Tag-Archiv | Krimi

Achtung Buch: Lennard Malmqvist und der ziemlich seltsame Mops des Buri Bolmen von Lars Simon

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Schon als ich das Cover samt Titel sah, stand fest, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Humor, Magie und eine fesselnde Handlung wurden versprochen und auch auf weite Sicht vermittelt. Doch worum geht es überhaupt?

Lennart Malmqvist ist ein erfolgreicher Unternehmensberater, der weitestgehend – sieht man einmal von der juckreizauslösenden Liebesallergie ab –  zufrieden seinem Tagewerk nachgeht. Er lebt in einem gemütlichen Haus in Göteborg, in dessen Erdgeschoss sich ein Zauberei- und Scherzartikelladen befindet. Mit dessen Besitzer Buri Bolmen versteht sich Lennard ebenso gut wie mit seiner italienischen Nachbarin Maria, die ihn und den Rest des Hause mit kulinarischen Hochgenüssen verwöhnt und dazu gern laute Arien der italienischen Operngrößen zum Besten gibt. Eine fast perfekte Idylle, würde man meinen. Aber eben nur fast. Denn eines Tages stirbt Buri Bolmen auf mysteriöse Weise, ein gruseliger Leierkastenmann verfolgt Lennart bis in seine Träume und zu guter Letzt verliert er noch in einem wichtigen Meeting die Gewalt über seine Stimme und somit den wichtigsten Firmenvertrag aller Zeiten. Doch eine neue große Aufgabe wartet schon auf Lennart: Wie er von einem Notar erfährt, hat Buri ihm den Lasen samt Mops Bölthorn vererbt, der bei Gewitter zu sprechen beginnt. Ein skurriles Abenteuer und eine besondere Freundschaft nehmen ihren Lauf…

Die Geschichte entspricht genau ihrem witzig-skurrilen Cover. Simon nimmt den Leser von der ersten Seite an mit in sein magisches Abenteuer, das nicht an wenigen Stellen massiv die Lachmuskeln strapaziert. Schon allein die Darstellung des leicht adipösen und stark sabbernden und röchelnden Mopses ist allzu köstlich und in Mischung mit den herrlich lockeren und komischen Dialogen unschlagbar. Ebenso die Darstellung der einzelnen Charaktere: Herrlich erfrischend und lebendig lernen wir Maria kennen, die italienische Seele des ganzen Hauses, die nicht nur mit fabelhaftem Essen Herz und Seele jedes einzelnen Bewohners zusammenhält, sondern eher wie eine „Mamma“ zu allen ist. Dazu Lennart, eigentlich ziemlich durchschnittlich und doch so besonders, wie er erst nach dem Tod Boris – den ich übrigens sehr fernmehr kennengelernt hätte – erfährt. Magisch ist er, aber keinesfalls in Magie geschult oder ausgebildet.Vielmehr muss er im „Selbststudium“ beginnen, die Geheimnisse zu lösen, die er sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausgemalt hätte. Aber erstens kommt ja alles anders, und zweitens als man denkt. Zur Magie kommen noch der magische Mops und Beschützer Bölthorn sowie eine orakelnde Keksdose deren Geheimnisse es zu entschlüsseln gilt, was – unter uns gesagt – stellenweise zum Brüllen komisch ist.

Und schon sind wir mitten im Strudel der spannenden Geschehnisse dieses ersten Bandes einer spannend-komischen Trilogie aus dem Hause dtv. Freund wird Feind, die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen mehr und mehr und mitten im Zentrum stehen ein noch immer relativ ratloser Lennart samt magischem Mops Bölthorn, die sich mutig ins Abenteuer stürzen, dessen Fortsetzung hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt. Viele Handlungsstränge wurden aufgeworfen, wenige abgeschlossen, was in Anbetracht der Folgebände nicht schlimm ist, sondern viel mehr Lust auf das Weitere macht.

Ein sehr gelungener und erfrischender Lesegenuss, der mit Humor, Fantasy und sehr charmanten Charakteren zu punkten versteht!

 

Achtung: #mädelswaldtour: Im dunklen dunklen Wald von Ruth Ware

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Hallo ihr Lieben und herzlich willkommen im dunklen Wald… Heute ist schon der 4. Tag unserer tollen Blogtour.

Ihr habt doch keine Angst, oder? Hier ist es nur ein bisschen dunkel und es passieren ziemlich schräge Dinge. Ihr wollt wissen was passiert? Na dann macht mit bei unserem Gewinnspiel und lest diesen fantastischen Thriller selbst. Der Klappentext soll euch aber dennoch einen kleinen Hinweis geben:

Eine bizarre Junggesellinnenparty. Ein Spiel, das aus dem Ruder läuft.
Manche Partys sind gut, manche sind schlecht. Diese hier ist tödlich.
Als Nora, 26, eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare bekommt, ist sie mehr als überrascht. Sie hat Clare seit zehn Jahren nicht gesehen. Seit dem Vorfall damals, den Nora nie ganz überwunden hat… Und jetzt aus heiterem Himmel diese Einladung. Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief…
***

Eine besondere Rolle spielt das Thema Freundschaft. Was würde es da besseres geben, als ein bisschen mit unserer lieben Yvonne und der herzallerliebsten Pauli von der „Lesenden Samtpfote“ über das Thema Freundschaft zu plaudern. Ich habe sie die Tage zufällig im Wald getroffen und mit ihr über das Geheimnis einer langlebigen Freundschaft gesprochen. Aber lest selbst:

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Pauli: Hey Jule, ich lese gerade „Im dunklen, dunklen Wald“ und da sind mir ganz viele Frage in den Kopf gekommen, die ich unbedingt loswerden wollte. Wie lange hatten Frauchen und du eigentlich keinen Kontakt mehr?

Jule: Hey Pauli, schön, dich hier auf dieser Bank im Wald zu treffen! Findest du es nicht ein wenig dunkel hier? Gerade wo wir doch noch zusammen im passenden Buch stecken!

Puh, das waren schon einige Jahre, die wir nichts voneinander gehört haben. War sehr traurig, aber wir hatten ja auch beide viel um die Ohren. Vieles hat sich spontan geändert, viele schöne und unschöne Dinge sind passiert, wir haben unseren Weg im Leben gesucht und mussten so manche Entscheidung treffen. Da blieb einfach kaum Zeit. Aber weißt du, was richtig schön ist? Nachdem wir durch die liebe Brigitte Riebe wieder so richtig in Kontakt kamen, war es so, als hätte es diese „leeren“ Jahre nie gegeben. Als würden wir einfach wieder bei Animal Crossing und Caramel Latte dasitzen und über Gott und die Welt reden. Es hatte sich absolut nix geändert. Die gleiche Vertrauensbasis, der gleiche Humor, wir können lachen, weinen, uns kritisieren, … Hat man nur selten im Leben und umso mehr bin ich froh, dass wir uns das so erhalten konnten.

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Was meinst du denn dazu? Dich hab ich ja auch so vermisst! Was macht für dich die enge und langjährige Freundschaft aus?

Pauli: Ich finde es auch ziemlich dunkel hier, fast schon gruselig. Aber ich hab es im Buch und dem Glashaus nicht ausgehalten. Doch wenn ich mir recht überlege, gruselt es mich noch mehr, dass du mir genau die Frage gestellt hast, wegen der ich zu dir komme. Mir geht es einfach nicht mehr aus dem Kopf, wie Tom Nora gefragt hat, was das Geheimnis einer langlebigen Freundschaft ist und Nora gar nicht wusste, was sie antworten soll, weil sie und Clare so lange Funkstille hatten. Deshalb dachte ich, ich frage dich. Frauchen und du, ihr hattet doch auch so lange Funkstille. Ist das Geheimnis eurer Freundschaft vielleicht genau diese Funkstille? Eine Zeit, in der sich jeder weiterentwickelt hat, um dann dem anderen gegenüberzutreten und genau da weiterzumachen, wo man vor vielen Jahren aufgehört hat – ohne Vorwürfe, sondern mit Verständnis? Ich denke, das ist der Schlüssel! Verständnis für den anderen, den man so gut kennt, auch nach einer längeren Kontaktpause. Und welche Rolle spiele ich dabei, hier in diesem Rahmen, in dem wir uns wiedergetroffen haben. Bin ich vielleicht so besessen von Frauchen, wie Flo von Clare? Das Buch macht mich paranoid…

Darf ich dich was anderes fragen?

Jule: Flo ist wirklich besessen von Clare. So etwas kenne ich auch. Ich hatte einmal eine beste Freundin in der Schule. Sie rief mich jeden Tag an, ich durfte nur mit ihr etwas unternehmen und kaum Kontakt zu anderen haben. Das hat mich dann so fertig gemacht, dass ich es kaum mehr ausgehalten habe und diesen Kontakt auch sehr zurückgeschraubt habe.

Pauli: Solche Freunde kenne ich auch. Man denkt, sie können ohne diese eine andere Person nicht existieren, weil sie so abhängig sind. Das ist nicht nur für den Freund sehr anstrengend, an den sich diese Person klammert, sondern auch für alle anderen Personen. Man hat immer das Gefühl, dass man diese eine Person mitschleifen muss.

Aber irgendwie finde ich es traurig, dass es Menschen gibt, die sich so abhängig machen von einem Menschen. Allerdings bin ich ehrlich gesagt ja auch so abhängig und besessen von Frauchen… bei Katzen ist das aber was anderes.

Jule: Das stimmt. Aber wieso tun sie das? Vielleicht aus Bewunderung oder auch aus dem Gefühl heraus, einfach etwas Besonderes in der Person zu sehen, ihr nahe sein zu wollen? Ist das gut dosiert, kann das sehr schön sein. Aber sobald es ungesunde Ausmaße annimmt, muss man schon vorsichtig sein.

Pauli: Mir tun die Menschen leid, die sich von jemandem so abhängig machen. Jeder ist doch auch allein toll, auf seine eigene Art.

Jule: Magst nicht vorbei kommen und bissl kuscheln? Ich mag keine gruseligen dunklen Wälder, obwohl ich sonst sehr gern draußen bin! Und was wolltest du mich fragen?

Pauli: Oh ja, es ist auch ziemlich kalt, da kuschel ich gern. Aber nun zu einer dieser Fragen, die mich nicht loslässt. Stell die vor, Frauchen hätte dich in all den Jahren der Kontaktpause aus heiterem Himmel auf ihren Junggesellinnenabschied eingeladen… wärst du gegangen, um der alten Zeiten willen?

Jule: Oh…. diese Frage ist wirklich schwierig, da ich ja eigentlich kein Freund dieser ganzen Spektakel bin *Lach* komisch, wo ich doch so ne ewig endlose Romantikerin bin. Ich kann dir darauf keine eindeutige Antwort geben, da das auch die Zeit und die Umstände bestimmt hätten. Wäre es in der Zeit gewesen, als mein Pa… sicher nicht, wäre es zu machen gewesen, vielleicht… hmm das ist wirklich ein etwas schwieriges Thema, auf Frauchen hätte ich mich sehr gefreut und hätte es bei ihr sicher auch in Erwägung gezogen, auch wenn ich sonst niemanden gekannt hätte.

Pauli: Hättest du dich gar nicht gewundert?

Jule: Gewundert – sicherlich etwas, aber ich kenn so viele verrückte Pärchen, bei denen das Knall auf Fall passiert und auch Freunde, mit denen man viel weniger als mit Frauchen zu tun hatte, die einen einladen, von daher wäre ich sicher überrascht gewesen, aber positiv und erfreut. Und hundert pro hätte das dazu geführt, dass wir wieder eher mehr Kontakt gehabt hätten – egal, ob ich hingegangen wäre oder nicht.😉

Pauli: Und wenn ihr so lange keinen Kontakt gehabt hättet, dass du nicht mal weißt, wer der Bräutigam ist? Wärst du gegangen? Ist das das Geheimnis, dass man sich nach Jahren noch blind vertraut.

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Jule: Gegenfrage: Steht da meine Meinung denn zur Debatte? Ich meine, ich hätte ihn zwar nicht gekannt, aber Frauchen ist ja dennoch meine Freundin und wird schon wissen, was sie da tut. Hofft man zumindest.🙂

Und du hast recht: Verständnis ist die Grundvoraussetzung, um nahtlos an etwas anzuknüpfen, das lang unterbrochen war. Wie eben unsere Freundschaft. Und dazu kommt sicher noch die Ebene auf der man sich bewegt hat. Wir waren ja so arg auf einer Wellenlänge, da war das kaum ein Problem. Eher habe ich mich geärgert, dass es überhaupt alles so lang auf Eis lag. Umso schöner ist es aber, dass wir uns jetzt wiedergefunden haben.

Magst du denn Hochzeiten? Und Junggesellinnenabschiede? Wie würdest du den denn gern feiern? Oder wie überhaupt nicht?

Pauli: Ich hätte eingeladen zur Wellnessbehandlung an einem Mauseloch an einem See oder so. Ich hätte aber alle eingeladen. Nicht nur Katzen, auch Kater. Alle Kumpels! SamRoc, Wallee, Ponyo, Jack, Chester (aber nur bis 22 Uhr) und alle anderen und wir hätten Milchskey getrunken und uns von unseren Frauchen kraulen lassen. Aber wenn, dann würde ich nur Frauchen heiraten und die hat gesagt das geht nicht. Da fällt mir ein, dass ich gar nicht weiß, wie und ob sie feiern würde. Da muss ich genau zuhören, was Heike am 31.10.2016 von Frauchen zu berichten hat.

Wurdest du schon mal nach langer Zeit der Funkstille zu einem Junggesellinnenabschied eingeladen?

Jule: Eine liebe Freundin, die ich ewige Jahre auch nicht mehr gesehen habe, hat mich auch zur Hochzeit eingeladen gehabt und war unterdessen Mama geworden und so einige Überraschungen mehr, das war auch etwas komisch und am Ende aber eine riesen Freude.🙂

Pauli: Ich bin ja von Natur aus skeptisch.

Aber ich weiß, dass Frauchen genau diese Sache zu schaffen macht. Vor dem Studium, in der Schulzeit, gab es schon mal eine Juliafreundin. Zu der war auch einige Jahre der Kontakt abgebrochen, als plötzlich eine Einladung zum Junggesellinnenabschied und zur Hochzeit kam. Frauchens Mama war in der Zeit grad so krank und Frauchen ist kaum noch aus dem Haus gegangen, weil alles zu viel war. Deshalb hat sie die Einladung abgesagt. Ich weiß aber ganz genau, dass sie nicht mehr bereut, als diese Entscheidung. Nachvollziehbarerweise, ist der Kontakt zu dieser Freundin jetzt nicht mehr so gut. Ich glaube, sie hat es Frauchen nie verziehen, dass sie nicht gekommen ist. Frauchen ist deshalb immer sehr traurig.

Yvonne: Pauli, hier bist du? Ich habe schon gesucht! Hey Jule, schön dich zu sehen. Na, plaudert der Fellball wieder aus dem Nähkästchen.

Jule: Hey Yvonnchen! Mannomann, Pauli ist aber wissbegierig. Man kommt ja gar nicht zum durchatmen.😉

Yvonne: Wem sagst du das. Aber ich bin froh, dass Pauli so clever ist. Ohne ihre Idee mit dem Blog, hätten wir uns wohl nicht so schnell wieder gefunden. Aber wieso ist das Kontakthalten oftmals so schwierig heutzutage? Wir leben doch im Zeitalter der modernen Kommunikation.

Jule: Vielleicht besteht genau da das Problem – wir sind übermedialisiert! Nie war es leichter als heute, Kontakt zu knüpfen und zu halten. Man kann auf Facebook schauen, auf Instagram, Twitter und wie die ganzen Social Medias alle so heißen. Deshalb macht man sich ja kaum noch die Mühe, einen Kontakt bewusst aufrecht zu erhalten. So mit Briefe schreiben und so. Ich will wissen, was jemand macht: Ach schau, ein neuer Snap, ein neuer Eintrag auf der Pinnwand. Man wird so von Informationen aus allen Bereichen überflutet, dass man auch manchmal einfach den Überblick verliert. Jeder arbeitet viel und hart und will in seiner Freizeit so wenig Stress wie möglich haben. Da wird es einem ja sehr leicht gemacht. Allerdings sind das sehr oberflächliche Kontakte. Wenn man diese vertiefen möchte, muss man dann schon wieder auf die konventionellen Wege zurückgreifen. Oder wie siehst du das? Ach… ich bin gern hier mit euch!

Yvonne: Das stimmt schon. Man denkt immer, man kann ja jederzeit jemandem schreiben, weil man so gut vernetzt ist. Aber irgendwann ist so viel Zeit vergangen, dass man sich irgendwie nicht mehr traut und dann die Funkstille immer länger wird.

Ich bin jedenfalls froh, dass wir uns wiedergefunden haben und es nun auch hinbekommen, den Kontakt zu halten.

***

Bei der #Mädelswaldtour könnt ihr übrigens auch ein Exemplar von Ruth Wares „Im dunklen, dunklen Wald gewinnen – und das müsst ihr dafür tun:

Auf allen 6 Stationen sind 4 Buchstaben, bzw. einmal 3 Buchstaben, im Text rot markiert.
Diese ergeben in die richtige Reihenfolge gebracht das Lösungswort (23 Buchstaben), welches per Mail an lesende_samtpfote@web.de bis einschließlich 31.10.2016, 23.59 Uhr geschickt werden sollte und euch mit viel Glück das Exemplar von „Im Dunklen dunklen Wald“ beschert.

Teilnahmebedingungen:

  • Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
  • Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
  • Die Verlosung beginnt am 26.10.2016 und endet auch am 31.10.2016 um 23:59 Uhr.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
  • Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
  • keine Barauszahlung möglich
  • Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Der Gewinner wird am 01.11.2016 gezogen und veröffentlicht, bzw. bekommt dann auch eine entsprechende Mail mit der Bitte um Angabe seiner Anschrift.

VIEL GLÜCK

Achtung Buch: Die Ernte des Bösen von Robert Galbraith

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Nachdem mich die ersten beiden Bände der Kormoran Strike Serie auf Anhieb überzeugen und fesseln konnten, stand es natürlich außer Frage, dass auch dieser dritte Band bei mir einziehen muss. Und große Freude herrschte schon beim Betrachten des tollen Covers, das die Tower Bridge in mystischer Stimmung zeigt und schon viel Spannung verspricht.

Und spannend geht es auch direkt los, denn an Robin wurde ein Paket gesendet, in dem sich ein abgesägtes Frauenbein befindet. Eine Geschichte beginnt, die mehr ist als ein morbider Scherz. Viel zu schnell wird deutlich, dass es sowohl für Robin als auch für Strike zur Privatangelegenheit wird, in der sich Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit der beiden nicht nur an einer Stelle kreuzen. 4 Männer aus Strikes Vergangenheit sind für Strike potenzielle Kandidaten für diese makabere Tat, mit der sowohl Robin als auch er selbst angegriffen werden sollen. Alle 4 hat Strike persönlich hinter Gitter oder zumindest vor Gericht gebracht und alle 4 haben ein handfestes Motiv zur Rache. Da haben wir einen Pädophilen, einen Gauner, einen ehemaligen Kameraden und Strikes eigenen Stiefvater, der schon unter dem handfesten Tatverdacht steht, Strikes Mutter umgebracht zu haben.

Gemeinsam mit Strike und Robin verfolgen wir diese vier Männer, was nicht immer leicht ist. Viel Vergangenheit muss aufgearbeitet werden, vieles erklärt und deutlich gemacht werden. Dazu kommt noch die nervenaufreibende Gegenwart, denn schließlich steht Robins Hochzeit vor der Tür. Ein Grund zu feiern? Eher nicht, denn graue Wolken verhängen den Liebeshimmel – und zaubern mir, die schon seit Band 1 auf ein Happy End für Strike und Robin hofft – ein breites grinsen ins Gesicht. Ob es dieses Happy End jedoch geben wird, steht nach wie vor in den Sternen. Wir switches also zwischen den Ermittlungen und dem Privatleben der Protagonisten hin und her, was der Handlung eine neue Dynamik gibt.

Durch die vielen Rückblicke und Erklärungen bekommt man manchmal den Eindruck, dass die Geschichte langatmig sein könnte, ist sie aber keineswegs. Ein steter und sehr gut konstruierter Spannungsbogen umrahmt das Ganze und ergibt einen Krimi, dem es an nichts fehlt. Dafür sorgen auch nicht zuletzt unsere beiden Ermittler Strike und Robin, die mit ihrem einzigartigen Charme – er ruppig-liebenswert, sie pfiffig-keck – wie schon in den vorherigen Bänden zu überzeugen wissen. Dazu kommen noch kurze Einblicke in das Leben und Denken des Mörders – eine wirklich kranke Seele, von der man bis zuletzt nicht weiß, wer dahintersteckt.

Vielseitig, spannend, gut strukturiert und abwechslungsreich, mit tollen Charakteren und einem super Handlungsort gespickt, ist dieser Krimi wirklich eine würdige Fortsetzung und ein absoluter Lesegenuss, den ich jedem Krimifan nur sehr empfehlen kann.

achtung buch: nix dolci & liebeslang – zwei sina teufel krimis aus der feder von lara stern

Nachdem ich mir ja vorgenommen habe, irgendwann alle Bücher meiner liebsten Autorin gelesen zu haben (und ich denke, ich habe schon eine ganz gute Quote erreicht *lach*), habe ich mir nun abends auf dem Reader die Lara Stern Krimis rund um die charmante Anwältin Sina Teufel hergenommen. Die zwei ersten – ohne Beachtung der Reihenfolge, was aber auch nicht sooooo schlimm ist – habe ich binnen weniger Abende verschlungen und werde nun auch nach und nach die anderen hernehmen. Worum es geht?

Nix Dolci

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Sina Teufel, die toughe und temperamentvolle Anwältin lebt gemeinsam mit ihrem Kater Taifun in München und führt eine gut laufende Kanzlei. Eines Tages stürmt ihr alter Freund Nick in die Räume und will sie mit der Abwicklung des Verkaufs einer luxuriösen Villenanlage am Gardasee betrauen. Doch die Freude über den großen Coup währt nicht lange. Viel zu schnell stellt Sina fest, dass da etwas ganz und gar faul ist. Spätestens als Nick tot aufgefunden wird, ist klar, dass sich unsere junge Anwältin in einen komplizierten Fall hineinmanövriert hat, in dem Immobilienspekulationen in Millionenhöhe, Spielsucht und Autoschiebereien eine große Rolle spielen. Wird sie dem ganzen Drama ein Ende bereiten und den Tod ihres Freundes aufklären können?

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Liebeslang

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Für den Kammersänger Ottfried Fürst bricht eine Welt zusammen, nachdem seine Frau verstorben ist. Nicht einmal Zeit zum trauern bleibt ihm, da Sohn Leander so offen nach dem Erbe giert und dem Vater das Leben zu Hölle macht. Als Fürst kurz darauf tot in seinem Bett gefunden wird, steht Sina Teufel mitten in einem neuen Fall. Denn alle Indizien, die auf einen natürlichen Tod hinweisen, können sofort dementiert werden. Wer hat Interesse daran, den alten Mann vor dem Tod zu quälen und wo steckt die wertvolle Cartier-Uhr des Opfers? Ein Tagebuch einer berühmten Sängerin enthüllt zudem erotische Details aus dem Leben Fürsts, der gar nicht solch ein Unschuldslamm war, wie es den Anschein hatte. Zu all dem Trubel kommt noch Sinas Privatleben. Schließlich gibt es da Lazlo, ihren heißblütigen Liebhaber, der nun so stark wie nie zuvor nach einer gemeinsamen Zukunft mit Sina drängt. Ob sie ihre Freiheit wirklich aufgeben kann?

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Soweit der Inhalt der beiden Kriminalromane, die mich sehr gut unterhalten und auf ganzer Linie überzeugt haben. Sina Teufel ist dabei als Hauptprotagonistin eine toughe Person, die weiß, wo sie im Leben steht und was sie erreichen will. Unabhängig und freiheitsliebend setzt sie sich auch gekonnt gegen das sogenannte starke Geschlecht durch und steht auch in Krisensituationen ihre Frau. Unterstützung bekommt sie dabei von ihren sympathischen Kollegen und Kolleginnen sowie ihren Freunden. Allen voran muss dabei Carlo von Rees erwähnt werden, ein wahrer Paradiesvogel und Vertreter des „dolce vita“, der es stets versteht, Sina (und auch mich) zum Schmunzeln zu bringen.

Die Storys beider Krimis sind bis zum Ende angenehm spannend gehalten und halten den Leser phasenweise ganz schön auf Trab. Fein gewebte Verstrickungen, überraschende Wendungen und gut durchdachte Sprünge sorgen dafür, dass man erst nach und nach die Teile des Puzzles zusammensetzen kann und bis zum Schluss fest in der Geschichte gehalten wird. Was dabei besonders gefällt, ist das Talent der lieben Lara Stern alias Brigitte Riebe, ihre Figuren so gekonnt miteinander in Verbindung zu bringen, dass es eine wahre Freude ist, mitzurätseln oder beim Lesen Vermutungen anzustellen, wer wann wie mit wem was zu tun hatte. Genauso verhält es sich mit den Charakteren an sich: Sie sind so plastisch gezeichnet und gut in Szene gesetzt, dass man sie einfach nur gern kennen lernt und bei ihren Erlebnissen begleitet. So steht nicht nur der Aspekt Krimi im Vordergrund, sondern eine absolute Symbiose zwischen Handlung und Handelnden. Man ist direkt im Geschehen, blickt Sina Teufel bei den Ermittlungen über die Schulter und erlebt ein rundum Krimipaket, das alles hat, was sich der Krimifreund wünscht. Klare Empfehlung meinerseits, und bald gibt es mehr zu den anderen Teilen!

achtung hörbuch: girl on the train von paula hawkins

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Für mich gehört das Zugfahren als fester Bestandteil zum Leben, da ich selbst noch kein Auto fahre. Gerade zu meiner Studienzeit bin ich oft zwischen Plauen und Dresden gependelt und habe meine Gedanken schweifen lassen, während die bekannte Natur an mir vorbei gerauscht ist. Bei den letzten Fahrten habe ich dazu das Hörbuch von „Girl on the Train“ gehört – was wäre passender! Die englische Originalfassung lag dabei auf meinem Schoß, aber hören lässt es sich beim Zug fahren einfach schöner als Lesen – bis einen die Story so stark gefangen nimmt, dass man sich verstohlen im Zug umblickt und nach einem rothaarigen Mann umschaut oder nach einem beleuchteten Haus am Fahrtweg.

Denn genau so erging es Rachel, die täglich von den Randbezirken nach London mit der Bahn fuhr. Immer an derselben Stelle war der Zug durch nie enden wollende Bauarbeiten gezwungen zu halten und machte ihr den Blick frei auf ein Einfamilienhaus voller Harmonie – so redete es sich Rachel zumindest ein. Sie gab den beiden Namen, erträumte das perfekte Leben dazu und sehnte jeden Tag wieder herbei, um dort vorbei zu fahren. Sie sah, wie beide Scherzten, auf der Terrasse saßen, wie sie frühstückten und wünschte, auch ein solches Leben führen zu können.

Früher hatte sie ein solches Leben, in genau einem dieser Häuser in Whitney, mit einem geliebten Mann. Früher, bevor… So bleiben ihr nur die Erinnerungen und die Phantasie, mit der sie sich beim Blick auf das Haus eine perfekte Harmonie erträumt – erfüllt voller geheimer Sehnsüchte und Wünsche.

Doch was ist es, dass dem Buch nun den Titel Psychothriller verleiht? Bisher scheint alles ja noch in halbwegs normalen Bahnen zu verlaufen. Bisher… bis zu dem Tag, an dem Rachel beobachtet, wie Jess (so nannte sie insgeheim die Bewohnerin des Hauses) nicht mit ihrem Mann auf der Terrasse stand, sondern leidenschaftlich von jemandem anderen geküsst wird. Wie eine Seifenblase zerplatzt das Konstrukt der perfekten Fantasiewelt mit dem Anfahren des Zuges und Rachel kommt nicht darüber hinweg. Als dann 2 Tage später noch die Schlagzeile „Große Sorge um vermisste Frau aus Witney“ in allen Zeitungen erscheint, schrillen in ihr die Alarmglocken. Das wird doch nichts mit ihrer Jess zu tun haben?

Auf einmal wurden aus Jason und Jess Scott und Megan Hipwell, Menschen mit einem realen Leben und Rachel fühlt sich als Zeugin, sie kann die Geschehnisse nicht ruhen lassen, nicht akzeptieren. Zu gern würde sie dem Aufruf der Polizei folgen und eine Aussage machen, doch wer glaubt schon einer wie ihr?

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Absolut ungespoilert bin ich auf dieses Hörbuch zugegangen, habe bewusst im Vorfeld nicht viel darüber gelesen, da man gerade im Bereich Thriller und Krimi oft schon durch das kleinste Wort zu viel erfährt und die Handlung so merklich an Spannung verliert. Man fragt sich permanent, was mit Megan geschehen ist, man kann es nicht begreifen. Wie einen filigranes Spinnennetz baut Hawkins ihre Story auf und der Leser ist darin gefangen, kommt nicht los, verstrickt sich mehr und mehr. Die Fäden verlaufen ineinander, laufen ins Leere oder knüpfen sich langsam und still zusammen.

Alles dreht sich um die zentrale Frage: Wo ist Megan? Rachel, besessen von der fixen Idee, dieses Rätsel zu lösen, gerät dabei selbst in dieses Spinnennetz, nahezu unfähig sich zu befreien. Geschickt wird mit Rückblenden und Perspektivenwechseln gearbeitet; der Leser staunt und schaut fassungslos und gefesselt zu, wie sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen. Bis zuletzt bleibt man in dieser Spannung gefangen, nahezu atemlos, während man die Entwicklungen nicht fassen mag. Hochspannung garantiert!

Für jeden Fan des Genres Psychothriller ist „Girl on the Train“ eine wahre Empfehlung und ein purer Genuss. Steigt ein in den Zug, setzt euch neben Rachel und teilt eine Geschichte mit ihr, die vor Spannung und unerwarteten Wendungen nur so strotzt. Und im Falle, ihr wollt es lieber Hören als Lesen, kann ich euch dazu auch nur wärmstens ermutigen. Die Stimmen von Britta Steffenhagen, Rike Schmidt und Christiane Marx, erwecken die Protagonisten auf besonders packende Art zum Leben und verleihen der Story noch ein ganze Menge mehr an Dynamik. Einfach ein Genuss für Auge und Ohr.

Mainbook-Tour – Buchvorstellungen Tag 4

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Heute geht es weiter mit einem Hauch Fantasy und Mystery. Hier stellen heute Frank Schuster und Tanja Bruske ihre beiden Romane vor. 😉 Nicht vergessen, jeder Kommentar hüpft in den Lostopf! 😉

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„Das Haus hinter dem Spiegel“ von Frank Schuster

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Eliza ist zurzeit ziemlich verdreht. Sie verwechselt links und rechts und schreibt plötzlich nur noch in Spiegelschrift, selbst ihre Klassenarbeiten. Ihre Schwester Lorina macht sich Sorgen. Ist Eliza tatsächlich in die Welt hinter den Spiegeln gelangt? Lorina schiebt alles auf ein seltsames altes Buch, das sie aus der Schulbibliothek geliehen und gelesen hat. Seitdem sieht Eliza plötzlich überall die Figuren aus dem Roman zum Leben erwachen: die eineiigen Zwillinge Zwiddeldum und Zwiddeldei, das lustige Eiermännchen Goggelmoggel sowie der fürchterliche Drache Zipferlake. Und was hat es mit Papas Schachspiel auf sich? Seitdem es umgekippt war und eine Elster die schwarze Königin geraubt hat, scheint die Anordnung der Figuren auf dem Brett den Lauf der Dinge zu beeinflussen. Zusammen mit dem kauzigen Mathelehrer Herr Hundsen und Herrn Ritter, dem zerstreuten Erfinder vom Dachgeschoss, machen sich die beiden Schwestern auf den Weg, um das Geheimnis hinter Elizas seltsamer Verwandlung zu ergründen …

 Das Haus hinter dem Spiegel ist ein fantastischer Roman für Jung und Alt. Gespickt mit literarischen Anspielungen auf Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ und „Alice hinter den Spiegeln“ erzählt er auf detektivische Weise die Geschichte einer Zehnjährigen, die aufbegehrt. Die Handlung kehrt sich jedoch um: Nicht das Mädchen gerät in ein Wunderland, sondern der Nonsens bricht in den scheinbar logischen Alltag ein.

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Tanja Bruske – Leuchte

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Eine uralte Legende, eine mysteriöse Zeitreise, ein historischer Held und ein Mord – das sind die Zutaten, mit denen Tanja Bruske ihren Kriminalroman „Leuchte“ würzt. Der Mystery-Thriller verknüpft Fiktion und geschichtliche Tatsachen.

Die Protagonistin Lisa landet nach einem Autounfall im Jahr 1792. Im nächtlichen Wald stolpert die Studentin über eine Frauenleiche, landet unsanft in einem Brunnenschacht – und erwacht in der Vergangenheit im Hause des attraktiven Arztes Jonas Faust. Auf der Suche nach dem Mörder und nach dem Grund für ihre Zeitreise stößt Lisa auf die Legende um die geheimnisvolle Leuchte. Doch viel Zeit für Nachforschungen bleibt ihr nicht, denn während dem mutmaßlichen Mörder Prozess und  Folter drohen, fallen zudem französischen Soldaten über die Region rund um Frankfurt her – die Stunde des tapferen Schultheißen Johannes Mörschel rückt immer näher.

Die Fortsetzung von „Leuchte“ erscheint in wenigen Monaten.

Mainbook-Tour – Buchvorstellungen Tag 1

So, ihr Lieben

 Am Tag eins der „Mainbook-Verlagstour“ geht es heute mit den Buchvorstellungen los. Die Autoren des Frankfurter Verlages stellen in dieser Woche ihre Bücher vor.  Vergesst nicht zu kommentieren, denn pro Kommentar gibt es ein Los für das große Gewinnspiel. 😉

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Heute beginnen wir mit dem Herausgeber und Lektor von Mainbook Gerd Fischer und dem Autor Martin Olden. Beide schreiben tolle Krimis. 😉

GERD FISCHER

 Frankfurter Krimi-Reihe mit Kommissar Rauscher – von Gerd Fischer

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Die Rauscher-Krimis waren eine echte Schnapsidee. Im Jahr 2003 war ich zwei Wochen auf Bali und las am Strand einen Krimi, der mich inspirierte. Warum nicht selbst mal einen schreiben?, dachte ich mir. Also los! Noch im Urlaub überlegte ich mir eine Krimi-Story, die auf der Insel angesiedelt war. Dazu brauchte ich eine Hauptfigur. Ich wollte unbedingt jemanden, der aus Frankfurt stammt, wo ich seit über 20 Jahren wohne. Plötzlich erschien der Name Rauscher am Horizont über der balinesischen See. Der Name ist sehr bekannt in Frankfurt. Frau Rauscher aus der Klappergasse in Sachsenhausen ist eine Art Kultfigur und diente als Vorlage des berühmtesten Frankfurter Apfelweinliedes. So nannte ich also meinen Frankfurter Kommissar Herrn Rauscher, der dem einen oder anderen Apfelwein nicht abgeneigt ist, ja, der ihn geradezu vergöttert. Apropos Götter: „Mord auf Bali“ erschien dann tatsächlich im Jahr 2006 und, weil er vergriffen war, in einer Neuauflage 2011 in meinem eigenen Verlag mainbook.

Seitdem begleitet mich Herr Rauscher durch insgesamt 7 Krimis. Mich holte irgendwann die Welle der Regional-Krimis ein, auf der ich bis heute surfe. Daher sind die Bände 2 bis 7 in Frankfurt angesiedelt. Für die Krimis suche ich mir in der Regel Stoffe, die aktuell und brisant sind und auch gesellschaftsrelevant oder -kritisch. Oft bilden reale Ereignisse den Hintergrund der Geschichte, dafür führe ich viele Interviews, die eigentliche Kriminalstory ist aber fiktiv.

Mein neuster Krimi „Abgerippt“ beispielsweise greift das Problem der Mietpreisexplosion in Frankfurt auf und auch die Verdrängung der Mieter aus ihren Stadtteilen, was insbesondere ältere Menschen folgenreich betrifft. Rauschers Onkel wird aus seiner Mietwohnung zwangsgeräumt und am gleichen Tag liegt der Hausmeister tot im Hinterhof. Die Kripo um Rauscher kommt der Hausbesitzerin auf die Schliche, die mit mehr als dubiosen Methoden versucht, die Mieter aus dem Haus raus zu mobben.

Weiterhin habe ich die Themen Fluglärm („Fliegeralarm“, 2013), Cybermobbing an einer Frankfurter Schule („Paukersterben“, 2012), ein moderner Robin Hood in Frankfurt („Robin Tod“ 2011) und Doping bei Hobbyläufern („Lauf in den Tod“, 2010) in meinen Krimis behandelt. Inzwischen habe ich etwa 20-25 Lesungen pro Jahr – die meisten davon im Rhein-Main-Gebiet – und Herr Rauscher will immer noch weiter ermitteln … Ich bin selbst sehr gespannt, was er noch so vorhat.

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MARTIN OLDEN

 Die „Steiner“ Krimi-Reihe: 

steiner

„Ich bin Müllmann. Ich hole den Dreck von der Straße.“ Bernd Steiner ist Hauptkommissar bei der Kripo Frankfurt. Ein Kettenraucher und Zyniker, Macho und Rassist, der durch einen Schicksalsschlag zum Umdenken gezwungen wird. Die psychologische Entwicklung der abgründigen Hauptfigur, rasante Dialoge und ein Schuss Sozialkritik stehen im Mittelpunkt der Serie, die bislang sieben Bände umfasst.

„Gekreuzigt“ befasst sich mit dem Mord an einer Klosterschülerin. In „Der 7. Patient“ geht es um Euthanasie und den Holocaust. „Wo bist du?“ und „Böses Netz“ thematisieren Prostitution und Menschenhandel. „Mord am Mikro“ beleuchtet die Eitelkeiten der Showbranche. „Die Rückkehr des Rippers“ zeigt, wie aus einem Teenager eine Mordmaschine werden kann und in „Vergiftetes Land“ ermittelt Steiner zwischen Bio-Betrügern und Islam-Hassern.

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Ebenfalls von Martin Olden bei Mainbook veröffentlicht

„Frankfurt Ripper – Aus dem Leben eines Serienkillers“: Klaus Scholz könnte Ihr Nachbar sein. Der freundliche, ältere Herr mit dem Cord-Sakko, der höflich grüßt, wenn er die Mülltüten rausträgt. Doch wissen Sie, was er darin aufbewahrt? Frankfurt Ripper ist das Psychogramm eines krank gewordenen Geistes und eine Satire auf eine ruhmsüchtige Gesellschaft, die sich mit aller Gewalt an den Rand des Abgrunds twittert.

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Und morgen geht es hier weiter mit einer Autorin, die über eine Rentner-Disco schreibt und mit einer Autorin, die ein eher ernstes Thema aufgreift. Ihr dürft gespannt sein.