Tag-Archiv | Teresa Simon

Achtung Blogtour: Die Oleanderfrauen von Teresa Simon – Eine kleine Geschichte des Kaffees

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Morgens 5.30 Uhr, mein Wecker klingelt und der Tag beginnt. Natürlich mit einem überlebenswichtigen Ritual: Während ich die Zähne putze, läuft mein frisch gebrühter Kaffee durch die Maschine, der erstmal meine Lebensgeister erweckt.

Dabei gibt es bei mir aber nicht irgendwelchen Kaffee aus dem Supermarkt, sondern nur frisch gerösteten und fair gehandelten Kaffee vom Privatröster nebenan. Snob? Hipster? Keinesfalls. Nur bin ich mittlerweile, genau wie unsere Jule in den „Oleanderfrauen“ auf den Geschmack gekommen, dass Qualität im Fall von Kaffee auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. Und besser als mit einem tollen, wunderbar duftenden Schluck Kaffee kann man doch nicht in den Tag starten, oder was meint ihr?

Mein Lebenselixier stammt frisch aus der „Neuen Kaffeerösterei“ in Plauen, wo der Daniööl ganz fantastische Kaffees selbst röstet. Die Bohnen bezieht er dabei nur von kleinen Plantagen, wirklich fair gehandelt und aus besten Bedingungen. Null Industrie – wenn eine Sorte alle ist, gibt es den Kaffee eben nicht mehr und man muss sich auf neue spannende Sorten freuen. Das tut dem Genuss aber auf keiner Weise einen Abbruch, viel mehr steigert es den Genuss. Die Bohnen sind dabei ja nur das Eine. Der Röstprozess ist genauso wichtig. Daniel röstet seine Bohnen im Geschäft immer Montags zu guter Jazzmusik – langsam und schonend, sodass etwaige Schadstoffe gar keine Chance haben, irgendwo Bestand zu haben und uns den Genuss zu verderben.

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Auch fürs Rundumwohl sorgt er immer ganz toll, denn unsere Feinbäckerei Aust steuert täglich noch die passenden Kuchen und Törtchen bei. Ein Besuch bei Daniel lohnt sich also wirklich komplett – ganz wie ein Besuch des Strandperlchens im Roman. Daniel ist eindeutig das Äquivalent zu Maite da Silva! Und er experimentiert auch so gern. Mit einem kleinen regionalen Brauereiunternehmen entstand das erste Black Coffee Stout, ein brillantes dunkles Kaffeebier, das stilecht mit Livemusik – nee, keine Blasmusik, sondern feinster Jazz und Funk – gefeiert wird. Auch kleine Lesungen haben schon bei Daniel stattgefunden.

Eigentlich wollte ich ihn für euch zum Thema Kaffee interviewen, aber der Umzug der Rösterei in eine neue Location steht direkt bevor und da wäre das nichts Gescheites geworden. Deshalb gab es an dieser Stelle diesen kleinen Ausflug für euch in unsere heimische Rösterei!

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Doch wo kommt er eigentlich her, der Kaffee? Nachweislich stammten die ersten Kaffee-Pflanzen aus Äthiopien. Entdeckt haben soll sie der Hirte Kadi, dessen Ziegen, nachdem sie die rote Kaffeekirsche gegessen haben, absolut aufgedreht herumsprangen. Schon im Jahr 900 n. Chr. wurde Kaffee in der Region Kaffa namentlich erwähnt. Zu dieser Zeit wurden die Blätter und getrockneten Kirschen noch nicht geröstet, sondern als Aufguss getrunken. Erst später, als der Kaffee seinen Weg ins Osmanische Reich und somit in die arabische Welt fand, wurden die getrockneten Samen erstmals geröstet, gemahlen und aufgekocht.

Beginn einer goldenen Ära? Ganz im Gegenteil. Erst im 16. Jahrhundert eröffneten in Istanbul Kaffeehäuser. Zu dieser Zeit war Kaffee aber noch nicht salongemäß. Vielmehr wurden die Kaffeetrinker unter der Herrschaft Murad IV sogar hart bestraft und die Kaffeehäuser wurden niedergerissen. Dies bedeutete jedoch keine Niederlage. Das edle Pulver wurde ein begehrtes Mitbringsel aus den Orienturlauben und erfreute sich so großer Beliebtheit, dass im 17. Jahrhundert Kaffeehäuser in Venedig, London, Wien, Paris und Deutschland eröffnet wurden. (Coffee-Circle)

Von diesem Tag an war der Hype um die Bohnen kaum aufzuhalten, wenngleich sie von einigen Herrschern weiterhin mit großer Skepsis betrachtet wurde. So ließ auch der Preußenkönig Friedrich der Große das Kaffeetrinken im Jahre 1768 unter Strafe stellen – man vermutet, dass er die aufrührerische Wirkung des Getränks befürchtete. Aber Kaffee war zu dieser Zeit schon mehr als nur ein Trend oder Genuss: Ein begehrtes Handelsobjekt war geboren und damit auch ein lukratives Wirtschaftssystem. Anstatt den Kaffee zu verbieten, belegte man ihn mit Steuern und Zöllen und steigerte so direkt den Wohlstand des eigenen Landes.

Einhergehend damit stieg auch das Wohlbefinden der Menschen, denn die Kaffeehäuser wurden zu beliebten Treffpunkten für Menschen aller Schichten, die sich dort über Gott und die Welt austauschen konnten. Und genau das ist bis heute geblieben: Die Freude der Menschen, gemeinsam mit anderen bei einer Tasse Kaffee zu sitzen und ein wenig die Zeit zu vertreiben… (Kaffeegeschichte)

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Und damit wären wir auch schon bei meiner Frage des Tages:

Seid ihr Kaffee- oder Teetrinker? Gibt es für euch ein spezielles Ritual des Kaffeetrinkens? Und was verbindet ihr mit Kaffee?

 

Gewinnspielregeln

Pro Tag gibt es von Montag bis Donnerstag je ein Exemplar des Buches „Die Oleanderfrauen“ zu gewinnen. Beantwortet dazu die Frage, die jeden Tag auf dem jeweiligen Blog gestellt wird in den Kommentaren.

Am Ende der Blogtour gibt es noch eine weitere Verlosung, quasi einen Hauptgewinn:

Wir werfen noch drei, diesmal handsignierte, Exemplare in den Lostopf, die unter denjenigen verlost werden, diean allen Tagen aktiv waren und auf allen Blogs kommentiert haben. In jedem der Gewinnerpakete wird außerdem noch eine kleine Spezialität eines privaten Kaffeerösters zu finden sein, sodass ihr das perfekte Aroma zum Buch riechen und schmecken könnt, während ihr tief in den Seiten versinkt.

Natürlich gibt es noch ein paar kleine Regeln zu beachten:

Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 20.01.2018 und endet am 28.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

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Achtung Blogtour: Die Oleanderfrauen von Teresa Simon – Wie alles begann … Tag 2

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Hallo ihr Lieben,

heute startet bei mir der zweite Tag der Herzensblogtour zum neuen Roman der zauberhaften Teresa Simon. Die Oleanderfrauen nehmen uns diesmal mit auf eine wundervolle Reise nach Hamburg. Bittersüß und gewürzt mit dem Aroma frischen Kaffes und Kuchens reisen wir ganz nach bekannter Simon-Manier in die Vergangenheit und tauchen in ein Familiengeheimnis des ganz großen Stils ein. Doch dazu in den folgenden Tagen mehr.

Heute soll es zurück in die Vergangenheit gehen. Die Lesende Samtpfote hat gestern schon damit begonnen, indem sie an „Die Frauen der Rosenvilla“ erinnerte. Wie alles begann… In Dresden bezauberte uns Teresa Simon mit alten Villen, der großen Kunst der Pralinenherstellung sowie dem betörenden Duft blühender Rosen.

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Der Folgeroman führte uns direkt nach München. Zwischen 1918 und heute spielte sich ein weiteres großes Familiengeheimnis ab: Die junge Restauratorin Katharina Raith bekommt an einem Vormittag überraschend Besuch von dem charmanten jungen Engländer Alex Bluebird, der ihr die Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny überreicht. Beim Lesen taucht sie tief in die Geschichte ihrer eigenen Familie ein, die so manches gut gehütete Geheimnis verbirgt. Geheimnisse, die bis ins Hier und Jetzt reichen. Denn wieso sonst würde die eigene Mutter so abweisend auf Katharinas Fragen reagieren und wieso ist da auf einmal so eine große Aufregung von allen Seiten, als Isi, die Freundin und Kollegin von Katharina, eine alte Kücheneinrichtung aufspürt, die sie unbedingt wieder im alten Glanz erstrahlen lassen will…

Doch zunächst einmal tauchen wir mit Katharina tief ein in die Geschichte Münchens im Jahre 1918. Fanny lebte mit ihrer Zwillingsschwester Fritzi und dem Vater nach dem Tod der Mutter in einem kleinen bayerischen Ort, an dem sie sich sehr eingeengt fühlt. Die Luft zum Atmen fehlt ihr schier und sie beschließt, in einer Nacht und Nebelaktion nach München zu fliehen, um in der Großstadt ihr Glück zu machen. Schweren Herzens lässt sie ihre Schwester Fritzi und den Vater zurück und beginnt ihr neues Leben. Ein neues Leben, das nicht den besten Start nahm, wurde Fanny doch schon im Zug vom schlechten Gewissen und der Sehnsucht zu Fritzi geplagt. In diesem Moment tritt die junge Alina Rosengart in ihr Leben, eine Bekanntschaft, die Fannys Zukunft in München nachhaltig prägen soll. Die beiden Mädchen werden beste Freundinnen und Vertraute und Fanny bekommt durch die Rosengarts die Möglichkeit, sich aktiv an Politik, Kultur und Kunst zu beteiligen. Sie lernt die Familie von Paul Klee kennen und verbringt viel Zeit in diesen Kreisen.

Eines Tages jedoch steht Fritzi vor der Tür, die die Trennung von der Zwillingsschwester nicht mehr aushielt und nun auch in der Großstadt Fuß fassen will. Schnell macht auch sie sich einen Ruf, jedoch ganz anders, als man es sich gewünscht hätte. Im Gegensatz zu Fanny gerät sie schnell in judenfeindliche Kreise, während ein Mann namens Adolf Hitler mehr und mehr an Macht gewinnt…

Fragen über Fragen, die darauf warten, beim Lesen beantwortet zu werden. Wer es also noch nicht getan hat, sollte schleunigst zuerst mit Teresa Simon nach Dresden, danach nach München und zu guter Letzt nach Hamburg reisen.

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Was erwartet euch nun in den kommenden Tagen? Sehr viel Neues!
Ronja wird euch morgen das neue Buch „Die Oleanderfrauen“ genauer vorstellen. Am Dienstag wird Anja euch mit der Geschichte von Hero und Leander vertraut machen, die im Roman eine nicht unwesentliche Rolle spielt, mit der Lesenden Samtpfote Pauli samt Frauchen Yvonne geht es auf zu einer spannenden Stadtrundfahrt durch Hamburg, bevor alles mit einer Exkursion in die Geschichte des Kaffes hier bei mir enden wird. Für euch haben wir natürlich auch noch etwas im Gepäck:

Gewinnspiel

Pro Tag gibt es von Montag bis Donnerstag je ein Exemplar des Buches „Die Oleanderfrauen“ zu gewinnen. Beantwortet dazu die Frage, die jeden Tag auf dem jeweiligen Blog gestellt wird in den Kommentaren.

Am Ende der Blogtour gibt es noch eine weitere Verlosung, quasi einen Hauptgewinn:

Wir werfen noch drei, diesmal handsignierte, Exemplare in den Lostopf, die unter denjenigen verlost werden, die an allen Tagen aktiv waren und auf allen Blogs kommentiert haben. In jedem der Gewinnerpakete wird außerdem noch eine kleine Spezialität eines privaten Kaffeerösters zu finden sein, sodass ihr das perfekte Aroma zum Buch riechen und schmecken könnt, während ihr tief in den Seiten versinkt.

Natürlich gibt es noch ein paar kleine Regeln zu beachten:

Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 20.01.2018 und endet am 28.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.

Achtung Buch: Die Holunderschwestern von Teresa Simon

 

Anfang letzten Jahres veröffentlichte Teresa Simon ihren Debütroman „Die Frauen der Rosenvilla“ und erreichte damit sehr verdient einen großen Erfolg. Rosen, Dresden und Schokolade waren die Stichworte, die über der Geschichte, die sich um ein Familiengeheimnis rankt, standen.

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Und auch dieses Jahr steht ein großes Familiengeheimnis im Zentrum des neuen Romans „Die Holunderschwestern“. Die junge Restauratorin Katharina Raith bekommt an einem Vormittag überraschend Besuch von dem charmanten jungen Engländer Alex Bluebird, der ihr die Tagebücher ihrer verstorbenen Urgroßmutter Fanny überreicht. Beim Lesen taucht sie tief in die Geschichte ihrer eigenen Familie ein, die so manches gut gehütete Geheimnis verbirgt. Geheimnisse, die bis ins Hier und Jetzt reichen. Denn wieso sonst würde die eigene Mutter so abweisend auf Katharinas Fragen reagieren und wieso ist da auf einmal so eine große Aufregung von allen Seiten, als Isi, die Freundin und Kollegin von Katharina, eine alte Kücheneinrichtung aufspürt, die sie unbedingt wieder im alten Glanz erstrahlen lassen will. Findet es heraus!

Doch zunächst einmal tauchen wir mit Katharina tief ein in die Geschichte Münchens im Jahre 1918. Fanny lebte mit ihrer Zwillingsschwester Fritzi und dem Vater nach dem Tod der Mutter in einem kleinen bayerischen Ort, an dem sie sich sehr eingeengt fühlt. Die Luft zum Atmen fehlt ihr schier und sie beschließt, in einer Nacht und Nebelaktion nach München zu fliehen, um in der Großstadt ihr Glück zu machen. Schweren Herzens lässt sie ihre Schwester Fritzi und den Vater zurück und beginnt ihr neues Leben. Ein neues Leben, das nicht den besten Start nahm, wurde Fanny doch schon im Zug vom schlechten Gewissen und der Sehnsucht zu Fritzi geplagt. In diesem Moment tritt die junge Alina Rosengart in ihr Leben, eine Bekanntschaft, die Fannys Zukunft in München nachhaltig prägen soll. Die beiden Mädchen werden beste Freundinnen und Vertraute und Fanny bekommt durch die Rosengarts die Möglichkeit, sich aktiv an Politik, Kultur und Kunst zu beteiligen. Sie lernt die Familie von Paul Klee kennen und verbringt viel Zeit in diesen Kreisen.

Eines Tages jedoch steht Fritzi vor der Tür, die die Trennung von der Zwillingsschwester nicht mehr aushielt und nun auch in der Großstadt Fuß fassen will. Schnell macht auch sie sich einen Ruf, jedoch ganz anders, als man es sich gewünscht hätte. Im Gegensatz zu Fanny gerät sie schnell in judenfeindliche Kreise, während ein Mann namens Adolf Hitler mehr und mehr an Macht gewinnt…

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Wieder ist Teresa Simon ein wahrer Geniestreich gelungen. Genau wie „Die Frauen der Rosenvilla“ sind auch „Die Holunderschwestern“ ein wahrer Pageturner. Gekonnt springt die Autorin zwischen den beiden Zeitebenen und vermittelt dem Leser nicht nur eine tolle Rahmenhandlung, sondern gibt auch auf besondere Art und Weise tiefe Einblicke in die Geschichte Münchens. Dieses tut sie jedoch nicht durch die sture Vermittlung von Fakten, vielmehr lässt sie uns Geschichte (er)leben. Man schaut den Charakteren über die Schulter, erlebt mit, wie es den einzelnen Protagonisten ergangen ist, welche Schwierigkeiten sie im Leben zu meistern hatten und wie leicht man geblendet werden konnte und so ins falsche Lager abdriftete.

Dabei wählt sie ein Zwillingspaar als Hauptprotagonisten der Vergangenheitsebene: Fanny und Fritzi. Sie sind einerseits so eng verbunden, wie es nur Zwillinge sein können und andererseits doch so konträr wie Licht und Schatten, Gut und Böse, Hell und Dunkel…. Macht euch selbst ein Bild! Dennoch waren sie beide auf ihre Art sehr sympathisch – man kann ja nachvollziehen, warum wer wie gehandelt hat. Fanny ist und bleibt jedoch meine heimliche Favoritin – gemeinsam mit Alina und Bubi. Ach, ihr werdet sie in euer Herz schließen!

Auch die Protagonisten der Jetztzeit lassen keine Wünsche offen. Mit Charme erobert Alex nicht nur das Herz von Katharina und Isi, sondern auch das Leserherz. Die beiden Restauratorinnenmädels sind einfach nur herzerfrischend und sprühen vor Leben, sodass man sie einfach lieben muss und auch die diversen Nebencharaktere verzaubern mit ihren charakteristischen Eigenschaften von ruppig bis geheimnisvoll. Eine tolle Mischung!

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Und das Handwerk darf bei Teresa natürlich auch nicht zu kurz kommen. Waren es im letzten Jahr Schokolade und die Kunst der Pralinenherstellung, so sind es diesmal Holunder und Restauration, die ins Zentrum gerückt werden. Dabei trumpft die Autorin einmal mehr mit viel gut recherchiertem Fachwissen und Liebe zum Detail auf, die das Buch noch authentischer machen, als es so schon ist. Da wird nicht an der Oberfläche gekratzt, sondern tief in die Materie eingetaucht.

Alles in allem ist „Die Holunderschwestern“ ein Roman, der sehr kurzweilige und tiefe Lesemomente garantiert. Eintauchen und genießen heißt die Devise beim Lesen – und dabei noch etwas lernen. Mitgefühl, Hoffnung, Zuversicht, Liebe und Leid und viel Vertrauen – das sind wohl die wichtigsten Gefühle, die in jeder einzelnen Zeile des Buches mitschwingen und den Leser festhalten und einfangen. Und das Sahnehäubchen bilden am Ende – wie sollte es bei Teresa Simon auch anders sein – eine Sammlung köstlicher Rezepte, die auch noch das Genießerherz höher schlagen lässt.

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Ideal für den Sommer, Urlaub, Strand, Balkon, Garten – einfach ideal für alle Lebenslagen! Danke für diesen Lesegenuss, liebe Teresa! Ich freue mich schon sehr auf dein drittes Buch!

Und ihr, liebe Leser, seid herzlich eingeladen, auch das absolut tolle Interview mit Teresa Simon zu genießen, bei dem sie viel aus dem Nähkästchen plauderte und viele persönliche Einblicke gibt. Hier geht’s entlang:

„Es muss nicht immer Schokolade sein!“ – Im Gespräch mit Teresa Simon

 

 

 

 

„Es muss nicht immer Schokolade sein!“ – Ein Wiedersehen mit Teresa Simon

Über ein Jahr ist es her, seit der wundervolle Debütroman „Die Frauen der Rosenvilla“ von Teresa Simon im Heyne Verlag erschienen ist und seither große Erfolge feiert. Nun war es vor wenigen Wochen soweit: „Die Holunderschwestern“ erblickten das Licht der Welt und ich habe für euch ein exklusives neues Interview mit der absolut herzigen Teresa führen dürfen, die gerade ein paar sonnige Tage im schönen Bella Italia verbringt und dennoch Zeit für ihre lieben Leser findet. Also, ihr Lieben, nehmt euch ein wenig Schokolade, atmet den Duft der Rosen auf dem Tisch und genießt ein Glas der erfrischenden Holunderlimonade, während ihr lest, was Teresa uns zu berichten hat.

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Liebe Teresa,

ein Jahr ist vergangen, seit die Rosenvilla das Licht der Welt erblickt hat und sehr erfolgreich wurde. Dazu die herzlichsten Glückwünsche! Nun ist dein zweiter Roman erschienen. Willst du für uns eine kurze Bilanz des letzten Jahres ziehen? Wie waren die Monate zwischen Rosenvilla und Holunderschwestern? Hättest du dir diesen Erfolg ausgemalt? Und wie war es nun kurz vor der Veröffentlichung der Holunderschwestern? Standst du unter starkem „Leistungsdruck“ oder hast vielleicht sogar etwas gezweifelt, ob du den Erwartungen an das neue Buch gerecht werden kannst?

Das letzte Jahr war besonders für mich. Die vielen positiven Reaktionen auf „Die Frauen der Rosenvilla“ haben mich bewegt, berührt und natürlich granatenmäßig gefreut – noch einmal 1000 Dank an alle! Ja, aber nach dem Roman ist natürlich auch vor dem (nächsten) Roman. Ich trage dieses Thema ja schon lange in mir herum (in verschiedenen möglichen Formationen), weil es eine Menge mit meiner persönlichen Familiengeschichte zu tun hat – und auf einmal war die Idee da, es so und NUR so zu erzählen … Dresden & Rosen & Schokolade? Dachte mir schon, dass ihr das mögt. Aber Holz & Kunst & München? Mein Verlag war ein bisschen skeptisch, ich eigentlich nicht, denn ich liebe diese Geschichte so sehr … nach den ersten Reaktionen ihr auch – freut mich total! Und die anderen, die den Roman „Die Holunderschwestern“ Noch nicht kennen, möchte ich an dieser Stelle herzlichst dazu einladen …

Von Dresden nach München führte dich die Reise. Was war der Anreiz, diesmal die bayrische Landeshauptstadt zum Schauplatz deines Buchs zu machen? Ist es nur die Heimatliebe gewesen, der historische Hintergrund, oder etwas ganz Anderes?

München war nach dem 1. Weltkrieg ein sehr besonderes Pflaster und bei weitem nicht nur so griabig-gemütlich, wie manche denken. Immerhin wurde hier die Revolution ausgerufen! Künstler und Gelehrte lebten hier, große Autoren wie Feuchtwanger, Graf, Mann und andere. Und eben auch Paul Klee, dessen Bilder ich seit meinen Jugendtagen verehrte und liebe. Wie kaum ein anderer konnte er Farben zum Klingen bringen. Und da ich mich entschlossen hatte, einen Handlungsschwerpunht nach Schwabing zu verlegen (wo ich auch selbst seit vielen Jahren lebe), kam eines zum anderen …

O ja, Paul Klee… unser Nachmittag im Lenbachhaus, gemeinsam mit Arndt… Deine Erzählungen, Berichte, Geschichten. Mit niemandem würde ich lieber in eine Galerie gehen und so viele kleine Episoden dann niedergeschrieben in einem wundervollen Buch wiederfinden!

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Als wir miteinander sprachen, sagtest du so furchtbar charmant: „Es muss nicht immer Schokolade sein.“ Dabei muss ich furchtbar lachen, denn du weißt ja, was ich dir immer vorwerfe: Es gibt kaum eine Autorin, die so gekonnt kulinarische Leckereien in ihre Bücher einbaut, dass ich beim Lesen wahre Hungerattacken bekomme. Und dann noch diese Rezepte am Ende! Du bist ja eine wahre Göttin der Delikatessen! Wählst du diese willkürlich aus, oder haben diese Rezepte für dich eine persönliche Bedeutung?

Die Rezepte sind nicht drin, um euch schwach zu machen (wenn sie das zusätzlich tun, umso besser), sondern stehen in engem Zusammenhang zum Text. In „Die Frauen der Rosenvilla“ hatte Anna eine Schokolaterie und macht feine Pralinen, hier kocht Fanny einfache Gerichte (man könnte fast sagen: sie kocht um ihr Leben – und das ihrer jüdischen Freundin Alina). Die Rezepte stammen von meiner Großmutter, aus deren Leben ich mir eben so einiges für Fanny „geborgt“ habe: auch meine Oma konnte fantastisch kochen (ungelernt), nicht die feinen Menüs, sondern das, was die einfachen Leute gerne gegessen haben (sofern sie etwas zu essen hatten!). Sie sollte Weißnäherin werden (hat sie gehasst), sie kam 1918 aus einer vielköpfigen Weidener Familie jung und naiv nach München – direkt in den Revolutionsherbst 1918 … 

Ich habe meine Oma sehr geliebt. Sie war gütig und hatte einen Riesenherz – und das ich auch Fanny gegeben. Sie hat mich aufgezogen, bis ich 2 Jahre alt war (Mama musste arbeiten)  und mich in ihren großen, gütigen Händen gehalten und gehegt. Immer wenn ich an sie denke, rieche ich Vanille …

Ich hänge ihr schönes Foto mit an – vielleicht mag Julia es ja mit einzustellen? Da war sie ungefähr 30 Jahre alt …

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Diesmal steht der Holunder in all seiner vielseitigen Wirkung im Zentrum des Geschehens. Warum gerade diese Pflanze? Übrigens kann man Holunder auch vorzüglich mit Schokolade kombinieren… Lach! 

 Holunder – der Strauch der Frau Holle – ist eine alte Heil- und Schutzpflanze. Eigentlich sollte jedes Haus einen Holunderstrauch haben … Blüten und Beeren lassen sich vielfachst verarbeiten, sind in der Volksmedizin bekannt (u.a. fiebersenkend!), und schmecken vorzüglich. Außerdem sind die Blüten weiß und die Beeren dunkel – Tag und Nacht – Gut und Böse, Himmel und Hölle – das passt wunderbar zu diesem sehr unterschiedlichen Zwillingspärchen, das ich hier erzähle … Geht mal bisschen in die Recherche zu diesem Thema – es lohnt sich wirklich! Auch das Märchen „Goldmarie & Pechmarie“ hat damit zu tun …

übrigens stand neben dem Geburtshaus meiner Großmutter auch „in echt“ dieser Strauch – und das Brot, von dem im Roman erzählt hat, hat meine Urgroßmutter Anna Clara wirklich selbst gebacken …

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Natürlich kommt bei den Holunderschwestern auch die Geschichte nicht zu kurz. Und auch in diesem Buch ist es wirklich gelebte Geschichte. Worauf setzt du dein Hauptaugenmerk beim „Erzählen“ von Geschichte? Ist es die authentische Wiedergabe oder sind es eher spezielle Details aus der Zeit, die dich fesseln und die du dann näher betrachtest und ins Zentrum des großen Ganzen rückst?

Ich möchte Geschichte durch (meine) Geschichten erzählen. Dabei interessieren mich weniger Kriege und Verträge, sondern das Leben der Menschen: Was haben diese Ereignisse mit den Menschen gemacht? Wie hat sich das konkret auf ihren Alltag auswirkte? Haben sie anderes geliebt, gegessen, geheiratet, ihre Kinder anders erzogen? 

Das ist mein Ansatz, „Geschichte“ ist für mich nichts Abstraktes, sondern die Dinge, die zum Greifen sind; wie ein Tisch gedeckt wird, wie ein Stuhl geschreinert wird, wie jemand seine Schuhe putzt …

Wenn ihr so wollt: jeder Tag, den wir erleben, ist Geschichte …

Natürlich kann sich ein Roman nicht im Alltäglichen erschöpfen, sonst würdet ihr euch schnell langweilen. So lasse ich Fanny ihre schwierige Zwillingsgeburt erleben, während Hitler seinen Putsch versucht (der misslingt – noch) … Die Stadt ist verbarrikadiert, es wird geschossen, ihr Mann treibt sich irgendwo bei den Nazis rum, nicht einmal die Hebamme kommt mit dem Radl durch  – das ist für „erlebte Geschichte“ – spannend, spannend! 

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Du beschreibst diesmal ein sehr düsteres Kapitel der Münchner Geschichte, was man auch am Tonfall des ganzen Buches spürt. Es ist ernsthafter als die Rosenvilla, wohingegen die Geschehnisse in der Jetztzeit einfach wieder erfrischend, romantisch, spritzig sind. Ist dir dieser Spagat schwergefallen? 

Kein bisschen! Die Zeit nach 1818 war eine schwere Zeit für alle. Zum ersten Mal hatte Europa „Krieg total“ erlebt, alle waren davon gezeichnet – und was dann als Brauner Dunst heraufzog, war ja eher noch schlimmer. Jedes Mal wenn ich in einem Kapitel tief eingetaucht war, hat es sich für mich wie eine Befreiung angefühlt, wieder ins „Jetzt“ zu dürfen . Wier können wir froh sein, hier und jetzt zu leben! 

Fritzi und Fanny – Zwillinge im Zentrum der Geschichte. Zwillinge, die einerseits enger zusammen und andererseits ferner nicht sein könnten. Hast du diese Figurenkonstellation in all ihrer Ambivalenz bewusst gewählt? Bzw. was hat dich dazu bewegt, ein Zwillingspaar als Hauptprotagonisten des „historischen Teils“ zu verwenden?

 Meine Großmutter hatte auch eine Zwillingsschwester (zweieige Zwillinge)), das hat mich schon als Kind fasziniert: diese Nähe und auch die Verschiedenheit, denn gezofft haben die beiden sich auch (selbst als ältere Damen). Aber ich als Einzelkind hab mir oft vorzustellen versucht, wie das wäre, noch jemand so nah bei mir zu haben – eine Verbündete? Eine Rivalin? Ich denke, es ist bei allen Zwillingen immer beides vorhanden ..

Ist mir sehr leicht gefallen, mich einzudenken …

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Nun kehren wir zurück ins Hier und Jetzt: Mit Katharina und Isi sind dir ja wieder zwei wahre Zuckerstücke an Protagonisten gelungen, genauso wie mit den anderen Nebencharakteren, über die wir hier nicht mehr verraten wollen. Die Leser sollen sich ja selbst ein Bild machen, oder was meinst du? Damals war es das Pralinenhandwerk, das du ins Zentrum gerückt hast, diesmal ist es die Holzkunst, die Restauration. Was hat dich auf dieses Handwerk gebracht? 

Ich liebe schöne alte Dinge – nur oft sind sie eben im Lauf der Zeit nicht mehr ganz so schön, und wer ihnen wieder das „Flair“ verleiht, ist in meinen Augen ein Künstler. Außerdem ist mein bester Freund Schreiner (unsere Wohnung ist voll mit seinen Möbeln), da reden wir immer wieder über Holz und Gestaltung. Aber er macht neue Möbel – und doch bin ich auf seine Vermittlung auf den wunderbaren  Restaurator  Clemens Oppenheimer gestoßen, der meine „Werkstatt-Kapitel“ unterstützt und liebevoll begleitet hat – danke noch einmal, lieber Clemens!  Hab viel dabei gelernt …

Was verbindest du mit folgenden Stichworten: Holz, Holunder, Trennung, Kochen, Tagebuch

Holz – Wärme

Holunder – Schutz

Trennung – immer schmerzlich, oft aber auch heilsam

Kochen – wunderbar (wenn man es kann, aber jeder kann es lernen!)

Tagebuch – Geheimnis (natürlich!) 

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Welcher Prota ist dir in diesem Buch besonders ans Herz gewachsen und welcher ist dir am schwersten gefallen?

Ich mag sehr gern Bubi und Alina, aber natürlich ist es Fanny, Fanny, Fanny (obwohl ich ihre irrlichternde Schwester Fritzi auch tief ins Hertz geschlossen habe!). Am schwierigsten war vielleicht die spröde Mutter Christine, die auch ihr Päckchen zu tragen hat und erst später eine Wandlung durchläuft … 

Aber ehrlich gesagt man ich sie alle, sogar den Widerling Josef, der sich so herrlich schreiben ließ !!!

Was hält die Zukunft für Teresa Simon und ihre Leser bereit?

Hab einen neuen Klingelton für mein Handy: „Auf der Reeperbahn nachts um ½ 1  …

Also, liebe Leser und Leserinnen: Es geht auf nach Hamburg … riecht ihr schon den Kaffee duften?????? 

Was möchtest du deinen Lesern dieses Jahr mit auf den Weg geben?

Lasst euch nichts vormachen, meine Lieben, und schon gar nicht von Leuten, die so tun, als gäbe es schnelle Lösungen für schwierige Probleme. Wer nichts aus der Geschichte lernen will, dem ist einfach nicht zu helfen. 50 Millionen Tote hat uns das im Zweiten Weltkrieg gekostet – der Wahnsinn! Bleibt offen, kritisch, aber tolerant und vergesst niemals: „we are the world …“ 

Herzlichst eure Teresa.

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Liebste Teresa, 

ich danke dir für die viele gemeinsame Holunderzeit, vor allem auch während der Entstehung dieses buchigen Schatzes und freue mich, dich bald wiederzusehen, zu hören und noch viel mehr zu lesen! 

Eins muss ich nun doch noch beifügen… Über den Klingelton reden wir noch *lach*

Wer von euch noch wissen will, was uns die liebe Teresa letztes Jahr berichtet hat, klickt bitte  HIER.

Zu den „Frauen der Rosenvilla“ geht es HIER.

Mehr zu den „Holunderschwestern“ folgt in den nächsten Tagen! Stay tuned und habt es wundervoll!

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Hallo ihr Lieben,

heute gibt es etwas ganz besonderes für euch! Mit Unterstützung des Radioropa Hörbuchverlags hat die liebe Teresa Simon mir eine große Überraschung bereitet. Sie schickte mir 4 Hörbücher ihres tollen Dresden-Romans „Die Frauen der Rosenvilla“. Die sind natürlich nicht für mich, sondern …richtig… für euch!

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Hach… so schön sehen sie aus und sie sind auch furchtbar gut anzuhören 🙂 Gesprochen werden sie von Nadine Heidenreich, die die Geschichte ganz liebevoll, vielschichtig und toll zum Leben erweckt. Diese Chance könnt ihr euch nicht entgehen lassen, oder?

~

Eine kleine Aufgabe gilt es allerdings zu bewältigen:

Dresden, Schokolade und Rosen – Das sind die drei Eckpunkte, die den Roman charakterisieren. Kommentiert kurz hier auf meinem Blog, was ihr spontan mit diesen Begriffen verbindet oder was diese drei Dinge für eine Bedeutung für euch haben.

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Alle Antworten, die bis zum 26.6.2015 um 23.59 Uhr eingehen, kommen in den Lostopf. Ausgelost wird am Samstag im Laufe des Tages 🙂 So, nun haut in die Tasten und kommentiert, was das Zeug hält. Die Schätzchen scharren mit den Hufen und suchen ein liebevolles neues Zuhause!

Hier findet ihr noch einmal meine Besprechung zum Buch und das tolle Interview mit Teresa Simon 🙂

Viel Spaß und Glück!

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Kennt ihr diese Art von Büchern, von denen ihr hört und wisst, dass ihr sie unbedingt haben müsst? Die wie die Liebe auf den ersten Blick einschlagen und die ihr so schnell nicht vergessen sollt? So ging es mir mit „Die Frauen der Rosenvilla“ von Teresa Simon. Warum, fragt ihr euch? Weil dieses Buch schon in den wenigen Zeilen drei Leidenschaften von mir erfasste: Dresden, Schokolade und Rosen.

Dresden ist seit 10 Jahren meine Wahlheimat geworden, aus der ich eigentlich nicht mehr weg möchte und in die ich mich auf den ersten Blick verliebt habe. Zur Schokolade brauche ich nicht viel mehr zu sagen, als ICH LIEBE SIE und wer mich kennt weiß, wie gern ich selbst Pralinen und Schokolade selbst kreiere und verschenke *lach*. Und auch Rosen haben einen festen Platz in meinem Leben. Sie waren die liebsten Blumen meines Papas und er hat sie mich schon von Klein auf im Garten lieben und pflegen gelehrt. Und auch heute vergeht auch kein Tag, an dem nicht mindestens eine bei uns zu Hause zu finden ist.

Ihr seht, dieses Buch war ein wahres MUSS für mich. Aber um was geht es nun eigentlich?

Dresden 2013 – Die Rosenvilla in Blasewitz

Die junge Anna Kepler hat gerade ihre zweite Chocolaterie mit selbstgemachten Kreationen eröffnet und verzaubert damit ganz Dresden. Ein Wunder? Eigentlich nicht, stammt sie doch aus einer Dresdner Schokoladendynastie, die bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts zurückzuverfolgen ist. Doch nicht nur das Talent zur Schokoldadenherstellung und den außergewöhnlichen Geschmackssinn hat sie geerbt, sondern auch die Rosenvilla, die sie nun mit vollstem Herzblut restauriert.

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Auch den einst so prächtigen Rosengarten möchte sie wieder mit neuem Leben füllen und macht sich direkt mit Hilfe ihres Gärtnerfreundes Jan an die Arbeit. Damit sollte ein weiter großer Schritt in Richtung persönliche Glückseligkeit gemacht werden, denn neben der Blumen und der Schokolade wünscht sich Anna nichts mehr, als den passenden Mann an der Seite und das Trappeln von Kinderfüßen in den großen Räumen der Villa. Plötzlich wird sie jedoch aus ihren Gedanken gerissen, nämlich als Jan beim Graben auf eine alte Schatulle stößt, deren Inhalt Anna weit in die Vergangenheit der Rosenvilla katapultieren soll.

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Zwischen einem schmalen goldenen Armreif in Schlangenform, einer zerrissenen Perlenkette, einer roten Haarsträhne, einem Eisernen Kreuz 1. Klasse und vielen anderen Dingen findet sie einen Stapel Briefe und eine Fotografie einer ihr unbekannten Frau. Annas Neugier ist entfacht und sie stürzt sich direkt auf die Briefe.

„Ich brenne. Ich glühe. Bin wie im Fieber.
Darf ihn niemals wiedersehen und werde es doch schon bald.
Noch heute!“

Mit diesen Zeilen eines Briefes von einer gewissen Emma aus dem Jahre 1919 beginnt Annas Reise in die Vergangenheit, die sie nicht allein bewältigen kann. Zu durcheinander ist alles, von mehreren Schreibern verfasst. Zum Glück gibt es ja Freundin Hanka, Bibliothekarin und ihren treuen Kater Libro, die in akribischer Kleinstarbeit alles sortiert und gemeinsam mit Anna nach und nach entschlüsselt. Und was die beiden Frauen dabei entdecken, ist einfach unglaublich…

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Knapp 450 Seiten umfasst Teresa Simons Roman. Schier hindurchgeflogen bin ich und habe dabei jede Seite tief in mich aufgesaugt. Bin gemeinsam mit Anna durch bekannte Ecken geschlendert, habe in Gedanken in der Schokoladenbar in der Neustadt Pause gemacht und mir dabei vorgestellt, wie es wäre, wenn es Annas Chocolaterie wirklich gäbe. War im Schokoladenshop an der Frauenkirche und wollte einfach nicht, dass das Buch endet.

Denn zu vielschichtig, schön, traurig, ergreifend, verrückt war das alles, was Anna auf den Briefseiten erlebte. Alle Fäden laufen zusammen in der Rosenvilla, die eine Familiengeschichte erzählt, die weiter zurück reicht, als Anna es sich hätte jemals träumen lassen. Genau wie sie in den Briefen gefangen war, war ich es im Buch. Von Seite zu Seite lüfteten sich die kleinen und filigranen Geheimnisse, die am Ende ein einmaliges Netz aus lebendigen und einzigartigen Charakteren sowie einer wundervollen und berührenden Geschichte ergaben.

Und die Protagonisten waren alle etwas ganz besonderes. Allen voran natürlich Anna, die ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen habe (nicht nur, weil wir beide rothaarig sind *lach*). Sie ist eine so liebenswerte und gefühlvolle Frau, die aber auch klare Ziele vor den Augen hat und diese auch verfolgt. Eine spritzige Mischung – wahres Elbfeuer eben. Dieses Feuer findet man auch in den anderen Frauen des Romans, über die an dieser Stelle nicht mehr verraten werden soll. Ihr müsst sie selbst kennen lernen, denn den Umfang dieses Buches kann und will ich nicht in Worte fassen. Man muss es lesen, wie eine Praline genießen und schmelzen lassen, langsam die Verbindungen herstellen, staunen, kopfschütteln, traurig sein, lachen, einfach den Gefühlen freien Lauf lassen.

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Dieses Buch kann ich wirklich nur jedem Leser ans Herz legen, der Dresden und Schokolade liebt, der den Duft von Rosen allgegenwärtig in der Nase haben will, während er in eine Familiensaga der ganz besonderen Art und Weise eintaucht. Geschichte und Fiktion treffen aufeinander und es gibt eine Explosion der Sinne und Gefühle. Und wem das auf dem Papier noch nicht reicht, sei dazu aufgefordert, sich zuerst mit den letzten Seiten des Buches auseinanderzusetzen, selbst Trüffel zu machen und den passenden Eierlikör und es sich dann mit dem Buch gemütlich zu machen! Teresa Simon hat einfach an alles gedacht! Und mehr als das: Sie stand mir sogar für euch noch Rede und Antwort! Mit einem Klick kommt ihr direkt zum

Interview mit Teresa Simon

Für mich ist „Die Frauen der Rosenvilla“ definitiv eines der Bücher schlechthin, das ich sicher nicht zum letzten Mal in den Händen hatte!

achtung interview: im gespräch mit teresa simon

Im Februar 2015 erschien Teresa Simons wundervoller Debütroman „Die Frauen der Rosenvilla“ im Heyne Verlag. Debütroman trifft es dabei aber eigentlich nur halb, denn Teresa Simon ist das Pseudonym einer tollen deutschen Autorin aus München, die eine große Vorliebe für Katzen, Blumen und Schokolade hat. Da sie noch etwas geheim bleiben möchte, gibt es hier auch kein Foto aber dafür schöne blumige Bilder zum Buch und ein tolles Interview mit der Autorin für euch!

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Bereit? Dann lasst uns Teresa im Pavillon der Rosenvilla besuchen und schauen, was sie uns zu erzählen hat!

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Liebe Teresa,

“Die Frauen der Rosenvilla” ist dein erster Roman in diesem Genre. Er beschreibt das Leben einer ganzen “Dynastie” starker und besonderer Frauen, die in Dresden in der Rosenvilla lebten oder leben und deren Schicksale auf besondere Weise miteinander verbunden sind. Was inspirierte Dich zu dieser Geschichte?

 T: Die Initialzündung kam von einer lieben Freundin, die eine Gastprofessur in Dresden hatte und mir vollkommen hingerissen von den schönen Elbvillen erzählt. Da ich den Plan eines geheimnisvollen Familienromans schon länger hatte, begann ich, mich intensiver mit Dresden zu beschäftigen – und fand heraus, dass es um 1900 DER  Standort für Luxusindustrie im Deutschen Reich war. Und: Schokolade hat mich schon immer interessiert … wie auch das Thema alte Rosen … von da an ging es eigentlich wie von selbst …

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Während ich las, habe ich begonnen, Stammbäume zu den wundervollen Charakteren zu erstellen, um bei dem Zeitraum von über 100 Jahren, in denen der Roman spielt, nicht den Überblick zu verlieren. Heraus kam ein filigranes Netz, dass sich bis zur letzten Seite wie ein Puzzle zusammenfügte und in dem jeder seinen bestimmten Platz gefunden hatte. Insgesamt sind es 4 Frauen aus 4 Generationen, deren Schicksale nicht nur an einer Stelle miteinander verwoben sind. Jede der liebevoll gezeichneten Haupt- und Nebenfiguren hat ihren festen Platz in der Geschichte und nichts ist dem Zufall geschuldet. Wie gelang es dir, beim Schreiben den Überblick zu behalten, beziehungsweise was kam zuerst: eine genaue Gliederung der Personen und ihre Verbindungen, um die Du die Geschichte aufgebaut hast, oder die Grundidee der Geschichte, in die Du nach und nach die Personen eingefügt hast?

 T: das mit dem Stammbaum ist eine prima Idee – und nicht anders bin auch ich vorgegangen … ich wusste ja, wie das Ende sein sollte und habe gewissermaßen darauf hin erzählt … Ja, gerade das miteinander Verwobene  war mir ganz besonders wichtig, weil ja auch so in Familien erzählt wird und meistens nicht linear … Da die Figuren einen so festen Platz in meinem Kopf (und meinem Herzen) hatten, war es für mich nicht schwer, sie richtig zu platzieren, aber vielleicht muss man sich als Leser doch ab und an mal eine kleine Notiz machen …  der Ursprung meiner Idee war für mich Helenes  Geschichte … um die herum hat sich alles andere gerankt … mehr dazu darf ich hier aber nicht verraten …

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Geschichte, Schokolade, Dresden. Alles, was Du beschreibst, lässt sich historisch festmachen und ist wunderbar recherchiert. Wie betreibst Du Recherche für Deine Bücher? Bereist Du die Schauplätze Deiner Bücher und hast Du Dich selber an die Kunst des Pralinenherstellens gewagt?

 T: Recherche ist sozusagen meine 2. Natur, und leider habe ich eine leicht enzyklopädische Ader, die alles manchmal sehr aufwändig (und teuer!) macht … ja, natürlich beginnt alles mit Literatur – richtig viel Sekundärliteratur -, bei der ich mich manchmal nur schwer bremsen kann, weil mir einfach ALLES wichtig vorkommt … und ich bereise IMMER (sofern es möglich ist) die Schauplätze meiner Bücher … Dresden kannte ich, aber nicht sehr gut, und als ich mich im Juni 2013 zu einem ausführlicheren Besuch wegen des Romans entschloss, kam die große Flut … es hat mir  leid für Dresden getan, aber für meine Eindrücke war es natürlich eine Fügung…

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“Für mich soll’s rote Rosen regnen…”. Rosen sind ein weiteres Hauptthema des Buches. Warum gerade diese Blumen? Einfach so oder doch aufgrund ihrer vielfältigen Bedeutungen, die von Liebe über Verschwiegenheit bis hin zum ewigen Leben reichen?

 T: Für mich ist die Rose DIE Blume der Blumen (und das sagt ein bekennender Tulpenfan!): geheimnisvoll, königlich, Symbol für Liebe und Leidenschaft – es konnten einfach nur Rosen sein! Es gab lange Zeit in München einen sehr besonderen Blumenladen, der nur alte Rosen (als Schnittblumen) verkaufte: Seit Studentenzeiten bin ich ihm treu geblieben – bis er schließlich vor 3 Jahren einem Coffeeshop (!) weichen musste – welch unersetzlicher Verlust!

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Und Schokolade! Schokolade und Schokolade machen steht immer im Zentrum des Romans. Dunkel, Zartbitter oder Weiß (ich weiß, es ist keine richtige Schokolade *lach*) – bist Du eine Naschkatze?

 T: Komischerweise hat mir schon als Kind die süße Vollmilchschokolade nie so recht geschmeckt … ein Fest für meinen lieben Vater, der verrückt nach Krokant und Nougat war und mir alles immer mit Vergnügen weggegessen hat … seit diesem Roman mag ich eigentlich nur noch Sorten ab 70% und hab mich sogar mit der bitteren 100% Schokolade angefreundet … im wirklichen Leben mag ich es gerne scharf: deshalb schmecken mir auch Sorten mit Chili oder Meersalz (ein Traum!)m am allerbesten …

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Gibt es eine Figur im Roman, die dir besonders ans Herz gewachsen ist und warum?

 T: Anna natürlich, aber dann gleich dahinter ihre Freundin Hanka mit dem bezaubernden Kater Libro (Katzen sind meine 3. Leidenschaft!) und ihrer lebensklugen, zupackenden Art: Wer von uns möchte nicht so eine Freundin haben?

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Wie sehen deine literarischen Pläne für die Zukunft aus?

 T: Es wird einen neuen Roman geben, der in München spielt, Zeitraum 1918-2014 … Erscheinen im Frühling 2016 …

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Und zum Abschluss: Alle Frauen der Rosenvilla waren auf der Suche nach Glück. Was bedeutet Glück für Dich und gibt es etwas, das Du Deinen Lesern mit auf den Weg geben möchtest?

 T: Glück ist für mich der Moment – nicht immer alles aufschieben und auf später vertagen. Jetzt genießen – Liebe, Freundschaft, den Duft der Rosen, das Stück Schoki im Mund, das langsam schmilzt, die schnurrende Katze auf dem Schoß – auch scheinbar kleine Dinge können ganz groß sein!

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Vielen lieben Dank für das tolle Interview und die Zeit, die Du uns geschenkt hast, liebe Teresa! Ich freue mich, bald wieder von Dir zu hören und vor allem zu lesen!

Und neues gibt es zu lesen, ein neues und aktuelles Interview nämlich über und um ihr neues Buch „Die Holunderschwestern“ —> HIER