde,

letzte Woche hatte ich ein besonders schönes Erlebnis, denn es war wieder Schmökersofazeit. Wieder ist gut, denn eigentlich war es meine Premiere, da ich sonst bisher immer selbst arbeiten musste. Aber was ist denn ein Schmökersofa? Lesen ist toll, das wissen wir hier alle, aber erinnert ihr euch noch daran, als ihr klein wart? Was war da das Schönste am Ende des Tages? Richtig… vorgelesen bekommen!

Und genau das passiert beim Schmökersofa. Vier Vorleser – Vier Bücher – Vier Locations lautet das Motto des Abends. Schauspieler, Autoren oder andere vorlesewillige Leute werden von den Veranstaltern eingeladen, und auch die Location ist keineswegs willkürlich gewählt. Denn: Gelesen wird in Privatwohnungen Plauens, in wundervollen Gärten, auf Dachböden, in Scheunen… Der Überraschung ist kein Ende gesetzt, denn den genauen Vorleseort erfährt man erst direkt beim Kartenkauf. Und selbst dann kennt man zwar die Adresse, weiß aber nicht, was einen letztendlich erwartet.

So ist auch nur eine relativ geringe Zahl an Zuhörern möglich, was eine besonders intime und gemütliche Stimmung bei den Lesungen garantiert. Und geben wir es zu: Wer möchte sich nicht gern mal verstohlen in den Räumlichkeiten anderer Leute umschauen, dabei nette Kontakte knüpfen und sich dazu noch von einem guten Buch verwöhnen lassen? Auch die Gastgeber sind jedes Mal Feuer und Flamme und verwöhnen ihre Gäste mit kleinen Speisen und Getränken. Alles in Allem ein totales Wohlfühlprogramm!

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(Copyright: Ken Zötzsche)

So viel erstmal zur Theorie, doch wie sah es in der Praxis aus? Zunächst galt es aus den Vorlesern auszuwählen und Tickets zu kaufen. Eine schwierige Wahl, da mindestens zwei sich sofort in mein Herz gemogelt haben. Dann guck doch beide, denkt ihr vielleicht? Geht nicht, denn eine weitere Besonderheit des Schmökersofas ist, dass alle vier Lesungen zur gleichen Zeit stattfinden.

So haben wir uns für Shakespeares Richard III. entschieden, der nicht vorgelesen wurde, sondern von 2 ehemaligen Schauspielerinnen des Theaters Plauen-Zwickau (Johanna Steinhauser und Marsha Zimmermann) als turbulentes Zwei-Personen-Stück in knapp einer Stunde aufgeführt wurde.

Sie wollten schon immer wissen, wie man die Karriereleiter nach oben steigt? Hier finden Sie die Anleitung dazu! Das Drama von Shakespeare zeigt auch nach 400 Jahren, wie man es an die Spitze schafft. Ein wenig intrigieren, morden, lügen und verleumden und schon hat man es geschafft! Doch Vorsicht! Wer hoch steigt, kann tief fallen… Zwei Schauspielerinnen übernehmen alle Rollen in diesem brutalen und gleichzeitig witzigen Stück des größten Theaterautors aller Zeiten.
(schmökersofa.de)

Gespielt wurde in einer wundervollen Scheune und die Gastgeber gaben wirklich alles, um ihren Gästen einen wundervollen Abend zu bescheren. Es war wundervoll, temporeich und absolut lustig. Sogar Helene Fischer wurde zitiert und Plauens Oberbürgermeister bekam seinen großen Auftritt. Also: erstmal alles richtig gemacht bei der Wahl des Stückes. Hier ein paar kleine Impressionen für euch! (Copyright: Ken Zötzsche)

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Ja, das war wirklich ein Erlebnis! Und vor allem war unsere Gruppe ganz auf der sicheren Seite, denn das Wetter war leider alles andere als sommerlich und trocken. Aber Petrus hatte ein Einsehen und auch die anderen drei Lesungen, die in wundervollen Gärten stattfanden, konnten trocken über die Bühne gehen. Auch wenn ich da selbst nicht bei war, möchte ich euch die Leser und ihre Bücher und Locations wenigstens kurz zeigen.

Andreas Wunderlich las im Garten bei Familie Patzer aus „Ökonomie der Verbundenheit“ von Charles Eisenstein

Seit 30 Jahren erstaunt mich immer wieder, aus wie vielen unterschiedlichen Perspektiven das Thema „Geld“ gesehen, analysiert und erlebt werden kann. Charles Eisenstein hat den vielen Möglichkeiten eine neue, äußerst attraktive Version hinzugefügt. Sein Vorschlag: das Geld in ein Mittel menschlicher Verbundenheit statt der Trennung zu transformieren. Er deckt auf, wie unser Geld das Gefühl von Knappheit fördert, Geiz und ruinösen Wettbewerb stärkt, endloses Wachstum verlangt und Gemeinschaften zerstört. Und er zeigt, dass wir im Zusammenbruch der alten Welt, die auf diesem System basiert, bereits die Keime neuer Formen von Geld und Zusammenarbeit finden können, die unser Leben in Zukunft bestimmen werden. Seinen umfassenden Ansatz, der so anders ist als alles, was wir im ökonomischen Mainstream finden, entwickelt er aus ökonomischer, historischer und psychologischer Sicht, als Aktivist und Forscher, Philosoph, Poet und spiritueller Sucher. Die einfache Klarheit und Freude an der Weitergabe seiner Forschungsergebnisse und Vision beruhen auf dem tiefen Verständnis der Materie und sind deshalb mitreißend glaubwürdig.
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Diese Bilder stammen von Marie Rennwanz:

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Die dritte Lesung – auch in einem wundervollen Garten –  bestritt der ehemalige Schauspieler Jens Herrmann. Er las Cityboy von Geraint Anderson. (Fotos von Peter Awtukowitsch)

Geraint Anderson ist ein Insider. Er kennt das Finanzsystem und er hat darüber geschrieben. Er arbeitete zwölf Jahre als Analyst in Europas Finanzmetropole London und wurde in seinem Fachgebiet mehrmals zum besten Analysten aller Banken der Stadt gewählt. Was keiner wusste: Während der letzten beiden Jahre seiner beruflichen Tätigkeit ging er einem brisanten Nebenjob nach. 22 Monate war seine Identität eines der best gehütetsten Geheimnisse der Londoner City. Unter dem Pseudonym City Boy veröffentlichte er in der Gratiszeitung The London Paper schmutzige Details aus der Londoner Finanzwelt. 500.000 Leser verfolgten jeden Freitag seine Geschichten von ausufernden Hummer- und Champagner-Abenden auf Spesenrechnung, Drogenexzessen, Prostitution und illegalem Aktienhandel. Mittlerweile ist er komplett ausgestiegen und hat ein Enthüllungsbuch geschrieben: City Boy. Beer and Loathing in the Square Mile.
(schmökersofa.de)

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Hier kommt Mimi Balu! Diesen Namen sollten Sie sich merken, denn Mimi steht kurz vor dem internationalen Durchbruch als Sängerin. Sie ist hochtalentiert, äußerst fotogen und hat es aus ihrem sächsischen Geburtsort Limbach-Oberfrohna bis nach London geschafft. Nichts liegt Mimi ferner als der Gedanke an ihre Heimat, doch genau dorthin muss sie wegen eines familiären Notfalls zurück. Nimmt diese Reise Mimi, die unaufhaltsam auf die vierzig zugeht, die Chance auf die sehnsüchtig erhoffte Karriere als Weltstar?

Eine Heimkehr mit ungeahnten Folgen…

(schmökersofa.de)

Die Fotos stammen von Steffen Hennersdorf – leider aber ohne ein „Kati-liest“ Bild 🙂

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Aber das hat die Autorin auf ihrer Facebook-Seite selbst gepostet – nur, dass ihr eine Vorstellung habt 🙂

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Das waren sie, die Vorleser des Juni-Schmökersofas. Aber die Veranstaltung ist damit natürlich noch längst nicht vorbei. Weiter ging es ins Forum K, eine kleine aber feine Kunstgalerie im Stadtzentrum von Plauen zur „Nachlese“. Dort las jeder der vier Vorleser noch ein Stück aus seinem Buch, sodass man doch in gewisser Weise in den Genuss aller vier Bücher kam. Danach wurde bei lecker Bowle und anderen feinen Sachen noch schön erzählt und sich ausgetauscht. Auch Kontakte wurden geknüpft! An dieser Stelle winke ich nach Leipzig/ London zur lieben Kati Naumann, von der ihr hier auf meiner Seite bald noch mehr hören werdet! Kati, ich freu mich drauf!

Dank der Buchhandlung Klüger und der absolut netten Besitzerin Frau Petra Mäcke konnte man sich auch direkt vor Ort mit den gelesenen Büchern eindecken und in diesem Fall sogar noch original signieren lassen!

Mit ein paar Impressionen der „Nachlese“ lasse ich diesen Artikel ausklingen. Diese Bilder stammen von Peter Awtukowitsch.

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Ein riesen Dank auch an dieser Stelle an Nadja und das gesamte Organisationsteam! Leute, wenn ihr die Möglichkeit habt, einmal nach Plauen zu kommen – zur richtigen Zeit – lasst euch das Schmökersofa nicht entgehen! Eine wundervolle Veranstaltung!

Mehr Informationen findet ihr auf: http://www.schmoekersofa.de/

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Bei den letzten Veranstaltungen wurde gelesen:

Juni 2013

Daniel Koch – Bukowski und Murakami
Daniel Tille – Seide von A. Baricco
Jörg Simmat – Tod in Venedig
Marsha Zimmermann – Wilde Reise durch die Nacht, Moers

November 2013

Johanna Steinhauser – Diesseits des Van Allen Gürtels, Hernndorf
David Moorbach – Tagebücher von Adam und Eva, M. Twain
Johannes Lang – Reinecke Fuchs, Goethe
Therese Langhof Thomas – Die Liebesblödigekeit, W. Genazino

Juni 2014

Maria Richter – Der Würger von Plauen
Scheune- Hörspiel
Henriette Fee Grützner – Erika oder Der verborgene Sinn des Lebens, E. Heidenreich
Evilin Sane – E.A.Poe und aus ihrem Buch „Psychografie“

November 2014

Jörg Simmat – Rasputin
Harry Walter – Puppenspiel mit Moralitäten
Benjamin Petschke – Tschechow, Hemmingway
Elisa Ueberschär – Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus

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Hallo ihr Lieben,

heute gibt es etwas ganz besonderes für euch! Mit Unterstützung des Radioropa Hörbuchverlags hat die liebe Teresa Simon mir eine große Überraschung bereitet. Sie schickte mir 4 Hörbücher ihres tollen Dresden-Romans „Die Frauen der Rosenvilla“. Die sind natürlich nicht für mich, sondern …richtig… für euch!

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Hach… so schön sehen sie aus und sie sind auch furchtbar gut anzuhören 🙂 Gesprochen werden sie von Nadine Heidenreich, die die Geschichte ganz liebevoll, vielschichtig und toll zum Leben erweckt. Diese Chance könnt ihr euch nicht entgehen lassen, oder?

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Eine kleine Aufgabe gilt es allerdings zu bewältigen:

Dresden, Schokolade und Rosen – Das sind die drei Eckpunkte, die den Roman charakterisieren. Kommentiert kurz hier auf meinem Blog, was ihr spontan mit diesen Begriffen verbindet oder was diese drei Dinge für eine Bedeutung für euch haben.

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Alle Antworten, die bis zum 26.6.2015 um 23.59 Uhr eingehen, kommen in den Lostopf. Ausgelost wird am Samstag im Laufe des Tages 🙂 So, nun haut in die Tasten und kommentiert, was das Zeug hält. Die Schätzchen scharren mit den Hufen und suchen ein liebevolles neues Zuhause!

Hier findet ihr noch einmal meine Besprechung zum Buch und das tolle Interview mit Teresa Simon 🙂

Viel Spaß und Glück!

achtung: welttag des buches 2015

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Liebe Lesefreunde,

heute ist es also wieder soweit! Der Welttag des Buches steht vor der Tür und ich habe etwas für euch! Eine Buchvorstellung? Nö! Was? Keine Buchvorstellung zum Welttag des Buches? Doppel-Nö. Vielmehr möchte ich euch zwei Dinge vorstellen, die mir am Herzen liegen und am Ende wartet auch ein kleines Gewinnspiel auf euch 🙂

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Und schon sind wir bei Nummer 1: Die Herzensbuchhandlung

Ich finde ja, jeder sollte eine Herzensbuchhandlung haben. So einen Laden, wo man hin geht, stöbert, plaudert, in Bücherwelten versinkt, sich informiert und sich einfach zu Hause fühlt. Mit viel Gruseln lese ich immer auf vielen Seiten und unter etlichen Rezensionen: „Mit einem Klick landet ihr direkt beim Bestelllink zu A…..“. Warum denn das große A und nicht die Buchhandlung von nebenan? Viele Buchläden haben mittlerweile Homepages über die man genauso gut bestellen kann. Und man unterstützt dabei den lokalen Buchhandel und tut somit etwas Gutes.

Doch nun zu meiner Herzensbuchhandlung: Die Buchhandlung Goerke in Meerane

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Wie ich dazu kam? Das ist eine längere Geschichte. Vor einiger Zeit rief Arndt von Astro Librium gemeinsam mit dem Buchhändler Thomas Calliebe die Aktion „Mein Schaufenster ist der Spiegel deines Lesens“ in die Welt. Im Rahmen dieser Aktion stellt Thomas ein Schaufenster seiner Buchhandlung zur Verfügung und stellt dort im Wechsel von einigen Wochen Blogs und ihre Literaturvorschläge vor. Dies war ein erster großer Schritt zur bewussten Zusammenarbeit von Blogger und Buchhandlung – ein Schritt aus dem Netz ins Leben.

Kurz darauf folgte die Gründung der Facebookgruppe „Blogger und Buchhandel“ die sich schon bald eines regen Austauschs erfreute. Blogger und Buchhändler und andere liebe Menschen aus der Buchbranche stehen dort in einem sehr freundschaftlichen und direkten Austausch, der schon einige Früchte getragen hat. Dort lernte ich auch die liebe Silvia Hengmith kennen, die die Inhaberin der Buchhandlung Goerke ist. Auf Anhieb haben wir uns super verstanden und schon einige Zukunftspläne geschmiedet. Ein Schaufenster wird sehr bald kommen mit meinen Buchvorschlägen und besuchen fahren muss ich die liebe Silvia ganz bald. Aber das Wichtigste: Auf meinem Blog werdet ihr keinerlei Verlinkungen zu A. oder anderen Großvertreibern finden. Wenn ich einen Hinweis für euch habe, wird der euch immer auf die Homepage der Buchhandlung Goerke führen. Und ich kann euch versprechen: Ihr werdet eure Sachen mindestens genauso schnell und mit sehr viel Liebe von dort gesendet bekommen 🙂 (Hinweis: Die Verlinkungen unter den Rezensionen sind keine Affiliate-Links, d.h. ich erhalte bei einem Kauf keinerlei Provision o.ä.! Ich will einfach versuchen, den lokalen Händlern zu helfen, die auch immer für uns da sind!)

Aber jetzt schaut sie euch doch einfach mal selbst an und bekommt einen Eindruck dieses tollen Geschäfts mit seiner super lieben Inhaberin:

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2. Lesebändchen und Gewinnspiel

Eine weitere tolle Bereicherung meines persönlichen Leselebens sind die Lesebändchen vom Lesebändchenshop. Was das ist, fragt ihr euch? Ganz einfach: Wie oft ist man unterwegs und hat kein Lesezeichen, es rutscht raus, oder man ist gezwungen Ecken umzuknicken, da man nix anderes hat. Damit ist jetzt Schluss, denn es gibt die tollen Lesebändchen in verschiedenen Sets und Farben.

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Jedes Set besteht aus fünf Bändchen, die nachträglich ins Buch eingeklebt werden können. An einem Ende sind sie dazu mit doppelseitigem Kleber befestigt, was ein absolut schnelles und problemloses Anbringen ermöglicht. Aus der Schweiz kommen die hochwertigen Satinbändchen, die in einer wunderhübschen wiederverwertbaren Verpackung zu euch kommen. Und das beste daran ist, dass ihr noch richtig was Gutes tut. Denn Verpackt und Versandt werden die Bändchen von der Mosaik-WfB gGmbH aus Berlin, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Beim Kauf des Produkts tragt ihr also direkt dazu bei, dass den Mitarbeitern vielseitige Arbeiten ermöglicht werden.

Und da ja heute der Welttag des Buches ist, habe ich beschlossen, ein Etui dieser tollen Lesebändchen an euch zu verlosen. Meine Frage dazu ist:

Welches ist euer Lieblingszitat aus einen Buch, das ihr mit einem Lesebändchen kennzeichnen würdet oder welches Buch würdet ihr mit einem Lesebändchen kennzeichnen?

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In den Lostopf wandern alle Kommentare, die bis zum Sonntag, 26.4.15 um 23.59 eingehen. Ich freu mich auf euch und eure Kommentare!

Update: And the Winner is Ce Line 😀
Bitte sende mir deine Adresse per Mail!

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Mainbook-Tour – Buchvorstellungen Tag 1

So, ihr Lieben

 Am Tag eins der „Mainbook-Verlagstour“ geht es heute mit den Buchvorstellungen los. Die Autoren des Frankfurter Verlages stellen in dieser Woche ihre Bücher vor.  Vergesst nicht zu kommentieren, denn pro Kommentar gibt es ein Los für das große Gewinnspiel. 😉

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Heute beginnen wir mit dem Herausgeber und Lektor von Mainbook Gerd Fischer und dem Autor Martin Olden. Beide schreiben tolle Krimis. 😉

GERD FISCHER

 Frankfurter Krimi-Reihe mit Kommissar Rauscher – von Gerd Fischer

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Die Rauscher-Krimis waren eine echte Schnapsidee. Im Jahr 2003 war ich zwei Wochen auf Bali und las am Strand einen Krimi, der mich inspirierte. Warum nicht selbst mal einen schreiben?, dachte ich mir. Also los! Noch im Urlaub überlegte ich mir eine Krimi-Story, die auf der Insel angesiedelt war. Dazu brauchte ich eine Hauptfigur. Ich wollte unbedingt jemanden, der aus Frankfurt stammt, wo ich seit über 20 Jahren wohne. Plötzlich erschien der Name Rauscher am Horizont über der balinesischen See. Der Name ist sehr bekannt in Frankfurt. Frau Rauscher aus der Klappergasse in Sachsenhausen ist eine Art Kultfigur und diente als Vorlage des berühmtesten Frankfurter Apfelweinliedes. So nannte ich also meinen Frankfurter Kommissar Herrn Rauscher, der dem einen oder anderen Apfelwein nicht abgeneigt ist, ja, der ihn geradezu vergöttert. Apropos Götter: „Mord auf Bali“ erschien dann tatsächlich im Jahr 2006 und, weil er vergriffen war, in einer Neuauflage 2011 in meinem eigenen Verlag mainbook.

Seitdem begleitet mich Herr Rauscher durch insgesamt 7 Krimis. Mich holte irgendwann die Welle der Regional-Krimis ein, auf der ich bis heute surfe. Daher sind die Bände 2 bis 7 in Frankfurt angesiedelt. Für die Krimis suche ich mir in der Regel Stoffe, die aktuell und brisant sind und auch gesellschaftsrelevant oder -kritisch. Oft bilden reale Ereignisse den Hintergrund der Geschichte, dafür führe ich viele Interviews, die eigentliche Kriminalstory ist aber fiktiv.

Mein neuster Krimi „Abgerippt“ beispielsweise greift das Problem der Mietpreisexplosion in Frankfurt auf und auch die Verdrängung der Mieter aus ihren Stadtteilen, was insbesondere ältere Menschen folgenreich betrifft. Rauschers Onkel wird aus seiner Mietwohnung zwangsgeräumt und am gleichen Tag liegt der Hausmeister tot im Hinterhof. Die Kripo um Rauscher kommt der Hausbesitzerin auf die Schliche, die mit mehr als dubiosen Methoden versucht, die Mieter aus dem Haus raus zu mobben.

Weiterhin habe ich die Themen Fluglärm („Fliegeralarm“, 2013), Cybermobbing an einer Frankfurter Schule („Paukersterben“, 2012), ein moderner Robin Hood in Frankfurt („Robin Tod“ 2011) und Doping bei Hobbyläufern („Lauf in den Tod“, 2010) in meinen Krimis behandelt. Inzwischen habe ich etwa 20-25 Lesungen pro Jahr – die meisten davon im Rhein-Main-Gebiet – und Herr Rauscher will immer noch weiter ermitteln … Ich bin selbst sehr gespannt, was er noch so vorhat.

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MARTIN OLDEN

 Die „Steiner“ Krimi-Reihe: 

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„Ich bin Müllmann. Ich hole den Dreck von der Straße.“ Bernd Steiner ist Hauptkommissar bei der Kripo Frankfurt. Ein Kettenraucher und Zyniker, Macho und Rassist, der durch einen Schicksalsschlag zum Umdenken gezwungen wird. Die psychologische Entwicklung der abgründigen Hauptfigur, rasante Dialoge und ein Schuss Sozialkritik stehen im Mittelpunkt der Serie, die bislang sieben Bände umfasst.

„Gekreuzigt“ befasst sich mit dem Mord an einer Klosterschülerin. In „Der 7. Patient“ geht es um Euthanasie und den Holocaust. „Wo bist du?“ und „Böses Netz“ thematisieren Prostitution und Menschenhandel. „Mord am Mikro“ beleuchtet die Eitelkeiten der Showbranche. „Die Rückkehr des Rippers“ zeigt, wie aus einem Teenager eine Mordmaschine werden kann und in „Vergiftetes Land“ ermittelt Steiner zwischen Bio-Betrügern und Islam-Hassern.

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Ebenfalls von Martin Olden bei Mainbook veröffentlicht

„Frankfurt Ripper – Aus dem Leben eines Serienkillers“: Klaus Scholz könnte Ihr Nachbar sein. Der freundliche, ältere Herr mit dem Cord-Sakko, der höflich grüßt, wenn er die Mülltüten rausträgt. Doch wissen Sie, was er darin aufbewahrt? Frankfurt Ripper ist das Psychogramm eines krank gewordenen Geistes und eine Satire auf eine ruhmsüchtige Gesellschaft, die sich mit aller Gewalt an den Rand des Abgrunds twittert.

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Und morgen geht es hier weiter mit einer Autorin, die über eine Rentner-Disco schreibt und mit einer Autorin, die ein eher ernstes Thema aufgreift. Ihr dürft gespannt sein.