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Achtung Buch: Kitty Kathstone Band 2 von Sir Larry und Sandra Oehl

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Eine ganze Weile ist es schon her, als die Abenteuer der jungen Kitty ihren Lauf genommen haben und sie von einem ganz normalen Teenager – halt… so normal war sie gar nicht, denn schließlich gab es da ja die vielen großen und kleinen Zwischenfälle, die ihr Leben mehr als chaotisch gestalteten und dafür sorgten, dass sie da ankam, wo sie bis heute ist: auf der C.O.G.

C.O.G. – Club of Goofers, eine Schule die nur Freaks besuchen, so dachte Kitty damals, nur um kurz darauf schon eines Besseren belehrt zu werden. Denn anstelle von Freaks tummelte sich dort eine Reihe junger Menschen, die mit besonderen Fähigkeiten gesegnet sind und das gesamte Spektrum der Mythologie – von germanisch bis abendländisch – abdecken. Und auch Kitty ist alles andere als normal – aber was ist schon normal? Sie entstammt einer angesehenen Familie von Werkatzen, deren Aufgabe es ist, ihren Teil zum Gleichgewicht der Welt beizutragen. Eine Aufgabe, die sich schon im ersten Band als nicht ohne erwies und im zweiten Teil nun schier unmöglich zu sein scheint.

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Denn: Um die Welt ins Gleichgewicht zu bringen, muss man sich erstmal selbst im inneren Gleichgewicht befinden – eine Tatsache, die Kitty aus mehreren Gründen nur zu fremd ist, denn:

  1. Sie ist ein Teenager, und was das für das innere Gleichgewicht bedeutet, muss ja nun nicht extra erläutert werden.
  2. Sie ist das erste Mal so richtig verliebt gewesen. Ich erinnere nur an den herrlich nach trockenem Laub duftenden Glade…
  3. und das erste Mal so richtig enttäuscht worden… von wem? Das müsst ihr schon selbst rausfinden.

Unkontrollierbar brechen Kittys Kräfte über sie herein und sie selbst steckt so im Chaos ihrer Gefühle fest, dass sie sich schier selbst umbringt und nicht einmal im Ansatz daran denken kann, die Welt ins Gleichgewicht zu bringen.

Doch nicht nur Kitty ist absolut durch den Wind, auch Armand hat jegliches Gleichgewicht verloren. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, da sein Bruder – sein Gegenstück – ja ein tragisches Ende fand und nur Lysander zurückließ, seinen Sohn, um den Armand sich nun kümmern soll. Eine schmerzhafte Aufgabe, da dieser den Tod des Bruders nicht verwinden kann und bei jedem Anblick des Jungen vor Schmerz zu vergehen droht.

Eine schicksalhafte Situation, denn an dieser Stelle bringt Victoria Kitty ins Spiel, die sich um den Jungen kümmern und ihm den Start an der C.O.G. erleichtern soll. Dass sie davon nicht sehr begeistert ist, muss ich wohl nicht explizit erwähnen, aber dann…. als beide sich in die Augen schauen, passiert das Unwahrscheinliche … und nein, es entwickelt sich keine kitschige Love-Story, sondern etwas viel Größeres, Besseres und Wichtigeres.

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Schicksalhaft wird es auch rund um unsere geliebte Hängerchen tragende und leicht nerdige Nora Needle – ach wie habe ich sie vermisst – und das „Klebende Schicksal“. Ihr erinnert euch ja sicher noch an die turbulenten Ereignisse auf dem Suk am Ende von Band 1. Norma, Nora und Honora geben sich natürlich auch auf bezaubernde und charmante Weise die Ehre und wer die Nornen noch nicht kennt, der sollte doch unbedingt endlich zum Buch greifen und sie kennen lernen.

Und auch ein anderes Schicksal wird uns in Band 2 ereilen, nämlich das Schicksal unseres geliebten Erzählers, dem bezaubernden Saluki Sir Larry Oehl. Was geschah damals in der Wüste? Wie konnte aus dem angesehenen jungen Adligen ein Saluki werden, der noch dazu sprechen kann? Und warum ereilte seinen Freund Villard das gleiche Schicksal?

Diese Frage und viele weitere werden euch im zweiten Band um Kitty Kathstone beantwortet. Erste Fäden werden verknüpft, andere gelockert, neue kommen hinzu… Die Nornen haben das Ganze bestens im Griff und ehe man es sich versieht, hat man die über 600 Seiten schon fast in einem Rutsch verschlungen und sich dabei erneut in die alten und vor allem auch in die neuen Charaktere verliebt. Sonno lege ich euch dabei besonders ans Herz, diesen kleinen Kerl muss man einfach lieben! Wer es ist und was er macht? Findet es heraus J

Natürlich schläft auch die dunkle Seite nicht und geht mit neuen Vertretern ins Rennen. Und wem das Ganze noch nicht reicht, wer nicht nur der Rettung des Gleichgewichts der Welt beiwohnen und Kitty und ihren Freunden bei ihren Abenteuern über die Schulter schauen will, der sollte doch unbedingt bei Hildegards „Sweet Sixteen“ vorbeischauen. Wie oft bekommt man schon die Chance, einer jungen Walküre beim Erwachsenwerden zuzuschauen?

Ihr Lieben, Kitty Kathstone ist mir von der ersten Minute an ans Herz gewachsen und von Seite zu Seite liebe ich sie mehr. Umso trauriger macht es mich zu sehen, dass das Buch bisher so schwer zu kämpfen hat. Gebt euch einen Ruck, lest hinein und lasst euch verzaubert von einem ganz besonderen und tiefgründigen Jugendbuch, das nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern so vielseitig ist, dass es für jeden Leser etwas zu bieten hat. Wir haben wundervolle lebendige und liebevoll gezeichnete Charaktere, eine Umgebung, die zum Tagträumen einlädt und eine Geschichte, die von Mythologie bis hin zu Geschichte und Fantasy alles hat, was man sich wünscht. Viel Humor, Action und natürlich auch eine Prise Liebe geben dem Ganzen die besondere Note rund um den very british und lovely Erzählstil von Sir Larry Oehl und lassen den Leser tief in die Geschichte eintauchen. Lebensnahe Probleme, der ewig währende Kampf zwischen Gut und Böse und die Schwierigkeiten jugendlicher Abenteurer, die schlichtweg zum Erwachsenwerden dazugehören, finden genauso Erwähnung wie flotte Sprüche und tiefe philosophische Gedanken.

Ich kann euch Kitty nur ans Herz legen und wärmstens empfehlen. Aus meinem Herz möchte ich die C.O.G. und ihre Schüler nicht mehr wegdenken und ich hoffe einfach nur wahnsinnig dolle, dass Kitty liebe Leser findet und somit der abschließende Band bald auf den Weg gebracht werden wird. Ohne Kitty mag ich nicht mehr sein und ich bin sehr froh, dass ich durch Zufall in ihr Leben gepurzelt bin.

Und solltet ihr jetzt hoffentlich neugierig geworden sein, lege ich euch direkt noch unsere Blogtour zu Kitty Kathstone ans Herz, die nächste Woche beginnt und euch tief in Kittys Welt entführen wird.

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achtung interview: im gespräch mit sir larry und sandra öhl

Ihr Lieben, 

pünktlich zum 15. Geburtstag von unserer Kitty Kathstone habe ich hier ein exklusives Interview mit den Schöpfern – Sir Larry und Sandra Öhl – persönlich! Ich wünsche euch viel Freude und muss sagen, dass es mir riesig Spaß gemacht hat, mit den beiden zusammenzuarbeiten *lach*

Los gehts…

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Lieber Sir Larry, Liebe Sandra,

Ich freue mich sehr, dass ihr euch die Zeit genommen habt und mir und meinen Lesern so ausführlich Rede und Antwort gestanden habt! Bevor ich dich gleich löchere, wäre es lieb, wenn ihr ein paar Worte zu euch und eurem Leben sagen könntet!

Liebe Julia – wir freuen uns, dass wir die Möglichkeit bekommen – vielen Dank!!!!

Rasch zu uns, momentan leben wir in Ried in der Riedmark in Oberösterreich und sind trustful friends and companions in each others life, wobei Villard nicht vergessen werden darf!

Thomas und Mr. Bumblebee sollen an dieser Stelle auch erwähnt sein, sind sie doch jene, die sich eifrig darum kümmern, dass Kitty Gehör und Leserschaft findet, schließlich gibt es Kitty doch schon seit 2013 und sie hat eine lange Reise hinter sich. Also herzlichen Dank!

~

Erinnerst ihr euch an das erste Buch, das ihr gelesen habt, oder gibt es ein Buch aus der Kindheit, das euch sehr geprägt hat?

Es war im Konkreten nicht ein Buch, sondern ein Koffer voller Kassetten und einem tragbaren Radio mit einer sehr gefährlichen orangen Taste, die die Macht besaß, meine geliebten Geschichten zu löschen – bis ich entdeckte, dass die Kassetten Sicherungen besaßen. Allerdings war danach die Taste nicht weniger furchteinflößend, ihre Macht war einfach zu schrecklich.

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Welches ist euer momentanes Lieblingsbuch?

Uff, eigentlich viele – so ein absolutes Lieblingsbuch habe ich nicht – ich liebe Edgar Allen Poe, Terry Pratchett für seinen humorvollen, spitzfindigen Geist und seine kluge Bemerkung, dass Autoren ein Spiegel ihrer Gesellschaft sind. C.S.Lewis dafür, dass er Aslan Leben eingehaucht hat, Joseph Campbell bin ich auf ewig dankbar für „Ein Heros in tausend Gestalten“. J.K. Rowling – ich hätte gewünscht, dass es ihre Harry Potter Bücher schon in meiner Jugend gegeben hätte – wo waren sie bloß! Die Kinder des Dschinn – funniest Butler ever und Nimrod – did I mention I do love gentleman?! Thedosia Throckmorton – coolestes Naseweis ever 🙂 …die Liste wäre noch lang, aber ich setzt mal hier ein Ende…die Schönheit liegt in der Vielfalt, ich kann mich selten nur für einen Sache entscheiden.

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Und euer liebster Klassiker?

Don Quijote, Romeo und Julia auf dem Dorfe und Shakespeare (forever), sowie Edgar Allen Poe´s Werke – entschuldige, wir schweifen wieder ab…hatten wir erwähnt, dass es einfach zu viele sind?

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Wer ist euer absoluter Buchliebling und warum?

Momentan – Fräulein Susan, die Enkelin von TOD (Wir finden es bedarf hier keiner weiteren Worte oder kennt Ihr jemand cooleren als die Enkelin von TOD?)

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Wer ist euer absoluter Lieblingsbösewicht?

Wir lieben Brain – von Pinky and the Brain (…ähm du hast uns ja auch nicht nach einem Buchbösewicht gefragt)

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Welcher literarischen Figur würdet ihr am liebsten mal so richtig die Meinung sagen?

Umbridge, du seltendämliche Kuh!!!

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Wann fingst du/ihr selber an zu schreiben?

Also irgendwann als ich (Sandra) noch ein mikroskopisch kleiner Knirps war, bin ich am stillen Örtchen gesessen, da konnte ich noch nicht mal schreiben….und habe drüber nachgedacht, warum ich ich bin, woher ich weiß, dass ich mir das nicht nur alles einbilde und nach ein paar weiteren verschrobenen Gedanken hatte ich zumindest in dieser Stunde, an diesem Ort beschlossen Geschichtenerzähler zu werden…allerdings kam schneller als mir lieb war die Zeit, wo ich meine Rechungen bezahlen mußte. Also entschied ich mich für das Geschichtenerzählen via Bilder und Ton…das Schreiben habe ich dann auf Eis gelegt. Irgendwie habe ich über all die Jahre meinen inneren Kern vergessen, er ist eingeschlafen…eigenartiger Weise, wenn man erwachsen wird, verlernt man manchmal auf seine innere Stimme zu hören und man kann dann nur froh sein, dass es im Leben Momente gibt, die einen dazu bringen wieder dort hinzuhorchen, sonst würde man am eigenen Leben vorbeigehen…was nicht heißt, dass ich meinen Beruf nicht heiß und innig liebe! Ich würde nur allzu gerne, auch dort die Freiheit besitzen ungebremst zu erzählen.

Larry wurde praktisch als Geschichtenerzähler und Gentleman geboren, mehr gibt’s da nicht zu sagen.

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Wo schreibst du/ihr am liebsten?

Da verhält es sich wie mit unseren Katzen im Haus – wir haben keinen fixen Plätze, streifen durchs Haus, drehen uns einige Male im Kreis und wenn es paßt, dann lassen wir uns nieder.

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Wie könnt ihr am besten entspannen?

Im Moment gar nicht – das ist eine Sache die Sandra noch üben muß. Sir Larry hingegen beherrscht dies perfekt – ich (Sandra) habe noch nie in meinem ganzen Leben, einen derartig entspannten Charakter kennengelernt. Ich denke der Name Larry kommt nicht von ungefähr.

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Ihr habt ja zwei wundervolle Salukis. Wie kamt ihr zu dieser Hunderasse und was macht sie so besonders für euch? Hach, ich könnte mir die beiden Kerle ja stundenlang anschauen und bin ihnen maßlos verfallen!

Die Jungs lieben Damen sag ich da nur 🙂 , also sie freuen sich sicher, dich kennenzulernen! Die Geschichte ist lang, also machen wirs zu Abwechslung kurz – man sagt ja, dass Salukis Katzen sehr ähnlich sind – eines kam irgendwie zum anderen und es war ohnehin Liebe auf den ersten Blick als Larry und ich uns begegnet sind – aber so ist das nun mal mit Englischen Gentlemen, man muß sich einfach in sie verlieben.

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Nun noch ein paar Fragen im Zusammenhang mit Kitty:

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Wie kam euch die Idee zu Kitty Kathstone?

Im Bett an einem verregneten Abend begann mir Larry seine Geschichte zu erzählen – und nein ich (Sandra) habe keinen an der Klatsche. Sir Larry kann in der Tat Geschichten erzählen und Bücher schreiben. Ob ich an die Zahnfee glaube? Also echt jetzt, ich bin doch kein kleines Kind mehr und mir ist Gott sei Dank ist mir seit langem kein Zahn mehr ausgefallen – also hat sich die Sache zwischen der Zahnfee und mir längst erledigt!

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Wie würdet ihr das Buch kurz und knapp selbst in Worte fassen?

Puh – das ist so schwer, vor allem das knapp. Es war schon einen Tortur den Klappentext zu verfassen – aber humorvoll, bunt gemischt, fantastisch trifft es ganz gute denke ich und letztendlich sollte auch das Leben so sein, dann wird’s erst richtig schön.

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Kitty weiß ja nichts von ihren besonderen Fähigkeiten und kommt dann auf die „Nerd-Schule“, nachdem sie über ihre besondere Berufung aufgeklärt wurde. Denkt ihr, dass ihr mit diesem Auftakt zu sehr in das Schema Harry Potter, Magisterium etc. geschoben werden könntet?

Ach auf die Frage habe wir schon gewartet 🙂 ….hatte es bis dato Vergleiche zu Bartimäus, Flavia De Luce, Walter Moers, Adams Douglas, Kerstin Gier, Percy Jackson und Harry Potter gegeben, so können wir nur Folgendes anmerken: Danke, das freut uns mit diesen großartigen Bücher und Autoren verglichen zu werden! Und Kitty läßt sich eben nicht in einen Schublade stecken – ich denke man tut gut daran, das Buch so zu nehmen wie es ist – die Geschichte rund um Kitty einfach zu genießen und seinen Spaß zu haben, man versucht ja auch nicht beim hundertsten Superheldenfilm Spiderman zu Batman zu machen, oder umgekehrt. Die Schemata in einer Geschichte sind sich mitunter sehr ähnlich, ist man doch gezwungen, den Helden aus seiner gewohnten Umgebung zu reißen und ihn für seine Heldenreise in eine ihm fremde Welt zu stecken, um ihn dort mit Prüfungen zu konfrontieren – wenn wir in die Potter Ecke geschoben werden, sehen wir das maximal als großes Kompliment. Kitty hätte auch auf ein Camp gehen könne, oder nach der Schule einen geheimen Unterricht besuchen und man hätte das Thema Differenzen/Intoleranz zwischen Goofers und „normalen“ Menschen ausarbeiten können – uns hat aber mehr der Gedanke des Gleichgewichts interessiert und so hat sich eben die C.O.G. entwickelt – mit dem Thema, das sich durch ein Buch zieht, erscheinen auch die Rahmenbedingungen für unsere Helden. Es wird sicher auch Kritiker hinsichtlich dessen geben, aber das ist nun mal so, haben wir doch schon beim Schreiben des Buches festgestellt, dass es auf keinen Fall gut wäre, wenn keine Polarität vorhanden wäre – für uns steht das Vergnügen beim Lesen einer Geschichte im Vordergrund und wir hoffen, dass dies für die meisten Leser der Fall ist und ich denke, wäre Kitty nicht an die C.O.G. gekommen, hätte sie Glade nie getroffen und das wäre ewig schade, duftet er doch so herrlich nach sonnengetrocknetem Herbstlaub.

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Mythologie ist ja ein ganz großes Thema in eurem Buch. Was hat euch dazu gebracht, die alten Mythen und Figuren so brillant aufs Neue zum Leben zu erwecken?

Wir lieben Mythen! Faszinierend ist daran, dass zwar in jedem Kulturkreis andere Ausformungen vorhanden sind, aber die gewonnene Quintessenz letztendlich sehr ähnlich ist bezüglich ihrer Bedeutung und ihrer Notwendigkeit für den Mensch in den einzelnen Kulturkreisen – faszinierend. Nicht wahr? Und nein, wir haben kein Problem damit, Kulturkreise bunt durcheinander zu würfeln und äußerst unwissenschaftlich vorzugehen, indem wir uns die Rahmenbedingungen so zurecht biegen, wie es die Geschichte verlangt – wir geben offen zu: Wir verfälschen historische Fakten – in Ordnung?

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Gibt es eine Figur im Buch, die euch besonders ans Herz gewachsen ist und warum?

Alle so wie sie sind, sind uns ans Herz gewachsen, so wie sie sind – Kitty, Glade, Nora, Armand, Victoria, Glacies, sogar Laverna und Ira…ich freue mich jedes Mal aufs Neue , wenn ich sie treffe, deshalb nur ein paar Beispiele.

Glacies liebe wir besonders – wir würden gerne die Ruhe, Gelassenheit, sein Mitgefühl und seine Weißheit besitzen, manchmal bin ich (Sandra) leider so wie Kitty 🙂 – ein wenig mehr Geduld und noch ein paar Jährchen auf den Buckel, dann könnte es vielleicht klappen – Larry ist schon gut auf der Zielgeraden.

Mit Nora können wir lachen und sie bringt mich (Sandra) dazu über mich selbst zu lachen — außerdem wäre Kitty so was von am Ar*** ohne sie! Was Kitty und Nora verbindet, so unterschiedlich sie auch sind, ist ihr großes Herz.

Hildegard – och die finden wir einfach schlagkräftig in jeder Hinsicht.

Glade – ich liebe einfach seinen Duft.

Nora, Norma und Honora sind eine Klasse für sich – ist immer lustig eine Runde Bridge mit den Mädels zu spielen.

Victoria fährt einfach echt einen klasse Wagen –  dafür muß man sie einfach lieben, auch wenn sie keine Engländer mag.

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Wenn ihr eine Figur aus der Mythologie verkörpern würdet, welche wäre das oder welcher Gattung würdet ihr angehören wollen?

Moiren, Parzen, Nornen … hat’s jetzt klick gemacht?

Und wenn ich dort nicht genommen werde – Nora, Norma und Hornora sind da ein wenig eigen – dann werde ich eben eine Werkatze, aber ein größeres Exemplar…Larry steigt übrigens bei der Frage aus, sein Dasein als Saluki reicht ihm.

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Schwarz und Weiß, dunkel und hell, gut und böse, alles muss im Gleichgewicht sein und kann nur miteinander funktionieren. Dies ist ein wichtiger Grundgedanke, den ich mir aus dem Buch mitgenommen habe. Warum ist euch gerade dieses Gleichgewicht so wichtig?

„Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei“ – Paracelsus

Das Thema beschäftigt uns schon, seit dem wir es zum ersten Mal zu Ohren bekommen haben und es liegt nicht nur eine naturwissenschaftliche Wahrheit darin, sondern eine ganz allgemein gültige – wir leben in einer Welt mit vielen Einflüssen, Ansichten und Haltungen. Um nicht in die falsche Richtung zu laufen, muss man sich der Dinge immer gewahr sein und deren Ausgewogenheit bedenken.

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Welche literarischen Zukunftspläne habt ihr im Moment?

Naja, es stehen Band 2 und Band 3 an, es liegen einige Ideen herum (man kann sich bloß nicht entscheiden, denn die Recherche muß ja dann auch noch erledigt werden, dann hängt da noch einiges von Kitty ab) und dann ist Sandra ja auch noch Regisseur…wir sehen mal was die Zukunft bringt.

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Gibt es etwas, das ihr euren Lesern gern mit auf den Weg geben möchtet?

Hört auf euer Herz, liebt mit jeder Faser dessen, bleibt euch dabei treu und segelt mit euren Träumen in die Welt hinaus, um sie zu entdecken (Die Welt oder die Träume fragt Ihr, nun das werdet Ihr wohl nur herausfinden, wenn Ihr Euch auf Reisen begebt).

Egal ob auf eurer Homepage, auf Pinterest oder auf Facebook, überall spürt man die Liebe zu eurem Buchbaby und ich kann mich dieser nur anschließen. Nachdem ich Kitty gelesen und gehört habe, möchte ich am liebsten sofort weiter tief in Teil 2 eintauchen, aber bis dahin muss ich wohl noch eine Weile warten! Bis dahin wünsche ich euch aber erstmal einen wundervollen Start mit Band 1 dieser einzigartigen Geschichte, die mich total in ihren Bann gezogen hat!

Ich danke euch für das tolle Interview und freue mich auf viele gemeinsame Kathstone-Abenteuer mit euch!

UND wir freuen uns, dass wir dies mit dir teilen dürfen Julia!!!!

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achtung buch und hörbuch: kitty kathstone (band 1) von sandra öhl und sir larry oehl

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Vor Kurzem bekam ich eine Anfrage vom Verlag Mr. Bumblebees House, ob ich denn deren am 15. Oktober neu erscheinendes Buch über die junge Kitty Kathstone vorablesen möchte. Da ich momentan sehr viel zu lesen habe, hatte ich die Mail erstmal zwei Tage ruhen lassen. Aber dann hat die Neugier doch gesiegt und ich bin so froh, dass ich mich hinreißen lassen habe. Denn sonst wäre mir wirklich etwas wundervolles entgangen. Aber worum geht es eigentlich?

Sie ist schlagfertig und zieht Schwierigkeiten an wie das Licht die Motten. Da ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet an Kittys fünfzehnten Geburtstag alles schief läuft. Und als wären es nicht genug Katastrophen für einen Tag (nebst dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters), eröffnen ihr ihre zurückhaltende Mutter und die resolute Großmutter das lange totgeschwiegene Familiengeheimnis. (Nichts Neues, denkt Ihr? Naja, seid Euch da mal nicht so sicher.)

Kitty findet sich schneller, als ihr lieb ist in einer Welt voller Mythen wieder, bevölkert von Gorgonen, Formwandlern, japanischen Einhörnern, Walküren und anderen unglaublichen Wesen, in der es aber vor allem um eines geht: Gemeinsam mit 14 Guardians und jahrtausendealten Steinen, das Gleichgewicht des Universums zu bewahren.

Ein fantastisch-komisches Abenteuer, das einen mit viel Humor, Spannung, Familiensinn, einem Quentchen Philosophie und einer schlagfertigen Protagonistin von Little´s Law über die schwarze Stadt Khara Khoto bis nach Berlin führt.

…Ach ja, und dann gibt es da noch einen Jungen mit leuchtenden, bernsteinfarbenen Augen und natürlich meine Wenigkeit, die diese unglaubliche Begebenheit erzählt.

 Ihr ergebener Sir Larry Oehl

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Soweit der Klappentext. Dieser gepaart mit dem Cover hat das Buch sofort zu einem Must-Read gemacht und schnell war ich mitten drin in der Geschichte unserer kleinen Kitty. Der Grundgedanke erinnert zunächst ein wenig an die Geschichten von Harry Potter oder Magisterium, aber man kann das Rad eben nicht zum tausendsten Mal neu erfinden und die Umsetzung war in diesem Falle einfach brillant.

Kitty hat ihr Leben lang schon Probleme gehabt, sich anzupassen. Immer geriet sie in Schwierigkeiten, für die sie gar nichts konnte, bis an ihrem 15. Geburtstag alles eskalierte. Nachdem sie schon öfters mit ihren Eltern umgezogen war und etliche Schulen verlassen musste, ist vor Kurzem ihr Vater auf einer geheimen Mission verschollen und Kitty droht der Rauswurf aus der letzten Schule. Wirklich ein toller Tag! Insbesondere, da ihre Mutter und Großmutter ihr am Abend verkünden, dass sie ab sofort die COG – von ihr „liebevoll“ Club of Goofers getauft – besuchen wird. Eine Schule, die in ihren Augen nur Freaks besuchen.

Doch Freaks trifft es nicht einmal im Ansatz. Vielmehr besuchen diese Schule junge Menschen, die mit besonderen Fähigkeiten gesegnet sind. So zählt Kittys Familie zu einer angesehenen Art von Werkatzen, deren Aufgabe es ist, ihren Teil zum Gleichgewicht in der Welt beizutragen. Für Kitty ist das alles zuerst ordentlich zuviel und sie sträubt sich gegen ihr Schicksal, wo sie nur kann. Auch an ihren ersten Tagen am COG überlegt sie viel mehr, wie sie weglaufen kann, als sich dem neuen Weg zu stellen, den das Schicksal für sie bereit hält.

Nach und nach wird sie jedoch neugierig und beginnt sich, mit ihrer neuen Umgebung auseinanderzusetzen. In ihrer unfreiwilligen Zimmergenossin, der etwas schrägen aber furchtbar liebenswerten Nora Needle, findet sie eine Vertraute und Freundin, die ihr zwar zunächst tüchtig auf den Wecker fällt, aber ihr auch nur zu oft weiterhilft. Auch der Unterricht gestaltet sich mehr als spannend. Anstatt von normalen Lehrern unterrichtet zu werden, sitzen hier leibhaftige Gestalten aus Mythologie und Geisterwelt vor ihr: Ein Dschinn, eine Göttin der Unterwelt, Glacies – ein weiser Drache und Kitsune – nur um einige zu nennen – versuchen, dem Mädchen bei der Suche nach sich selbst und ihrer Bestimmung zu helfen.

Natürlich darf es auch an Konkurrenz nicht fehlen! Schließlich ist nicht jeder so begeistert davon, dass die jüngste Kathstone, ohne einen blassen Schimmer zu haben, ein so wichtiges Erbe antreten soll. Es bleibt spannend, denn beide liefern sich ein hitziges Kopf-an-Kopf-Rennen in einer Geschichte, bei der es nur um eines geht: Gemeinsam als 14 Guardians und jahrtausendealten Edelsteinen das Universum im Gleichgewicht zu halten. Wird dies gelingen? Lest selbst…

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Es gibt Situationen, in denen findest du das passende Buch und dann gibt es Situationen, in denen dich das perfekte Buch findet. So erging es mir mit der kleinen pfiffigen Kitty. Schon allein die optische Aufmachung des Buches, das Design und die gesamte Erscheinung von Buch und Hörbuch ließen mein Herz höher schlagen. Dazu muss gesagt werden, dass dies alles im eigenen gegründeten Verlag auf die Beine gestellt wurde. Liebe fürs Detail und für die Geschichte merkt man in jedem Satz und schon nach wenigen Seiten ist man tief in Kittys Leben eingetaucht.

Dazu etwas zum Erzählstil vorab: Dieser dürfte bei vielen Lesern zunächst für Staunen sorgen, denn er ist nicht alltäglich. Erzählt wird nämlich von keinem Geringeren als dem very british Sir Larry Oehl. Wer das ist? Dieser feine Saluki hier:

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Leicht gestelzt und wirklich typisch britischen Stils erzählt er uns Kittys Abenteuer anhand deren Notizen. Und ich muss euch ehrlich sagen: Ich liebe ihn abgöttisch. Auch wenn es auf den ersten Seiten etwas gewöhnungsbedürftig sein kann, ihm zu folgen, ist mein Rat an euch: Tut es! So oft musste ich herzlich über seine Sicht der Dinge schmunzeln und hat man sich einmal an diesen Stil gewöhnt – was wirklich nicht lange dauert – wird man mit einer wunderbaren dahinfließenden Geschichte in einer absolut wundervoll phantastischen und kreativen Welt belohnt.

Die gesamte Geschichte ist dicht erzählt und lässt die beschriebene Welt nahezu bildhaft vor dem Auge des Lesers zum Leben erwachen. Dabei darf man sich nicht täuschen lassen! Kitty Kathstone ist kein leichtes und dahinplätscherndes Jugendbuch. Mitdenken ist gefragt! Mythologie trifft auf Fantasie und erschafft so eine besondere Welt, in der man bis zur letzten Seite tief gefangen bleibt und die man eigentlich gar nicht mehr verlassen mag. Handlungsstränge werden abgeschlossen, viele Fragen bleiben offen – alles andere wäre ja auch merkwürdig bei einem ersten Band einer Trilogie.

Atmosphärisch dicht und mit einem angenehmen Spannungsbogen erzählt, weiß die Handlung auf gesamter Ebene zu überzeugen. Mit viel Herzblut verfolgt man das Abenteuer um Kitty und ihre Freunde, genießt die mythologischen Exkurse und ist leider viel zu schnell am Ende dieses ersten Bandes angekommen.

Die Charaktere stellen ein wundervolles Potpourri aus Mythologie und Fabelwelt dar, die man hätte nicht besser darstellen können. Alle gemeinsam leiten Kitty auf ihrem Weg zu sich selbst und sind (meist) hilfreiche Gesellen bei der ihr auferlegten Mission. Insbesondere ist mir dabei der besonnene und weise Glacies ans Herz gewachsen. Wer das ist? Das findet mal schön selbst heraus *grins*.

Natürlich darf auch die Liebe nicht zu kurz kommen und wenn einem Mädel schon so ein attraktiver junger Prinz quasi vor die Füße fällt. Hach ja… aber erwartet bitte keinen plüschigen Kitsch, sondern eine Begegnung bei der es ordentlich knistert – aber da ist ja noch die Welt, die es zu retten gibt. Ganz schön viel zu tun, für unser 15jähriges Mädel! Dass die Gedanken dabei durcheinander kommen, ist klar! Sehr authentisch beschreibt die Autorin an dieser Stelle die Gefühle eines ganz normalen Mädels in Kittys Alter, das seine erste junge Liebe erlebt.

Was soll ich mehr sagen, außer dass mich Kitty auf der ganzen Linie überzeugt, begeistert und gefesselt hat? Nix mit einfacher Lektüre, tief eintauchen musste man, manches hinterfragen, nachschlagen oder sich einfach drauf einlassen. Dinge, die sicher jeden jungen und cleveren Leser zu begeistern vermögen, der es nicht gerade dahingestrickt mag, sondern in eine fabelhafte und bunte Welt voller fantastischer Wesen und besonderer Magie eintauchen und dort ein einzigartiges Abenteuer erleben möchte. Auf jeder Seite spürt man die Liebe, die das bezaubernde Autorenduo in die Geschichte einfließen lassen hat und ich freue mich total auf Band 2, der im kommenden Jahr erscheinen wird!

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Ihr hört lieber tolle Geschichten, als sie zu lesen? Dann findet ihr auch hier das richtige Hörbuch! Kein anderer als der berüchtigte Wolfgang Pampel hat Sir Larry seine Stimme geliehen und entführt den Hörer in ein akustisches Abenteuer der Superlative. Lieh er sonst Romangrößen wie Dan Brown seine Stimme, überzeugt er auch hier auf ganzer Linie. Jeder einzelne Charakter bekommt mit ganz viel Liebe ein eigenes Leben eingehaucht und wird so zu einer wirklich fast greifbaren Figur! Wundervoll – einfach wundervoll.

Genauso bezaubernd ist auch die Homepage, die zu Ehren Kittys erstellt wurde: http://www.kitty-kathstone.com/

Schaut vorbei und bekommt dort schon einen kleinen großen Vorgeschmack auf Kittys Welt! Und nicht vergessen: Am 31.10.2015 wird unsere Kleene 15 Jahre alt! Feiert gemeinsam mit uns HIER

Jajaja, Geburtstag ist was feines und wir haben heftig wild und ausgiebig gefeiert… Aber irgendwas fehlt noch! Richtig, ihr!! Tobt euch aus und feiert mit! Dann überleg ich mir vielleicht doch noch, bei einem von euch einzuziehen 😀

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achtung buch: jenseits des schattentores von beate teresa und susanne hanika

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Willkommen in Rom! In der ewigen Stadt, die vor Geschichte und Mythologie nur so strotzt. Rom, die Heimat der 17jährigen Professorentochter Aurora, die es gerade ziemlich satt hat, von ihrem Vater bevormundet zu werden und irrwitzige Aufträge für einen seiner besten Freunde zu erfüllen. Schließlich war sie deswegen nicht nur einmal in ungewollte Aufmerksamkeit gekommen und von den Carabinieri durch halb Rom gejagt worden. Am hellsten Tag auf das Collosseum klettern, den Neptun im Trevibrunnen besuchen oder sich in ein antikes Bad der römischen High Society zu mogeln gehört eben nicht ganz zu den ungeahndeten Kavaliersdelikten.

All dieser Dinge überdrüssig geworden, beschließt sie unverbindlich eine Wohnung zu besichtigen und ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie damit in das Abenteuer ihres Lebens schlittern wird. Wer ist diese Luna, die ihr die Tür öffnet und glaubt, dass sie über irgendwelche Aufträge Bescheid weiß? Wieso liegt da ein toter Mann in der Wohnung und was haben ein Zwerg und ein verdammt attraktiver junger Mann mit der ganzen Geschichte zu tun? Die Antwort auf all diese Fragen liegt jenseits des Schattentores. Macht euch gemeinsam mit Aurora auf die Suche und blickt dabei Persephone, der Göttin der Unterwelt, über die Schulter, der es tüchtig schwer fällt, sich nicht in die Geschehnisse auf der Erde einzumischen.

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Jugendbuch trifft antike Mythologie. Wer mich kennt, weiß, dass mit dieser Kombination zwei Herzensthemen bedient werden und sofort stand fest, dass ich dieses Buch lesen möchte… nein muss.

Schnell ist man mitten drin im Geschehen und begleitet Aurora bei ihrer Wohnungssuche. Ihr Vater, ein renommierter Professor war so verärgert über ihre waghalsigen Aktionen, dass er ihr Stubenarrest verpasste, obwohl das Mädchen eigentlich nichts dafür konnte. Schließlich waren es alles Aufträge, die sie von einem der besten Freunde des Vaters aufgetragen bekam – unter dem Siegel der absoluten Verschwiegenheit natürlich – und die keinen wirklichen Sinn ergaben, außer Aurora regelmäßig in Schwierigkeiten zu bringen. Auf der Suche nach einer Wohnung wird ihr zufällig eine Adresse in die Hände gespielt und sie beschließt, dort ihr Glück zu versuchen. Doch anstatt einer gemütlichen Bleibe erwartet sie die junge Luna, die sie sofort mit der Aufgabe behelligt, eine Leiche verschwinden zu lassen. Charon der Skipper ist tot, umgebracht worden von Luna. Aber warum?

Ehe sie sich versehen kann, steckt Aurora mitten in einem Abenteuer aus Mythologie, Geschichte und Politik. Jeder scheint auf einmal etwas von Charon, oder wie er öfter genannt wird, dem Skipper zu wollen. Insbesondere die beiden verfeindeten Mafiaclans der Stadt buhlen um das Vorrecht und schrecken dafür auch nicht vor extremsten Mitteln zurück. Während beide Mädchen versuchen, die Leiche des Skippers zu beseitigen kommen ihnen auch noch der junge aber arrogante Leon und sein spezieller Zwergenfreund Tatramedes ins Spiel, die zwar enorm hilfreich sind, aber deren Ziele auch etwas undurchschaubar sind.

All diese Ereignisse erfahren wir aus zwei Perspektiven: Einmal erleben wir direkt mit, wie Aurora sich auf der Erde durchschlägt und andererseits beobachten wir alles durch Persephones Glaskugel. Die alternde Göttin hat es sich zum Hobby gemacht, durch ihre Kristallkugel die Geschehnisse der Erde zu beobachten, ist allerdings mehr als gelangweilt davon. Bis sie eines Tages Aurora erblickt und von ihren Taten mehr als neugierig gemacht wird. Sie beschließt, ihr weiter zu folgen und kann ihre Finger manchmal auch nicht ganz aus dem Schicksal heraushalten.

Aurora ist dabei eine sehr niedliche und sympathische Protagonistin, wenngleich sie nicht immer ganz authentisch ist. Als Antike-Expertin hätte sie eigentlich sofort beim Namen Charon stutzig werden müssen. Wenn auch nicht gleich, dann aber spätestens an der Stelle als ihr bewusst war, dass an den alten Mythen doch mehr Wahrheit zu finden ist als sie einst dachte. Je mehr man das Mädchen aber kennen lernt, desto mehr schließt man es in sein Herz und verfolgt gespannt, wie die Geschichte weitergeht.

Leon, Luna und Tatramedes sind tolle Nebencharaktere, die mich auch zu überzeugen verstanden. Natürlich war schnell klar, welche Rolle Leon wirklich spielt, aber es ist ja auch immernoch ein Jugendbuch – und ein wundervolles noch dazu. Und richtig lachen musste ich über Kassiopeia und Persephone. Zwei alternde Göttinnen mitten in einer ausgewachsenen Midlife-Crises und unbemannt. Diese beiden sind eigentlich meine geheimen Stars der Geschichte. Die Götter lieben schon seit jeher ihre Freizügigkeit und so wurden die Themen Liebe und Sex auch ausreichend thematisiert, was ich aber in Anbetracht der Entwicklung der heutigen Kids als okay befinden kann.

Das Thema Mythologie wird auch ordentlich bedient, bietet es ja schließlich die Basis für die Geschichte, wenngleich es auch schön gewesen wäre, die römischen Adaptionen der Götter zu sehen – schließlich spielt die Geschichte ja in Rom und nicht im alten Griechenland. Aber auch das soll meinem Lob keinen Abbruch tun. Es ist alles gut erklärt und die Umsetzung der Mythen in die Moderne ist ausgesprochen gut gelungen. Über die bezaubernde Kulisse der ewigen Stadt muss, denke ich, auch nicht mehr gesagt werden! Wundervoll!!!

Insgesamt hat mir der Roman richtig viel Freude bereitet, wenngleich es oft der Reise ins Labyrith des Minotaurus glich. Viele unvorhersehbare Wendungen gaben dem Vorhersehbaren die Spannung, die das Buch bis zum Ende konsequent lebendig hielt und zu einer tollen Story machte. So verworren wie die Handlungsstränge ab und an wirkten, nahm mir dies nie die Lesefreude. Viel mehr war es ein wahrer Anreiz das Puzzle Kapitel für Kapitel weiter zu entschlüsseln. Abenteuer mit einem Hauch Romantik und Mythologie gepaart mit charmanten Charakteren ergeben hier eine wunderbare Geschichte aus der Feder der Hanika-Schwestern, die jedem Freund dieser Geschichten ein breites Lächeln aufs Gesicht zaubern und viele wundervolle Lesestunden bescheren wird.

Vielen Dank an die S. Fischer Verlage / den Sauerländer Verlag für das Rezensionsexemplar!

achtung buch: palast der blauen delphine von brigitte riebe

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Ihr Lieben, heute hab ich etwas ganz Besonderes aus der Feder der lieben Brigitte Riebe für euch. Besonders und wieder ganz anders als ihre anderen Bücher. Diesmal nimmt sie den Leser mit auf eine Reise ins antike Griechenland und lässt dort den Mythos um den Minotaurus neu aufleben. Tausend Mal gehört, denkt ihr euch? Dann kennt ihr die liebe Brigitte aber schlecht! Stellt euch mal vor, ihr beschäftigt euch mit der Materie um das stierköpfige Ungetüm im Labyrinth und auf einmal schießt euch ein Geistesblitz durch den Kopf: Was ist, wenn es da gar kein Ungeheuer gab? Was ist, wenn Asterios. Sohn von Minos und  Pasiphae in seiner Bestimmung der erste männliche Priester der großen Mutter war, der die Stiermaske trägt? Wenn ihr euch vom traditionellen Mythenbild lösen könnt und dieser Sicht folgen wollt, dann seid ihr am Anfang von Brigitte Riebes Roman angekommen.

Zu dieser Zeit lag ganz Kreta in der Hand der Frauen, allen voran Minos‘ Gattin Pasiphae. Diese führte mit ihren Priesterinnen das Leben der Menschen mit Tradition und Strenge, während Minos im Hintergrund Pläne schmiedete, um der Herrschaft der Frauen ein Ende zu setzen. Zur gleichen Zeit reist der junge Astro mit seiner Mutter Merope über das Meer, um pünktlich zu den nahenden Festlichkeiten am Hof Pasiphaes anzukommen. Doch was er nicht weiß: Er wird dort nicht als Gast ankommen, sondern als Asterios, Sohn Pasiphaes und des Stiertänzers, dessen Aufgabe es sein wird, die Insel vor dem Untergang zu retten. Noch in völliger Ahnungslosigkeit gelassen, genießt er die Reise und begegnet der Jungen und wunderschönen Ariadne, die ihn mit heißer Liebe erfüllt. Keine andere Frau will er jemals an seiner Seite wissen.

Am Hof angekommen, erfährt der junge Mann vom ihm prophezeiten Schicksal und kommt zunächst gar nicht gut zurecht. Pasiphae scheint ihn nicht anzuerkennen, Minos erst recht nicht und seinen Geschwistern ist er auch mehr als fremd. Der schlimmste Schlag ist jedoch, als er feststellen muss, dass die geliebte Ariadne seine Halbschwester ist und ihrer Liebe so eine glückliche Zukunft verwehrt zu sein scheint. Heimlich treffen sich beide weiter, bis Ariadne schließlich von der großen Göttin mit einer Schwangerschaft gesegnet wird. Während sie das Kind nicht bekommen wird, steckt Asterios mitten im Unterricht mit den anderen Mysten, die so in die tiefsten Geheimnisse der Insel und ihrer Kultur eingeweiht werden und in ihren Positionen als spätere Priester und Priesterinnen ausgebildet werden.

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Dabei hat Asterios seine Ariadne nie vergessen, versuchte immer zu ihr zu gelangen und ihre Liebe zu wahren. Jung, verliebt und auch ein wenig blind vertraute er ihr und gab sich erneut der Illusion der großen und wahren Liebe hin. Unterdessen nahmen Minos‘ Pläne mehr und mehr Form an, war er es doch leid, von den Athenern für das Matriarchat auf Kreta verlacht zu werden. Rückständigkeit und Schwäche klingt daran unterschwellig mit – eine Demütigung, die Minos nicht auf sich sitzen lassen kann. So nimmt er letztlich Theseus, den Sohn des attischen Königs Aigeus mit nach Kreta, wo er mit den anderen Mysten in die kretischen Tugenden eingeführt werden soll. Rebellisch und keineswegs kooperativ bringt dieser Unfrieden in die Reihen, wo er nur kann und reizt auch Asterios an dessen wundestem Punkt: Ariadne.

Je mehr Asterios in seinen Aufgaben aufgeht, desto mehr zweifelt sie an der großen Liebe, misstraut ihn und versucht ihn zu hintergehen. Als er das bemerkt, zieht er sich von ihr zurück. Zur Strafe lässt sie sich auf Theseus ein, in dessen Plänen die Tochter der Hohepriesterin eine wahre Paraderolle einnimmt. Ein vernichtender Strudel aus Verrat, Intrigen und Macht schwelt von da an in starker Intensität über der Insel, genau wie die Gefahr des nahenden Vulkanausbruchs. Nachdem Asterios im Zweikampf mit Theseus beinahe zu Tode kommt, scheint die Prophezeiung und somit auch die Rettung Kretas in großer Gefahr.

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Atemlos bin ich aus diesem Roman aufgetaucht, atemlos und begeistert. Schließlich gehört die gesamte griechische Mythologie zu meinen liebsten Gebieten im Bereich der Historie. Werden dann aus den griechischen Gottheiten noch Menschen aus Fleisch und Blut, die eine eigene Geschichte haben, ist das Ganze ein absoluter Volltreffer. Und wer könnte so etwas besser, als Brigitte Riebe. Sie nimmt sich die Figur des Minotaurus im Labyrinth her und überlegt, wie es wohl wirklich zugegangen ist.

Heraus kam eine Geschichte voller Intrigen, schmerzlicher Liebe und Tradition, die den Leser von Beginn an bis hin zur letzten Seite tief in ihrem Bann hält. Wir begleiten den jungen Asterios, der seinen schweren Weg vom unbeschwerten Jüngling Astro hin zum Hoffnungsträger Kretas bestreiten muss. Trotz der harten weiblichen Hand gelingt es ihm, sich seinen Platz im Labyrinth zu erobern und sich Anerkennung zu verdienen, wenngleich das Misstrauen bei vielen noch immer schwer wiegt.

Insbesondere seine Liebe zu Ariadne lässt ihn manch kleinen Irrweg gehen, ohne aber jemals das große Ziel aus den Augen zu verlieren. Oft wirft ihm das Schicksal schwere Steine in den Weg und Minos und seine Gefolgen versuchen den Jungen zum Spielball ihrer Intrigen zu machen. Doch nicht nur Minos macht ihm das Leben schwer: Viel schlimmer wird es, als Theseus von Athen nach Kreta kommt und großen Unfrieden in allen Bereichen stiftet. Schwere Zeiten liegen vor Asterios und es bleibt bis zum Ende fraglich, ob er die Prophezeiung erfolgreich beenden wird.

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Ariadne – was soll zu ihr gesagt werden, außer dass sie die perfekte Mensch gewordene Adaption des Mythos ist? Die athenische Version, die auch im Buch umgesetzt wurde, besagt, dass Minos Athen unterworfen hat, nachdem sein Sohn dort ermordet wurde. Als „Strafe“ wurden die Athener dazu verpflichtet, alle neun Jahre sieben Jungfrauen und sieben Jünglinge als Menschenopfer für den Minotaurus nach Kreta zu schicken. Im Roman werden diese nicht als Opfer geschickt, da es den Minotaurus ja in der Form des stierköpfigen Monsters nicht gibt. Vielmehr sollen sie mit der kretischen Tradition vertraut gemacht werden und im Labyrinth ihr wahres Ich erkennen. Unter den letzten 14 Jungen und Mädchen kam aufgrund einer Intrige von Minos Theseus mit nach Kreta – ein folgenschwerer Fehler, benutzte er Ariadne doch nur als Mittel zum Zweck, also um Kreta zu schaden und Asterios dabei fast tödlich zu verletzen. Doch jeder bekommt am Ende das, was er verdient!

Was für eine vielschichtige Welt uns die Autorin hier präsentiert! Das alte, mythische Griechenland zum greifen lebendig gemacht mit Charakteren, die farbiger und vielseitiger nicht sein könnten. Mythologie lebendig und fundiert recherchiert, wird hier in einer absolut dichten, spannenden und ergreifenden Geschichte präsentiert, die besser nicht hätte sein können. Spannung, Liebe, Verrat und Authentizität erzeugen einen Spannungsbogen, der den Leser bis zuletzt in Atem hält und begeistert. Eine komplett andere Sicht auf die Dinge, die mich absolut begeistern und überzeugen konnte. Für Freunde von Mythologie und Antike ein Muss! Ihr werdet es lieben!

achtung buch: tödliche legenden (4) – des todes labyrinth von sonja planitz

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Eine ganze Weile ist es her, dass ich mit euch gemeinsam die ersten drei Abenteuer unserer besonderen Mädels erlebt habe. Doch nun hat das Warten ein Ende und der vierte Band der „Tödlichen Legenden“ ist erschienen. „Des Todes Labyrinth“ lautet der Titel, der schon viel Spannung verspricht. Im Zentrum der Geschichte steht diesmal Sally allein. Eigentlich sollte sie eine nächtliche Trainingseinheit absolvieren, doch alles endete in einem furchtbaren Alptraum. Sally versagt und findet sich, als sie erwacht, im Haus des Todes wieder. Dort soll sich nun entscheiden, ob sie sterben oder leben wird. Dazu muss sie das Labyrinth des Todes durchqueren. Schafft sie es, darf sie in ihren Körper zurückkehren und ihr Leben normal weiterführen. Schafft sie es nicht, wird sie sterben und ihre Seele wandert in den Besitz des Todes. Da Sally als Vampirjägerin auf Erden jedoch eine wichtige Aufgabe zu erfüllen hat, will der Tod ihr helfen und stellt ihr die junge Drachengöttin Illona zur Seite. So sollte das Labyrinth doch im Handumdrehen zu durchqueren sein, oder etwa nicht? Kaum haben die Mädchen das Labyrinth betreten, müssen sie auch schon erfahren, dass dieses seine eigenen Pläne hat und das Ziel gar nicht so leicht zu erreichen ist. Werden Sally und Illona das Labyrinth und seine Fallen gemeinsam bezwingen können, oder wird Sally auf ewig in den Fängen des Todes verweilen müssen? Lest selbst und lasst euch überraschen!

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Mit „Des Todes Labyrinth“ ist Sonja Planitz eine wahnsinnig tolle Fortsetzung der „Tödlichen Legenden“ gelungen. Standen sonst die Mädchen als Team im Zentrum, muss sich Sally diesmal fast allein durchschlagen, um am Leben bleiben zu dürfen. Sie versagt bei einer Trainingseinheit und sieht sich nun Auge in Auge mit dem Tod persönlich. Und nie ist mir ein sympathischerer Tod begegnet! Sehr charmant, wie er Sally behandelt. Da wäre ich auch wirklich gern mal zum Kaffee eingeladen – natürlich unter etwas anderen Bedingungen als die arme Sally. Genauso charmant wie der Tod ist auch Illona, die junge Drachengöttin. Einfach nur herrlich, wie sich die Mädchen zusammenraufen und sich gemeinsam den Herausforderungen des Labyrinths stellen. Man kann sich bildhaft vorstellen, wie die beiden scherzen, sich kabbeln und auch Kraft geben und es ist nur allzu verständlich, dass aus dieser Situation eine dicke Freundschaft entsteht. Kann man glatt ein wenig neidisch werden.

Neben den tollen Charakteren ist es natürlich die Handlung, die besticht. Liebe Sonja, woher nimmst du nur diese brillanten Ideen! Da schwebt das Mädchen zwischen Leben und Tod und was machst du? Schickst sie zum Kaffeekränzchen mit dem Gevatter höchstpersönlich. Und dieser steckt sie in ein Labyrinth, dass sie mit ihren schlimmsten Ängsten und vielem mehr konfrontiert. Wahnsinn! Ich habe von Raum zu Raum mitgefiebert und gebangt, ob sie die Rätsel richtig lösen werden und konnte das Buch nicht weglegen, bevor die letzte Seite gelesen war.

Ich kann nur sagen: Einfach klasse und bitte bald mehr davon!

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Ursprünglich war „Sally Morgenstern – Des Todes Labyrinth“ als Spin-Off der eigentlichen Legenden geplant. Es sollte der Auftakt zu insgesamt drei Kurzgeschichten über die einzelnen Protagonistinnen werden. Zwei weitere, die von Emily und Dascha handeln, erscheinen voraussichtlich im März und Mai diesen Jahres und versprechen, genauso spannend zu werden wie Sallys Abenteuer. Da in den einzelnen Geschichten jedoch wichtige Informationen für die eigentliche Reihe enthalten sind, wurden die Kurzgeschichten direkt in die Reihe der „Tödlichen Legenden“ eingegliedert. Seid nun gespannt auf:

„Emily Neumann – Atlantis“ (Erscheint voraussichtlich im März 2015)

„Dascha M. Kaiser – Die Geisterinsel“ (Erscheint voraussichtlich im Mai 2015)

achtung buch: das vermächtnis der feen von brigitte endres

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Josie, die sonst bei ihrer Grandma aufwächst, besucht in den Ferien ihren Vater Taddy, der als Biologe an einem Forschungsprojekt zum Thema DNS in Chicago arbeitet. Schon längere Zeit wird sie von merkwürdigen Träumen und einer seltsamen Melodie verfolgt, die sie auch in den USA nicht loslassen. Dazu bekommt sie noch einen treuen Begleiter in Form einer seltsamen Amsel mit einem weißen Brustfleck. So einen Vogel hat sie noch nie zuvor gesehen und auch Taddy hat keine Erklärung dafür. Umso überraschter ist Josie, als der Vogel sich eines Morgens in einen kleinen Mann verwandelt und ihr im Park eine kostbare Brosche – eine sogenannte Drachenfibel – überreicht.

Ziemlich zur gleichen Zeit trifft sie auf Amy, eine kleine Streunerin, wie es auf den ersten Blick aussieht. Beide Mädels fassen schnell Vertrauen zueinander und stellen unglaubliche Parallelen in ihrem Leben fest. Amy lebte auch bei ihrer Granny Edna, die bei einem mysteriösen Tornado verschwunden ist. Seither schlägt sie sich allein durchs Leben und verdient ihr Geld, indem sie Hunde ausführt. Genau wie Josie ist auch Amy eine Synästhetikerin – sie kann Musik in Farben wahrnehmen – und beide Mädchen sind extrem sensibel in Bezug auf die Stimmungen ihrer Mitmenschen. Dazu kommt noch eine absolute optische Ähnlichkeit, und die Tatsache, dass die Großmütter der Mädchen beide ihr Geld mit Schreiben verdienen – die eine mit Drehbüchern, die andere mit Fantasyromanonen. Auch Amy kann den Vogelmann, der sich als Druid Dubh vorstellt,  sehen und hat von ihm eine Drachenfibel erhalten. Er schickt die Mädchen auf ein großes Abenteuer nach Irland, um dort das Feenland Narranda vor dem Untergang zu retten, das von der Macht des Bösen bedroht wird. Glücklicherweise ist auch Moma, Josies Großmutter, gerade dort, um für ihr Buch zu recherchieren, sodass der Reise der Mädchen nichts mehr im Weg steht. Sie wohnt dort bei Professor O’Reardon, der einer altirischen Bardenfamilie entstammt, und sehr viel über die irische Mythologie weiß, was den Mädchen nur von Nutzen sein kann. Doch schon auf der Reise verläuft nicht alles nach Plan und Amy wird von dunklen Gestalten verschleppt. Wird es Josie gelingen, die Dunkelheit zu besiegen und ihre Freundin zu retten? Kommt mit auf eine phantastische Reise ins mythische Irland und lasst euch von Feen und Kobolden verzaubern!

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Brigitte Endres ist mit  ihrem Jugendroman Das Vermächtnis der Feen ein zauberhaft bezauberndes Meisterwerk gelungen. Voller Liebe und Detailtreue beschreibt sie Irland und die dortige Mythenwelt und entführt den Leser in das Reich der mannigfaltigen Elfen- und Koboldfamilien. Jeder einzelnen Figur haucht die Autorin Leben ein und verleiht ihr einzigartige Charakterzüge und Besonderheiten. Da wird ein Hund zum treuen Begleiter und Helfer in allen Lebenslagen, dort ist ein Kobold der gute Geist des Hauses, kleine Ratten werden zu Helden und große Drachen zum Erzfeind. Magische Waffen müssen im rechten Moment ihren wahren Besitzer finden und Entscheidungen wollen Weise getroffen werden.

Bedenke stets des Wortes Macht und nutze es nie unbedacht! Dies ist der Leitspruch, der sich durch den gesamten Roman zieht und dem es stets und frohem Mutes Folge zu leisten gilt. Steter Optimismus und Selbstbewusstsein sollen die Begleiter Josies sein und sie versucht sich auch daran zu halten, wenn es auch manchmal wirklich schwer ist. Doch für diese Momente gibt es ja treue Begleiter und Freunde wie Wolf und Arthur, den Enkel des Professors. Ich mag die Figuren von Brigitte Endres so sehr! Und wenn man sich diese auch noch im wunderschönen Irland vorstellt, dass sie genauso detailgetreu und liebevoll in Szene setzt wie ihre Figuren, ist der imaginäre Abenteuerurlaub perfekt *lach*. Sofort würde ich mit Josie und den anderen gemeinsam versuchen, das Feenland zu befreien! Ich habe jede einzelne Seite mehr als genossen und war richtig traurig, als die über 400 Seiten nach drei Tagen schon ausgelesen waren! Es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich dieses Buch in die Hand genommen habe 🙂

Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der ein Freund von Jugenfantasy ist, der es an nichts fehlt. Das Vermächtnis der Feen vereint in sich so viele Elemente: Fantasy, Irland, Mythologie und Vertrauen, dazu noch Freundschaft, tiefe Geheimnisse, Schuld und Vergebung, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur in ihrem Bann halten. Das Ende des Buches ist wie das Ende einer Reise, die man mit neu gewonnenen Freunden gemacht hat und was bleibt, ist eine wundervolle Erinnerung an eine gemeinsame Zeit, die man nicht missen möchte und auch etwas Trauer, dass es schon vorbei ist. Dieses Gefühl haben bei mir aus diesem Genre zuletzt die Laura Romane von Peter Freund ausgelöst, die ich auch abgöttisch liebe! Damit kann Brigitte Endres locker mithalten!

An dieser Stelle sei auch der lieben Scatty von Scattys Bücherblog ganz lieb gedankt, ohne die ich nicht auf diesen buchigen Schatz aufmerksam geworden wäre 🙂 und der Autorin Brigitte Endres, die mir ein eBook Exemplar zur Verfügung gestellt hat! Ich bin verzaubert ❤