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Achtung Buch: Lennard Malmqvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen von Lars Simon

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Schon als ich das Cover samt Titel sah, stand fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Humor, Magie und eine fesselnde Handlung wurden versprochen und auch auf weite Sicht vermittelt. Doch worum geht es überhaupt?

Lennart Malmqvist ist ein erfolgreicher Unternehmensberater, der weitestgehend – sieht man einmal von der juckreizauslösenden Liebesallergie ab –  zufrieden seinem Tagewerk nachgeht. Er lebt in einem gemütlichen Haus in Göteborg, in dessen Erdgeschoss sich ein Zauberei- und Scherzartikelladen befindet. Mit dessen Besitzer Buri Bolmen versteht sich Lennard ebenso gut wie mit seiner italienischen Nachbarin Maria, die ihn und den Rest des Hause mit kulinarischen Hochgenüssen verwöhnt und dazu gern laute Arien der italienischen Operngrößen zum Besten gibt. Eine fast perfekte Idylle, würde man meinen. Aber eben nur fast. Denn eines Tages stirbt Buri Bolmen auf mysteriöse Weise, ein gruseliger Leierkastenmann verfolgt Lennart bis in seine Träume und zu guter Letzt verliert er noch in einem wichtigen Meeting die Gewalt über seine Stimme und somit den wichtigsten Firmenvertrag aller Zeiten. Doch eine neue große Aufgabe wartet schon auf Lennart: Wie er von einem Notar erfährt, hat Buri ihm den Lasen samt Mops Bölthorn vererbt, der bei Gewitter zu sprechen beginnt. Ein skurriles Abenteuer und eine besondere Freundschaft nehmen ihren Lauf…

Die Geschichte entspricht genau ihrem witzig-skurrilen Cover. Simon nimmt den Leser von der ersten Seite an mit in sein magisches Abenteuer, das nicht an wenigen Stellen massiv die Lachmuskeln strapaziert. Schon allein die Darstellung des leicht adipösen und stark sabbernden und röchelnden Mopses ist allzu köstlich und in Mischung mit den herrlich lockeren und komischen Dialogen unschlagbar. Ebenso die Darstellung der einzelnen Charaktere: Herrlich erfrischend und lebendig lernen wir Maria kennen, die italienische Seele des ganzen Hauses, die nicht nur mit fabelhaftem Essen Herz und Seele jedes einzelnen Bewohners zusammenhält, sondern eher wie eine „Mamma“ zu allen ist. Dazu Lennart, eigentlich ziemlich durchschnittlich und doch so besonders, wie er erst nach dem Tod Boris – den ich übrigens sehr fernmehr kennengelernt hätte – erfährt. Magisch ist er, aber keinesfalls in Magie geschult oder ausgebildet.Vielmehr muss er im „Selbststudium“ beginnen, die Geheimnisse zu lösen, die er sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätte. Aber erstens kommt ja alles anders, und zweitens als man denkt. Zur Magie kommen noch der magische Mops und Beschützer Bölthorn sowie eine orakelnde Keksdose deren Geheimnisse es zu entschlüsseln gilt, was – unter uns gesagt – stellenweise zum Brüllen komisch ist.

Und schon sind wir mitten im Strudel der spannenden Geschehnisse dieses ersten Bandes einer spannend-komischen Trilogie aus dem Hause dtv. Freund wird Feind, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen mehr und mehr und mitten im Zentrum stehen ein noch immer relativ ratloser Lennart samt magischem Mops Bölthorn, die sich mutig ins Abenteuer stürzen, dessen Fortsetzung hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Viele Handlungsstränge wurden aufgeworfen, wenige abgeschlossen, was in Anbetracht der Folgebände nicht schlimm ist, sondern viel mehr Lust auf das Weitere macht.

Ein sehr gelungener und erfrischender Lesegenuss, der mit Humor, Fantasy und sehr charmanten Charakteren zu punkten versteht!

 

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Achtung Buch: Im dunklen dunklen Wald von Ruth Ware

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Freundschaft ist…

… wenn man eigentlich seit geraumer Zeit gar kein Freund von Thrillern ist, sich aber im Gespräch mit den anderen Lesemädels doch dazu breit schlagen lässt, es zu versuchen. So kam es, dass ich mich der Herausforderung gestellt habe, und nicht nur das Buch gelesen, sondern auch an der Blogtour zum Buch teilgenommen habe. Was wir da so erlebt haben, könnt ihr auf den folgenden Seiten nachlesen:

Kurzvorstellung des Buches bei Ronja

Eine besondere Cocktailparty bei Anja

Interview mit Ruth Ware bei Sabine

Dialog über die Freundschaft und ihre Besonderheiten bei Yvonne, Pauli und mir

Eva erklärt uns warum wir Angst im Wald haben und was ihn so besonders macht

Heike erklärt uns das Phänomen des Junggesellinnenabschieds

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Das war sie also, unsere sehr spannende und gruselige Blogtour zum Thriller von Ruth Ware. Doch um was geht es nun genau?

Der Klappentext verrät uns Folgendes: 
Eine bizarre Junggesellinnenparty.
Ein Spiel, das aus dem Ruder läuft.
Manche Partys sind gut, manche sind schlecht. Diese hier ist tödlich.
Als Nora, 26, eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare bekommt, ist sie mehr als überrascht. Sie hat Clare seit zehn Jahren nicht gesehen. Seit dem Vorfall damals, den Nora nie ganz überwunden hat… Und jetzt aus heiterem Himmel diese Einladung. Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief.

Viel mehr Worte möchte ich dazu gar nicht verlieren, denn jedes Wort zu viel wäre ein Wort, das euch einen, wenn auch noch so kleinen Teil der Spannung nehmen könnte. Was zunächst wie ein allseits bekanntes Schema für dieses Genre klingt, entwickelt sich schon ab der ersten Seite zu einem perfiden Katz und Maus Spiel. Jeder Mensch hat zwei Seiten, heißt es immer so schön. Und genau dies wird im Buch bewiesen. Da wird die beste Freundin zur Kratzbürste und die Feindin zur Verbündeten. Da glaubt man jahrelang, sich zu kennen und wird sich auf engstem Raum doch fremder als man es je zu glauben gewagt hatte.

Dass ein Mord passieren wird, wird hier jedem klar sein. Denn was ist schon ein Thriller ohne Blut und ohne Mord. Aber wie er vollzogen und vor allem wie sich die Geschichte im weiteren Verlauf entwickelt, das ist schon gar nicht von schlechten Eltern. Ein Mord also, MORD… wieso kann sich Nora aber an nichts erinnern? Und wieso liegt sie im Krankenhaus? Was machen die Polizisten vor ihrem Zimmer? Wie ein undurchdringlicher Nebel liegt die Vergangenheit über ihrem Gedächtnis und kann selbst mit der größten Anstrengung nicht hervorgeholt werden. Der Druck auf die junge Frau nimmt zu und da ist sie: eine erste kleine Erinnerung. Schritt für Schritt rekonstruiert Nora im Geiste die Geschehnisse vom Tag der Einladung zum Junggesellinnenabschied bis hin zum Krankenhaus. Und je weiter sich der Nebel lichtet, desto mehr wird sich Nora der Gefahr bewusst, in der sie und die anderen schweben.

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Ruth Ware ist brillant. Anders kann man es nicht sagen. Ihr ist es gelungen, einen althergebrachten Stoff so gekonnt neu zu verpacken, dass man von der ersten bis zur letzten Seite im Buch gefangen ist. Man hegt erste Ahnungen, verwirft sie wieder. Man verfolgt Spuren, die zunächst klar zu sein scheinen und dann im Schnee verlaufen. Man vertraut, um am Ende mehr zu misstrauen und man dreht sich ähnlich wie Nora permanent im Kreis, um die richtige Lösung zu finden. Perfekt spielt Ware dabei mit der Vergangenheit und der Gegenwart ihrer Protagonisten und lässt still und leise Unstimmigkeiten aus der Schulzeit einfließen. Unstimmigkeiten, die Misstrauen säen und kleine, subtile Boshaftigkeiten, die auf den ersten Blick als Neckereien abgetan werden könnten. Am Ende weiß man gar nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann…

Untermalt wird dies noch durch die schaurige Kulisse. Ein Glashaus mitten im dunklen und dichten Wald. Gegensätzlicher hätte es nicht sein können: Transparenz trifft auf Bedrohung. Man fühlt sich permanent beobachtet und kann doch selbst keinen Blick ins Dunkle werfen. Dazu noch dichter Schnee und kein Handyempfang. Viel mehr braucht es nicht, um eine beklemmende Stimmung zu verursachen. Auch die einfache und knapp gehaltene Sprache unterstreichen diese Gefühle. Bis zuletzt spinnt Ruth Ware ihre Fäden, die sich mehr und mehr zu einem tödlichen Kokon verfestigen und es bleibt lange Zeit unklar, auf wen das Ganze nun eigentlich abzielt und ob Nora sich wirklich wieder komplett erinnern können wird.

Trotz einiger Längen im ersten Teil und des doch bekannten Stoffes konnte mich der Thriller komplett überzeugen und hat den Ausflug in dieses Genre für mich zu einem lohnenswerten Leseerlebnis gemacht. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich gern in eine beklemmende Stimmung voller Spannung entführen lassen will und danke auch meinen Mitleiterinnen sowie dem dtv für die tolle Leserunde!

Achtung: #mädelswaldtour: Im dunklen dunklen Wald von Ruth Ware

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Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen im dunklen Wald… Heute ist schon der 4. Tag unserer tollen Blogtour.

Ihr habt doch keine Angst, oder? Hier ist es nur ein bisschen dunkel und es passieren ziemlich schräge Dinge. Ihr wollt wissen was passiert? Na dann macht mit bei unserem Gewinnspiel und lest diesen fantastischen Thriller selbst. Der Klappentext soll euch aber dennoch einen kleinen Hinweis geben:

Eine bizarre Junggesellinnenparty. Ein Spiel, das aus dem Ruder läuft.
Manche Partys sind gut, manche sind schlecht. Diese hier ist tödlich.
Als Nora, 26, eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare bekommt, ist sie mehr als überrascht. Sie hat Clare seit zehn Jahren nicht gesehen. Seit dem Vorfall damals, den Nora nie ganz überwunden hat… Und jetzt aus heiterem Himmel diese Einladung. Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief…
***

Eine besondere Rolle spielt das Thema Freundschaft. Was würde es da besseres geben, als ein bisschen mit unserer lieben Yvonne und der herzallerliebsten Pauli von der „Lesenden Samtpfote“ über das Thema Freundschaft zu plaudern. Ich habe sie die Tage zufällig im Wald getroffen und mit ihr über das Geheimnis einer langlebigen Freundschaft gesprochen. Aber lest selbst:

***

Pauli: Hey Jule, ich lese gerade „Im dunklen, dunklen Wald“ und da sind mir ganz viele Frage in den Kopf gekommen, die ich unbedingt loswerden wollte. Wie lange hatten Frauchen und du eigentlich keinen Kontakt mehr?

Jule: Hey Pauli, schön, dich hier auf dieser Bank im Wald zu treffen! Findest du es nicht ein wenig dunkel hier? Gerade wo wir doch noch zusammen im passenden Buch stecken!

Puh, das waren schon einige Jahre, die wir nichts voneinander gehört haben. War sehr traurig, aber wir hatten ja auch beide viel um die Ohren. Vieles hat sich spontan geändert, viele schöne und unschöne Dinge sind passiert, wir haben unseren Weg im Leben gesucht und mussten so manche Entscheidung treffen. Da blieb einfach kaum Zeit. Aber weißt du, was richtig schön ist? Nachdem wir durch die liebe Brigitte Riebe wieder so richtig in Kontakt kamen, war es so, als hätte es diese „leeren“ Jahre nie gegeben. Als würden wir einfach wieder bei Animal Crossing und Caramel Latte dasitzen und über Gott und die Welt reden. Es hatte sich absolut nix geändert. Die gleiche Vertrauensbasis, der gleiche Humor, wir können lachen, weinen, uns kritisieren, … Hat man nur selten im Leben und umso mehr bin ich froh, dass wir uns das so erhalten konnten.

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Was meinst du denn dazu? Dich hab ich ja auch so vermisst! Was macht für dich die enge und langjährige Freundschaft aus?

Pauli: Ich finde es auch ziemlich dunkel hier, fast schon gruselig. Aber ich hab es im Buch und dem Glashaus nicht ausgehalten. Doch wenn ich mir recht überlege, gruselt es mich noch mehr, dass du mir genau die Frage gestellt hast, wegen der ich zu dir komme. Mir geht es einfach nicht mehr aus dem Kopf, wie Tom Nora gefragt hat, was das Geheimnis einer langlebigen Freundschaft ist und Nora gar nicht wusste, was sie antworten soll, weil sie und Clare so lange Funkstille hatten. Deshalb dachte ich, ich frage dich. Frauchen und du, ihr hattet doch auch so lange Funkstille. Ist das Geheimnis eurer Freundschaft vielleicht genau diese Funkstille? Eine Zeit, in der sich jeder weiterentwickelt hat, um dann dem anderen gegenüberzutreten und genau da weiterzumachen, wo man vor vielen Jahren aufgehört hat – ohne Vorwürfe, sondern mit Verständnis? Ich denke, das ist der Schlüssel! Verständnis für den anderen, den man so gut kennt, auch nach einer längeren Kontaktpause. Und welche Rolle spiele ich dabei, hier in diesem Rahmen, in dem wir uns wiedergetroffen haben. Bin ich vielleicht so besessen von Frauchen, wie Flo von Clare? Das Buch macht mich paranoid…

Darf ich dich was anderes fragen?

Jule: Flo ist wirklich besessen von Clare. So etwas kenne ich auch. Ich hatte einmal eine beste Freundin in der Schule. Sie rief mich jeden Tag an, ich durfte nur mit ihr etwas unternehmen und kaum Kontakt zu anderen haben. Das hat mich dann so fertig gemacht, dass ich es kaum mehr ausgehalten habe und diesen Kontakt auch sehr zurückgeschraubt habe.

Pauli: Solche Freunde kenne ich auch. Man denkt, sie können ohne diese eine andere Person nicht existieren, weil sie so abhängig sind. Das ist nicht nur für den Freund sehr anstrengend, an den sich diese Person klammert, sondern auch für alle anderen Personen. Man hat immer das Gefühl, dass man diese eine Person mitschleifen muss.

Aber irgendwie finde ich es traurig, dass es Menschen gibt, die sich so abhängig machen von einem Menschen. Allerdings bin ich ehrlich gesagt ja auch so abhängig und besessen von Frauchen… bei Katzen ist das aber was anderes.

Jule: Das stimmt. Aber wieso tun sie das? Vielleicht aus Bewunderung oder auch aus dem Gefühl heraus, einfach etwas Besonderes in der Person zu sehen, ihr nahe sein zu wollen? Ist das gut dosiert, kann das sehr schön sein. Aber sobald es ungesunde Ausmaße annimmt, muss man schon vorsichtig sein.

Pauli: Mir tun die Menschen leid, die sich von jemandem so abhängig machen. Jeder ist doch auch allein toll, auf seine eigene Art.

Jule: Magst nicht vorbei kommen und bissl kuscheln? Ich mag keine gruseligen dunklen Wälder, obwohl ich sonst sehr gern draußen bin! Und was wolltest du mich fragen?

Pauli: Oh ja, es ist auch ziemlich kalt, da kuschel ich gern. Aber nun zu einer dieser Fragen, die mich nicht loslässt. Stell die vor, Frauchen hätte dich in all den Jahren der Kontaktpause aus heiterem Himmel auf ihren Junggesellinnenabschied eingeladen… wärst du gegangen, um der alten Zeiten willen?

Jule: Oh…. diese Frage ist wirklich schwierig, da ich ja eigentlich kein Freund dieser ganzen Spektakel bin *Lach* komisch, wo ich doch so ne ewig endlose Romantikerin bin. Ich kann dir darauf keine eindeutige Antwort geben, da das auch die Zeit und die Umstände bestimmt hätten. Wäre es in der Zeit gewesen, als mein Pa… sicher nicht, wäre es zu machen gewesen, vielleicht… hmm das ist wirklich ein etwas schwieriges Thema, auf Frauchen hätte ich mich sehr gefreut und hätte es bei ihr sicher auch in Erwägung gezogen, auch wenn ich sonst niemanden gekannt hätte.

Pauli: Hättest du dich gar nicht gewundert?

Jule: Gewundert – sicherlich etwas, aber ich kenn so viele verrückte Pärchen, bei denen das Knall auf Fall passiert und auch Freunde, mit denen man viel weniger als mit Frauchen zu tun hatte, die einen einladen, von daher wäre ich sicher überrascht gewesen, aber positiv und erfreut. Und hundert pro hätte das dazu geführt, dass wir wieder eher mehr Kontakt gehabt hätten – egal, ob ich hingegangen wäre oder nicht.😉

Pauli: Und wenn ihr so lange keinen Kontakt gehabt hättet, dass du nicht mal weißt, wer der Bräutigam ist? Wärst du gegangen? Ist das das Geheimnis, dass man sich nach Jahren noch blind vertraut.

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Jule: Gegenfrage: Steht da meine Meinung denn zur Debatte? Ich meine, ich hätte ihn zwar nicht gekannt, aber Frauchen ist ja dennoch meine Freundin und wird schon wissen, was sie da tut. Hofft man zumindest.🙂

Und du hast recht: Verständnis ist die Grundvoraussetzung, um nahtlos an etwas anzuknüpfen, das lang unterbrochen war. Wie eben unsere Freundschaft. Und dazu kommt sicher noch die Ebene auf der man sich bewegt hat. Wir waren ja so arg auf einer Wellenlänge, da war das kaum ein Problem. Eher habe ich mich geärgert, dass es überhaupt alles so lang auf Eis lag. Umso schöner ist es aber, dass wir uns jetzt wiedergefunden haben.

Magst du denn Hochzeiten? Und Junggesellinnenabschiede? Wie würdest du den denn gern feiern? Oder wie überhaupt nicht?

Pauli: Ich hätte eingeladen zur Wellnessbehandlung an einem Mauseloch an einem See oder so. Ich hätte aber alle eingeladen. Nicht nur Katzen, auch Kater. Alle Kumpels! SamRoc, Wallee, Ponyo, Jack, Chester (aber nur bis 22 Uhr) und alle anderen und wir hätten Milchskey getrunken und uns von unseren Frauchen kraulen lassen. Aber wenn, dann würde ich nur Frauchen heiraten und die hat gesagt das geht nicht. Da fällt mir ein, dass ich gar nicht weiß, wie und ob sie feiern würde. Da muss ich genau zuhören, was Heike am 31.10.2016 von Frauchen zu berichten hat.

Wurdest du schon mal nach langer Zeit der Funkstille zu einem Junggesellinnenabschied eingeladen?

Jule: Eine liebe Freundin, die ich ewige Jahre auch nicht mehr gesehen habe, hat mich auch zur Hochzeit eingeladen gehabt und war unterdessen Mama geworden und so einige Überraschungen mehr, das war auch etwas komisch und am Ende aber eine riesen Freude.🙂

Pauli: Ich bin ja von Natur aus skeptisch.

Aber ich weiß, dass Frauchen genau diese Sache zu schaffen macht. Vor dem Studium, in der Schulzeit, gab es schon mal eine Juliafreundin. Zu der war auch einige Jahre der Kontakt abgebrochen, als plötzlich eine Einladung zum Junggesellinnenabschied und zur Hochzeit kam. Frauchens Mama war in der Zeit grad so krank und Frauchen ist kaum noch aus dem Haus gegangen, weil alles zu viel war. Deshalb hat sie die Einladung abgesagt. Ich weiß aber ganz genau, dass sie nicht mehr bereut, als diese Entscheidung. Nachvollziehbarerweise, ist der Kontakt zu dieser Freundin jetzt nicht mehr so gut. Ich glaube, sie hat es Frauchen nie verziehen, dass sie nicht gekommen ist. Frauchen ist deshalb immer sehr traurig.

Yvonne: Pauli, hier bist du? Ich habe schon gesucht! Hey Jule, schön dich zu sehen. Na, plaudert der Fellball wieder aus dem Nähkästchen.

Jule: Hey Yvonnchen! Mannomann, Pauli ist aber wissbegierig. Man kommt ja gar nicht zum durchatmen.😉

Yvonne: Wem sagst du das. Aber ich bin froh, dass Pauli so clever ist. Ohne ihre Idee mit dem Blog, hätten wir uns wohl nicht so schnell wieder gefunden. Aber wieso ist das Kontakthalten oftmals so schwierig heutzutage? Wir leben doch im Zeitalter der modernen Kommunikation.

Jule: Vielleicht besteht genau da das Problem – wir sind übermedialisiert! Nie war es leichter als heute, Kontakt zu knüpfen und zu halten. Man kann auf Facebook schauen, auf Instagram, Twitter und wie die ganzen Social Medias alle so heißen. Deshalb macht man sich ja kaum noch die Mühe, einen Kontakt bewusst aufrecht zu erhalten. So mit Briefe schreiben und so. Ich will wissen, was jemand macht: Ach schau, ein neuer Snap, ein neuer Eintrag auf der Pinnwand. Man wird so von Informationen aus allen Bereichen überflutet, dass man auch manchmal einfach den Überblick verliert. Jeder arbeitet viel und hart und will in seiner Freizeit so wenig Stress wie möglich haben. Da wird es einem ja sehr leicht gemacht. Allerdings sind das sehr oberflächliche Kontakte. Wenn man diese vertiefen möchte, muss man dann schon wieder auf die konventionellen Wege zurückgreifen. Oder wie siehst du das? Ach… ich bin gern hier mit euch!

Yvonne: Das stimmt schon. Man denkt immer, man kann ja jederzeit jemandem schreiben, weil man so gut vernetzt ist. Aber irgendwann ist so viel Zeit vergangen, dass man sich irgendwie nicht mehr traut und dann die Funkstille immer länger wird.

Ich bin jedenfalls froh, dass wir uns wiedergefunden haben und es nun auch hinbekommen, den Kontakt zu halten.

***

Bei der #Mädelswaldtour könnt ihr übrigens auch ein Exemplar von Ruth Wares „Im dunklen, dunklen Wald gewinnen – und das müsst ihr dafür tun:

Auf allen 6 Stationen sind 4 Buchstaben, bzw. einmal 3 Buchstaben, im Text rot markiert.
Diese ergeben in die richtige Reihenfolge gebracht das Lösungswort (23 Buchstaben), welches per Mail an lesende_samtpfote@web.de bis einschließlich 31.10.2016, 23.59 Uhr geschickt werden sollte und euch mit viel Glück das Exemplar von „Im Dunklen dunklen Wald“ beschert.

Teilnahmebedingungen:

  • Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
  • Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
  • Die Verlosung beginnt am 26.10.2016 und endet auch am 31.10.2016 um 23:59 Uhr.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
  • Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
  • keine Barauszahlung möglich
  • Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Der Gewinner wird am 01.11.2016 gezogen und veröffentlicht, bzw. bekommt dann auch eine entsprechende Mail mit der Bitte um Angabe seiner Anschrift.

VIEL GLÜCK

Die Frauen und Augustus

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Im Rahmen einer tollen Blogtour mit dem dtv habe ich mich gemeinsam mit vier anderen Bloggern mit dem „Augustus“ von John Williams auseinandergesetzt und diesen intensiv durchleuchtet. Was nach dem Lesen bleibt, ist die Erkenntnis, einen wahrlich monumentalen Roman gelesen zu haben, der in seiner Tiefe und Besonderheit nachhallt und das Herz eines jeden Freundes von Rom höher schlagen lassen wird. Ich nehme euch hier mit auf eine kleine Reise durch das Leben des Kaisers und lege mein besonderes Augenmerk dabei auf die Begegnungen mit Frauen und deren Auswirkungen auf das Leben Octavius‘.

Ein besonderes Erlebnis ist dieser Roman auch in der Hörfassung. Berühmte Stimmen aus Fernsehen und Rundfunk erwecken das alte Rom zum Leben und vermitteln ein einmaliges Gefühl, direkt in das Geschehen involviert zu sein.

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Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau – diesen Spruch kennt wohl jeder von euch, doch trifft er auch auf einen der größten und wichtigsten Menschen der römischen Geschichte zu? Eins steht fest: Abgeneigt war Augustus dem schönen Geschlecht in keiner Weise, jedoch konnten ihn nur wenige Frauen wirklich nachhaltig prägen.

Beginnen wir also einmal bei der wichtigsten Frau im Leben eines jeden Mannes: seiner Mutter Atia. Weise und mit mütterlicher Wärme hielt sie stets die Hände über ihren Sohn und warnte ihn vor den Folgen, die ihn erwarten würden, sollte er Cäsars Erbe annehmen. Glanz und Ruhm auf der einen Seite, aber auch Unbekanntes, Dunkles und Mächtiges, dessen Ausmaß er in seinem jungen Alter noch gar nicht ermessen könne.

„Das Testament wurde öffentlich gemacht, und es ernennt Dich zu Cäsars Sohn und Erben. Ich weiß, Dein erster Impuls wird sein, beides anzunehmen, den Namen und das Vermögen, aber deine Mutter fleht dich an zu warten, zu überlegen und abzuschätzen, in welche Welt Dich das Testament Deines Onkels einlädt. Es ist nicht die schlichte Welt von Velletri, diesem Ort auf dem Land, in dem Du Deine Kindheit verbracht hast, (…). Dies ist die Welt Roms, in der niemand Feind noch Freund kennt, in der Freizügigkeit stärker als Tugend bewundert wird und Prinzipien nur den Eigennutz dienen:“
(S. 43)

Trotz aller gut gemeinten Ratschläge tritt Octavius das Erbe des Onkels an und wird binnen wenigen Jahren zu einem mächtigen Herrscher, der seine Mutter aber immer im Herzen trägt, was insbesondere nach deren Tod während der Beerdigungszeremonie deutlich wird. Sehr wohl trug er ihre Ratschläge im Herzen und versuchte diese für sich und das römische Volk umzusetzen. So spricht er über sie:

„Rom wird dich, die du Rom warst, nie wieder erblicken. Ein Verlust, der allein durch deine beispielhafte Tugend zu ertragen ist, die uns doch sagt, dass unser Kummer, währt er zu lang und wird er zu tief empfunden, dem eigentlichen Ziel deines Lebens zuwiderläuft. (…). Du, der du einen ehrenwerten römischen Namen trägst, hast in vollem Maße jene alten Tugenden des Landes verkörpert, die unsere Nation im Laufe ihrer Geschichte genährt und erhalten haben.  (…). Dank deiner Sanftmut besaßt du eine anderen Feinde als die Zeit, die dich nun von uns genommen hat. Rom, ach Rom, blicke auf jene, die hier ruht und sehe in ihr das Beste deines Wesens, deines Erbes.
(S. 122-123)

Insbesondere diese Worte zeigen, welch wichtige Rolle Atia im Leben ihres Sohnes gespielt hat. Sie war es, die ihm die monumentalen Werte, die Ideale vermittelt hat, die für ihn Rom ausmachen. Ihre Güte und Weisheit sollen auf ewig in den Menschen weiterleben. Eine Rede, eine Geste, die nur von wahrer Liebe zeugen kann.

In diesem Zusammenhang sei auch Hirtia zu nennen, deren Mutter zur Zeit der Geburt Octavius‘ als Sklavin in Atias Haushalt arbeitete. Sehr eng war ihre Bindung zu dem kleinen Jungen und bis ins hohe Alter, als sie noch einmal nach Rom fuhr, um die Stadt mit schwindendem Augenlicht ein letztes Mal zu sehen, hielt sie die Erinnerungen an den kleinen Jungen Tavius im Herzen. Nun, nach über fünfzig Jahren sieht sie diesen Jungen am Ende ihres Lebens noch einmal wieder. Er begegnet ihr voller Güte und auch sie entgegnet ihm die Wärme des Herzens.

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Ganz anders war es dabei um die Ehen Octavius‘ bestellt. Arrangiert wurden sie durch Maecenas und erfolglos waren sie. Man mag von Liebe gar nicht sprechen. Die erste Ehe wurde mit Servilia arrangiert und basierte – wie auch alle folgenden Ehen – auf politischen Gründen. Sie wurde niemals geschlossen, da sie in der Endkonsequenz nicht nutzbringend für Rom gewesen wäre. Die zweite Ehe betraf Clodia und ihr lag einer Vereinbarung des Triumvirats zugrunde, mit dem ein Friede mit Antonius einhergehen sollte. Ganz das Gegenteil war jedoch der Fall und somit wurde die Scheidung beschlossen. Die dritte Ehe wurde mit Scribonia beschlossen, mit der Frau, die ihm seine einzige Tochter Julia schenken sollte. Auch diese Ehe wurde letztendlich geschieden.

Wenn man diese Erlebnisse so betrachtet, wird deutlich, dass die Politik und die Liebe einfach nicht zu vereinen sind. Zweckmäßig arrangierte Ehen erfüllen nie den Zweck der Liebe, der zur Zeit Octavius‘ aber sowieso hintergründig war. Allerdings erfüllten seine Ehen nicht einmal die politischen Zwecke, für die sie ausgerichtet wurden. Ist es also verwunderlich, dass er sich den leichten Vergnügungen zuwendete?

Eine Frau gab es jedoch, die sein Herz erreichte, die ganz die Seine war: seine Tochter Julia. Wider aller Gesetzmäßigkeiten ließ er ihr alle Bildung zukommen und sie von seiner neuen Frau Livia – einer starken Person, die genau wusste, was sie wollte und wie sie es bekommt – anstelle einer Amme großziehen. Julia bewunderte Livia und beide Frauen entwickelten über die Jahre hinweg eine gewisse Art von Freundschaft. Und das, obwohl Livia die Berechnung und Härte in Person war, die alles tat, um ihre persönlichen Wünsche und Ziele zu erreichen, koste es was es wolle. Julia lernte die traditionellen Hausarbeiten ebenso wie die Kunst des Latein und der Rhetorik gleichwertig mit den Jungen. Über ihre Kindheit sagte sie:

„Mir scheint, dass ich damals glücklich gewesen bin, vielleicht so glücklich wie sonst nie in meinem Leben, doch nach drei Jahren ging diese Zeit zu Ende, und ich musste zur Frau werden. Es war der Abschied von einer Welt, auf die ich nur erste Blicke geworfen hatte.“
(S. 245)

Und es sollte nicht der letzte Abschied im Leben der jungen aufstrebenden Frau bleiben. Drei Ehemänner hatte sie, die sie nicht liebte. Mit siebzehn wurde sie das erste Mal zur Witwe, als ihr Mann Marcellus verstarb. Es folgte die Ehe mit Marcus Agrippa, dem engen und vertrauten Freund des Vaters, die neun Jahre andauern sollte. Doch auch in Julias Leben dominierte nicht die Liebe, sondern das Pflichtgefühl:

„Ich war des Kaisers Tochter. Ich war auch die Frau von Marcus Agrippa, meines Vaters Freund, zuallererst aber war ich die Tochter des Kaisers. Man ging gemeinhin davon aus, dass meine Pflicht vor allem Rom galt.“
(S. 294)

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Doch genau gegen diese Pflicht begann sich die junge Frau aufzulehnen und widersetzte sich den Gepflogenheiten des Landes. So setzte sie selbstbewusst durch, dass sie die Stadt verlassen dürfe, um an der Seite ihres Mannes zu reisen. Sie lernte die Welt kennen, durchlebte diverse mythische Rituale und musste letztlich doch eines bitter erfahren: Sie würde immer Rom sein und in dessen Pflicht stehen.

„Im Jahr des Konsulats von Tiberius Claudius Nero, Livia Sohn und Ehemann von Vipsania, der Tochter meines Mannes, fuhr ich wieder nach Rom. Ich war fünfundzwanzig Jahre alt. ich, die eine Göttin gewesen war, kehrte zurück als einfach Frau und verbittert.“
(S. 307)

Nach Agrippa Tod wurde Julia von ihrem Vater an Tiberius Claudius Nero versprochen, dem Ehemann, den sie abgrundtief hasste. Ein Hass, der soweit reichte, dass sie ihn nur mithilfe einer Vielzahl von Liebhabern ersticken konnte. Liebhaber, die ihr zum Verhängnis werden sollten. Denn was Julia nicht merkte war, dass ihre Liebhaber hinter ihrem Rücken gegen ihren Vater verschworen hatten und ein tödliches Komplott schmiedeten. Des Ehebruchs und der Mitschuld bezichtigt würde das unweigerlich den Tod Julias mit sich bringen. Eine Tatsache, die der liebende Vater mit klugen Schachzügen aus der Welt schaffen kann. Aber zu einem teueren Preis: die geliebte Tochter muss ins Exil. Dies war der einzige Weg um ihr Leben und die Ehre der Stadt Rom zu retten. Zwei Schicksale, auf ewig und unzertrennlich aneinander gebunden. Und immer blieb in ihm die Liebe zu seiner Tochter:

„Aller Groll, den ich meiner Tochter gegenüber gehegt haben mag, ist längst versiegt, da ich einsam, dass es trotz ihrer Rolle bei der Verschwörung noch immer eine Julia in ihr gab, die das den Vater liebende Kind blieb und vielleicht alle vernarrt in ihn war, eine Julia, die entsetzt vor dem zurückgewichen sein muss, wozu sie gedrängt wurde, eine Julia die sich immer noch, auch in der Einsamkeit Reggios, an die Tochter erinnert, die sie einmal gewesen war. (…). Ich wünschte mir damit, dass Rom einmal jenes Potential besäße, das ich in meiner Tochter sah. Letzten Endes haben sie mich beide verraten, nur kann ich sie deswegen nicht weniger lieben.“
(S. 432)

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Ja, die Frauen begleiteten Octavius von jungen Jahren an und hinterließen ihre Spuren in seinem Leben. Spuren, die Williams auf eine einzigartige Weise in seinen Briefen lebendig werden lässt und die den Leser bannen. Wie intensiv die Beziehung zwischen Vater und Tochter in diesem Zusammenhang war, zeigt schon allein die Tatsache, dass er ihrer Geschichte ein ganzes Buch im Roman eingeräumt hat. Doch weniger Platz hätte auch nicht gereicht, um das Leben und die Beziehung zwischen Vater und Tochter in all ihrer Vielschichtigkeit darzustellen.

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Flüchtige und zweckdienliche Beziehungen waren es vordergründig, die Octavius‘ Leben prägten, sieht man von seiner Mutter, der Tochter und seiner letzten Frau Livia ab, die einen großen Einfluss auf ihn und die Geschichte Roms hatten. Rom über alles, Rom ist der Atem, das Leben und der Tod. Und dennoch schlummert auch im stärksten Kaiser die Sehnsucht nach der Liebe, die insbesondere bei Julia zu spüren ist, aber auch in der Beschreibung seiner Ehe mit Terentia, einer auf den ersten Blick einfachen Frau, die es jedoch verstand, ihm Liebe und Zuneigung zu geben, für ihn da zu sein und ihm Trost zu spenden. Dinge, die er, das Oberhaupt Roms, nur selten erfahren durfte. Denn es ging schließlich um Rom, immer um Rom…

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Achtung Buch: Holmes und Ich – Die Morde von Sherringford von Brittany Cavallaro

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Manche Bücher kommen genau zur rechten Zeit, so wie dieses. Als ich im März meine erste Klasse übernommen habe, stand das Thema Krimi ganz hoch im Kurs auf dem Lehrplan und damit einhergehend natürlich große Namen wie Sherlock Holmes, Agatha Christie und Alfred Hitchcock. Namen, die aus dem Krimigenre nicht mehr wegzudenken sind und die ihren guten Ruf bis heute gewahrt und verstärkt haben. Agatha Christie erfährt ein großes Comeback im Aufbau Verlag und Sherlock Holmes verfolgt uns in einer brillanten Neuverfilmung als Serie mit dem fabelhaften Mr. Cumberbatch und Co. Doch auch aus dem Bereich Jugendbuch kann man den Charmanten Detektiv mit seinen Markenzeichen Mütze und Pfeife nicht mehr wegdenken. Auf vielfältige Weise begegnet er uns immer wieder, sei es bei Fischer FJB als Young Sherlock Holmes oder nun hier im DTV. Eins haben sie aber alle gemeinsam: Sie verstehen das Publikum zu fesseln.

Und dieses Handwerk versteht auch Brittany Cavallaro in ihrem Buch „Holmes und Ich“, obwohl, oder gerade weil sie einmal eine ganz andere Herangehensweise wählt. Stellt euch vor, ihr müsst eure geliebte Heimat London verlassen, da ihr ein Stipendium für einen Platz an einem Elite-Internat an der Ostküste der USA erhalten habt. Kann passieren, denkt ihr euch. Aber dann trefft ihr genau dort auf den Menschen, der euer Unterbewusstsein schon das ganze Leben lang beschäftigt: Charlotte Holmes, Nachfahrin des einzigartigen und legendären Sherlock Holmes. Und ihr? Ihr seid kein Geringerer als Jamie Watson, Nachfahre Doktor Watsons. Schicksal, Vorhersehung, Zufall oder doch ein abgekartetes Spiel? Findet es heraus! Euch bleibt nicht viel Zeit, denn schon kurze Zeit, nachdem ihr an der Eliteuniversität angekommen seid, geschieht ein erster Mord. Hauptverdächtige: Jamie Watson und Charlotte Holmes. Misstrauen und Beobachtung von allen Seiten folgen auf die Geschehnisse und auf einmal holt euch die Vergangenheit ein. Nur ihr beiden könnt gemeinsam den Mord von Sherringford  aufklären. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

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Brittany Cavallaro ist mit ihrer Version von Sherlock Holmes ein toller Auftakt gelungen. Von einer ganz neuen Seite beleuchtet sie das Leben des berühmten Detektivs, nämlich durch die Augen seiner Nachfahrin Charlotte, die ihm gar nicht so unähnlich ist. Ausgestattet mit einer sehr egozentrischen und eigenen Art sowie zahlreichen Ticks, gelingt es ihr sehr schnell den jungen Watson in ihren Bann zu ziehen, der eigentlich nichts wollte, außer ein ruhiges Leben zu führen und eins tunlichst zu vermeiden: Charlotte Holmes zu begegnen. Unmöglich! Denn schon bei der ersten Begegnung ist es um den jungen Mann geschehen. Nach und nach raufen sich die beiden mehr zusammen und Watson gelingt es, den harten Panzer um den Kern Charlottes zu durchbrechen. Beide Charaktere erzählen und berichten parallel über ihre Erlebnisse, sodass der Leser die verschiedenen Gedanken sehr plastisch vermittelt bekommt. Dabei spart die Autorin an keiner Stelle mit Details und Beschreibungen, sodass vor dem inneren Auge des Lesers eine sehr lebendige Welt entsteht. Ebendiese Perspektivenwechsel machen das Buch sehr spannend und halten den Leser in den Seiten gefangen. Man mag das Buch kaum mehr aus den Händen legen, wenn man einmal damit begonnen hat.

Der Autorin ist hier ein wirklich tolles Jugendbuch gelungen. Die gewählte Thematik punktet mit Spannung, einer gut durchdachten Handlung, aber auch mit viel Romantik und Herzblut, was im Jugendgenre einfach auch nicht fehlen darf. Schauplätze und die Atmosphäre sind zauberhaft beschrieben und mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt worden und stets schwebt die Erinnerung an die großen Vorbilder über der Geschichte. Ein prima Auftakt, den ich jedem Jugendlichen Krimifreund und auch den „großen“ Verehrern von Sherlock Holmes nur empfehlen kann. Ich freue mich schon auf weitere spannende Abenteuer der beiden!

Achtung Buch: The Diviners 2 – Die dunklen Schatten der Träume

 

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Endlich ist es soweit, Evie O’Neill ist zurück! Und viel ist geschehen. Mittlerweile ist die Existenz der Diviners kein Geheimnis mehr und ein regelrechter Medienansturm ist ausgebrochen. Mitten drin steht natürlich unser Sternchen Evie, die den Ruhm als America’s Sweetheart in einer eigenen Radioshow voll auskostet. Sehr gelegen kommt ihr dabei auch das kleine Schauspiel mit Sam, in dem beide öffentlich als DAS neue Traumpaar auftreten.

Onkel Will, Jericho und einige andere Freunde sehen diese Entwicklung doch eher mit gemischten Gefühlen, da der Ruhm die Sinne auch ganz schön benebeln kann. Außerdem geht es dem Museum für Okkultes auch immer schlechter – Probleme, die Evie einfach nicht für voll nehmen will, denn dafür ist ihr Leben im Moment einfach zu strahlend perfekt.

So bemerkt sie auch nicht, welches große Unheil sich über der ganzen Stadt auszubreiten beginnt. Mehr und mehr Menschen werden von einer mysteriösen Schlafkrankheit befallen. Sie wachen nicht mehr aus und sterben letztendlich, ohne dass jemand etwas tun kann, oder man im Vorfeld Symptome erkennen kann. Schnell stellt sich heraus, dass die Betroffenen in zunächst wundervollen Traumwelten gefangen sind. Diese sind jedoch nur so lange wundervoll, wie sich der Träumer freiwillig und gern in ihr aufhält. Wie eine Sucht breitet sich die Sehnsucht nach diesen schönen und so realen Traumwelten aus. „Träum mit mir!“, säuseln verführerische Stimmen und reißen die Schlafenden in ihren Sog. In Chinatown beginnt dieses Phänomen, was unweigerlich zur Folge hat, dass die dort ansässigen Chinesen dafür verantwortlich gemacht werden. Eine Hasswelle erfasst die Stadt und überflutet sie an der Oberfläche, während in der Unterwelt unheimliche Wesen in dunklen Tunneln ihr Unwesen treiben.

Henry ist es, der zuerst auf die Geschehnisse zu reagieren beginnt, während sich die anderen mit ihren eigenen Problemen herumschlagen. In seinen Träumen begegnet er der jungen Chinesin Lin, deren besondere Fähigkeit – genau wie seine – das Traumwandeln ist. Gemeinsam kommen sie weiteren Geheimnissen auf die Spur und stellen schnell fest, dass all die mysteriösen Ereignisse unweigerlich miteinander in Zusammenhang stehen und die Stadt in eine große Gefahr stürzen. Wird es den jungen Diviners gelingen, die Stadt vor der kompletten Zerstörung zu retten, oder werden sie diesmal an die Grenzen ihrer Fähigkeiten stoßen?

*

Sehnsüchtig habe ich nach dem grandiosen Auftaktband auf diesen zweiten Teil gewartet und wurde nicht enttäuscht. Noch mehr Seiten, noch mehr Spannung, tolle Entwicklungen, Ereignisse, die sich überschlugen und mich beim Lesen fesselten. Herz, was willst du mehr? Die Goldenen Zwanziger in New York bilden auch hier die Kulisse mit Party, Musik, Alkohol, Glamour und dem Flair des neuen Amerika, das alle Möglichkeiten bereithält. Mitten drin Evie, beliebt, strahlend, verrückt wie eh und je. Nach wie vor ein toller Charakter, dem der Ruhm allerdings etwas zu sehr zu Kopfe gestiegen ist. Sie schwebt durch die Welt, ohne dabei den Blick auf der Realität zu behalten. Nur auf den eigenen Erfolg bedacht, stößt sie Freunde und Familie nicht nur einmal vor den Kopf, was sie einige Sympathiepunkte kostet. Aber für die Entwicklung der Geschichte ist dies genau richtig, denn irgendwann musste das Sternchen einen Knacks bekommen, um nicht gar zu sehr als erfolgreiches Flapper-Girl dargestellt zu werden, das mit links zwischen zwei Partys schwierige übersinnliche Fälle zu lösen vermag.

Eine tolle Chance für Henry, der in dieser Geschichte stark in den Vordergrund rückt. Auch er gerät in die trügerisch-süßen Fänge der Traumwelten, wird ihm doch dort vorgegaukelt, dass er seine große Liebe Louis wiederfinden kann. Dort trifft er auf Lin, die auch eine Traumwandlerin ist und die versucht, Henry bei der Suche nach Louis zu helfen. In Sachen Liebe wird dabei aus Henry allerdings auch nur ein Mensch mit Gefühlen, der denn Sinn für die Ratio komplett verliert und sich der Illusion hingibt, Louis wirklich finden zu können, ohne dabei die Gefahr zu realisieren, in der er eigentlich schon steckt.

Auch die bisherigen Nebencharaktere Theta, Mabel, Jericho, Will und Sam sind grandios gezeichnet und schnell wird deutlich, dass sich aus den Nebencharakteren vollwertige Figuren entwickelt haben, die allesamt ihren Beitrag zum Geschehen leisten müssen. Jeder hat eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen und setzt dafür seine bestimmte Gabe ein. Nur gemeinsam ist es möglich, der Gefahr die Stirn zu bieten und eine Chance zu haben, die Stadt zu retten. Ob Evie das auch noch rechtzeitig einsehen wird und den Boden unter den Füßen wiedergewinnt, bevor es zu spät ist?

Genau wie der erste Teil, konnte mich „Die dunklen Schatten der Träume“ von Anfang bis Ende überzeugen. Auch wenn alles etwas ruhig und gezogen begann, stellte man schnell fest, dass dahinter eine gute Absicht der Autorin steckte, nämlich dem Leser die mühevoll konstruierte Welt zwischen Traum und Realität nahezubringen. Dies geschah auf eine genau so subtile und sensible Art und Weise, wie die einzelnen Charaktere in den Bann der gefährlichen Träume gerieten. Ein absoluter Pluspunkt in der strukturellen Entwicklung der Geschichte, die sprachlich sowieso stark punkten kann. Man gleitet nahtlos über vom lauten New York der Goldenen Zwanziger in eine auf den ersten Blick ruhige und perfekte Traumwelt, bevor man beginnt, die unterschwellige Gefahr zu spüren, die sich im Verlauf des Buches wie ein Nebel über die Geschichte legt. Immer Kälter wird dieser Nebel und schnürt einen in die Gefahr ein, die die Stadt zu zerstören droht. Man fliegt atemlos durch die Geschichte, fiebert mit Henry und Lin und den anderen dem Finale entgegen und bleibt mit dem Gefühl zurück, dass ein wirklich tolles Buch gerade zu Ende gegangen ist. Hoffentlich müssen wir nicht so lange auf den dritten Band warten! Eine klare Empfehlung meinerseits!

achtung buch: frederick von perikles monioudis

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Frederick, wer ist Frederick und wieso widmet ihm ein Autor ein ganzes Buch? Richtig, es kann sich nur um den einen wahren Frederick Austerlitz – besser bekannt als Fred Astaire – handeln. Hört ihr es nicht, das leise, rhythmische klappern der Steppschuhe auf den harten Brettern, die die Welt bedeuten? Seht ihr nicht den kleinen Jungen, der Kerzengerade neben seiner Schwester und seiner Mutter in einem der berüchtigten Vaudeville-Theater sitzt und auf die Chance für einen Auftritt wartet? Ich sehe ihn. Und nicht nur ich… Gemeinsam mit Arndt von AstroLibrium habe ich Frederick über die Schulter geschaut, begleitete ihn wie ein Schatten durch sein Leben. Perikles Monioudis liefert mit seinem Roman dafür genau das richtige Material: eine Biografie, die in solch einer Weise noch nicht da gewesen ist.

Davon zeugt schon der Titel „Frederick“. Wüsstet ihr auf Anhieb, dass damit der einzigartige Fred Astaire gemeint ist? Oder könnte es nicht auch die Geschichte des kleinen Nachbarjungen von nebenan sein? Nein, definitiv muss es Fred Astaire sein. Lässig übereinander geschlagene Beine, an deren Füßen blank geputzte Steppschuhe glänzen – das Ganze stilvoll in gedecktem schwarz-weiß mit golden anmutender Schrift. Ein Cover voller Eleganz, ganz wie der Protagonist selbst. 12733641_567985670043770_4919182645352333563_n

Sehr gespannt war ich, schließlich liebe ich es, mich durch Biografien in die Leben interessanter Persönlichkeiten hineinzuführen. Nicht immer gelingt den Autoren dabei der Spagat zwischen Informationsgehalt und Spannung der Biografie, doch Perikles Monioudis beweist dabei ein wahres Ausnahmetalent. Warum aber Fred Astaire? Auf diese Frage antwortete mir der Autor sehr charmant:

„Wieso Fred, fragst Du mich. Nun, Astaire war und ist für mich ein großes Faszinosum. Schon als Kind, als ich an Sonntag nachmittagen seine Filme sah, war ich gebannt von seiner Erscheinung, noch mehr aber von seinem Tanz. Später setzte der Intellekt ein, mir wurde klar, dass diese schwerelose Eleganz konkrete Gründe hatte: ein einmaliges Talent – und Arbeit, Arbeit, Arbeit. Ich merkte, daß mich der Künstler Astaire hinter dem Hollywoodstar Astaire mindestens genauso ansprach: die Ängste, die Fixierungen, die Ambitionen des weltbesten Tänzers. Ich habe alles über Astaire gelesen und alles gesehen, was es an Filmen und Bildern von ihm gibt – und ich habe mir meinen eigenen Reim auf ihn gemacht.“

Und wie er sich einen eigenen Reim darauf gemacht hat. Wer eine chronologische Biografie erwartet, wird dabei nicht auf seine Kosten kommen, aber dafür eine große Überraschung erleben und sich sicher dennoch begeistert im Buch verlieren können. Während ich dich die Seiten flog, schwebten Bilder und Melodien an mir vorbei. Fred Astaire mit Ginger Rogers, Cole Porter, flotte Steps. Viele Fakten, die ein sehr charakteristisches Gesamtbild des Ausnahmetalents zeigten, wechselten sich ab mit realen und fiktiven Gedankengängen. All dies mutete an, wie eine wundervolle Choreografie. Wundervoll aber schwer zu bändigen, genau wie es das Leben Astaires war. Geplagt von Selbstzweifeln und dem Drang zur ultimativen Perfektion, war es oft die Angst vor dem Altern, vor dem Verlust der Beweglichkeit und der Langsamkeit, die wie ein Damoklesschwert über Fred schwebte. Eine Verunsicherung, die Monioudis Mensch werden lässt. In verschiedenen Figuren und Rollen begleitet sie Fred Astaire durch sein Leben und uns, die Leser, durch das Buch. Ein Symbol für die Abkehr  von der Eleganz und der Sterblichkeit der Schönheit. Und jeder ist sterblich, eine Tatsache, die nahezu allgegenwärtig über Fred zu stehen scheint.

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Man springt durch die Zeit, wie ein Tänzer durch die Choreografie. Vor, zurück, man blickt in die Zukunft und in die Vergangenheit. Man muss Handlungsstände verknüpfen und selbst mögliche Verbindungen erschließen. Ein Lesen voller Genuss und Anspruch, ein Kunstwerk. Doch war Fred Astaire schon immer das Ausnahmetalent? Nein, viel mehr war es seine Schwester Adele, die ins Zentrum rückte. Sie war der geheime Stern und Frederick das schmückende Beiwerk, als beide Kinder 1905 zu einem Vortanzen geschickt wurden. Doch dies sollte nie so werden. Atemlos begleitete ich Monioudis auf seiner Reise durch das Leben Astaire, der zuerst die Bühnen eroberte und dann das Medium Film als Weg zur Perfektion entdeckte. Eine Perfektion, die ihn manchmal zu zerreißen, zu verschlingen drohte. Dennoch entstand sie, die Legende Astaire.

Eine Legende, der Perikles Monioudis nur zu gerecht wird. Sowohl inhaltlich als auch stilistisch fährt er ganz große Geschütze auf, um dieses Buch zu einem informativen und einzigartigen Lesevergnügen zu machen. Literarischer Anspruch trifft auf Nostalgie trifft auf Biografie. Man schwebt im Raum und in der Zeit, man erfreut sich – so man sie noch gelernt hat – die alte Rechtschreibung wiederzufinden und somit auch auf der Stilebene in die Vergangenheit reisen zu können. Warum?

„Alte Rechtschreibung: Ich kann mich mit der alten Rechtschreibung stärker identifizieren als mit der neuen, fühle mich im scharfen S zu Hause. Und da dtv die Entscheidung mir überließ, musste ich nicht lange überlegen. Ja, die alte Rechtschreibung passt auch noch gut zum Text über Fred Astaire – wie ein rahmengenähter Tanzschuh auf den flinken Fuss …“

So Monioudis‘ Begründung der Entscheidung dafür. Eine Entscheidung, für die ich sehr dankbar bin. Dieses Buch war ein wahrer Tanz voller Gefühl, Rhythmus und Melodie und ich bin sehr froh, ihn mit meinem persönlichen Fred Astaire, Arndt Stroscher (KLICK), getanzt zu haben. Die Schuhsohlen glühen noch, nachdem der Vorhang eines tollen gemeinsamen Lesens gefallen ist. Eins steht aber fest: The Show must go on! Und ihr, liebe Leser, schaut vorbei beim dtv und besorgt euch diesen Schatz! Ihr werdet es nicht bereuen.

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